Supercharger noch ein Kaufargument für Tesla?

Mal eine sehr allgemeine Frage zum Thema Supercharger, da das in anderen Threads (insbesondere in denen zu anderen Fahrzeugen) immer wieder gerne diskutiert wird:

Ist für euch das Supercharger-Netzwerk noch ein Kaufargument?

Nein-Position: die meisten Supercharger sind eh für alle verfügbar und mittels Grundgebühr sogar zum gleichen Preis, Plug&Charge gibts auch bei anderen Anbietern, generell sind die Ladenetze umfassend ausgebaut, so dass kein echter Vorteil mehr entsteht, im Gegenteil: die Supercharger sind oftmals noch sehr langsam, der Ausbau der 800V-Ladestellen ist sehr zögerlich.

Ja-Position: Für mich persönlich war der Supercharger nach wie vor ein absolutes Kaufargument für einen Tesla - ich kann wirklich alle Supercharger benutzen, die Integration ins Auto ist perfekt, der Preis ist meist gut oder wenigstens konkurrenzfähig, ich muss mir keine Gedanken über ein Abo bei einem anderen Anbieter machen, Plug&Charge läuft problemlos ohne lange Einrichtung usw. Alles in allem ist es einfach ein „du musst dir keine Gedanken machen“-Feature für Tesla-Fahrer, wohingegen Fahrer anderer Marken oftmals gefühlt im „Ladekartenchaos“ versinken.

Wie ist eure Meinung? Ist das Supercharger-Netzwerk noch ein Kaufargument?

  • Ja, Supercharger sind weiterhin ein Kaufargument.
  • Nein, Supercharger sind kein Kaufargument mehr.
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Hi hier nochmal meine kurze Zusammenfassung:

Wir müssen zwischen einem MY/M3 mit eher kleinen Akku und langsamer Ladeperformance und modernen BEVs unterscheiden:

Das SuC Netzwerk ist beim MY/M3 ein Kauf-Argument aufgrund des kleinen Akkus und der eher bescheidenen Ladekurve, es ist aber bei modernen BEVs eher kaum noch relevant da man seltener und wenn dann schneller wieder weg ist und auch bei SoC > 50% sehr schnell „was mitnehmen“ kann (Aldi,Lidl und Co):wink:

Bei den ganz guten modernen BEVs mit > 800km WLTP muss man sich eh kaum noch Sorgen machen um das Nachladen…

Kosten sind bei allen ok. Bei einigen anderen gibt es für kleines Geld Ionity, Shell und Co. sehr günstig.

Plug and Charge haben inzwischen fast alle.

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War auf jeden Fall einer der Gründe, warum ich mich für Tesla überhaupt entschieden habe.

Ich reise gerne und viel innerhalb Europa, Ost-, wie West- und einfaches, transparentes und zuverlässiges Laden ist für mich sehr wichtig.

Auch wenn es momentan immer wieder gute Angebote anderer Ladeanbietern gäbe, nutze momentan sehr gerne Allego zum Beispiel.

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Supercharger ist für uns untrennbarer Bestandteil des Fahrzeuges. Weder Frau noch Tochter kämen auf die Idee, sich mit Alternativen zu beschäftigen. Ziel eingeben und ankommen.

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Hab mich nicht informiert. Mit einem VW ID funktioniert es also inzwischen genauso wie bei Tesla: Ziel eingeben, Navi errechnet wann wo wie lange Stecker rein, und keine Ladekarte? (falls ich mal BEV Mietwagen brauche). Oder App und Adroid Auto usw?

Nein, tut es nicht. Du musst dich immer mit Anbietern und Ladekarten und Tarifen beschäftigen. Überhaupt VW und Software. Lassen wir das lieber.

Es gäbe haufenweise interessante Autos, aber alleine durch die SuC und deren Integration in das Ökosystem sind alle anderen nach 5 Sekunden aussortiert.

Für einen reinen Kurzstreckenwagen, der nur an der heimischen Wallbox lädt, sieht es natürlich wieder anders aus.

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für mich war und ist das S-Netz ebenfalls ein Kaufargument

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Das SuC Netzwerk ist für uns mit zwei M3 in der Nebenzeit „nice to have“.

Im Urlaub ans Slettnes Fyr oder an die Algarve wird tagsüber fast nur „fremd“ geladen, einfach weil es oft 30%-50% günstiger ist. Die SuC sind dann bis 8:00/9:00 Uhr interessant.

Kaufentscheidend pro Tesla war 2021 aber indirekt das „Bafa Karussell“ und direkt „Tesla umsonst“ von einem westdeutschen Autohaus :wink:.

Damals gab es im Dezember so innerhalb von 10 Tagen den ersten Tesla M3SR. Bei Renault/Dacia hieß es im Oktober 2021 "frühestens in 9 Monaten":joy:.

Wenn es irgendwann ein anderes BEV wird, spielen die DC Ladegeschwindigkeiten der Anbieter sicherlich eine Rolle, aber auch der Stromverbrauch, man ist schon ein wenig überrascht, was andere BEV da so verbrauchen :wink:.

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Das Netzwerk war bei der Entscheidung ein nice-to-have. Jetzt nach über zwei Jahren würde ich den Nutzen in Verbindung mit dem Auto aber ungleich höher bewerten. Diese Integration ist noch immer einmalig, und gerade für absolute Neulinge würde ich so uneingeschränkt zu Tesla raten wie zu keinem anderen Hersteller. Weil es einfach funktioniert und immer da ist, wenn es benötigt wird. Dieses Netzwerk nimmt Dir jede Skepsis und Tesla wäre gut beraten, dieses Alleinstellungsmerkmal aggressivst zu bewerben.

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Das war alles einmal…

Heute können auch andere plug and charge mit keiner zusätzlichen App.

Einmal Kreditkarte wie bei Tesla hinterlegen und fertig mit deutlich mehr Ladepunkten einfach Navigation ohne „Verteilung nach Auslastung“.

240 SuCs sind es bei Tesla mit 3.000 Ladepunkten vs. BMW Partner mit aktuell
500-600 HPCs mit 2.700 plug and charge.
Aktuell sind zusätzliche 700-800 Ladepunkte geplant. Und das EU Ausland kommt auch noch.

Zudem: „Bequemes Laden an 1.185.145 Ladepunkten in Europa – mit Ökostrom. Unser Netzwerk hält die passende Ladestation für Ihren BMW und Ihre Bedürfnisse bereit. Nutzen Sie Hunderte von Ladesäulenbetreibern. Auch unser Platinum-Partner IONITY ist Teil des umfangreichen BMW Charging Netzwerks.“
Quelle BMW…

Somit bei BMW hinterlegst du einmal deinen Ladetatife und Optionen und nutzt das dann wie bei Tesla nur das man da ausserhalb des SuC Netzwerks eben mit den Ladekanten und Apps hantieren muss.

Das war für uns ein Argument. Zudem das Thema Abrechnung per monatlichen Rechnung bei BMW vs. einzelpositionen bei Tesla.

„All-in-one-Komfort: Einmal registrieren und mit der BMW Charging Card oder über die My BMW App auf das gesamte Ladenetz zugreifen. Im Active Tarif laden Sie zu attraktiven AC und DC (inkl. HPC) Konditionen im Netzwerk. In Ihrem BMW Charging Konto im Bereich Dashboard erhalten Sie Transparenz über Ihre Ladevorgänge und Rechnungen.“

Somit da sind andere inzwischen weit breiter und besser aufgestellt. Ein Konto im Fahrzeug, eine Abrechnung und Plug and Charge.

Das Tesla Netzwerk ist zudem
möglich…sobald man ausserhalb des Netzwerks ist muss man App laden, Karte hinterlegen, etc. Extrem nervig in der Stadt…

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Bei Plug&Charge ist es doch aber so, dass man sich da für einen Anbieter entscheiden muss, den man hinterlegt (oder eben wie in dem verlinkten Fall die Kreditkarte) ohne Abo - das heißt aber auch man lädt in vielen Fällen nicht zu günstigen Konditionen sondern zu den bekannten, teuren Ad-Hoc Preisen, wenn man sich nicht für einen Ladeanbieter entscheidet.

Oder hat sich das geändert und man kann im Auto vor dem Ladevorgang den günstigsten Anbieter auswählen? Sonst glaube ich nämlich, dass zumindest viele private Nutzer ohne Firmenladekarte aus Kostengründen weiterhin mit den Karten hantieren werden um je nach Anbieter den günstigsten Preis zu bekommen.

Die Einfachheit und in der Regel auch die adäquaten Preise des SuC-Netzes „ohne Nachzudenken“ sind für mich daher weiterhin ein gewichtiges Pro-Argument - laut der Umfrage oben ja auch für 2/3 der anderen Nutzer.

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So ist es. Reiner Marketingsprech. Und aktuell funktioniert z.B. das freischalten von Autocharge beim EnBW mal wieder nicht :enraged_face:

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Ich würde jetzt mal vermuten, dass da auch weiterhin BMW Charging aka DCS genutzt wird. Man die Daten halt nicht mehr in der App, sondern im Auto einträgt.

Nein bei BMW hast du das Netzwerk…ich habe es kurz mal gefiltert für meinen Standort und mit den SuCs abgeglichen. Also nur Plug and Charge wie ebi den SuCs.

  • Ionity

5xBMW Kooperationspartner Plug and Charge, faktisch alle frei vs. 3 SuCs teilweise belegt.

Preise:

6 Monate für 0,49
Euro/kwh Ionity 0,45 Euro/kwh.
Später 4,99 im Monat, Ionity 5,99 Euro
Das entspricht dem Premium Connect Paket bei Tesla :wink:

Also völlig ok…

Korrekt, der BMW zeigt dir die Kosten an und ob plug and Charge möglich ist.

Das ist doch nicht mehr so. Gerade bei höherer Auslastung musst du schon schauen „wo“ der Tesla dich hinschickt…seit ca. 2 Jahren plane ich jede Route im Tesla manuell um lange und blöde Wartezeiten zu vermeiden. Das geht aber es nervt enorm. Früher war das perfekt und „Hirnlos“. Heute ?! Nicht wirklich…

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Das ist BMW Charging aka Digital Charging Solutions, steht sogar drüber… :wink:

ISO 15118) ist das Protokoll bei Plug and Charge. Bei den anderen Ladepunkten klar wie sollte es auch sonst gehen…

Die technische Grundlage ist das ISO-15118-Protokoll, das Fahrzeug und Ladesäule direkt miteinander kommunizieren lässt. Voraussetzung ist eine einmalige Einrichtung über das Plug & Charge Menü in der my BMW- beziehungsweise Mini-App sowie die Anmeldung mit der entsprechenden Kunden-ID im Fahrzeug. Danach startet der Ladevorgang vollautomatisch – ohne weitere manuelle Schritte.

Ja aber EnBW ist bei der Auflistung ja zum Beispiel nicht dabei - was passiert wenn man damit ansteckt? Dann zahlt man wohl einen teureren Tarif.

Das sehen viele wohl doch noch anders. Aber wie gesagt, der Unterschied ist nicht mehr so stark wie früher.

Bzgl. Auslastung hatte ich in nun 2000km im Sommerurlaub auch kein Problem, trotz Reisezeit und Fahrten tagsüber.

Tja EnBW braucht man ja bei Shell und Aral eher nicht. Bei Tesla ist ja auch EnBW nicht dabei oder div Stadtwerke?!

Ich habe auch beim Tesla immer noch die Shell Karte für alle anderen. Manuell, nicht im Auto hinerlegt. Eigene Abrechnung…

Und na ja beim Tesla sind gerade bei uns durch die „billigen Tarife“ die SuCs nun regelmäßig verstopft sobald die NOR, DK und S Urlaub haben und dann ist es eben so, dass du dann teuer laden darfst (oder eben warten).

Aber das Argument war ja „Alleinstellungsmerkmal“ und das war einmal da:

  1. Andere auch plug and charge können in fast schon ähnlicher Bandbreite (und div. Säulen kommen ja noch)
  2. Billiger sind die SuCs häufig schon aber deshalb auch voll
  3. Andere planen auch dynamisch inkl. Preise. Das kann Tesla nicht bei anderen.
  4. Abrechnung ist bei Tesla umständlich also keine automatisierte Sammelrechnung für Flotten
  5. Das Netzwerk ist eher klein im Vergleich zu anderen und ein fast reines HPC System
  6. Tesla verteilt nach seinem System und man kann das nur manuell überschreiben.

Somit ist vieles Mythos und Vergangenheit bzgl. SuC Netzwerk.

P.S und nochmal…das SuC Netzwerk gibt es ja für die „anderen“ on top. Ok per App und blöd für die Tesla Fahrer (BMW blockiert ja am
V3 2 Plätze) aber nutzen kann man es immer.
Bei uns verstopfen nicht die Tesla die SuCs…deshalb sieht man das ja nicht…

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Es gibt doch 2 Arten von Plug&Charge:

Einmal von der „Autoseite“ her (je nachdem, was dort im Verbund so inkludiert ist) und andererseits kann ich doch auch bei „jedem“ mir beliebten Ladeanbieter (z.B. EnBW) separat mein Auto als Plug&Charge hinterlegen…!?!

Die Kombi finde ich z.B. bei MB mehr als nice…; und man kann dort (bei VW AG sicherlich auch) die einzelnen Anbieter ausschließen/gewichten etc., sodass man immer nur dort lädt, wo es besonders günstig ist und wo man auch fast immer Plug&Charge nutzen kann…

Das Tesla-Netzwerk ist aber dennoch insbesondere für Neulinge schon mega klasse und komfortabel bzw. idiotensicher…

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Nichts passiert da, weil EnBW kein ISO P&C unterstützt.

@niubee nichts desto Trotz nutzen die dafür das Angebot von BMW Charging.
Was am Ende das Gleiche ist, wie Tesla es mit dem eigenen SuC macht.

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