Spanisches Video über BYD Pack-Ausfälle beim Model Y. hat jemand hier Vergleichbares gesehen?

Hallo zusammen,

ich fahre selbst ein Model Y RWD aus Berlin mit BYD-Pack. In Spanien kursiert gerade dieses Video von einem Taxifahrer-Kanal zusammen mit einer freien Werkstatt aus Sevilla:

Es ist auf Spanisch, deshalb kurz der Inhalt:

Ein Taxifahrer aus Sevilla, Baujahr 2024, Hochvoltsystem-Fehler bei 74.000 km. Das Auto steht seit dem 20. August und wartet ohne Termin auf ein neues Pack. Ihm wurde gesagt, in ganz Spanien stünden rund 230 Fahrzeuge auf der Warteliste. Die Werkstatt berichtet von weiteren Fällen zwischen 75.000 und 200.000 km, fast alle Taxis und Mietwagen mit mehreren Fahrern, 24-Stunden-Betrieb, Supercharger und 40 Grad Außentemperatur. Da das strukturelle Pack versiegelt ist, lässt es sich nicht auf Zellebene reparieren, es bleibt nur der Komplettaustausch. Am Ende heißt es, dasselbe passiere in Deutschland, den Niederlanden und Italien, und „wer noch nicht betroffen ist, wird es noch“.

Was mich stutzig macht: Es kommt kein einziger Beleg vor. Keine Zahl betroffener Fahrzeuge im Verhältnis zu verkauften Einheiten, kein Fehlercode, kein Bericht, kein geöffnetes Pack. Nur die Hochvolt-Warnung auf dem Display und „Tesla tauscht“. Und die Aussage zu Deutschland kommt völlig ohne Quelle.

Ich habe hier gesucht und finde nichts Vergleichbares – und das ist das Forum, in dem das Pack am besten dokumentiert ist. Daher die Frage: Kennt jemand einen realen Fall eines getauschten BYD-Packs in Deutschland oder einem anderen EU-Land? Falls ja, welcher Code kam (BMS_a035, a123, f151 …), welche Laufleistung und welches Produktionsdatum?

Im Forum wurde es an dieser Stelle das erste Mal erwähnt.

Es gibt keine Daten oder Belege, auch nicht auf reddit zu diesem Thema.

Guter Fund! Das ging dem voran:

Das sind dann die NMC Batteriepacks betroffen, nicht LFP von CATL in MYS.

Oder?

Die LFP BYD Packs.

Aktuell werden aber von CATL in MYS verbaut. Nur für die Info, dass sich keiner von gerade bestellen verunsichert ist.

Das wäre wirklich mies, offiziell wäre das für BYD nicht gut. Hat Tesla deswegen das BYD-Pack abgesteuert? Das Problem ist, nicht viele werden über 70k auf dem Pack haben mit der SuC-Nutzung.

Das ist aber genau das Problem mit den voll verklebten strukturellen Packs. Reparierbarkeit = 0.

Anscheinend ist die Warteliste weltweit. Allerdings spricht auch ein YouTuber über die Temperaturprobleme des BYD; nach dem ersten DC-Stopp ist der Akku im Sommer zu heiß, wie wir hier schon feststellen konnten.

Insgesamt bleibt es wohl dabei, CATL scheint bulletproof zu sein.

Können beim aktuellen CATL die Zellen einzeln getauscht / repariert werden?

CATL hat einen prismatischen Aufbau, der aber nicht voll verklebt und nicht tragend ist.

Da lag ich vorher falsch

Du meinst eher Prismaisch​:wink:

133.000km hat mein Y BYD und 40% SuC Anteil mit >30 Fahrten je 5-7 SuC am Tag. Der Akku war von der Temperatur oft im oberen Bereich.
Jetzt im Sommer wird er auch ohne DC Ladungen >40°C
Bin in Südfrankreich, hier waren es die letzen 3 Monate jeden Tag >=30°C

Bisher keine Auffälligkeiten (habe ScanMyTesla)
2027 ist das Garantieende erreicht, mal sehen was passiert

Es geht nur um den BYD Akku, dieser ist besonders da komplett verklebt, Zellen und Gehäuse. Ein Zelltausch ist so erst mal nicht möglich

Catl hat prismatische Zellen, Rundzellen in den LR Akkus in 2 Größen. Das ist was ganz anderes und ist hier nicht das Thema. Zumal die Modulbauweise wieder was anderes ist.

Tatsächlich Hatte irgendwie die 2170 im Kopf. Der LFP nutzt quadratische prismatische LFP Zellen…

Ich muss mich hier selbst etwas korrigieren. Nach dem ersten Video war meine Haltung „ohne Zahlen und ohne Fehlercodes ist das nur Panikmache". Jetzt ist mir aber eins untergekommen, das eine ganz andere Qualität hat, von einem auf E-Fahrzeuge spezialisierten Mechaniker, der den Fehler bewusst provoziert hat:

Wieder Spanisch, deshalb die Kurzfassung. Er fährt den SoC runter, heizt den Wagen durch Fahren auf und geht dann an den Supercharger, und der Isolationsfehler tritt tatsächlich ein. Bei 29 % gestartet, Abbruch bei 44 %, Auto steht, Niedervoltbatterie irgendwann komplett leer. Danach lässt er abkühlen und macht einen Hard Reset, also Niedervoltbatterie ab und den Stecker ziehen, der die Schütze öffnet. Anschließend ist die Isolation wieder im Bereich, Schütze schließen, Auto fährt normal. Ohne Toolbox.

Am spannendsten finde ich, dass während des Ladens der Temperatursensor des hinteren Inverters kein Signal mehr lieferte, auch danach nicht mehr, und dass die Kühlmittelpumpen kurz vorher fast am Anschlag liefen. Beim RWD übernimmt der Heckmotor zusätzlich die Batterieheizung, ist also thermisch ohnehin gut ausgelastet.

Seine Hypothese, die er selbst nicht als gesichert verkauft, geht deshalb in Richtung Heckmotor bzw. Inverter oder Wärmepumpenkompressor, also außerhalb des Packs. Argument: Interne Isolationsfehler verschwinden beim Abkühlen im Normalfall nicht, hier aber schon. Kalt gemessen ist alles unauffällig, und die entscheidende Messung bei rund 70 °C am Inverter steht noch aus.

Für mich verschiebt das die Geschichte. Ein reproduzierbarer Fehler ist kein Pech mehr, da ist wirklich etwas. Aber es sieht eher nach einem temperaturabhängigen Isolationsproblem aus, bei dem am Ende das Pack getauscht wird, weil die Diagnose dorthin zeigt, als nach sterbenden BYD-Zellen. Falls hier jemand einen Fall kennt, bei dem am Ende Heckmotor, Inverter oder Kompressor die Ursache waren, wäre das für die Einordnung Gold wert.

Das ist doch der selbe AlanRC, der auch diesen Thread gestartet hat.

@AlanRC hast Du noch was mehr finden können? Das letzte Video habe ich auch angeschaut, aber da ist der Kollege ja auch noch absolut in der Findungsphase. Er stellt Hypothesen auf, z.B. zu der Rear Drive Unit, wo ihm in den Kommentaren direkt widersprochen wird, dass es auch ohne Probleme genau so aussieht.

Ich finde es komisch, dass es von „Hunderten“ ausgefallener Fahrzeuge gesprochen wird, von „komischen Ausfällen direkt 2 Wochen nach Ablauf der Garantie“ — wobei die Akku-Garantie 8 Jahre ist, usw. Auf Reddit schreibt einer, er hätte einen Fehler BMS_a059 — und darauf antworten der Taiwanese „Ja! Ich habe genau denselben Fehler BMS_a035!“ :roll_eyes: Bei Hunderten solcher Vorfälle wären irgendwann wahrscheinlich die KBA und Co. dafür interessiert, dass der Wagen einen Rückruf oder sonstige Nachbesserung bekommt — da hören wir aber auch nichts. Eine Sammelklage zum Thema Qualitätsmängel wäre bei Hunderten Besitzer durchaus denkbar, und als Taxi mit Umsatzverlust sogar Pflicht. Speziell mit Tesla im Titel ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse. „Hunderte Tesla Taxis stehen monatelang still in Spanien“ — sowas lässt doch keine Zeitung entgehen? Aber auch da hört man nichts.

Höchst dubios das ganze.

@AlanRC danke Dir, wenn Du hier in diesem Thread die Sachen etwas systematisch sammelst und darstellst, bringt vielleicht doch etwas Ruhe und Ordnung in das ganze Thema.

Spannend wäre zu wissen ob allgemein nur 229 BYD Akkus bisher getauscht werden mussten oder ob es wirklich ein Wartelistenplatz ist und Stand damals 229 Tesla stillgelegt sind und vor ihm aktiv warten.

Kam mir eben bei X hoch als 4h alter Artikel: JCTAXIELECTRICO auf X: „🚨 ¡TESLA CIERRA SU SERVICE CENTER EN PLENA MANIFESTACIÓN DE AFECTADOS! 🚨 Hoy, 29 de octubre, se han concentrado frente al Tesla Service Center de Fuenlabrada para denunciar los problemas de las baterías estructurales BYD de los Tesla Model Y fabricados en Berlín. 😡 ¿Y q… / X

Gibt’s dazu neue Fakten. >>>>>>>232 Autos in der Warteschlange für eine neue Batterie. Tesla Model Y mit BYD-Batterie lassen Taxifahrer monatelang ohne Arbeit

Taxifahrer aus Sevilla, Madrid und Barcelona berichten, dass die LFP-Strukturbatterie von BYD, die das in Berlin hergestellte Tesla Model Y mit Heckantrieb montiert, zwischen 75.000 und 200.000 km versagt. Tesla wechselt es im Rahmen der Garantie, aber es gibt keine Einheiten: Die Wartezeit überschreitet vier Monate und das Auto, das sein Arbeitswerkzeug ist, bleibt stehen. JCTaxiElectrico hat es zusammen mit einem Betroffenen und einer unabhängigen Fachwerkstatt erzählt.

Von Carlos González·10 Oktober, 2026 - 10:16·10 Minuten Lesezeit

Es kann ja dann wirklich aus den harten Bedingungen hervorgehen.
Taxi in Madrid: Im Sommer extreme Hitze mit 40–50 °C über dem Asphalt und ständiges DC-laden.

Hier im Forum ist ja nach wie vor kein einziger Fall bekannt.

Ist das offiziell mit den 200tkm? Denn die Garantie greift nur bis 160tkm.