Sommer der Sorglosigkeit - irrsinnige Preise an den Energiebörsen

Genau so ist es. EON im lokalen MM ± 30 Cent brutto, 24 Monate Preisgarantie.

SaarLorLux (Stadtwerke Saarbrücken) - 25,32 Cent brutto mit 12 Monaten Preisgarantie

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Und dennnoch verdienen sich einige wenige an diesen Börsen dumm und dämlich… sparen wird das aber alles viel besser machen. :+1:t2:

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Mediamarkt:

Interessant :slight_smile:

Lies doch mal was ich geschrieben habe.
Es geht nur VOR ORT.
Online gibts die nicht…

Und ja die Angebote gibt es so immer noch.

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Hab ich getan: steht ja auch dort in dem Bild.

Danke für den Tipp: da werd ich mal vorbeifahren bei Gelegenheit. Bin derzeit noch bei Awattar für aktuell 24ct/kWh abzgl. Spotmarktbonus :slight_smile:

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Am Ende ist es nur aktuell schade, dass es so eine starke Differenz in den Energiepreisen je nach Anbieter gibt.
Da ist ja bei Neuverträgen zwischen 25ct/kWh Preisgarantie und 80ct/kWh alles dabei.

Am Ende zahlen dann einige viel mehr als sie müssten wenn man sich online mal umsieht. Und das ist eher das Problem. Gerade bei der älteren Generation kann das zu einer bösen Überraschung mit der nächsten Abrechnung führen.

Das kann durchaus passieren. Allerdings sind die Neuveträge für 25ct/kWh nur Lokal verfügbar. Gibts bei uns zB. in einigen Gebieten auch (westfalenwind zB) , bei mir leider nicht.
Aber auch das wird nach meinem Verständnis bald ein Ende haben. Die Börsenpreise wurden bisher am Ende immer weitergegeben. Die Anbieter kommen zur Zeit mit den Preisanpassungen kaum noch nach.

Als ich gerade mal bei Awattar geschaut habe, entfuhr mir ein „Ach du Scheisse“. Es ist August, ein (auch vorhergesagt für heute) sehr sonniger Tag und trotz massiv Sonnenstrom sinkt der Börsenpreis nicht unter 48ct.

Ja, solange Gas zur Verstromung eingesetzt werden muss, werden diese Preise aufgerufen. Man kann grob sagen: aktueller Gaspreis x 2 = Strompreis (je nach Nachfrage usw)

Du findest die Gasumlage lächerlich?
Ich finde genau das Gegenteil. Sie zeigt - als Spitze des Eisbergs - die Unfähigkeit der deutschen Politik zur vorausschauenden Krisenbewältigung. Genau wie bei Cerveza wird auf das Prinzip Hoffnung gesetzt und unpopuläre Maßnahmen werden vermieden, um Zeit zu schinden. In der Hoffnung, dass es schon nicht so schlimm wird.

Mir hat es gestern bei der Vorstellung der Gasumlage durch Habeck tatsächlich die Sprache verschlagen. Wie kann man die Gasumlage nur so unüberlegt umsetzen? Richtige Fragen der Journalisten, wie z.b. warum die Gasumlage nicht aus Steuern finanziert werden, blieben unbeantwortet.

Warum werden nur 60% der Haushalte (50% Gas + 10% Fernwärme) mit der Gasumlage belastet? Die 25%, die noch mit Öl heizen, werden sich ins Fäustchen lachen, dass sie ihre Anlage in den letzten Jahren NICHT umgerüstet haben. Jetzt läuft die Heizung dank Öltank - egal wie kalt es wird. Und günstiger ist es auch noch, da keine Beteiligung an der Gasumlage. Und diejenigen, die sich Passivhaus und Wärmepumpe leisten können, sind ebenfalls fein raus - letztere Klientel würde ich mal nicht zu den Personen zählen, die durch eine allgemeine Umlage zur Lösung der aktuellen Energiekrise in die Armut getrieben werden.
Am Ende trifft es die Mittelschicht, weil die zu viel verdient, um durch Wohngeldzulage etc. die Mehrkosten der Umlage erstattet zu bekommen. Und ich glaube das ist eine sehr große Gruppe.
Was werden die wohl nächstes Mal wählen? Es ist ja nicht so, dass die Gasknappheit vom Himmel fällt. 20 Jahre verfehlte Energiepolitik und immer noch nichts draus gelernt. Wann werden die ersten Stimmen laut, dass man Putin einfach Zugeständnisse machen soll, damit das Gas wieder fließt?

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Da muss ich dir zur Abwechslung mal widersprechen. :wink:

Letzteres Klientel hat aus versteuertem Einkommen massiv investiert, um zukünftige Energiekosten im Rahmen zu halten und aus Weitblick sowie ggf. Idealismus gerade nicht die günstigere Gastherme installiert.

Das willst du jetzt mit einer Umlage bestrafen?

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Die größte Fehler war es zu sagen, dass wir eine Gaskrise, keine Stromkrise haben.

Erstmal ist das offensichtlich falsch, weil Gaskraftwerke zur Stromerzeugung benötigt werden und hohe Gaspreise die Börsenpreise für Strom nach oben treiben.

Zum anderen hat das auch falsche Aktionen ausgelöst:

  • Zu spät Maßnahmen zur Sicherung der Stromversorgung eingeleitet
  • Menschen haben wie verrückt Heizlüfter gekauft. Das ineffizienteste was passieren kann ist, wenn in Gaskraftwerken mit 40% Effizienz Strom produziert werden muss, damit der dann in den Wohnungen in Heizlüfter geht.
  • Industrieprozesse wurden tlw. auf Strom umgestellt
  • Zu geringes Bewusstsein für Stromknappheit, dadurch zu wenig Sparmaßnahmen in dem Bereich eingeleitet
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Vielen Dank dafür. Ich fahre nach Feierabend mal beim örtlichen MM vorbei und schaue wie es dort aussieht. Aktuell liegt bei uns die Grundversorgung über die Eon auch noch bei 31c/kWh + 15 € Grundpreis im Monat, aber schätze das wird nicht so bleiben. Sollte ich dort einen Vertrag für unter 35 Cent abschließen können ggf. sogar mit Bonus werde ich das wohl machen.

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Vielleicht nochmal ans Anmerkung: Ja wird nicht schön, aber die Börsenpreise sind die Spitzenpreise der Regelenergie. Die Grundlast wird durch günstigere Energiequellen getragen.

Wichtig zu wissen ist, dass in kleineren Märkten die Stromverkäufer nicht jeden Tag da sind.
Deswegen schrieb ich ganz oben auch Samstag, weil da sind die zu 100% da (zumindest bei uns).
Also wenn du Pech hast wirst du heute keinen antreffen, kommt auf den Markt an. würde ich trotzdem probieren.

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…um die eigenen Energiekosten in Zukunft zu mildern.
Und man hat 45% + X Förderung (Steuergelder) mitgenommen :wink:

Es geht nicht darum, jemanden zu bestrafen. Schau dir am besten die PK nochmal an, dann kannst du meine Ausführung vielleicht nachvollziehen.

Es wurde argumentiert, dass es keine Alternative zur jetztigen Form des Gasumlage gäbe.
Und was ist mit den Gaskunden, die sich bewusst für einen Ökogasanbieter (mit entsprechenden Mehrkosten) entschieden haben? Die werden jetzt auch in Sippenhaft genommen. Und die Durchschnittsverdiener werden doppelt bestraft, durch höhere Preise für alles andere. Da ja die Gasumlage auch auf die Industrie zukommt. Die werden die Erhöhung bestimmt nicht schlucken, sondern auf ihre Preise für Wirtschaftsgüter aufschlagen.

Nein. Die einzig korrekte und gerechte Maßnahme wäre, die Gasumlage aus Steuern zu finanzieren. Der Staat hat es verkackt, der Staat muss es richten. Muss man für 100 Milliarden neue Panzer kaufen oder reichen auch 95 Milliarden und die 5 Milliarden werden genutzt um die verspekulierte deutsche Energiepolitik zu stützen.

Sehe ich auch so. Ich will nicht in einer gated Community leben müssen mit Stacheldrahtzaun und 24/7 Security.

Irgendwie scheinst Du nicht mitbekommen zu haben, dass die Förderung nur für Umbauten, nicht für Neubauten gilt.
Für unser Fertighaus mit Wärmepumpe, Regenwassernutzung für die Toilettenspülung und Solarthermie gab es nicht einen Cent Förderung.

Dafür kenne ich ein paar Leute, die in sehr großzügig bemessenem Altbau wohnen, der deutlich günstiger war als unser Haus und die nicht einen Cent in die Modernisierung investiert haben weil sich das ja nicht lohnt, da der Staat nur 45% dazu gibt. Mein Mitgefühl hält sich hier deutlich in Grenzen, statt in Urlaub oder Swimming Pools zu investieren habe ich in erneuerbare Energien investiert. Trotzdem zahle ich jetzt durch die steigenden Strompreise mit und Du meinst, ich sollte jetzt auch noch die steigenden Gaspreise mit abfedern?

Und noch etwas: der von mir eingespeiste Strom, für den ich im Mittel 13ct bekomme, sorgt dafür, dass die Strompreise nicht noch höher werden.

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Naja also dieses „Es wird soziale Unruhen geben“ „wenn bei mir noch licht brennt und es nach essen riecht“ „die Welt geht unter“ finde ich alles ziemlich weit hergeholt. Und mal tachless am ende sind wir in nem TESLA Forum, fragt euch lieber was die „armen“ von euch denken wenn ihr mit nem 60k auto rumfahrt anstatt angst zu haben jemand rennt euch die Bude ein weil licht leuchtet …

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Genau das ist der Problem in der Politik.

Ich weiß ja, dass es in schlechten Zeiten in Mode ist, alles durch Steuergelder zu finanzieren. Aber vielleicht wäre es mal an der Zeit, die Menschen daran zu gewöhnen, wieder selbst zu denken. Die „soziale Marktwirtschaft“ hat unserer Gesellschaft das Denken abgewöhnt.

Kaum gibt es irgendwo Probleme, braucht es sofort einen Preisdeckel oder irgendwelche Umlagen, Förderungen, was-weiß-ich. Es ist eigentlich ganz einfach: Menschen die sich in den letzten Jahren informieren haben und nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben, würden jetzt besser da stehen, wenn die Politik den Denkfaulen nicht weiterhin das Geld hineinschieben würden.

Ich bin absolut für eine Umverteilung von Vielverdiener zu Wenigverdienern. Aber alle Entscheidungen sollten möglichst dezentral entschieden werden, sprich marktwirtschaftlich. Diese ganzen Deckelungen und Umlagen sind ein Unsinn und machen nur die automatisch Lenkung eines Marktes kaputt.

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Natürlich, die Energiekosten vom Nachbarn sind mir erst einmal egal. Du weißt, dass die 45% der Maximalsatz zur Wärmepumpe sind, sofern die Rahmenbedingungen passen, es Deckelungsbeträge gibt und zu einer Haussanierung mehr als nur die Heizungserneuerung gehört?

Konkretes Beispiel meiner Sanierung: 530k Kaufpreis (26,5k Grunderwerbssteuer btw), 450k Sanierungskosten → 70k staatliche Förderung → Das sind rund 15,5% der Sanierungskosten und keine 45% + X

Da hast du völlig Recht!

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