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Schaden an Hausanschluss durch Laden an Steckdose möglich?

Liebe Leute, folgendes Problem: Wir haben ein Tesla S für 90 Min mit dem mitgelieferten Steckdosen-Adapter an eine normale Haussteckdose gehängt, um den Weg zum nächsten Supercharger zu schaffen. Insgesamt wurden 14 km Reichweite geladen.

Nun behauptet der Vermieter, der das über einen Nachbarn mitbekommen hat, dass dadurch ein Schaden an der Hausanlage entstanden sein könnte.

Für mich absurd, aber ich bin kein Elektriker. Kann mir ein Fachmann aus dem Forum sagen, ob das möglich ist bzw. welche Argumente dagegen sprechen.

Vielen Dank!!!

Eine Sicherung sollte genau das verhindern, dass der Anschluss schaden nimmt. Wenn der Anschluss schaden genommen hat, würde ich den Vermieter erstmal fragen, warum die Sicherung das nicht verhindert hat?

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Ich würde das einfach der Haftpflicht Versicherung melden. Die schauen sich das an und zahlen eventuellen Schaden.
Wahrscheinlich wirds aber abgelehnt. (ich kanns mir nicht vorstellen, dass das der Auslöser ist bzw ist der Vermieter in der Nacxhweispflicht)

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Na ja, beim Laden mit 13 oder 16 Ampere kann es schon sein das die schlechte Aussensteckdose am Haus (also der Anschluss am Haus) etwas zu warm geworden ist.

Den Hausanschluss selbst kriegst Du damit aber nicht kaputt.

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Das habe ich nicht vor. Damit würde ich ja ein Verschulden zugeben. Zum Glück haftet man in Deutschland nach 823 BGB nur dann, wenn man eine Pflichtverletzung begeht und nicht für zufällige Schäden. Ich habe aber keine Pflichtverletzung begangen.

Durch den Adapter ist der Ladestrom automatisch reduziert, nämlich auf das, was eine Schukodose dauerhaft leisten kann.
Wenn hier ein Schaden enstanden sein sollte, dann nur weil die Hausinstallation nicht fachgerecht ist, in diesem Fall sollte dein Vermieter haften.

So oder so müsste er erstmal einen Schaden nachweisen, ich gehe davon aus, dass dein Laden geklappt hat insofern denke ich nicht, dass hier etwas „kaputt“ gegangen ist.

Noch etwas zu möglichen Schäden:
Das Problem ist vA der Kontakt bei der Schuko Steckdose, ist dieser alt und greift nicht mehr richtig, kann durch lange anliegenden Strom Hitze und dann auch ein Brand entstehen, deshalb misst aber das Auto auch konstant die Spannung und wenn diese einbricht (Anzeichen für schlechten Kontakt) wird das Laden abgebrochen bzw die Leistung reduziert.

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„Könnte“ Schaden genommen haben ? Wenn ein Schaden eingetreten ist, der Haftpflicht melden.
Deren Aufgabe ist auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche, z.B. falsch dimensionierte Sicherungen. Wenn kein Schaden eingetreten ist, geniesse den Sonntag.

Halte ich auch für Quatsch.
Ein Heizlüfter zieht genauso viel Strom.

Was man im Tesla - im Gegensatz zum Heizlüfter - aber machen kann, ist zu schauen dass die Volt nicht unter 220 rutschen.
Ist das der Fall, kann man einfach die Ampere etwas reduzieren.
Geht ganz einfach über den Ladescreen

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Sehe ich genau so. Der Vermieter soll dir doch erst mal genau sagen und zeigen, was für ein genauer Schaden denn überhaupt entstanden ist. „Könnte“ ist so, dass falls irgendwann mal in den nächsten Monaten/Jahren irgendwas ist, es dir dann in die Schuhe schieben will.

Mit der Logik macht ja jeder, der im Haus kocht etwas am Hausanschluss kaputt.

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Solange der Stromanschluss fachgerecht ausgeführt wurde, darf dieser keinen Schaden nehmen. Wenn der Tesla (oder ein anderer Verbraucher) zu viel Strom zieht, fliegt die Sicherung. Ist die Leitung zu lang oder zu dünn für die Leistung die drüber geht, entsteht eventuell zu viel Wärme. Dann müsste bei fachgerechter Installation eine kleinere Sicherung verbaut worden sein um das zu verhindern. Daher sehe ich die Verantwortung beim Vermieter. Ein Mieter kann das der Steckdose ja nicht ansehen.

EDIT: und selbst ein Hinweis an der Steckdose, wie man es manchmal in Hotels sieht, reicht nicht aus, sondern der Benutzer muss über eine entsprechend dimensionierte Sicherung vor Fehlbedienung geschützt werden.

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Eben nicht. Die Haftpflichtversicherung prüft das für dich und zahlt nur bei nachweisbarem Schaden.
Den Stress mit Vermieter und sonstigen Besserwissern würde ich mir nicht antun.
Mein Vermieter hat mir nach Auszug auch diverse Rechnungen zugesandt. Die Haftpflicht hat davon 2 Schäden bezahlt, der Rest war vom Tisch.

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Ist nachweislich etwas kaputt??
Oder meint er nur das etwas kaputt sein „könnte“?

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Welcher Schaden soll entstanden sein? Einiges ist denkbar, einiges nicht.

Oder hatte der Vermieter das Laden expliziet ausgeschlossen? In diesem Fall spielt es keine Rolle, ob etwas kaputt gegangen sein könnte.
Es gibt ja leider auch solche, die das einfach ignorieren (nicht auf den Schreiber bezogen). Dann wäre er zu Recht verärgert

Darf der Vermieter das Laden eines Elektroautos ausschließen? Ich kenne das von Ferienwohnungen, aber geht das auch bei normalen Wohnungen?

Ich würde den Nachbarn freundlich fragen, was seine Befürchtungen waren, Dich beim Vermieter zu melden, vielleicht kann er das klären wenn Du ihm zeigst, dass ein E-Auto sicherer ladet als jeder Heizlüfter läuft.

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Grundsätzlich kann man das in einen Vertrag reinschreiben. Aber die akt Situation kennt nur der Schreiberling.
Anmerkung: airb&b sind auch nicht immer Ferienwohnungen und manche schreiben das gleich rein

Grundsätzlich kann ich alles in einen Mietvertrag schreiben, heißt nicht das es rechtens ist :grinning_face_with_smiling_eyes: das mir ein Vermieter verbieten kann, eine bestimmte Art von Verbrauchern in eine Steckdose zu stecken, deren Strom ich bezahle… das wundert mich ein wenig

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Der Nachbar ruft den Vermieter an und meldet das am Haus ein Elektrofahrzeug geladen wird.
Anscheinend konnte er den Vermieter davon überzeugen, das so etwas gefährlich sein könnte.

Die deutsche Presse hat wahrscheinlich beim Vermieter seinen Teil dazu ebenfalls beigetragen.

Wenn jemand einen Defekt feststellen kann, wirst das zuerst Du selber sein.

  • Steckdose wird heiss und verformt sich, weil Uralt und Kontakte evt. korridiert
  • Kabel zur Steckdose wird heiß, weil die Stromstärke zu hoch ist oder das Kabel bereits defekt ist.

Eigentlich sollte dann die Sicherung trennen bzw. der Sensor des Chargers stellt eine Erwärmung der Temperatur am Stecker fest und schaltet einfach ab.

Beides wäre tatsächlich möglich, würde dann aber auf eine nicht sichere Elektroinstallation hinweisen. Wenn der Vermieter da solche Befürchtungen hat, würde ich da unbedingt nachhaken und ihn bieten zu sagen, warum die Steckdosen nicht genutzt werden können. Dann dürftest Du auch keinen Heizlüfter oder ähnliches einstecken.

Dann wären wir gleich bei den Mängeln der Mietsache… aber anderes Thema.

Ein Schaden dürfte aber wahrscheinlich eher höchst unwahrscheinlich sein. Vor allen Dingen, wenn man noch nicht mal danach geschaut hat. :joy:

Hast Du vielleicht eine Strom-Flatrate im Mietvertrag ?

Wenn es nicht im Mietvertrag explizit ausgeschlossen ist, kann er es Dir nur verbieten, wenn die Hausinstallation nicht sicher ist.
Ist die Hausinstallation nicht sicher, dann müsste das halt repariert werden. Die Steckdose ist ja mit gemietet. Sollte dann auch funktionieren. Ihr zahlt ja dafür…

Mach Dir mal keinen Kopf und stelle lieber mal ein paar Gegenfragen. Z.B.

  • ob die Hauselektrik nicht in Ordnung sei und vielleicht nicht mehr den Richtlinien entspricht.
    Das Gerät von diesem Auto sei ja extra für solche Anwendungen gebaut und zertifiziert (VDE etc) zur Benutzung mit handelsüblichen Steckdosen.

Du könntest Dir da eher Sorgen machen, die eventuell nicht korrekt arbeitende Hausinstallation könnte das 100.000€ plus kostende Auto beschädigen. Die seist davon ausgegangen, an der Hauselektrik sei alles in Ordnung. Wer das den das letzte mal geprüft hätte ?
Später da kommt er ins schleudern.

Übrigens, wenn Elektroanlagen verändert werden, muss die Elektroinstallation komplett auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. ( einige kleine Ausnahmen gelten natürlich, aber das würde jetzt zu weit führen ) Eine gute Frage, wenn Erweiterungen oder Neubauten an Teilen der Installation mal durchgeführt wurden. :wink:

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Kannst Du kurz erklären, wie die Situation ist, Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus?

Hängt die Steckdose an Deinem eigenen Zähler?

Soll es einen Schaden an dieser Steckdose gegeben haben oder irgendwo anders oder ist das eine ganz abstrakte Sorge, dass irgendwas irgendwo passiert sein könnte?

Grundsätzlich sollte der Tesla-UMC mit dem Schukoadapter an einer ordnungsgemäßen Installation keine Schäden anrichten. Wenn die Steckdose mit weniger als 13 A abgesichert ist, fliegt bei höher eingestelltem Ladestrom die Sicherung.

Wenn die Steckdose in schlechtem Zustand ist und deshalb der Übergangswiderstand zu groß ist, kann die Dose allerdings durchaus schmelzen oder verschmoren.

Im Schuko-Thread gibt es dazu durchaus Anschauungsmaterial, hier mal ein Bespiel:

Schuko Dauerstrom: Normen und Realität - #142 von joergen

Lohnt sich den ganzen Thread mal durchzulesen!

Gruß Mathie

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