Schmiedefelgen Magnesium 20" - Interesse?

Hallo Leute,

folgende Situation: ich habe schon seit geraumer Zeit ein Gewerbe für Kfz-Zubehörhandel angemeldet - welches bis dato aber noch nicht wirklich lebt. Ziel ist, für Tesla interessantes/besonderes Zubehör anzubieten.

Ich könnte nun von einem namhaften Hersteller Schmiederäder in Magnesium herstellen lassen. Als Dimension würde ich die 8,5 x 20 mit ET 25 wählen. Sprich die Originalreifen können weiter verwendet werden und die Räder stehen etwas weiter außen und damit fast bündig mit der Radhauskante (Original ET der Performancefelge ist 35).

Die Farbe kann frei gewählt werden - allerdings gefällt mir das Schwarz in Matt ziemlich gut (wie auf dem Bild zu sehen). Das Ganze hat dann natürlich auch TÜV, muss aber noch eingetragen werden.

Das Gewicht pro Felge liegt etwa bei 7,5 Kg - was gegenüber den ca. 12,x Kg der orginalen 20"-Felge schon mal ein deutlicher Unterschied ist. Niedrigeres Gewicht des Rades/der ungefederten Massen wird sich positiv auswirken auf Beschleunigung, evtl. auch ein wenig auf den Verbrauch, aber auch auf Federungskomfort und Einlenkverhalten.

Selbst gegenüber z.B. der OZ Ultraleggera HLT werden noch mal knapp 3 Kg pro Felge eingespart, allerdings mit 1.250,- € für eine Felge eben auch preislich deutlich drüber - wenn auch sicher nicht zu hoch, wenn man z.B. sieht, was Porsche für Magnesiumfelgen aufruft.

Heute wollte ich einfach mal nachfragen, ob ein solches Angebot Euer Interesse wecken könnte.

Bin mal auf das Feedback im Beitrag gespannt und gerne auch PN an mich.

Beste Grüße, Martin

Ich hätte definitiv Interesse an solchen Felgen. Allerdings nicht für den täglichen Gebrauch, sondern eher für Trackdays. Daher denke ich, dass die 20“ eher unpraktisch sind. Würdest du da auch welche in 19“ hinbekommen?

Ich fänd das super interessant.
Bei der ET wären evtl unterschiedliche für vorne und hinten interessanter, da hinten wohl eine ET 15-20 für den Performance noch schicker wären.

Eine Seitenansicht wäre noch interessant um zu sehen, wie konkav die Felgen sind.

Farblich bin ich grade unentschlossen. Ganz schwarz finde ich geht die Form immer verloren und auf 20m Distanz erkennt man sowieso nichts mehr davon. Da könnte man im Prinzip auch Stahlfelgen fahren…

Servus Tim,

mit den unterschiedlichen ETs wird es noch teurer, da dann gelich noch eine Zusatzprüfung beim TÜV anfällt (und natürlich noch ein Rad, dass zerstört wird…). Zudem habe ich mal gemessen und damit es bündig steht, gehen rundrum (also auch vorne wie hinten) ca. 10 - 15 mm - ich weiß, es sieht nach mehr aus…

Bei Tesla stehen (wie bei allen anderen Herstellen auch) die Räder auf beiden Seiten nicht EXAKT gleich im Radkasten. Wenn jetzt noch jemant mit einem breiter bauenden Reifen käme, kann Alles unter ET 25 schon knapp werden. Mit der ET 25 kann man aber ggf. mit dünnen Spurplatten etwas breiter gehen(wenn es denn überhaupt noch passt!).

Ich habe bisher auch noch keine Felge gesehen, die bei 8,5 x 20 auf unter ET 25 geht. Das sollte der noch halbwegs vernünftige, trotzdem schon sehr gut dastehende und dazu überall problemlos passende Kompromiss sein.

Konkav geht tatsächlich auch nicht, da kommt die Felge leider auch zu weit raus. Magnesium hat nicht ganz die Festigkeit von Aluminium und so muss man den ein oder anderen Kompromiss bei der Form gehen, dass die Haltbarkeit gewährleistet ist und der TÜV seinen Seegen gibt.

Farbe: wie gesagt, kannst Du Dir aussuchen. Bei meinem finde ich das Matt-Schwarz sehr passend, da ich ein ganz helles Grau foliert habe und das Chrom-delete auch in Matt gemacht habe.

Ein Kosten und Gewichtsvergleich zu einer Alu Schmiedefelge wäre noch interessant. 1250€/Felge wären mir zuviel, vorallem wenn sie z.B. deutlich billiger in Alu wären, aber z.B. „nur“ 1-2kg schwerer?

Mich würde echt mal reizen auf ner Rundstrecke zwei gleiche Felgen mit unterschiedlichen Gewichten zu vergleichen, wie stark man das merkt und ob es wirklich einen großen Zeit- und/oder Komfortunterschied macht. :slight_smile:

Glaube mir, das merkst du … vor allem beim Einlenken auf der Bremse bei hohen Geschwindigkeiten. Da ist 1kg eine Welt.

Bernhard

Das möchte ich mal bezweifeln, soweit ich weiß gibt es grundsätzlich keinen TÜV für Magnesiumfelgen wegen möglicher Rissbildung bei Beschädigung.

Edit: Zudem gehört der Beitrag mMn in den Marktplatz.

Schön, dass ein wenig Leben in den Thread kommt! :slight_smile:

@diedmatrix: So einen Vergleich kannst Du ja selber gerne mal anstellen und Ergebnisse gerne hier posten. Ich glaube aber tatsächlich, dass die Relation Preis zu Gewicht auch bei den 1.250,- € schon ziemlich gut ist (auch wenn ich Dir Recht gebe, dass das absolut betrachtet schon viel geld für ´ne Felge ist). Ein Beispiel für Deine Frage gebe ich Dir aber gerne mal: die (sehr schöne!) BBS FI-R in 9x20 wiegt ca. 7,9 Kg. ABER: es gibt sie nicht für den Tesla und der Preis ist mit ca. 2.000,- je Felge (und nein, ich habe mich nicht verguckt - es ist JE FELGE) noch mal deutlich höher. Oder nimm die bekannte BBS Le Mans. Die wiegt in 9x20 ET 20 auch ca. 12 Kg und kostet mit ca. 1.150,- auch nicht viel weniger und gibt es auch nicht für´s Model 3. Kannst auch hier mal schauen: felgen-atelier.de/alufelgen … en_20-zoll Viele schöne Schmiede-Felgen.

@NortonF1: ich kann Dich nicht daran hindern, dass Du das bezweifelst - recht hast Du deshalb aber dennoch nicht. Bei Porsche gibt es Magnesium-Felgen sogar ab Werk (und ich vermute STARK, dass Porsche nichts ab Werk ausliefert, was keinen TÜV hat… :smiley: ). Die Felgen hätten DEFINITIV TÜV - sonst würde ich Sie nicht anbieten. Beim TÜV wird mittels Zerstörungsprüfung die Haltbarkeit einer Felge geprüft - sowohl bei Alu als auch bei Magnesium. Dafür braucht es mehrere Felgen, die der Tüv auf unterschiedliche Art schrottet (seitliche Belastun, Druck, Impact…). Das schlägt bei so einer Kleinserie natürlich gleich noch mal massiv auf die Kalkulation des Preises.

Hierher verschoben wo es besser passt.