Supercharger in Deutschland bis 11.02.2021

Ist es das? Wenn sie wie beim SeC jetzt ein bestehendes Betrieb kaufen (wie im Vorbild) und das umbauen? Und dan wirklich ermöglichen das nur authorisierte Fahrzeuge hineinfahren können? Ich denke dass es ohne LSV Beschränkung möglich sein wird, doch natürlich ist es noch eine offene Frage doch vielleicht gibt es eine Öffnung.

Wenn die SuC nicht auf Autohöfen sondern auf Hotelparkplätzen, wie z.B. in Moers oder in Wiesbaden, könnte man die SuC imho problemlos mit einer Schranke beschränken und wäre nicht von der LSV betroffen. Auf einem Autohof kann ich mir so ein Szenario nur schlecht vorstellen.

das ist sicherlich auslegungssache der gesetzl. regelung.

muss den das gelände (in welcher ausdehnung um den ladepunkt?) per zufahrtsbeschränkung gesperrt sein? oder reicht der letzte fahr-meter vor der säule? oder die letzten 10cm? oder reicht gar die verriegelung der säule?

Schranke wäre doch Mist!

Ich frage mich immer noch, ob die LSV überhaupt auf Privatgrund in Fällen, in denen der Strom nicht an die Öffentlichkeit verkauft wird, durchsetzbar ist. Ich erinnere mich, dass mal über ein Rechtsgutachten gemunkelt wurde, dass die LSV für nicht durchsetzbar erklärte.

Vielleicht kann einer der Juristen hier im Forum etwas dazu sagen.

Gruß Mathie

Die LSV definiert einen öffentlichen Ladepunkt leider über die „faktische Erreichbarkeit“. Den genauen Wortlaut kenne ich jetzt gerade nicht, aber am Ende reicht es, wenn man hinspurten und es berühren kann … so wegen Verlängerungskabel und so.

Die LSV betrifft sowohl mich als auch jeden anderen in der Familie, weil wir alle Häuser mit Höfen oder Garageneinfahrten haben, die entweder nicht beschränkbar ist oder wir nicht beschränken wollen. Bei mir privat ist das ja okay - ich betreibe die Crowdfunding-Box ja schon länger als die LSV, aber bei meiner Mutter, meinem Vater und meinen Geschwistern?!? Soll ich denen jetzt eine CEE32 und einen Wandler andrehen, nur damit keiner der Nachbarn dort einen Anspruch auf Laden hat? Meine Schwester wohnt praktisch direkt in Stuttgart. Wenn der Lader öffentlich wird, hat sie den Hof voll mit Parkern, die nur mal kurz in die Wilhelma müssen, Brötchen holen. :laughing: :frowning:

Auch betrifft es jeden Bauernhof mit einer Wallbox, der seine Hofeinfahrt nicht sperren kann. Mir fallen da schon drei Höfe ein, wobei bei einem definitiv eine Wallbox für das E-Fahrzeug vorhanden ist.

Die LSV ist grundsätzlich eine super Idee. Aber dieser eine Punkt ist so richtig Mist.

Es bleibt die Hoffnung, dass letztendlich nachgebessert wird. Bei 16A/1p Ladern ist es ja schon passiert. Die werden explizit nicht mehr von der LSV betroffen.

Tesla und die LSV :wink:

I’m Text steht:
ist ein Ladepunkt öffentlich zugänglich, wenn er sich entweder im öffentlichen Straßenraum oder auf privatem Grund befindet, sofern der zum Ladepunkt gehörende Parkplatz von einem unbestimmten oder nur nach allgemeinen Merkmalen bestimmbaren Personenkreis tatsächlich befahren werden kann;

Also auf Privatgrund kannst du doch den Zugang allen verwehren.
Was nicht mehr geht ist „nur Tesla Fahrer“ oder „nur gelbe autos“ sind erlaubt.

Und das verhinderst Du nur, wenn Du ihn faktisch nicht erreichbar machst.
Ansonsten ist er, solange er nicht an einem Carport oder einer Garage hängt, öffentlich zugänglich.
Sprich Hotelparkplätze, Autohöfe etc. sind faktisch öffentlich.

Ja Hotel und Co stimmt. Ich bin jetzt explizit auf „privat“ eingegangen.
Ein Bauernhof der die Wall Box nicht für nur sich privat nutzt, fällt unter die LSV.

Ich kann aber faktisch auf die angesprochenen Bauernhöfe laden und mein Auto an die Wallbox ketten. Und Du kannst faktisch auf den Hof meiner Mutter fahren und Deinen Tesla bei ihr an die Leine legen.

Klar können unsere Autos dann auch faktisch wieder entfernt werden, aber das ist für die Gültigkeit der LSV erst einmal zweitrangig. Die LSV besagt, dass neue Wallboxen auf den Höfen über 3,7kW gemeldet und regelmäßig überprüft werden müssen, und ich jeden daran laden lassen muss.

Zumindest so verstehe ich die Verordnung.

Also, schade dass es so sein muss. Glücklicherweise ist es praktisch nur in Deutschland eine „Sache“ denn überall werden jetzt SuC’s gebaut.

Und, damit ich mich doch positiv für heute verabschieden kann, melde ich dass ich mit meiner Familie am frühen Sonntagmorgen, via Venlo und A61, A4 und A3 bis Passau Deutschland durchqueren kann unterwegs nach Ungarn (Eltern meiner Frau).

Eigentlich benütze ich nur SuC Wiesbaden, Geiselwind und Hengersberg (danach Wien) doch es gibt auch noch Erftstadt, Mogendorf, Wertheim und Regensburg und viele Alternative via A6. Und das kann keiner uns abnehmen, LSV oder nicht :slight_smile:

Naheris hat Recht und wir diskutieren schon seit ca. 2 Jahren über diese unglaubliche Formulierung in der LSV!
Die Ladepunkte an den Parkplätzen der Firmenwagen meiner Mitarbeiter wären davon genauso betroffen … wenn sie nicht schon vor Inkrafttreten der LSV installiert gewesen wären.

Warum mach Tesla eigentlich nicht eine schlichte Schranke an die deutschen SuCs und gut is? Müsste doch mit Homelink kein Problem sein das international an alle Teslas zu koppeln. Oder will man dem Vorwurf von Elitismus vorbeugen?

Weil die Plätze den Betreibern gehören und dort auch oft Verbrenner parken dürfen. Grund ist an manchen Plätzen, dass es eine Vorgabe der Behörden gibt, wieviele Parkplätze vorgehalten werden müssen. Manche Betreiber erreichen die Vorgabe nur inkl. der SuC Stellplätze. Das ist auch oft der Grund der für uns bescheuerten Beschilderung als „Parkplätze“.

Weil,es garnicht um die SuC geht. Das ist ja eine kommerzielle Ladestation. Der Betreiber muss eigentlich auch Interesse an einer hohen Auslastung haben.
Dass sich kein anderer Hersteller daran beteiligen wollte ist Historie. Daher laden da zur Zeit nur Tesla. Auf lange Sicht wird Tesla die SuC aber sicher so umrüsten, dass auch Fremdfabrikate dort laden können. Genauso wie wir Teslafahrer ja auch gerne mal bei anderen Betreibern laden können möchten. Ein dichtes Netz nutzt allen.

Das hie angesprochene Problem ist doch ein ganz Anderes. Du kommst abends nach Hause und an Deiner Wallbox in deinem Carport steht der Nachbar und lädt sein Auto. Zur Belohnung darfst Du die Wallbox auch noch jedes Jahr vom TÜV überprüfen lassen.

Nein, das Problem um das es in diesem Thread geht, ist der gestoppte Ausbau der Supercharger in Deutschland, seit inkrafttreten der LSV.

Und warum ist LSV nur in Deutschland in Kraft getreten ist und nicht in der ganze EU? Warum protestieren wir nicht dagegen? Sind keine Anwälte hier unter uns?

Nach dem Wortlaut der LSV geht es nicht um das Dürfen, sondern um das tatsächliche Können. Also ist ein offener Carport ohne Tor am Grundstück auch auf Privatgrund öffentlich im Sinne der LSV.

Deshalb habe ich starke Zweifel daran, dass die LSV in diesem Punkt durchsetzbar ist. Müsste halt jemand eine Feststellungsklage einreichen. Unsere Büro-CEE ist in einer Tiefgarage mit Tor, die fällt nicht unter die idiotische Definition der LSV, also können wir auch nicht klagen.

Gruß Mathie

Ist denn unter „kann“ das physische befahren gemeint oder das gesetzliche.
Wenn ich ein Schild aufstelle „Privatgrundstück -Betreten verboten“ darf normal ja keiner mehr drauf.

Soweit ich aber weiß hat die EU diesbezüglich aber auch eine genauerer Definition gefordert.

Es steht ausdrücklich dabei, dass das tatsächliche Befahren (und nicht das zulässige Befahren) gemeint ist.

Da Tesla noch nach Inkrafttreten der LSV seine „öffentlichen“ Supercharger in DE erweitert hat, wäre es interessant, ob es da schon irgendwo ein Verfahren deshalb gibt.

Gruß Mathie