Schlüssel (Key Fob) sicher verpacken für Wassersport

Ich suche seit einiger Zeit eine Möglichkeit, meinen Autoschlüssel irgendwie wasserdicht zu verpacken und am Körper mitzuführen, so dass man z.B. unbesorgt im Badesee schwimmen gehen kann. Alles, was ich bis jetzt gefunden habe, war mir aber zu unsicher, zu umständlich, oder unnötig groß. Im TMC (oder war es das Tesla Motors Forum?) habe ich davon gelesen, dass man sich in Amerika eine Masse (Silikon?) in der Sprühdose besorgen und damit den Schlüssel nahtlos ummanteln kann. Das scheint mir zweckdienlich. Wenn man mal die Batterie wechseln will, macht man die Hülle halt kaputt und bastelt hinterher eine neue.

Ist irgendjemandem klar, wie/ob das funktioniert? Kann jemand ein entsprechendes Produkt empfehlen, was hier in Deutschland erhältlich ist?

Plastidip?

Da bietet sich ein wasserdichter Beutel an, wie er in Läden mit Wanderartikeln erhältlich ist:

Ortlieb Dokubeutel transparent 9,95€

…oder man nimmt eine kleine Dose Lock&Lock oder Tupper, kosten nur wenige Euros.

z.B. hbs24.de/contents/de/p4791_f … hbs24.html

ebay.de/itm/Lock-Lock-Dose-v … 801a7db83d

Hab ich mir alles angeguckt. Unhandlich, kompliziert, nicht sicher genug, stört beim schwimmen… Eine passgenaue Hülle mit Klettband für Oberarm oder Knöchel, neonfarben und schwimmend, das wär’s. Gibt’s auch, aber nicht wasserdicht.

Wenn ich den Key Fob selbst wasserdicht machen kann, habe ich viel mehr Optionen dafür, ihn am Körper zu befestigen.

oder das Äußere so lassen wie es ist und die Elektronik wasserdicht machen:

Schau dir die 3 Videos an : http://www.liqui-tech.de/index.php?cName=einsatzgebiete-rcmodellbau http://www.liqui-tech.de/index.php?cName=einsatzgebiete-iphone-waterproof

Eigentlich ist es das beste Pflegespray für Kontakte:
Der Oberflächenwiderstand beträgt etwa 28 Teraohm.
100% Feuchtigkeitsschutz
100% Korrosionsschutz
100% Elektronikschutz

Wenn man es nicht gleich am Fob austesten will, dann nimm halt probehalber mal den Reserve-Garagentoooröffner oder einen Taschenrechner oder eine alte Digitaluhr…

Shops: Thunder Tiger oder Conrad oder Hersteller
200ml reicht für ewig und kostet etwa 16€ + Versand

Hersteller: http://www.liqui-tech.de
Bei ihm gibt es das Mittel unter einem anderem Namen:

  • Liqui-Tech Elektroschutz (Basic)
  • Liqui-Tech Mechanic (wie Basic, mit zusätzlichem Schmiermittel für mechanisch belastete Stecker)

Das „Thunder Tiger Aqua Security“ ist das umgelabelte „Liqui-Tech Mechanic“
Ich hab damit den Roadster Stecker behandelt und schwöre drauf.

Ich hab mal ein bisschen gegooglet. Plasti Dip ist das richtige Stichwort, danke! :slight_smile: Man findet dann auch noch Foliatec und Handycop, und natürlich jede Menge positive und negative Erfahrungsberichte. Ich werde es wohl mal mit dem original Plasti Dip probieren.

Ich habe in Bonaire immer eine verschraubte Plastikhülle bis 40 Meter dabei um Schlüssel und Navi nicht im Auto lassen zu müssen. Es gibt also ein TomTom mit ganz vielen Tauchgängen :wink: Schwimmen ist für diese Hüllen keine Herausforderung. Also auf Nummer sicher gehst Du mit so was aus dem Tauchzubehör.

Stichwort EwaMarine

So, die Dose Plasti Dip (Neon Orange :mrgreen: ) kam per Versand praktisch über Nacht, und inzwischen habe ich – teils unfreiwillig – die ersten Erfahrungen gesammelt:

  • Die Anleitung weist mit Nachdruck darauf hin, dass die Oberfläche sauber und fettfrei sein muss. Dazu muss man wissen, dass bei den typischen Anwendungsgebieten für Plasti Dip (Felgen, Karosserieteile) nicht unbedingt ein rundum geschlossener Mantel gesprüht wird, sondern das Material auch direkt auf der Oberfläche sicher haften soll. Für meinen Key Fob hatte ich eher die gegenteilige Sorge: Dass sich das Sprühplastik mit dem Plastik des Key Fob verbindet (z.B. weil das Lösungsmittel die Oberfläche des Key Fob anlösen könnte) und ich das Plasti Dip dann nie mehr sauber runter kriege (wenn’s mich mal nervt oder wenn die Batterie gewechselt werden muss). Deshalb habe ich den Key Fob vorm Einsprühen extra schön zwischen den Händen gerieben – alle Krümel waren weg, aber ein bisschen Hautfett absichtlich drauf. Wenn das Plasti Dip nicht super haftet, ist das in diesem Fall überhaupt kein Problem: Damit der Mantel seinen Zweck – Wasserdichtigkeit – erfüllt, muss er eh rundum gehen und sich selbst zusammenhalten.

  • Das Zeug stinkt (erwartungsgemäß) bestialisch, ich würde es nur im Freien verarbeiten! Das habe ich richtig gemacht, mit kleinen Abzügen in der B-Note: Man sollte auch die Balkontür schließen, sonst kann es Beschwerden von Mitbewohner(inne)n geben…

  • Große Zeitung drunter legen ist richtig. Damit mir die Druckerschwärze nicht den Plastik Mantel versaut, habe ich den Key Fob selbst auf blütenreines Küchenkrepp gebettet. Falsch ist es, wenn man die Zeitung an den Rändern nicht sichert – denn dann weht sie einem beim nächsten Windstoß auf das halbfertige Kunstwerk und macht Dellen in den frischen „Lack“! :cry:

  • Da das zu dippende Objekt so klein ist, wird der Auftrag unwillkürlich dicker, als eigentlich empfohlen (Videos angucken: pro Schicht nur ein- bis zweimal zügig drüber sprühen). Ich hatte nicht den Eindruck, dass das ein großes Problem ist, aber die angegebenen 5 Minuten Wartezeit zwischen den Durchgängen (empfohlen: mindestens 5 Schichten) sind bei einem etwas dickeren Auftrag wohl zu knapp bemessen.

  • Damit der Mantel rundum komplett wird, muss man den Schlüssel natürlich irgendwann wenden. Dafür sollte man deutlich länger warten, um den bereits erfolgten Auftrag nicht zu beschädigen. Wie lange genau, kann ich noch nicht sagen, aber eine halbe Stunde ist definitiv zu wenig… :confused:

  • Wenn man schlauer ist als ich, legt man den Schlüssel zuerst auf’s Dach und beginnt mit der Unterseite. Erstens ist die Unterseite plan, d.h. nach dem Umdrehen liegt der Schlüssel auf einer relativ großen Auflagefläche und die frisch gedippte Oberfläche wird weniger belastet, und zweitens sind leichte Unregelmäßigkeiten auf der Unterseite eher zu verschmerzen, unter ästhetischen Gesichtspunkten.

  • Wenn man nicht so schlau war, bricht man das Experiment irgendwann ab. Das Plasti Dip ist dann zwar noch sehr frisch, hat aber schon eine folienartige Konsistenz und lässt sich absolut problemlos wieder abziehen. Wenn man vorsichtig ist, zieht man dabei sogar das Material aus den kleinen Fugen und Ritzen wieder raus. Den Rest kann man ganz gut mit den Fingern abreiben bzw. mit mit einer Bürste aus den Ritzen holen.

Also denn. Bei nächster Gelegenheit mit mehr Erfahrung nochmal von vorn! :smiley:

Schön… hast dir also auch mal Freunde gemacht mit nem schönen Projekt… HiHiHi
Pics -OR it didn’t happen… :stuck_out_tongue:

Auf jeden. Bis jetzt ist allerdings effektiv tatsächlich nichts passiert, der Key Fob sieht wieder so aus wie vor der Übung. Wenn er fertig ist gibt’s Fotos, und wer’s nicht glaubt, kann ihn auf der Silvretta-Tour im Original bestaunen… Hoffe ich.

Das Zeug gibts auch in ner Dose, dann kann man direkt reintunken und hat ne ordentliche Schichtdecke. Zum Trocknen am besten an der Schnur mit nem Stück Verlängerung dran mit nem Magneten an die Dunstabzugshaube heften und Krep drunter für das abtropfende Dip.

Ja, hab ich auch überlegt, aber für den Key Fob brauche ich ja nur relativ wenig Material. Dafür ne ganze Dose aufmachen und dann wegschmeißen fand ich stark übertrieben. Andere Anwendungen habe ich im Moment noch nicht geplant, aber ich denke, die Sprühdose ist da deutlich universeller einsetzbar. Ein anderes Problem mit dem Eintunken ist aber auch, dass ich ja eine geschlossene, wasserdichte Hülle will. Die Schnur ist aber eine schöne Brücke für das Wasser, um unter die Beschichtung zu kommen. Man kann natürlich erstmal trocknen lassen, dann die Schnur rausziehen, und dann die eine Ecke nochmal tunken… Ich weiß es nicht, aber das waren so meine Überlegungen.

Die Lösungsmitteldämpfe sind nicht zu unterschätzen… Heute Nacht habe ich geträumt, das Plasti Dip hätte meinen Key Fob in ein Matchbox-Auto verwandelt! :mrgreen: Hat es aber nicht! :laughing:

(Hab gestern erst die Unterseite gemacht. Heute Abend dann die Oberseite. Bilder folgen.)

:smiley: :laughing:

Genau - hab letztens erst daran gedacht ob das Projekt vollendet oder gegrounded wurde (wegen den Dämpfen etc…) :smiling_imp:

Kennt ihr den schon?

abstractocean.com/fobpockets-silicone/

Vollendet! Ich habe eine komplette Dose (Neon-Orange :smiley: ) in fast 20 Schichten drauf gesprüht. Die Teilnehmer der Silvretta-Tour Ende Juli sind meine Zeugen! :wink:

Als besonders schwierig haben sich die Vertiefungen an der Nase und an der Unterseite (Batteriefach-Deckel) erwiesen: Bei dünnen Schichten hat sich das Plastidip immer wieder beim Trocknen aus den Vertiefungen zurückgezogen. Die Nase konnte ich schließlich mit einer Überdosis “fluten“, was dem Zweck dienlich war, aber unschöne Blasenbildung zur Folge hatte. Auf der Unterseite hat derselbe Trick leider nicht funktioniert, die Vertiefung am Batteriefach-Deckel ist immer noch ein Schwachpunkt, aber es scheint bis jetzt dicht zu halten.

Insgesamt hat das Projekt drei komplette Abende in Anspruch genommen.

Nein. Den Aufdruck find ich jetzt nicht sooo toll, aber egal. Der Link hier hat übrigens mehr Information:
abstractocean.com/silicone-fobpockets/

Hm hm… würd ich mir gern mal „in echt“ angucken. Ich trage meinen Fob jetzt beim Schwimmen und Segeln in einer kleinen Schweißband-Tasche, die nicht stört und praktisch sicher ist gegen unbemerkten Verlust, die aber jedenfalls nicht wasserdicht ist:
amazon.de/s/?field-keywords= … %C3%9Fband

Nein. Danke für den Link! Habe gleich mal 2 Stck. bestellt :smiley:

Und warum gibt es kein Foto zu sehen? :smiley: