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Spureinstellung / Achsvermessung

Die reinen Sollwerte stehen auch in den Datenbanken der Achsmesscomputer. Man muss nur gegen BEZAHLUNG ein Update machen (lassen).
Wenn andere Werkstätten diese Werte nicht haben, sind diese nur zu geizig, ein Datenbank-Update vorzunehmen.
In so nem Betrieb würde ich ja gerade noch ne Achsvermessung machen lassen…

Ich habe privat Zugang zu einem Gerät das hat keine Update Funktion. Es hat nicht einmal einen Computer. Es zeigt spurwerte absolut auf kleinen segmentdisplays an. Ist schnell, einfach und genau.

Aber egal. Ich habe die Protokolle die hier eingestellt wurden alle gespeichert. Darauf sind die Werte ersichtlich.

Bernhard

Darum geht es nicht, die Werte hat jede Werkstätte, die wie AT Zimmermann, update machen lässt - oft steht bei diesen nämlich auch Hinweise dabei - Was du beim einstellen beachten musst.

Von Tesla wirst du die nicht kriegen, da jeder Mitarbeiter eine geheimhaltungsklausel unterschrieben hat.

Wenn AT Zimmermann (korrigier mich bitte, wenn ich falsch liege), Interne dokumentationen postet oder freigibt - wird er gesperrt und kann verklagt werden. Es lesen genug Tesla Mitarbeiter hier mit glaub mir.

Was noch Hinzukommt ist das Werte sich ändern (können), nur auf gewisse Baureihen zutreffen, nur auf gewisse Revisionen usw.

Und wenn du die Achsen falsch einstellst oder verstellt ist, hast du tierische Probleme mit den Autopiloten.

Also Fachbetrieb machen lassen.

Ihr tut so als wäre eine achsvermessung etwas unendlich kompliziertes. Das ist es nun wirklich nicht. Auch die Werte die Tesla oder andere Hersteller vorgeben sind kein Hexenwerk.

Solange das Auto nicht zur Krabbe wird ist alles in Ordnung.

Bernhard

Kein Problem :wink:

Ich kenn das :slight_smile:

Nur nochmals zum Verständnis:

Du möchtest von Leuten, die Achsvermessungen gegen Geld anbieten und davon ihren Lebensunterhalt verdienen, wissen, wie du dein M3 einstellen sollst?
Du möchtest von Leuten, die für diese Werte (nicht wenig) Geld ausgeben, dass diese die Werte jedem kostenlos zugänglich machen?

Gegenfrage: Was kannst du mir denn bieten, was du weißt, ich aber nicht und wofür du Geld ausgegeben hast, ich aber keinen Bock habe dies auszugeben? - Nur, damit ich an meinem Privatauto bisschen herumschrauben kann?

Ich sehe immer noch kein Problem. Der Kundenkreis der ein Messgerät zuhause hat und willens ist das Auto selbst einzustellen ist winzig.

Die Daten werden sowieso irgendwann im Internet landen, so wie alles.

Es wäre etwas anderes wenn du Daten hättest die irgendwie etwas besonderes wären. Das könnte ich verstehen. Ich würde auch keine Firmengeheimnisse ausgeben oder das Rezept von Omas apfelstrudel den man nur bei mir bekommt.

Achseinstellwerte sind nichts besonderes.

Du baust dein Geschäftsmodel ja auch nicht darauf auf, dass du als einziger weißt das die radmuttern ein Drehmoment von 175Nm benötigen.

Bernhard

Wie wäre es mit Erfahrung und entsprechende Ausrüstung, um genau diesen Job auf einem qualitativ hochwertigem Level zu machen?

Auf der einen Seite möchtest du die genauen Einstellwerte vom Model 3 haben, auf der anderen Seite sagst du uns durch die Blume dass ne Vermessung Pi mal Daumen i.O. ist? Na was denn nun? Dann nimm doch einfach werte von nem CLA Mercedes oder so…

Fakt ist: Ich persönlich kenne kaum eine Automarke, die so extrem empfindlich auf falsch eingestellte Werte reagiert, wie ein Tesla. Und glaube mir, ich habe (bei S und X) schon alles innerhalb der von Tesla vorgegebenen Werte ausprobiert und obwohl bei ALLEN Versuchen die Werte stets innerhalb der Toleranz waren, das Fahrverhalten von Zackig bis Badewanne reichte…

Das führt so zu nichts.

Wir wollen alle das gleiche. Eine korrekte Einstellung vornehmen. Das ist wichtig. Der Weg dahin nicht.

Ein Auszug aus den original Vorgaben würde vielen helfen. Ist aber nur eine Frage der Zeit bis das Handbuch im Internet auftaucht.

Bernhard

Markiert uns doch bitte beim nächsten Mal oder werft uns kurz ne Mail ins Büro, dann können wir wenigstens mitsprechen :wink:

Richtig, in dem Fall wurde am Sturz nichts eingestellt, wobei es aber auch keine Notwendigkeit dazu gibt. Die Werte liegen absolut in der Toleranz, das Fahrzeug fährt kerzengerade. Eine entsprechende Probefahrt wird ja trotz grüner Werte durchgeführt.

Woran man aber hier sehen soll, dass an der HA etwas ausgeschlagen ist, verstehe ich nicht. Wir liegen 0°35’ vom absoluten Sollwert, der MIT Gewicht bei 1°00’ liegt, entfernt und es läuft kein anderer Werte so dagegen, dass man hier davon ausgehen kann. Wird dann zudem der Fahrersitz mit 80kg belastet, liegen die Werte auch wieder im Grünen, der Querwert liegt weit in der Toleranz von +/-0°48’. Der Ausdruck ist bei nicht beschwertem Fahrzeug entstanden und ja, wir wissen auch, dass Tesla 150 lbs Belastung pro Sitz in der ersten Reihe vorgibt, was sich übrigens mit den Angaben von Hunter deckt, welche wir immer zur Gegenkontrolle nehmen. Da aber die Meisten zu 80% alleine fahren sind dies eben Erfahrungswerte, die uns teils von den Vorgaben abweichen lassen. Zudem war das Auto eh etwas leichter, da der Akku fast leer war :wink:
Am Reifenabrieb wird man auf jeden Fall hier nichts feststellen, am Fahrverhalten sowieso nicht.

Zum Thema Sturz einstellen, wie es vorgegeben ist - auch für die Nicht-Profis, die es vielleicht einfach interessiert:

Die Service Manual sagt, dass man die Aufnahmeschrauben lösen soll und - Achtung, jetzt kommt’s - ein Stemmwerkzeug oder einen großen Schraubendreher zwischen die Befestigungsmuttern des Dämpfers und der Karosserieöffnung schieben soll um die Brücke zu bewegen, ein zweiter Mann muss dann her und während Spannung drauf ist dann alles wieder festziehen. Geht nur so, da es im Vergleich zum S und X keine Exzenterschrauben gibt. Hier mal ein Bild wie groß diese Löcher überhaupt sind, viel Platz ist da nicht:

Und mal im Ernst…es ist kein GT3 RS, der auf Rekordfahrt an der Nordschleife unterwegs ist und es auf jede Minute ankommt. Wir haben kein Fahrzeug herausgegeben bei dem die Ausgangswerte rot blinken, die Reifen über die Fahrbahn gezogen werden oder der Fahrachswinkel so daneben ist, dass man zwei Spuren für die Geradeausfahrt benötigt.

Hier noch die Sollwerte zu dem Fahrzeug. Auch wir zahlen 2700€ im Jahr dafür plus die Werte von Hunter aber somit kann dann jetzt jeder Mitleser hier sich selbst ein Bild davon machen wie weit das alles „daneben“ ist/war.

Daniel

Danke!

Danke für die ausführliche Antwort, Daniel! :slight_smile:

Angeblich angaben aus dem Service Handbuch

Alle Angaben in Grad.

Ort Vorne Hinten
Sturz -0,50 +/-0,45 -1,00 +/-1,0
Sturz differenz L/R +/-0,60 +/-0,80
Spur +0,05 +/-0,15 -0,20 +/-0,15
Spur differenz L/R +/-0,10 +/-0,10
Nachlauf 5,70 +/-1,0 Unzutreffend
Nachlauf differenz L/R +/-1,0 Unzutreffend
Spurbreite (in Radmittenhöhe) 1580 mm 1580 mm
Performance (unbeladen) 151 +/-3 mm 155 +/-3 mm
Radstand 2875 mm

Gibt es die Werte auch für das SR+?

Ich fahre kommende Woche zur Spurvermessung und wäre gerne auf ein „Oh die Daten haben wir ja doch noch gar nicht“ vorbereitet.

Die Werte sind (laut meiner Quelle) identisch, nur in der Höhe wird unterschieden.

Die Werte sind also anders wenn der Wagen tiefergelegt wurde?

Das ist nämlich der Grund weswegen ich zur Spurvermessung fahre.

Die Geometrie der Aufhängung ist dynamisch. Das heißt, mit dem ein- und Ausfedern sowie lenken entstehen verschiedene Effekte. Zu Beispiel ganz typisch für eine Doppelquerlenker Achse ist die recht gut definierbare Sturzverstellung beim Einfedern.

Durch die Tieferlegung ist er also so etwas wie immer eingefedert. Deswegen stimmt die 0-Spur nicht mehr ganz. Dynamische Spuränderungen sind etwas das man eigentlich gar nicht so gern hat. Bump steering Effekte bringen Unruhe in den Wagen beim Kurvenfahren. Minimale Spuränderungen sind aber völlig normal.

Lange rede kurzer sinn, Spur einstellen nach dem Tieferlegen ist wichtig um den 0 Arbeitspunkt der Aufhängung wiederherzustellen.

Bernhard

Guten Morgen!
Ich wusste nicht das ihr hier seid - danke für eure Stellungnahme!
Wenn es euren Qualitätsstandard entspricht, den Kunden eine Achsvermessung mit Einstellung zu verkaufen und dann alleinig die Spur einzustellen, (also lediglich eine Spurvermessung mit Einstellung) ist das natürlich eure Sache!
Ja, es sind Toleranzen angegeben, aber es nicht zu tun — Mit der Begründung: „Es ist eh noch im Toleranzbereich“, und „Das Auto fährt eh gerade“, das ist nicht der Qualitätsanspruch den ich an meine Arbeit Stelle!
Ihr sagt, dass die Erfahrung euch gelehrt hat, bzw. wenn der Kunde darinsitzt, dass die Werte passen und das Auto gerade fährt (mag sein) - dazu kann ich nichts sagen, dazu fehlt mir die Erfahrung (in diesem Vergleich und mit diesen Einstellwerten), denn ich habe es nie genauso ausgetestet - weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass der Autopilot sehr empfindlich auf die Achseinstellwerte (auch wenn Sie im Toleranzbereich sind) reagiert!

Aus reinem Interesse, werde ich das in den nächsten Wochen austesten.
Ich stelle diese Werte an einem unserer M3 ein, dokumentieren wie sich die Werte ändern (so wie ihr es angegeben habt) unter folgenden Aspekten:
-wenn nur der Fahrer darinsitzt,
-wenn man mit den Gewichten arbeitet,
-wenn man ohne Gewichte auf die Sollwerte stellt und dokumentieren die Entwicklung mit entsprechender Probefahrt.

Das größte Problem sehe ich, wenn die Werte für den Sturz links und rechts zu unterschiedlich sind. Das heißt, im Grenzbereich nichts anderes, als dass das Fahrzeug in einer Linkskurve einen ANDEREN Grenzbereich hat, als in ner Rechtskurve.
Wer behauptet, dass alles gut ist, wenn die Werte für z.B. Sturz irgendwo innerhalb der Toleranz liegen, der ist das entsprechende Auto noch nie im Grenzbereich gefahren.

Hinzu kommt noch, durch den unterschiedlichen Sturz verursacht, der unterschiedliche Lenkrollhalbmesser…in Spurrinnen verhält sich das Fahrzeug links und rechts dann unterschiedlich.
Und nein, natürlich fährt nicht jeder Kunde sein Auto im Grenzbereich, aber dann könnte man ja auch Billigreifen empfehlen, weil es ja kein Sportwagen ist. Hier bringt man doch dann als Werkstatt das (durchaus gute) Argument, dass in einer Notsituation jederzeit das Fahrzeug wenn auch unfreiwillig an seine Grenzen kommen kann, oder?

Oder anders ausgedrückt: Ich sage immer dass der Reifen der einzige Kontakt zur Fahrbahn ist und man hier nicht am falschen Ende sparen sollte. Das Fahrwerk ist die einzige Verbindung zwischen Rad und Fahrzeug - Weniger wichtig?