Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

Also allein mit der Produktion der Batterie kann ich mit einem normalen Auto 6-8 Jahre quasi abgasfrei fahren. Also mit Umwelt hat der Tesla nun wirklich nichts am Hut. Vielleicht da wo man gerade fährt. Insgesamt aber nicht. Wobei der krasse Reifenverschleiß ja auch enormen Feinstaub verursacht. Ich denke sogar das mein fetter Diesel ohne Partikelfilter und ordentlichem Kat sauberer ist. Aber egal, ich würde mir auch ein Tesla kaufen :mrgreen:

Die Einsparungen bei Sprit und Steuer in die Ersatzteilbeschaffung zu stecken, ist allerdings auch eine Milchmädchenrechnung. Jeder weiß, dass sich kein Mensch Geld für Reparaturen zurück legt. Ich habe ein Haus und bald 3 Kinder. Da fließt jeder Cent rein. Wenn was am Auto kaputt geht, muss das irgendwie anders funktionieren. Daher bin ich auch noch leicht verunsichert einen zu kaufen. Klar, ein Türgriff mit 1000 kann passieren, muss nicht. Aber wenn, dann sind es im schlimmsten Falle nur 1000 Euro oder ein Tag bauen, wenn es nur ein Wackelkontakt ist. Was ist aber, wenn 2021 die Garantie weg ist und dann der Akku die Hufe hoch reißt? So viel Geld legt sich doch keiner mit einem normalen Verdienst für eventuelle Reparaturen zurück?

Rein theoretisch klappt ja die Rechnung.
Kredit 420-540€ pro Monat 10 Jahre lang.
Versicherung bei ihm sicher 200€ im Monat.
Strom vielleicht weitere 100€ im Monat.
Passt. Nur geht was kaputt ist es Asche.

Oder alles finanzieren und die Anzahlung für Reparaturen aufheben? Ist doch auch unsinnig.

Ein Punkt fehlt mir noch: Der selbstverschuldete Totalschaden, oder auch wahlweise, Unfallgegner verschwindet und ist nicht ermittelbar. Beides gibt es… Dann hat er über Jahre den Kredit an der Backe und KEIN Auto.
So sehr ich den Wunsch verstehe - ich fahre 40 Jahre und freue mich jedesmal, wenn ich in mein S einsteige - aber bei dem finanziellen Hintergrund ist das mMn nicht zu verantworten…

Wobei das ja durch eine Vollkasko abgedeckt wäre. Das Problem hatte ich bei meinem ersten BMW aber. Kurzer Kredit über 2 Jahre. Nach einem Jahr ist mir einer durch meine Schuld rein geballert. Das hieß damals auch ein halbes Jahr Bus fahren und selbst reparieren. Bei meinem 2. BMW 750iL ging dann mal der Bremskraftverstärker hoch. Das Teil kostete damals über 1000DM neu. In dem Augenblick unbezahlbar für mich. Also den abgemeldet und mein ersten 6er BMW angemeldet. Den hatte ich noch. Dann monatelang nach ein gebrauchten Verstärker gesucht. Damals gab es noch kein Ebay, geschweige denn das Neuland :laughing: Da fuhr man Sonntags morgens zur Tanke und holte die Zweite Hand und suchte und suchte und suchte. Irgendwann habe ich einen für 50DM aus einem Schrotthaufen ausgebaut. Und nach einem halben Jahr ist mir dann einer mit 160 frontal rein geknallt. Da war er nicht mehr zu reparieren :unamused: Und ich habe von der Versicherung nur die Hälfte des Wertes bekommen.

Für mich hat es immer eine Lösung gegeben. Ich hatte auch immer irgendwie ein Ersatzwagen da stehen. Daher denke ich, dass es schon möglich ist. Auch für mich. Ich bin ja quasi in der selben Situation. Nur das ich jetzt allerhöchstens den Teil finanzieren müsste, der mir fehlt um schnellstmöglich einen fahren zu können und nicht 4/5 des Preises.

Was hat den das eine mit dem anderen zu tun? Sollen wir uns jetzt im V-Fall nicht mehr verteidigen bis es Solarkampfjets und Batteriebetriebene Panzer gibt? Sehr merkwürdige Denke.

:laughing: ymmd!

Hübsches Psychogramm unserer Community das hier entstanden ist. Nun wäre es aber an der Zeit dass Verolox auch mal wieder was schreibt…

Moin, gibt es dazu wieder aktuelle Untersuchungen? Ich hatte immer eine Zahl von von einem Co2 Equivalent von ungefähr 30.000 km im Kopf welches bei der Produktion eines E-Fahrzeuges mehr anfällt als bei der Produktion eines vergleichbaren Verbrenners. Dadurch ergäbe sich bei dem deutschen Durchschnittsfahrer (14.200 km/Jahr) eine „Co2-Amortisation“ von knapp über 2 Jahren.
Wenn sich der von dir angegebene Zeitraum auf die „Schwedische Studie“ bezieht, hilft diese Lektüre eventuell:

Hab den TE anders verstanden, aber den Ansatz mit den Solarjets und den Batterie-Panzern kann man sich nochmal überlegen, die sind dann auch nicht so laut beim Anrollen :laughing:

YMMD
Das ist was für echte Eintracht Frankfurt-Fans :laughing:

Sorry, die Arbeit ruft :wink:

@wp-qwertz
Ja richtig, ich bin der ausm GEF; der, der den SuC und das Service Center, bei dem ich Samstag aufm Showcase Event war, direkt umme Ecke hat. Soll heißen von Heimat bis SuC 30km, von Arbeit zu SuC 10km, und Service Center auch nur 40km. Ja richtig, das mit der Bundeswehr habe ich lange verschwiegen, gibt sonst manchmal blöde Kommentare und Diskussionen, die vom eigentlichen Thema ablenken, aber habe das im letzten Beitrag dann doch offen gelegt.

Ja richtig, bei Autohaus Müller habe ich viele Model S für unter 50.000€ gefunden. Sieht auch recht profesionell aus, alle anderen unter 50k waren eher aus den Niederlanden. Trotzdem haben die bei Müller alle um die 200.000km…

Also es ist nicht die Umweltfreundlichkeit, für die ich extra 50.000€ ausgeben möchte. Mir geht es nur darum, dass ich seit meiner fünftägigen Probefahrt mit einem E-Golf gar nichts anderes mehr fahren möchte, als Elektroautos. Als langwieriger Fan von Tesla ist das Model S einfach mein absolutes Traumauto. Und ich glaube bzw. hoffe, dass ich mit einem Elektroauto auf lange Sicht weniger Kosten bei 35.000km pro Jahr habe, als mit (m)einem Benziner.
Und zu der Frage, ob ich beim Bund bleibe: Ja, so ist es geplant. Ich werde wohl ab und zu mal versetzt werden, vor allem wegen Lehrgängen usw, dann ändert sich auch wieder die Fahrtstrecke. Und ins Ausland werd ich auch müssen, dann wird das Auto wohl mal stehen. Und wer weiß, vielleicht bin ich der erste, der mit einem der von @Flico beschriebenen Solarkampfjets fliege :wink:

An den Rest:
Grundsätzlich sehe ich, in welche Richtung es geht. Wie gesagt, eigentlich habe ich ja das Geld auch nicht, daher bestätigt ihr auch nur meine Vermutungen. Das Model S könnte ich mir nur Leisten, wenn ich bis auf den Kauf und ein paar Stromkosten absolut keine Kosten zu erwarten hätte, was ihr hier ja leider revidiert habt. Grundsätzlich wäre es natürlich ratsam, noch ein zwei Jahre zu warten, und dann eventuell das Top Model(l) für dann weniger Geld neu zu kaufen, aber irgendwie juckt es mich schon echt in den Fingern. Also von daher würde ich dann wahrscheinlich eher dazu tendieren, mir einen leicht gebrauchten Hyundai Ioniq zu kaufen, kostet immerhin nur die Hälfte. Ein paar von euch haben ja auch ne Zoe und nen Ampera erwähnt, die gefallen mir aber irgendwie nicht.
Durch @smartgrid ist mir aber auch erst jetzt klar geworden, dass ich tatsächlich keine Steigerung mehr für meine Zukunft hätte, wenn ich jetzt schon ein Model S kaufen würde.

Schlussendlich möchte ich einfach mal erwähnen, dass meine größte Sorge das Thema ,Regret" ist. Wer weiß, wenn ich mir jetzt ein Mittelklasse BEV (Ioniq) kaufe, werde ich dann überhaupt jemals nochmal dazu kommen, mir ein Model S zu kaufen? Gleiches kann passieren, wenn ich jetzt zwei Jahre warte :frowning: Es kann in ein paar Jahren an so vielen Sachen scheitern: Kein Geld mehr wegen Haus/Familie, Elektroautos sind doch nicht durchgekommen, Autos an sich fahren nur noch komplett autonom, die Produktion vom Model S wird eingestellt, etc. Ich befürchte einfach, dass ich, egal welche Entscheidung ich treffe, sie früher oder später bereuen werde.
Anderseits habe ich den Ioniq noch gar nicht Probefahren können, wer weiß, vielleicht verliebe ich mich ja auch direkt so wie in den E-Golf, als ich den fahren durfte.

Grüße, Matthias

Aktuell ist dort ein 85er mit 81.000 KM für unter 60.000 Euro zu haben. Haste nicht nen lieben Onkel als Sponsor, der dieses Jahr noch nicht „seine gute Tat“ getan hat?

Beim Ioniq kann das schnell passieren, daß man sich in den verliebt :slight_smile: (von allen reinen BEVs finde ich ihn nach den Teslas mit Abstand am schönsten). Aber daß E-Autos in den nächsten 2 Jahren doch nicht durchkommen, darüber würde ich mir keine Sorgen machen!

ja, mind. der ioniq sollte mal von dir gefahren werden!
könntest du dir vorstellen dafür ins WupperTal zu kommen?
kenne hier gleich 2 ioniq-fahrer*innen, mit denen ich dich gerne „bekannt“ machen würde. und du hast dann die möglichkeit, die das X mal anzusehen/ anzufahren? :smiley:

also, sag mal bescheid. für ne std. (was nicht die welt ist, aber für einen ersten eindruck vlt. gut ist?!) wäre einer der beiden schon mal bereit :smiley:

Hallo Matthias,

Kann mich meinen Forumskollegen nur anschließen. Es ist sehr schön einen Traum zu haben, der dann auch in Erfüllung geht. Bei mir war das auch, mit 18 Jahren, eine finanzierte, neue Suzuki GSX 750 R. Damals, vor 34 Jahren haben die 600 DMark jeden Monat geschmerzt.

Ich für meinen Teil habe mir geschworen, so eine Zeit nie wieder mitzumachen, und mir etwas erst zu kaufen, wenn ich die Kohle dafür habe.

Der User Grizzly hat dich nach deinem handwerklichen Geschick gefragt. Hier z. B ein Thread von einem US Import:

Gruß

Kurt

Hier ist eine Idee, die dir eventuell neu ist: Auto teilen.

Sprich, du suchst dir jemand, der auch in Teilzeit einen Tesla fahren will. Den restlichen Mobilitätsbedarf deckst du mit deiner alten Gurke, bis sie stehen bleibt, danach mit einem billigen Gebrauchten. Dieses Modell reduziert den Kapitalbedarf und streut das Risiko etwas.

Beim Kauf eines gebrauchten Tesla rate ich unbedingt zu einem CPO von Tesla wegen der Garantieverlängerung.

@ Verolox / Matthias
Auf hier ein „Willkommen“ von mir, habe im GE schon ein „bisschen“ von mir gegeben.

Vielleicht hast Du auch meine Meinung zu „Seele der Bank leihen“ gelesen - deshalb schließe ich mich den Vorrednern an, ob nicht warten und sparen vernünftiger wäre.
Oder ob das Projekt nicht etwas heftig für einen Jungspund ist.

Ich weiss jetzt nicht, ob ich die folgenden Zeilen wirklich schreiben soll, denn ich hätte echt ein Problem damit wenn etwas schief geht und es zu einem persönlichen Problem wird…
Soweit zu „contra“.

Nun zum „pro“ und den Einschränkungen:
Voraussetzung: So günstig wie möglich, mit der höchstmöglichen (finanziellen) Sicherheit.
Es ändert sich täglich, mit heute gäbe es dieses Angebot:

tesla.com/nl_NL/used/5YJSA3 … edirect=no

Eur 49.100, Mitte 2014er 80.000 km, Garantie 2 Jahre / 80.000 km verbleibend (bis 160.000 km gesamt)
(im ersten Posting gingst Du von einem 2013er mit 200.000 km aus - der von Tesla direkt ist wohl schon mal deutlich günstiger)
Garantie geht sich bei 35.000 km / Jahr aus, somit sind die nächsten 2 Jahre sorgenfrei.
„Onbeperkt Superchargen“ ist bei Dir ein Muss.
Das Auto hat nicht viele Extras, kein Autopilot, mehr is nich.
19 Zoll Bereifung, 21zöller zu teuer.
Da in DE der Strom nicht gerade billig ist, wirst Du wohl Supercharger / kostenlose Ladestationen anfahren (müssen).
Das geht, machen andere ja auch. Kostet nur etwas Zeit. Diese Lebenszeit wirst investieren müssen.

Was kostet Dein Benziner jetzt?
Die Daten kennst Du selbst besser, rechne selbst, ich nehme mal an:
35.000 km mal 8 Liter (?) / 100 km = 2800 Liter x Eur 1,40 (?) = knapp 4.000 Euro / Jahr
Das sparst Du mal pro Jahr.

Reifenkosten sollten (bei vernünftiger Fahrweise) im Rahmen bleiben bei den 19zöllern.
Langlebige, aber nicht zu teure Gummis, reifendirekt & co helfen. Sparen wo es geht. Teslabjörn hat vor kurzem ein Video zu den Reifenkosten gedreht. Hilfreich.
Dennoch werden die vom Berlingo klar günstiger sein.
Recherchiere / rechne nach. 80.000 km schaffst mit einem Satz wenn Du Dich im Zaum hältst.

Versicherung: keine Ahnung, was das in DE im Vergleich zum Benziner wirklich kostet.
Steuer sparst, aber die Prämie ist sicher höher.
Recherchiere / rechne selbst nach.

Wartung: bei der Fahrleistung kommst ein Mal im Jahr oder alle 2 Jahre rein (40.000 oder 80.000 km).
Ich rechne pessimistisch oder realistisch mit Wartung und Reparatur mit 4.000 alle 80.000 km.
OK - nicht die erste Wartung. Die machst kurz vor Ablauf der Garantie, große Wartung kostet ca. 1300 Eur, und alles genau checken lassen / auf Garantie machen lassen.

Rechne einfach ehrlich, was kostet der Berlingo jetzt (Treibstoff + Wartung + Reifen + Versicherung) und was kostet der Tesla.
Was kommt raus?

Schönrechnen: davon rate ich hier ab.
Einzig die Sicherheit könnte ein Thema sein, Du fährst viel (will nicht sagen dass die anderen unsicherer sind - aber mit >2 Tonnen unterm Popo hast bessere Chancen beim Crash).

Schlaf drüber. Schlaf oft und lange. Rechne. Überlege. Halt die Geilheit im Zaum. Renn nicht einer „Okkasion“ nach. Es wird immer wieder welche geben.

Ein letztes „pro“: Nehmen wir an, Du kaufst das Auto für 50k. Sagen wir, nach 2 Wochen änderst Du die Meinung um 180 Grad.
40 bis 45k kriegst sicher sofort ohne viel verhandeln (hat ja immerhin Tesla-Garantie), Schaden würde sich in Grenzen halten.

Grüße, mmm

Keine Ahnung über was er sich Überlegungen machen sollte, bei dem Netto kauft man sich ne gebrauchte Gurke für max. 4.000 Euro und zahlt die bar. Oder er macht so ein Mietwagen Ding, was es aktuell hier und da gibt, für 300 Euro mit Versicherung und Verschleiß, nur tanken. Alles andere ist doch hardcore. Der eine sagte, er solle „leben“. Tja, wenn aber wegen einem Auto das überleben gefährdet ist? Man gibt max. 10 Prozent seiner Einnahmen für ein Auto aus. Hallo!

Ich finde die Beiträge hier auch unverantwortlich - Tesla fahren macht Spaß - aber nicht zu jedem Preis. Max 10% des Einkommens ist eine gute Richtgröße - es wären aber in diesem Falle eher 80% !

:wink:

Das ist eine ausschließlich rationale Betrachtung der Thematik. Vor diesem Hintergrund müßte ein Model S auch nicht so hübsch sein, weil es sich allein wg. seiner tollen technischen Werte schon super verkaufen würde - wir wissen alle, dass das so nicht funktioniert.

Der Mensch ist nur durch Emotionen zu Höchstleistungen fähig. Rationale Träume gibt es nicht, oder ?

Motorradfahren ist auch unverantwortlich und der Gerst setzt sich auf ein Pulverfass und läßt sich in den Orbit schießen - eine Gummidichtung nicht ganz dicht und das wars - wenn aber alles hält, ist es für ihn das vermutlich Beste in seinem Leben, was ihm passiert ist.

Jeder Mensch verknüpft etwas anderes mit seinen Träumen und Vorstellungen. Man weiß nicht, wohin es den TE trägt, wenn er doch diesen abgedrehten Weg geht.

Unverantwortlich fände ich es, wenn er sich zum selben Preis einen BiTurbo V8 anschaffen würde - als EURO 6 Diesel oder so…

Er wird schon für sich das Richtige machen…

Mit 10 % fährt der normale ‚Arbeiter‘ gar kein Auto. Für 10 % ist nicht einmal Tanken möglich.

Na dann wäre endlich wieder Platz auf den Straßen :wink: - ist nur ein kleiner Spaß… :smiley:
Jeder muss schon tun was er für richtig hält - aber der TE hat ja nach Rat gefragt - und meiner Meinung ist sich mit diesem Einkommen ein Tesla zu kaufen ein ziemlich sicherer Weg unglücklich zu werden - es kommen bestimmt bald Zeiten, in denen es sich auch finanziell lohnt Eauto zu fahren…