Tesla Cybertruck (2023) (Teil 1)

Gemäss gelesenen Berichten wurde die selbsttragende Karosserie bei Pickups noch nie verwendet.
Nach meiner Ansicht wird es spannend sobald die Geländeanforderungen über eine Rüttelpiste hinausgehen und bei Bodenwellen oder Senken dauerhaft starke Achsen-Verschränkungen erzeugen.

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Zumindest das Casting sieht schon Mal sehr steif aus.
Und ist hinten offen für eine mögliche verwindung.

Aber dafür müsste man Mal einen Experten dazu befragen.

Interessant wird das auf jeden Fall.
Ob sie bei dieser neuen Konstruktion auch keine Fehler einbauen…:face_with_monocle:

Wenn ich da zum Beispiel an die Antriebswellen von Model/X/S vorne denke… :see_no_evil::face_with_peeking_eye:

Die Zerlegung von Sandy Munro hoffentlich bald nach den ersten Auslieferungen dürfte hochinteressant werden!

Aus meiner Erfahrung mit Geländewagen wie z.B. dem Pinzgauer hat der Leiterrahmen jeweils alle Achsen-Verschränkungen problemlos weggesteckt.

Jedoch hörte ich auf einer Geländepiste allerlei Geräusche wie Quitschen oder Knarzen von der aufgesetzten Karosserie und von der Verbindung zum Rahmen.

Is ja auch ne Frage was man damit macht. Ich stell mir jetzt die Installation einer Schneepflugaufnahme bei ner selbsttragenden Karosse schwierig vor. Oder anderes Arbeitsgerät.

An solche Montage Punkte scheint Tesla auf jeden Fall gedacht zu haben:

Fotos vom cyberrodeo.


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… auch bei richtigen Geländewagen gibt es ja verschiedene Möglichkeiten wie das mit der Verschränkung funktioniert. Bestes Beispiel ist das Univeralmotorgerät der Fa. Boehringer, heute besser als Unimog bekannt. Dieses Fahrzeug hat einen „Gummirahmen“. Es gibt auch Fahrzeuge mit verwindungssteifem Rahmen, wie den MAN Kat. Was den Fahrzeugaufbau angeht haben Farhzeuge mit verwindungssteifem Rahmen Vorteile. Der CT dürfte sehr steif sein, weil der tragende Teil des Fahrzeug dreidimensional ist. Ein klassischer Leiterrahmen ist eigentlich eher zweidimensional und dadurch lässt er sich leichter verwinden.
Bei einem „Ami“-Truck wir dem Cybertruck oder einem F150 ist das jedoch fast genauso „sch…egal“ wie bei den meisten „Posergeländewagen“ (Puch G aka G-Klasse) die hier gefahren werden, da diese Fahrzeuge fast nie „richtiges“ Gelände sehen werden.

Der Rahmen beim Pickup bietet zwar einige Freiheiten um das Heck gegen einen vernünftigen Aufbau zu tauschen ( siehe z.B. Pepec ), ist in vielen Fällen aber eine absolute Schwachstelle.
Bei hoher belastung neigen die Rahmen gerne zum Verbiegen, mangels Pflege sterben viele im Alter an Durchrostung.

Eine selbsttragende Karosserie gibt es sonst nur bei den SUV und wenigen modernen Geländewagenkonstruktionen.

Die Quelle ist übrigens dieses Video von Kim Java:

Bei Geländewagen kommt ein guter Teil der Geländegängigkeit von der Verschränkungsfähigkeit des Fahrwerkes. Gut können das typischerweise Starrachsen am Leiterrahmen bei reinrassigen Geländewagen, wie Defender, Wrangler, Landcruiser oder G-Klasse. Weniger verschränkungs-fähig und damit i. d. R. weniger geländegängig sind die typischen SUV mit selbsttragender Karosserie und zumeist Einzelradaufhängung an einer oder beiden Achsen. In jüngerer Zeit werden oft elektronische Traktionskontrollen eingesetzt, um konstruktive Nachteile etwas auszubügeln.

Daneben gibt es Ausnahme-Erscheinungen wie den Lada Niva, der trotz selbsttragender Karosserie und nur einer Starrachse als gut geländegängig gilt.

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das stimmt… klassische PUs ist ja das Bed ein komplett eigenständiges teils „frei“ liegendes Karoserieteil, welches als ganzes abgemacht werden kann, da kann ja dann nichts tragend sein… hat natürlich riesige Vorteile, da man die PUs eben ratz fatz umbauen kann…

Das ist altmodische Denke! Heutige gute Geländeagen kommen ohne Verschränkung weiter wie alte mit guter Verschränkung, man sieht das ganz gut am modernen Defender… also alles andere ist Technik von gestern. Würde der G neu konstruiert, hätte der auch eine selbsttragende Karosserie…

Mein 2006er Touareg (mittlerweile ist Touareg von richtig offroad abgerückt) war oft offroadtauglicher als mein Patrol, also viele Bereiche hat der trotz kleinerer Verschränkung besser gemeistert alleine wegen seines kleinen Wendekreises…

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Sandy Munro hat den Leak hier live per Video kommentiert, unbedingt anschauen, seine Reaktion ist einfach nur mega authentisch:

https://mobile.twitter.com/teardowntitan/status/1602300771445383169

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Jetzt will er wohl unbedingt einen zerlegen. :sweat_smile::grin:

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Ja klar. Das sind klassische Konstruktionsprinzipien, die über viele Jahrzehnte Gültigkeit haben.

Echte Geländetauglichkeit bewährt sich auch in zivilisationsfernen Gegenden. Eine Schmiede ohne Diagnose-Laptop kann solche Technik instand setzen. In schlecht erschlossenen Gegenden der Erde ist die Unabhängigkeit von elektronischen Hilfssystemen eine Notwendigkeit.

Da hast du einerseits recht, andererseits brauche ICH aber offroadfähigkeit hier UND die Welt ist kleiner geworden seit Satelliten Telefon :sunglasses: wenn du soo schreibst, dann musst du ein Fahrzeug her nehmen das hinten Blattfedern hat, das kann man noch besser reparieren in der Einsamkeit… :wink: :laughing:

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Das Exoskelett ist ein bedeutender Schritt im Kontext der Entwicklungsgeschichte geländegängiger Fahrzeuge. Um seine Bedeutung zu verstehen, muss ich die klassischen Konstruktionsprinzipien mit ihren Stärken und Schwächen kennen. Klar komme ich als Waldbauer auf meinen vielleicht mal 500 Metern aufgeweichtem Waldweg auch mit elektronischer Traktionskontrolle gut zurecht. Richtige Offroad-Anwendungen sind eine andere Liga, in der die meisten nicht spielen. Das sollte man wissen.

Hältst du den neuen Defender für nicht geeignet für richtige Offroadanwendungen?

Inwiefern ist der Cybertruck denn überhaupt als Offroad-Fähig angekündigt? Ist da nicht schon wieder eher der Wunsch der Vater des Gedankens, und am Ende sind alle enttäuscht, weil etwas nicht da ist, was Tesla nie angekündigt hat? Nicht dass das das erste Mal wäre, wo es so läuft…

Für mich war das Konzept der US-Pickup-Trucks immer nur bedingt offroadfähig und nur bis dahin muss der Cybertruck ja auch gehen. Ich denke halt auch, der Leiterrahmen bei den traditionellen Pickups ist nicht unbedingt wegen der Geländegängigkeit da, sondern weil das halt Fahrzeuge sind, die vom LKW abstammen. Oder liege ich da komplett falsch?

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Kurzes Video von Sandy Munro zum letzten Foto das aufgetaucht ist mit den Castings:

:grinning:

Ich denke das Chassis wird gern genommen um es modular aufzubauen. Singl/Extra/Crew Cab und Short/long/wide/Flatbed/Mechanic/Fifth Wheel Mount für Gooseneck Trailers.

Darunter dann Motor A B C D, Getriebe A B C, Achsen für die entsprechende Zuladung 1/2ton 3/4 ton 1 ton, hinten optional 2 Speed Axle. Das ist ne Rührerei wenn du nen Schaltgetriebe mit 2 Schalthebeln fährst, ähnlich wie beim Spicer LKW Getriebe…
Montagen entsprechend für Anbauten Brush, Plow, Winch

Alle haben aber das selbe Problem: Rost! Die Rostvorsorge ist wie bei Opel oder Mercedes in den 90ern, die rosten schon im Katalog.
Bei Ford und GM brechen gern die Rahmen in der Mitte durch. Bei Chrysler halten zwar die Rahmen, aber die Aufbauten knuspern.

Der Pickup ist nicht als Geländewagen konzipiert, eher als Allzweck Transportmittel oder Universal Geräteträger eines Einmann Unternehmens.

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Ich glaub Offroad und Variabilität bzgl. Anbauten ist für die allermeisten aktuellen Cybertruck Vorbesteller total unwichtig, die wollen ihn nur weil er „bad ass“ ist und kommen eigentlich von Limousine/SUV.

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