Das Bild schaut nur so Flugrost mässig aus. Ist aber nicht.
Sind neue Scheiben und Radlager
Erst zu Hause hatte ich mir gedacht, da war doch etwas mit AT Zimmerman Video.
Das man da nichts auf die Auflagefläche geben darf, weil dort die Felge ja eine Reibverbindung eingeht.
Die Kraft zwischen Motor und Rad wird durch diese Reibverbindung übertragen und nicht durch die Stehbolzen.
Darauf habe ich den Reifenhändler Plankenauer angeschrieben (AT)
Die Antwort:
Sehr geehrter Hr…,
zum Korrosionsschutz wurde auf den korrosionsgefährdeten Bereichen der Radnabe bzw. am Zentrierbund eine hauchdünne Schicht Würth AL1100 aufgetragen. Diese dient dazu, Kontaktkorrosion zwischen Radnabe und Felge zu minimieren und ein späteres Festkorrodieren der Felge zu verhindern.
Die Applikation erfolgte bewusst hauchdünn und ausschließlich außerhalb der für die Kraftübertragung relevanten Reib- und Anlageflächen sowie nicht auf den Radschrauben oder deren Anlageflächen. Die Funktion und Vorspannkraft der Radverschraubung werden dadurch nicht beeinflusst.
Aus technischer Sicht ist die Beschichtung fachgerecht aufgebracht und ein Entfernen daher nicht erforderlich.
Jetzt bin ich verunsichert
Das Mittel ist eine Alu/Kupfer Mischung.
Kupfer soll auch für Allufelge nicht so gut sein
Auch Grok meint, dass auf der Aufnahmefläche nix oben sein darf (z.B. Lack)
Ein bisschen davon ist sogar auf den Stehbolzen…
Wenn man das Internet so durchsucht, geht es von Meinungen von schmieren bis nicht schmieren…
Dazu brauch es doch kein Werkstatthandbuch sondern technisches Wissen. Das Würth AL1100 ist extra dafür gemacht und keinesfalls Tesla spezifisch. Es geht in Ordnung und macht weder der Alufelge noch den Stehbolzen etwas. Es basiert auf Mineralöl und hat lediglich aus Gründen der chemischen Verbindung einen geringen Kupferpartikel Anteil .
Kleiner Hinweis : je nach Beschichtungsart des Stehbolzens sind auch bis zu 1% Cu (Kupfer) als Bestandteil der Legierung dabei.
So lange es nur auf die Nabe aufgebracht wird, sehe ich das auch so.
Es hat aber weder auf den Radschrauben noch auf der Bremsscheibe etwas zu suchen.
Ich kenne es auch so, dass die Nabe gereinigt wird bevor die Bremsscheibe drauf kommt.
Dramatisch ist das hier aber auch nicht und ich würde es einfach so lassen.
Das wurde normal draufgespüht und fertig , das es da auch die Stehbolzen trifft ist keinesfalls dramatisch solange es nicht auf die Bremsfläche kommt.Also alles völlig im Lot.
Das mit den Reibwerten bei Schrauben, hat er jetzt auch korrekt erklärt.
Das Zeug dass im Video gezeigt wird, heißt übrigens Radnabenpaste und nicht Bremsscheiben- oder Gewindepaste.
Weder auf der Bremsscheibe, noch auf den Radschrauben hat irgend eine Paste, Fett oder sonst etwas zu suchen.
Ich war in einem Zulieferer für Schrauben im Automotive Bereich für Qualität zuständig und weiß sehr genau, was so alles passieren kann, wenn ein Gewinde geschmiert wird, wo keine Schmierung hin gehört.
Im Automotive Bereich haben die meisten Schrauben spezielle Beschichtungen, mit der die Reibwerte exakt eingestellt werden, damit die vorgegebenen Drehmomente auch zum gewünschten Ergebnis führen.
Ein Tropfen Öl oder Fett auf der Schraube, kann dazu führen das Schrauben abreißen, obwohl man das vorgeschriebene Drehmoment exakt einhält.
Das musste Zimmermann auch erst mal lernen, als er über angeblich falsche Schrauben bei Tesla gemeckert hat.
Finde ich auch nicht schön.
Muss ich ansprechen…
Da gibt es ja so Gummischeiben für die Bohrmaschine…
Da gab es auch mal ein Video von ATZ.
Von zerkratzt bis so wie bei mir
Die Kraft wird durch die Bolzen übertragen, Reibfläche ist da irrelevant. Versuch dich mal an einer glatten Wand fest zuhalten oder an einem hervorstehenden Stein .Was der Mechaniker da verwendet hat dient hauptsächlich dazu, das sich das Rad nach Monaten oder Jahren besser von der Radnabe lösen lässt. Manche sind da wie festgetackert und ohne Fusstritte oder ähnliches nur schwer zu lösen.Wenn du mal selbst probierst, bei einer Reifenpanne das Rad zu lösen wirst du den Unterschied merken. Es gibt manchmal schon einen Unterschied zwischen Theortischem Wissen und praktischem Wissen. Für den Laien halt schwer einzuordnen. Eigentlich ein schöner Service des Mechanikers, finde ich löblich. Einfacher wäre für ihn ja nichts zu machen. Ja auf Stehbolzen und Schrauben sollte es nicht drauf kommen. Es ist laut Foto aber nur hauchdünn drauf. Da passiert nix schlimmes, letzendlich wirst du damit auch eine Erleichterung beim lösen des Rades haben. Habe mir vom genannten Herrn Z. auch schon einige Videos angeschaut. Er macht für mich einen überkorrekten Eindruck. Allerdings dient vieles mMn den Clickbaits und ist oftmals sehr aufgebauscht. Man hat oft den Eindruck das nur er die Weissheit mit Löffeln gefressen hat. Aber man sieht ja das er sich damit einen ordentlichen Kundenstamm aufbauen konnte.
Jep da wurden die Klebereste der alten Gewichte nicht entfernt. Sollte man schon aus Gründen der Optik machen. Ist jetzt rein technisch aber nicht schlimm,
Im Gegenteil, die Haftreibung der Felge auf der Fläche ist eine kritische Komponente. Die Bolzen würden ohne diese Haftreibung bei starker Belastung abgeschert. Die Paste kannst du an die Nabe schmieren, aber nicht auf die ganze Auflagefläche. Der kleine Pinsel bei der Paste hat schon seine Berechtigung.
The mechanics of securing the wheel to its mating component (i.e., a brake drum or rotor) is the same for both bolt-piloted and hub-piloted systems: the radial and torsional road loads are all transferred from the wheel through a combination of the friction connection between the wheel and its mating component, and the shear and bending forces applied by the wheel through the wheel nuts to the wheel bolts. The friction connection is created by the “clamp force” that arises during the tightening of the wheel nuts on the wheel bolts. Tightening the nut “stretches” the bolt and clamps the wheel tightly against its mating component. This clamping action and the resulting friction connection between the wheel and rotor or drum resists any tendency for the wheel to move relative to its mating component under the influence of the applied road loads or acceleration or braking torques. It is intuitively apparent, and it has been confirmed through both the testing of strain-gaged wheel bolts and through finite element analysis that a portion of the radial and torsional forces applied to the wheel must also be transferred through the wheel nuts to the wheel bolts.
Statt der Paste nehme ich einfach eine Drahtbürste und mache den Nabenansatz sauber, wenn er rostig ist. Richtig angewendet ist die nicht schlimm, aber unnötig.
Wenn man die Radschrauben mit der Paste bearbeitet, darf man sie nicht ,ehr mit 175Nm anziehen, weil die Schraube überdreht wird, welchen Wert würdest du dann ansetzen?
Ich glaube auch eher, dass das mit der Haftreibung stimmt.
Das mit der glatten Wand kann ich nicht ganz nachvollziehen.
1,) ist die Aufnahme für die Felge nicht glatt
2.) wenn du dich fest zur Wand drückst, kann sich auch nichts bewegen…
Ich habe die Bilder ATZ gezeigt und er meinte, dass das grenzwertig noch in Ordung sei.
Kann das also erstmal so lassen.
Beim nächsten mal, schaue ich aber, dass da nix drauf kommt.
Habt ihr andere Erfahrungen mit Reifenfirmen ?
z.B. wegen dem Ablösen der alten Gewichter ?
Machen andere das besser/schöner?
Zum ATZ muss ich noch sagen:
Ja, er macht leicht aus einer Fliege einen Elefanten, aber zum Grossteil hat er schon recht.
Aber Er und seine Arbeiter machen die Arbeit sehr genau und anständig.
Das würde ich mir von anderen auch wünschen…
Physikalisch schon korrekt. Da man aber nie weiss welche Erfahrung bzw Hintergrundwissen jemand hat, ist es nicht immer leicht die passende Antwort zu finden. Dir ging es ja drum ob da was falsch gemacht wurde. Nein du kannst das so lassen. Die Werkstatt hat das gut gemeint. Es gibt hier im Forum immer wieder die Diskussion ob etwas richtig oder falsch gemacht wurde und was theoretisch passieren könnte. Da trifft dann immer wieder theoretisches auf angewandtes Wissen und Hobbyschrauber auf Experten, etc. Dies führt regelmässig zu endlosen Diskusssionen. Für den Fragestellenden ist danach die Unsicherheit oft noch größer als vorher, was ich persönlich schade finde, scheint in einem Forum aber eben so zu sein.
Gibt welche, musst du aber mit der Lupe suchen. Wo du die findest? Gute Frage, ich würde kleinere Betriebe mit wenigen Angestellten bevorzugen.
Wenn man das Gewinde dann schön fettet, sinken die Reibwerte von üblichen 0,12 bis 0,14 auf 0,05 bis 0,07 und schon ist man mit dem korrekten Drehmoment an oder sogar über der Streckgrenze von 10.9 Schrauben.
Das bisschen Paste auf einer Schraube, wie hier in dem Beispiel, ist definitiv kein Problem.
Man sollte aber verstehen, dass Fett und sonstige Mittel, nichts auf Radschrauben und Gewinden zu suchen haben.
Da wird gerade bei der Schulung für Radwechsel sind:
Lose Radschrauben und -muttern werden häufig durch Rost auf den Schrauben oder auf der Nabe verursacht.
Die Nabe sollte also beim Wechsel immer gereinigt werden.
Angerostete Schrauben und Muttern gehören in den Schrott.
Da geht der Reibwert ganz schnell so hoch, dass die Schrauben sich recht schnell wieder lockern können, weil die Spannkraft dann viel zu niedrig ist.