Seit ich 2008 anlässlich eines Elektroauto-Events das erste Mal in einem Roadster Platz nehmen durfte, träumte ich davon, auf die Pensionierung ein solches Auto einigermassen günstig erwerben zu können. Die Angebote diesen Frühling zeigten ein anderes Bild. 70 - 140 k sind nicht eben „günstig“. Im Juni stöberte ich nochmals nach diversen Fahrzeugen, auch ein MG Cyberster wurde in Erwägung gezogen. Dass dieser aber gemäss Testbericht beim Tritt aus Pedal eine Gedenksekunde braucht, ist natürlich ein Witz. Eher um das Thema abzuhaken, nochmals der Blick auf die Tesla Roadster, und dann: ein silberner, im Budgetrahmen, ganz in der Nähe, erste Hand, sehr gepflegt, aber auch 110 Tkm und erste Batterie. CAC 147.6 sagte mir damals nicht viel. Vor der Probefahrt gab es noch leichte Zweifel: die Sitzposition ist mir zu wenig steil und die Lehne lässt sich ja nicht verstellen. Aber dann: nur schon ans Pedal denken und das Auto scheint zu zucken. Die Lenkung präzise wie ein Skalpell. Die Strassenlage ist auch toll, im Vergleich zum Smart Roadster meiner Frau drängt das Heck zwar einiges früher weg. Aber: Drehmoment bis zur Sinnlosigkeit. Später lernte ich noch, dass die PEM bei GS überarbeitet wurde, Xenon Scheinwerfer und ein neueres Audio-System verbaut wurde.
Dass sehr viele Werksunterlagen freigegeben wurden, war noch das Tüpfelchen auf dem i, da ich gerne selbst an meinen Autos arbeite. Tja und nun bin ich Zweitbesitzer und am Einturnen mit den Diagnose-Tools und Durchstöbern der Unterlagen. Firmware-Update auf 4.7.2.40 hat bereits geklappt und auch der Bleed-Test zeigte gute Werte. Tja und nun ist es wie bei meinem ersten Elektroauto ZAZ Tavria Pinguin: Fahren und Schrauben machen unglaublich Spass, beide haben 450 kg Batterie und 3.9 von 0 auf Hundert. Der eine Minuten und der andere Sekunden!
Herzliche Grüsse aus der Schweiz
Christoph
