Am Montag der letzten Woche fuhr ich in meinem Tesla Model 3 innerorts ohne Autopilot mit genügend Abstand und zulässiger Geschwindigkeit, als das Fahrzeug plötzlich und ohne erkennbaren Grund so massiv bremste, dass der Helm, den mein Beifahrer auf seinem Schoß hielt, gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde und diese zerbrach (s. Fotos). Die Dashcam hielt diese automatische Notbremsung vollständig fest und so lässt sich eindeutig nachvollziehen, dass das Sicherheitsssystem fälschlicherweise ein rechts auf dem Gehweg (völlig ungefährlich) geschobenes Fahrrad als Gefährdung interpretiert hatte und daraufhin eine (falsche und daher für alle Beteiligten) komplett überraschende) Notbremsung auslöste. Ohne diesen Fehler wäre der Schaden (von Tesla auf 818€ beziffert) nicht entstanden. Das telefonisch kontaktierte Cologne Service Center lehnte es aber ab, für den Schaden aufzukommen und beruft sich auf unzureichende Ladungssicherung (der Helm hätte nicht in der Hand gehalten werden dürfen). Seit diesem Telefonat werde ich komplett ignoriert: keinerlei Antwort auf meine Mail mit dem Dashcam-Beweisvideo, keinerlei schriftliche Bestätigung der o.g. Ablehnung, beim Cologne Service Center geht keiner mehr ans Telefon und die (als Überlauf geschaltete) zentrale Hotline sieht sich als nicht zuständig sondern verweist auf das Service Center …
Aus den Bildern ist natürlich der Kontext schwer zu erkennen. Da wäre der kurze Clip besser.
Dennoch ist es natürlich so, dass hier eine unzureichende Ladungssicherung vorlag und Tesla nicht schuld an dieser ist. Das ein Auto eine Notbremse durchführt ohne evt. sichtbaren Grund passiert öfters und nicht nur im Tesla. Frag da mal die Fahrer mit viel Strecke (LKW Fahrer und co.). Das Tesla dich ignoriert ist natürlich schlecht, Schuld bist dennoch du.
Entschuldigung, aber einen so großen Gegenstand ungesichert und dann noch so hoch, dass er in die Windschutzscheibe knallt?! (Wie geht das überhaupt?)
Hast Du Dir mal überlegt was bei auslösen des Airbags passieren würde?!
Unglaublich wie immer öfter dreist versucht wird die Schuld bei anderen zu suchen. Gruselig, was da in unserer Gesellschaft passiert.
Vielen Dank für deinen Beitrag . Solltest du unverhofft in die Bremse steigen wäre der Effekt doch der gleiche gewesen oder ? Insofern es auf Tesla bzw. den Hersteller zu schieben wenn man etwas nicht gesichert hat kann meines Erachtens nicht funktionieren. Für die Sicherung ist schließlich der Fahrer verantwortlich und nicht der Hersteller.
Hoch? Der Beifahrer hielt den Helm auf seinem Schoß - es hätte auch eine Handtasche sein können. Der Schaden wäre definitiv nicht passiert, wenn das Fahrzeug nicht (fälschlich) eine völlig überraschende Notbremsung ausgelöst hätte - und natürlich auch nicht, wenn der Helm nicht (wegen der unmittelbar danach kommenden Vespa-Werkstatt) schon auf dem Schoß, sondern im Kofferraum gewesen wäre. Und ja, Gottseidank hat der Airbag nicht ausgelöst
Ich fürchte hier ist Tesla im Recht. Für die Ladungssicherung bist du verantwortlich.
Gegenstände am schoß tragen ist extrem gefährlich, wenn der Airbag auslösen sollte.
Ich war erst letzte Woche mit dem Tesla beim Fahrsicherheitstraining und da hat uns der Instruktor von einem Unfall erzählt, weil die Hand auf „12“ Uhr am Lenkrad war und nicht 3 & 9.
Der Airbag hat ausgelöst und die Hand gegen die Brille am Kopf geschlagen. Die Fahrerin ist seitdem auf einem Auge Blind.
Der Helm ist bei weitem härter. Sollte dieser durch den Airbag auf den Kopf des Beifahrers geschleudert werden, will ich nicht wissen wie der Nachher aussieht.
Wenn du weiter darauf beharrst, dass die Phantombremsung schuld ist, dann bleibt dir vermutlich nur der Rechtsweg. Ich fürchte allerdings, dass du hier den kürzeren ziehen wirst.
Abgesehen von der Frontscheibe sollte der Helm auch entsorgt werden
Ich fahre jetzt auch seit gut 3Jahren Teilautonom.
Bisher war es immer so, das ich eine fälschliche Notbremsung mittels Druck auf das Gaspedal vermeiden konnte. Anders wird es bei Tesla auch nicht sein.
Auf solche Dinge, muss man wie auch bei Extremsituationen, die das Auto nicht vorhersieht, vorbereitet sein. Es sind nun mal immernoch Assistenzsysteme.
Lerne aus deinem Fehler, auch wenn er teuer ist.
Es ist schon herrlich; passiert etwas, an dem das Fahrzeug meiner Meinung nach mit der Phantombremsung eine Teilschuld trägt, dann ist’s natürlich die Schuld des Lenkers oder der Lenkerin; fehlende Ladungssicherung.
Zwei Threads nebenand beklagt sich jemand, dass zum Beispiel beim Tesla Model Y keine gescheite Ladungssicherung möglich ist, weil es keine Verzurrösen gibt. Und zack wird auch diese Person kritisiert; es kann doch nicht wahr sein, dass man fehlende Verzurrösen kritisiert, da man die ja sowieso nie nutzt…
Und bitte tut nicht so, als hätte noch nie jemand bei euch im Auto etwas in der Hand gehalten, dass man eventuell besser hätte sichern können.
Hast du eine Glasbruchversicherung bei deiner Autoversicherung? Evtl. könnte es darüber laufen.
Bei vorhandener Rechtsschutzversicherung würde ich zumindest mal die Einschätzung eines Anwalts einholen.
Bei einem grundlosen Bremsvorgang wird teilweise ja auch der Auffahrende von der Schuld freigesprochen. Bei einer grundlosen Notbremsung halte ich es für möglich, dass Tesla zumindest teilweise in Haftung genommen.
Das hat jetzt aber nichts mit dem Thema zu tun, sondern geht in Richtung Polemik. Den Helm hätte man problemlos sichern können.
Es ist ärgerlich, keine Frage, aber juristisch wird man Tesla dafür nicht belangen können. Erstens weisen sie deutlich darauf hin, dass das Assistenzsysteme sind, die ständige Aufmerksamkeit erfordern, und zweitens ist Ladungssicherung halt eben Pflicht des Fahrzeugführers.
Ladung ist halt immer zu sichern, es kann ja auch sein, dass wirklich mal eine Gefahrenbremsung notwendig wird. Da fliegt ungesicherte Ladung dann auch durch die Gegend.
Und „andere fahren doch auch mit ungesicherter Ladung rum“ ist auch kein Argument. Nur, weil das im täglichen Verkehr ständig gemacht wird und nichts passiert, heißt doch nicht, dass es keine Fahrlässigkeit seitens des Fahrzeugführers ist. Eine Gefahrenbremsung kann wie gesagt immer vorkommen, es ist nur Glück, dass bei den allermeisten Fahrten keine nötig ist und deshalb auch ungesicherte Ladung kein Problem ist. Aber man schnallt sich ja auch bei jeder Fahrt an, obwohl man in der Praxis fast nie vom Gurt zurückgehalten werden muss.
Wie gesagt: Ärgerlich, aber die Reparaturkosten wird @Hofmann1959 genau darunter verbuchen müssen, nämlich unter dem Bilanzposten „Ärgerlicher Kackmist“.
Da bin ich genau deiner Meinung!
Nur klingts hier so, als wäre der Threadersteller der einzige unter tausenden Autofahrern, der so ungeschickt war und es nicht gemacht hat und man versucht wieder irgendwie die Phantombremsungen zu verharmlosen - das geht mir auf die Nerven.
Die Realität sieht meiner Meinung nach anders aus; vieles wird aus Bequemlichkeit nicht gesichert und glücklicherweise passiert kaum was. Das heisst natürlich nicht, dass das richtig ist, es nicht korrekt zu sichern.
Darum finde ich es ja auch so wichtig, dass es Verzurrösen gibt, dass man evtl. aus Bequemlichkeit und Kostengründen nicht auf GJR wechselt, etc…
Es kann ja halt tatsächlich mal vorkommen, dass das seltene, gefährliche Szenario halt doch eintrifft…
Trotzdem wäre es schön, wenn die Anzahl der Phantombremsungen abnehmen würde. Ich habe auf jeden Fall noch kein anderes Assistenzsystem so konzentriert überwacht, wie das des Teslas.
Ich rate dem TE, den Schaden durch die Teilkasko regulieren zu lassen, die eventuell fällige Selbstbeteiligung unter „Lehrgeld“ verbuchen und fertig.
meiner hat bisher nur mit Abstandstempomat gebremst, wenn sowas passiert, also eine völlig willkürliche Vollbremsung (sonst wäre ja der Helm nicht derart geflogen) verkaufe ich den Tesla sofort!! (bzw. zum erst möglichen Zeitpunkt).
Ist doch völlig irre, was das System für ein Eigenleben hat!
Und dass das hier alle wieder schönreden und die Verantwortung auf den Helmhalter schieben; so what, die Scheibe ist doch gerade egal; mir geht würde es viel mehr um das grotesk fehlerhafte Sicherheitssystem gehen!
Die Notbremsassistenten sind schon länger Pflicht und fehlerfrei sind die wahrlich alle nicht.
Tesla ist da leider auch nicht besser als andere., aber sicher auch nicht viel schlechter.
Man kann es jederzeit übersteuern und wer das nicht tut zeigt nur wie unaufmerksam er fährt, ist meine Meinung.
Dann viel Spaß beim nächsten Auto mit Notbremsassistent was auch irgendwann das durchziehen wird.
Keiner hält dich daran Tesla zu fahren ![]()
nicht cool. Nicht Tesla-spezifisch, aber trotzdem nicht cool…
verständlicherweise. Das Resultat wäre das gleiche gewesen, wenn eine Katze, ein Kind oder der Fahradfahrer /-schieber tatsächlich einen Schlenker gemacht hätten oder wenn du als Fahrer (aus welchem Grund auch immer, berechtigt oder nicht) auf die Bremse gestiegen wärst.
DAS ist Tesla-spezifisch (oder zumindest spezifisch für deinen Fall) und das im vorliegenden Fall eigentliche Problem aus meiner Sicht. Nicht cool wäre untertrieben (wobei ich natürlich nicht weiß, wie du dich aufgeführt hast oder was du mit „ignoriert“ meinst und ob die nicht einfach wirklich überlastet sind). Trotzdem: Als Kunde EXTREM unbefriedigend.
DAS erklär mal jemandem… Wie kann ein Gegenstand an etwas Schuld sein? Wer ist denn verantwortlich für den Gegenstand? Der Besitzer / Benutzer oder der Hersteller, möchte man meinen, aber welche Pflicht hat Tesla (als Hersteller) denn hier verletzt? Der Notbremsassi abgenommen, geprüft, zertifiziert, … sonst bekäme man gar keine Zulassung für die Kiste…
Klar, stellte sich nun ein Kalibrierungsfehler der Kamera oder ein Serienfehler der Software heraus… aber im vorliegenden Fall sehe ich dazu erstmal keinen Anhaltspunkt. Du?
Das haben wir sicherlich alle schonmal. Nur scheinen sich die Menschen zu unterscheiden wenn es um die Fehlersuche nach einem „Unfall“ (im weitesten Sinne) geht. Dem einen kippt der Farbeimer im Kofferraum um, der andere lässt zerbrechliche Gegenstände durchs Auto fliegen… Keiner ist unfehlbar.
Manche freuen sich dann im vorliegenden Fall darüber, dass den beteiligten Menschen / Lebewesen nichts passiert ist, andere verklagen halt den Hersteller…
Ja, das kostet Vertrauen ins Auto und in die Technik. Leider ist Tesla da nicht der einzige, noch nichtmal sonderlich schlimm. Das hat im vorliegenden Fall nichts mit dem AP zu tun, das ist der Notbremsassistent, der ist davon unabhängig und lässt sich noch nichtmal dauerhaft deaktivieren…
Und an alle, die mit den Assistenten argumentieren: Phantombremsungen beim AP sind auch doof, aber ein völlig anderes Thema. Der Notbremsassistent wirft - im Gegensatz zu den beliebten Phantombremsungen beim AP - tatsächlich so richtig den Anker, da ist nicht mehr viel mit übersteuern durchs Gaspedal. Bis du da reagiert hast, ist der Helm / Hund / Kuchen / Dachlatte schon auf der Reise…
Zieht doch mal eure Teslabrille ab, ich habe noch nie von derartigen Phantombremsungen gehört. Unsere Mercedes` haben hatten das NIE, NEVER!!
Aber ist mir auch egal, wie ihr euch das schönredet, ehrlich!
Keine Ahnung wie das die Schaben machen, aber meine ersten Erfahrungen mit dem Notbremsassitenten habe ich mit Hardware aus Bayern gemacht. Danach aus Wolfsburg. Dann habe ich den Tesla gekauft und bisher bin ich im Tesla verschont. Trotzdem wird auch der Tesla das irgendwann mal machen… Wahrscheinlichkeit x Kilometer x Pech oder so ähnlich lautet die Formel… Bin kein Mathematiker… ![]()
PS: Nach dem Schreiben rief mir meine Frau zu, dass auch unser Ford über dieses System verfügt… Das hat sie sicherlich nicht aus dem Handbuch ![]()
Rein Interesse halber, ist es einer nur mit Kameras oder hat der noch eine Laserradar verbaut?
Mal unabhängig vom Helm, es hätte ja auch einen Auffahrunfall mit Verletzungen geben können.
Ich kann den Unmut schon nachvollziehen.


