Road Trip Norwegen 2023

Mit großer Verspätung liefere ich jetzt den Bericht zu meiner Norwegen-Reise im Juli 2023 ab. Ich bin dabei in 17,5 Tagen ca. 11000km gefahren und habe bis auf eine Nacht in meinem Tesla Model 3 LR aus 2021 geschlafen. Nachdem ich vor dieser Reise schon 9 Mal in Norwegen gewesen war, kannte ich große Teile Norwegens bereits.

    1. und 2. Tag: Am letzten Schultag, dem 30. Juni 2023 habe ich meine Frau samt Kinder in den Zug gesetzt, bin dann selbst noch nach Hause gefahren, habe die Rückbank herausgenommen, meine Matratze und das Gepäck eingeladen und bin um ca. 14:45 von Wien Süd in Richtung Norden über Brünn, Prag, Dresden, Berlin nach Rostock gefahren. Geladen habe ich das Auto zunächst an den Superchargern Humpolec und Lovosice. Ich wollte dann eigentlich bis zur Gigafactory durch fahren aber die leere Autobahn hat mich dann doch zum Schnellfahren provoziert (als Österreicher kommt man ja nicht so oft dazu), was einen kurzen Stopp in Bersteland notwendig gemacht hat. Um 1 Uhr Früh habe ich das Auto in Linstow geladen und dann direkt neben dem Supercharger ca. 1,5 Stunden am Fahrersitz geschlafen. In Rostock um kurz vor halb 5 angekommen, habe ich dann die Fähre um 6 Uhr nach Gedser genommen und bin dann weiter über die Supercharger Melbystrand, Kungälv und Grålum zu meinem ersten Campingplatz in Norwegen (Utne Camping) in Greåker nahe Sarpsborg gefahren. Nach 1670km und nur knapp über 2 Stunden Schlaf bin ich bald in meine Matratze gefallen.
    1. Tag, 2. Juli 2023: Gut erholt bin ich um 7:30 weiter in Richtung Norden gestartet, habe in Nebbenes den einstmals größten Supercharger der Welt „besichtigt“, in Espa Bolleland die brühmten Krapfen gekostet, habe nach dem Laden in Fåvang die Stabkirche Ringebu besichtigt und bin danach über das atemberaubend schöne Venabygdsfjellet gefahren.

      Danach habe ich am damals nagelneuen Supercharger in Hjerkinn auf dem Dovrefjell geladen und bin dann weiter bis Mågålaupet Camping.
    1. Tag, 3. Juli 2023: Bei Regen ging es weiter an Trondheim, dem Snåsavatnet, dem Nordlandsporten und dem Majavatnet vorbei bis zum Laksforsen (Ladestopps in Steinkjer und Brekkvasselv).

    Nach einem weiteren Ladestopp in Mosjøen habe ich dann mein Tagesziel Aspnes Camping am wunderschönen Fustvatnet erreicht, wo es endlich aufgeklart hat.

    1. Tag, 4. Juli 2023: Endlich ein Sonnentag. Ich habe mich weiter gen norden bewegt und am Vormittag nach einem kurzen Stopp in Mo i Rana den Polarkreis erreicht.

    Wieder vom Saltfjellet herunten, in Fauske geladen und weiter auf der E6 bis zum jetzt geschlossenen Kobbelv Vertshus, ein paar Fotos vom Baggfossen machen. Weiter durchs Gebirge bis Innhavet. Nach einem kurzen Ladestopp und einem Fotostopp an einem Rastplatz mit Felszeichnungen, habe ich die Fähre von Bognes nach Skarberget über den Tysfjord genommen.

    1. Tag, 5. Juli 2023: Nach einer Übernachtung am Ballangen Camping bin ich weiter in Richtung Norden durch Narvik durch und hinauf nach Bjørnfjell gefahren, um Fotos von der Erzbahn zu machen. Leider war es dort saumäßig kalt, windig und wolkenverhangen. Auch der weitere Tag wieder auf der E6 war vom Wetter her zu vergessen (starker Regen, teilweise keine Sicht). Wobei die Landschaft hier entlang des Lyngenfjord, durch Skibotn, dem Rotsund entlang und auf der alten Straße über das Kvænangsfjellet sehr schön wäre. Ich hab dann bei Sekkemo Camping übernachtet.
    1. Tag, 6. Juli 2023: Am nächsten Tag hat es wenigstens nicht geregnet. Ich bin dann nach Alta weiter gefahren und habe das Alta Museum (haufenweise Felszeichnungen) und die Nordlichtkathedrale besucht.

    Nach einem Ladestopp in Alta ging es weiter in die große Leere. Die Straße steigt hinter Alta rasch an und man befindet sich auf einer karg bewachsenen Hochebene mit teilweise 100e Meter lange schnurgeraden Straßenstücken.

    Nach einem Aufenthalt in Skaidi mit Laden fuhr ich auf die überwältigend schöne Landschaftsroute (Nasjonal Turistveg) Havøysund. Geplant war die Übernachtung in Havøysund aber die Kople-Ladestation dort wollte mein Auto nicht laden. Sie hat den Kople-Ladechip und die Plugsufingkarte erkannt, aber der Ladevorgang wurde einfach nicht gestartet. Weil es recht kalt war und ich nicht am nächsten Tag liegen bleiben wollte, bin ich nach Olderfjord zurück gefahren. Aber auch dort hat die Kople-Ladestation nicht funktinoniert. Damals gabs dort aber noch einen Tesla Destination Charger und ich habe mich 1,5 Stunden dort angehängt. Das sollte dann für die Übernachtung und die Weiterfahrt bis Honningsvåg reichen.

    1. Tag, 7. Juli 2026: Nach der Übernachtung am Campingplatz des Russenes Kro setzte ich meine Fahrt in Richtung Honningsvåg fort. Die karge Landschaft Finnmarks präsentiert sich nach jeder Kurve mit neuen Höhepunkten. Leider war es größtenteils trüb und wolkenverhangen.

    Hat man den Nordkapptunnel hinter sich gebracht, befindet man sich auf Magerøya der Nordkapinsel. Der Norkaptunnel ist knapp 7km lang und unterquert auf -212m Seehöhe den Magerøysund mit zwei Rampen mit 9 und 10% Steigung/Gefälle. Da müssen auch alle Fußgänger und Radfahrer durch, deshalb gibt es einen durchgehenden Gehsteig. In Honningsvåg am angeblich nördlichsten Schnelllader der Welt geladen und dann weiter zunächst nach Skarsvåg, dem angeblich nördlichsten Fischerdorf der Welt. Auf dem Weg dorthin sind die Wolken teilweise bis zum Boden gehangen. Ich habe daher nicht viel von der Landschaft gesehen.

    Nach der kleinen Wanderung zum Kirkeporten gings dann weiter zum Nordkap. Das Norkap ist primär eines: eine Touristenfalle. Entsprechend voll ist es dort. Nach 2 Tagen durch die Leere Nordnorwegens war das Treiben auf dem Norkap wie ein Schock. Weil es noch immer Leute gibt, die glauben, man wäre dort am nördlichsten Punkt Europas, folgende Aufklärung: das Norkap ist nur der nördlichste Punkt Europas, der auf dem europäischen Straßennetz erreichbar ist. Der nördlichste Punkt Europas liegt in Russland auf einer der Inseln des Franz-Josef-Land-Archipels. Selbst der nördlichste Punkt der Insel Magerøya befindet sich nicht auf dem Nordkap sondern westlich davon. Der nördlichste Festlandpunkt Europas ist die Landzunge Kinnarodden ca. 70km Luftlinie östlich vom Nordkap.

    Ich hab Souvenirs eingekauft, ein paar Fotos gemacht und am damals noch existierenden Destination Charger das Auto angehängt. Da mir zuviel los war, bin ich nach zwei Stunden wieder nach Alta zurück gefahren.

    Auf dem Weg in Richtung Süden waren auf einmal die Wolken weg und ich konnte Magerøya in ganzer Pracht bewundern.

    1. Tag, 8. Juli 2023: am Solvang Camping bei Alta ging in der Nacht die Sonne nicht unter und verschwand auch nicht hinter Wolken. Die Klimaanlage hat die Temperatur im Auto aber angenehm gehalten.

    In Alta habe ich dem Auto eine Wäsche spendiert und bin dann im schönsten Sonnenschein weiter auf der E6 in südliche Richtung gefahren. Diesmal konnte ich die wunderschöne Landschaft voll genießen.

    Mit Ladestopps in Sørkjosen und Skibotn bin ich bis zum Campingplatz „Lyngen Turist“ gefahren und habe dort übernachtet. Da der Stromanschluss im Übernachtungspreis inbegriffen war, habe ich das Auto über Nacht an die blaue Steckdose angesteckt. Das zusätzliche Geräusch hat mich aber am Einschlafen gehindert. Also hab ich den Ladevorgang automatisiert mitten in der Nacht starten lassen.

    1. Tag, 9. Juli 2023: weiter bis Nordkjosbotn und dann in Richtung Westen auf die Insel Senja. Leider war da mein Wetterglück zunächst auch wieder vorbei und die Wolken sind teilweise recht tief gehangen. Daher bin ich auch nicht in Mefjordvær wie geplant auf den Knuten gegangen.

    Die Fahrt dort hin und weiter war teilweise recht abenteuerlich, weil sich hier viele einspurige Tunnel befinden in denen einem schon einmal auch ein ausgewachsener Sattelschlepper entgegen kommen kann.

    Ich wollte ursprünglich von Gryllefjord auf Senja aus mit der Fähre nach Andenes übersetzen. Aber als ich über 70 Minuten vor Abfahrt der Fähre in Gryllefjord ankam, war ich bereits das 55. Auto. Ich kenne die genaue Kapazität der Fähre nicht, aber mehr als 30 Autos passen dort nicht drauf. Die nächste Fähre wäre erst 4 Stunden später gegangen. So lange wollte ich nicht warten und bin dann wieder zurück auf die E6 und in südliche Richtung mit einem Ladestopp in Setermoen bis Lapphaugen Camping gefahren und habe dort übernachtet. Im angeschlossenen Gasthaus habe ich mir das einzige Bier meiner Tour genehmigt und dafür 10 Euro hingelegt.

    1. Tag, 10. Juli 2023: Weiter in Richtung Süden auf der E6 bei sonnigem Wetter bis knapp nördlich von Narvik, wo ich dann in Richtung Lofoten abgebogen bin. Über die Lofoten muss man nicht viel sagen. Wunderschön dort, aber auch sehr voll. Ich kannte die Lofoten vorher schon aus den 90er-Jahren und bin einfach mit Ladestopps am Supercharger in Svolvær und bei einer Kople-Station in Leknes mit einem kurzen Abstecher über Å nach Moskenes gefahren.

    Es war im südlichen Bereich der Lofoten teilweise nicht möglich zu parken, weil alle Parkplätze und -buchten mit Wohnmobilen voll waren. Am Campingplatz in Moskenes war zwar noch Platz, aber in diesem Massenbetrieb wollte ich nicht bleiben und habe noch am Abend eine Fähre nach Bodø genommen.

    Mit dem Plan die Landschaftsroute Helgelandskysten zu fahren, bin ich von Bodø aus noch in der Nacht in südliche Richtung weitergefahren, habe noch ein paar Fotos der nächtlichen Sonner gemacht und das Auto gegen Mitternacht in Ørnes geladen. Etwas südlich davon hab ich dann am Straßenrand übernachtet.

Fortsetzung folgt bald…

30 „Gefällt mir“
    1. Tag, 11. Juli 2023: Früh am Morgen gings weiter vorbei am Svartisengletscher zur ersten Fähre des Tages Halsa - Ågskardet. Da ich zu früh in Halsa war, habe ich bei einer Kople-Station zwischengeladen.

Und weiter zu nächsten Fähre Jektvik - Kilboghavn. Während dieser Überfahrt überquert man wieder den Polarkreis.

Dann gehts die Küste entlang weiter bis Nesna. Dort befand sich schon eine lange Schlange vor dem Fähranleger und wieder fand ich keinen Platz auf der nächsten Fähre und musste eine Stunde warten. Es war unnatürlich warm und Gewitter angesagt. Ich beschloss daher nach der Überfahrt Nesna - Levang wieder ins Landesinnere zurückzukehren. Unterwegs stieg die Temperatur auf 28 Grad und fiel dann bei schwerem Regen auf rund 10. Ich fuhr mit einem Ladestopp in Grong noch bis an den Snåsasee, wo ich am Vegset Camping übernachtete.

    1. Tag, 12. Juli 2023: Am nächsten Tag gings in der Früh nach Trondheim, um Fotos von der Altstadt zu machen.

Danach bin ich weiter in Richtung Westen gefahren. Mit Ladestopps in Klett und Aspøya und einer Fährüberfahrt von Halsa nach Kanestraum und viel landwirtschaftlich genutzter Landschaft habe ich am Nachmittag die Atlantikstraße (Atlanterhavsveien) erreicht. Die ist 8km lang und geht über mehrere kleine Inseln.

Leider bin ich dort wieder in eine schweres Gewitter geraten - also weiter in südliche Richtung über Molde nach Åndalsnes. Bei der Einfahrt nach Molde war ich in meinem einzigen Verkehrsstau in Norwegen. Danach ging es mit der Fähre Sølsnes - Åfarnes in die wunderschöne Fjord- und Gebirgswelt im Westen Norwegens und die Sonne hat sich wieder gezeigt.

Am Supercharger in Åndalsnes habe ich den Akku ordentlich voll gemacht, weil am nächsten Tag eine längere Strecke mit dünner Ladeinfrastruktur geplant war. Danach gings zu Soggebru Camping.

-14. Tag, 13. Juli 2023: In der Früh hat es mal wieder geregnet. Fotos von Trollveggen waren daher keine möglich. Ich bin dann in Richtung Trollstigen gefahren. Dort hat es wenigstens nicht mehr so viel geregnet.

Nach einem Fotostopp dort, weiter übers Gebirge bis an den Norddalsfjord (Fähre: Linge - Eidsdal) und weiter wieder übers Gebirge an den Geirangerfjord und durch den Touristenort Geiranger durch.

Geiranger lebt von der tollen Aussicht auf den Geirangerfjord. Es liegen dort ständig Kreuzfahrtschiffe. Daher ist der Ort auch immer voll mit Touristen. Ich bin dann auf der anderen Seite wieder ins Gebirge und auf Dalsnibba hinauf. Das ist ein 1470m hoher Gipfel mit einer steilen Mautstraße hinauf und Aussicht auf Geiranger.

Von dort gings dann weiter ins Landesinnere zum Supercharger in Bismo. Hier in der niederschlagsärmsten Gegend Norwegens hat es leicht geregnet. Ich hab dann die Stabkirche Lom besichtigt. Danach gings in südliche Richtung über die Sognefjellsveien, die höchstgelegene Passstraße Nordeuropas (1434m).

Auf der anderen Seite wieder hinunter an den Lusterfjord. Ich blieb dort auf der linken Seite und bin eine Stunde lang auf einer einspurigen Straße mit einigen einspurigen Tunnels bis nach Urnes oder Ornes gefahren. Dort findet man die älteste Stabkirche der Welt aus dem 12. Jahrhundert.

Mit einer sehr kleinen Fähre, auf die man rückwärts fahren musste, gings dann auf die andere Seite des Lusterfjords. Nach einer weiteren Fährüberfahrt mit einer Elektrofähre über den Sognefjord fuhr ich durch den Lærdalstunnel, den längsten Straßentunnel der Welt (24,5km). Dieser Tunnel ist leicht kurvig ausgeführt mit drei bunt ausgeleuchteten Rastplätzen im Inneren um ein Einschlafen bei der Durchfahrt zu verhindern. Auf der anderen Seite habe ich am Supercharger Aurland geladen und bin dann nach der Passage von zwei weiteren Tunnel mit 11,5 und 5km Länge bis Gudvangen gefahren, um am Vang Camping zu übernachten.

    1. Tag, 14. Juli 2023: Nachdem die Straße zur Stalheimskleiva gesperrt war, bin ich weiter zum Tvindefossen und danach zum Skjervsfossen gefahren. Dazwischen habe ich in Voss am Supercharger geladen.

Weiter gings über die spektakuläre Hardangerbrua mit jeweils Tunnel an beiden Enden, in denen sich Kreisverkehre befinden, bis Eidfjord und weiter durch Kehrtunnel zum Vøringsfossen. Danach bin ich spontan über die Hardangervidda nach Haugastøl und wieder zurück gefahren.

Nach einem Blick auf die Wetterprognose habe ich beschlossen in Richtung des einzigen Sonnenfensters für den Nachmittag, wieder zurück an die Westküste zu fahren. Nach einem Einkauf in einem personallosen Supermarkt und Ladestopp in Maurset gings vorbei an Låtefossen und Langfossen nach Haugesund, wo ich am Haraldshaugen Camping übernachtet habe.

    1. Tag, 15. Juli 2023: Am Vormittag bin ich über diverse Inseln und mittels einer Fähre (Arsvågen - Mortavika) und durch diverse Unterseetunnel nach Stavanger gefahren. Habe dort das Auto am Supercharger in einer Parkgarage geladen und die kurze Zeit vor dem Regen genützt, die Altstadt zu besichtigen. Danach bin ich durch den längsten und tiefsten Unterseetunnel der Welt (Ryfylketunnel: 14,4km und -287m) auf die Landschaftsroute Ryfylke gefahren. Es hat den ganzen restlichen Tag durchgeregnet. Daher gibt es keine Bilder von der sehr schönen Landschaft und dem spektakulären einspurigen Gebirgsübergang Hellandsbygdvegen. In Oslo habe ich mir dann ein Hotelzimmer gegönnt, was ich schnell bereut habe. Prinzipiell wäre das Zimmer nicht viel teurer als der Campingplatz gewesen, aber an der Rezeption hat man mir die Auskunft gegeben, ich könne in der Parkgarage unter dem Hotel parken. Wochen später habe ich dafür eine Rechnung über fast 70 Euro bekommen. Allgemein haben in Norwegen Parkgaragen keine Schranken. Man fährt einfach ein und aus und kann dann auf der Website des Betreibers oder bei Automaten in der Parkgarage, wenn vorhanden, unter Eingabe des Kennzeichens bezahlen.
    1. und 18. Tag, 16. und 17. Juli 2023: In der Früh bin ich nach Oslo hinein gefahren und habe im Zentrum in einer Parkgarage für wohlfeile 10 Euro eine Stunde lang geparkt. Ich war schon sehr oft in Oslo, hatte nur vorher nie die Gelegenheit die „neue“ Oper zu besichtigen.

Danach gings nach einem Ladestopp am Supercharger in Rygge auf die Autobahn durch Schweden (Ladestopps in Varberg und Helsingborg), über die Öresundbrücke, dann quer durch Dänemark und über den großen Belt (einer der Pylonen der Brücke über den großen Belt ist die höchste Erhebung von Dänemark) mit Ladestopp in Odense. Dann weiter mit Stopps in Busdorf und Lehre bis zu einem kleinen Rastplatz an der A2, wo ich ein paar Stunden geschlafen habe. Am nächsten Tag bin ich dann über die Supercharger Leipzig Flughafen, Münchberg, Regensburg und Asten nach Hause nach Wien gefahren.

  • Zusammenfassung:

Ich habe weitaus öfter geladen, als es notwendig gewesen wäre. Aber wenn ich sowieso ein Klo gebraucht habe oder Lebensmittel einkaufen wollte, habe ich das Auto auch immer angesteckt. Außerdem war prinzipiell der Plan, mit vom Schnellladen heißem Akku am Übernachtungsplatz einzutreffen, weil man dann in der Nacht weniger Heizenergie benötigt. Am nächsten Tag in der Früh hat man dann noch recht viel Energie im Akku und kann eine längere Strecke fahren, bis man sich mit dem Thema Laden beschäftigen muss. Tendenziell habe ich auch am Nachmittag mehr Pausen gebraucht als am Vormittag.

Wie schon am Anfang angemerkt habe ich die Rückbanksitzfläche rausgenommen und nur die linken 2/3 der Rückbank umgelegt. Dort habe ich auf Baumarktschaumstoff 2/3 einer Tescamp von Amazon liegen gehabt und drauf hervorragend geschlafen. Zugedeckt habe ich mich mit einem geöffneten Fleeceschlafsack.

Tagsüber hatte ich meinen Koffer auf dem Fußende der Matratze. In der Nacht war der Koffer auf dem Beifahrersitz. Der Rest des Kofferraumes ist für die Fotoausrüstung draufgegangen. Im Subtrunk war ein Juicebooster, ein dicker Schlafsack und Winterkleidung (man weiß ja nie…). Im Beifahrerfußraum war mein Fotorucksack mit der Hauptkamera griffbereit. Am Beifahrersitz diverse Snacks, Regenjacke, etc. Auf dem rechten Drittel der Rückbank stand ein Korb mit Kulturbeutel, Lebensmittel, etc. Das Badtuch habe ich zum Trocknen auf die Rückenlehne des rechten Rücksitzes gehängt. Im Frunk war eine Picknickdecke, Scheibenreiniger und eine 12l-Wasserkanister.

Verdunkelt habe ich das Auto mit dem Privacy Shield von Tesmat. Das ist in weniger als 5 Minuten angebracht, absolut blickdicht und man kann aus- und einsteigen, während der Sichtschutz dort bleibt, wo er ist.

Ich habe in Norwegen an Tankstellen oder Supermärkten nur Kleinigkeiten als Snacks für den Vormittag gekauft. Am Abend habe ich immer nur Aufgießbeutel (Travellunch, etc.) gegessen. Das Wasser habe ich mit einem 12V-Wasserkocher heiß gemacht. Was Ernährung betrifft bin ich allerdings völlig anspruchslos und komme mit einer täglichen Mahlzeit leicht aus. Das hält nicht jeder so aus. Getrunken habe ich primär Wasser. In Norwegen kann man überall das Leitungswasser bedenkenlos trinken und an den Campingplätzen den Vorrat auffüllen.

Ich bin Frühaufsteher, also bin ich meistens schon rund um 7 wieder auf der Straße gewesen. So konnte ich z. B. Trollstigen quasi allein befahren, während da am Nachmittag die Hölle los ist.

Die Campingplätze haben zwischen 14 und 36 Euro gekostet. Für Strom habe ich 550 Euro gezahlt, für die Fähren 270 Euro (wobei Rostock-Gedser allein 187 Euro gekostet hat), für die Straßenmaut rund 200 Euro (großer Belt und Öresundbrücke haben zusammen 103 Euro gekostet). In Summe hat mich die gesamte Reise ziemlich genau 2000 Euro gekostet.

Ich habe dann im Juni 2025 noch einen ähnlichen Road Trip gemacht, über den ich später berichten werde.

Fotos gibts unter Norwegen 2023 | Flickr
und Videos findet man auf meine Youtube-Channel: https://www.youtube.com/@Michael_Hanisch

Wer Rechtschreib-, Grammatik- oder Formfehler findet, kann sie sich behalten. Aus mir wird nie ein Autor.

10 „Gefällt mir“

Hallo Du Perfektionist,

danke für deinen schönen Reisebericht und die tollen Bilder. Natürlich liegt mir nichts mehr fern, als irgendwelche Rechtschreib– oder Formfehler an Deinem Bericht zu bemängeln, aber ich würde dich gern fragen, ist Dein Nickname eine nur eine Verballhornung oder tatsächlich ein Rechtschreibfehler?

Gruß Jörg

1 „Gefällt mir“

Danke für Dein Lob.

Der Nickname ist eine Verballhornung und passt irgendwie zu mir. Ich war immer recht perfektionistisch, aber dann passieren mir immer wieder blöde Fehler, wie Tippfehler auf einem T-Shirt und ähnliches.

Der Bericht oben beinhaltet aber auch für meine Verhältnisse zu viele Tippfehler. Ich werd mich mal an die Korrektur machen.

1 „Gefällt mir“