Reifen/Felge am Bordstein kaputtgefahren (Bordstein schuld? Reparierbar?)

Moin moin zusammen,

ein Kollege ist am Wochenende mit meinem M3 unterwegs gewesen (ich war Beifahrer) und ist beim Ausfahren eines Kreisverkehrs vielleicht ein bisschen zu nah an den Fahrbahnrand gekommen. Nach einem guten Schlag (hinten rechts), sind wir ein paar hundert Meter weiter auf einem Parkplatz angehalten und beim Öffnen der Tür konnte man es schon zischen hören.
Auto fahrunfähig, vom ADAC nach Hause geschleppt worden, erstmal einen Winterreifen als Ersatzrad montiert.

Reifen ist ziemlich sicher irreparabel. Bei der Felge bin ich mir noch nicht sicher. Wie kaputt muss eine Felge sein damit man damit nicht mehr fahren sollte/darf?

Reifen + Felge + Montage werden insgesamt ca. 500€ sein (Bei Selbstbeteiligung von 500€ fällt Versicherung raus)

Daher frage ich mich, ob man die Schuld eventuell auf die Stadt o.Ä. schieben kann wenn der Bordstein nicht in ordnungsgemäßem Zustand ist und ein Stein weiter rausguckt als die anderen?
Klar - man hätte auch mittiger ausfahren können, aber man kann ja mal fragen

Auf den Fotos ist der Schaden sowie der schadenverursachende Stein zu sehen. Vielleicht hat da ja schonmal jemand Erfahrungen mit gemacht?



Ja, die Schuld auf andere schieben, dass ist der Weg. Bloß nicht die Verantwortung für seine Taten übernehmen.

Wie soll jemand anhand eines Bild erkennen ob die Felge noch fahrbar ist?
Fahr zu einem Reifenhändler und lass das Vorort begutachten.

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Dein Kumpel sollte seinen Lappen abgeben und damit ist der Fall dann erledigt.

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Von der Stadt bekommst du bestimmt keinen müden Cent wenn dein Kumpel den letzten geraden Bordstein erwischt. :joy:

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Hab gut gelacht. Ihr könnt ja den Bordstein verklagen.
Oder dein Kollege steht zum Fahrfehler und überweist dir simpel die Kohle.

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Der Thread hat Potenzial! Wie wärs damit, zu seinem Fehler zu stehen und gut?
Spezi übernimmt die Kosten und danach trinkt ihr nen Bier zusammen. Läuft das nicht → non-Spezi found

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Falls du die Stadt verklagst, berichte dann bitte über den weiteren Verlauf :smiley: :smiley: :smiley:

Auf was für Ideen manche Leute kommen. Wie wäre es, wenn dein Freund nochmal richtig Autofahren lernt auf nem Verkehrsübungsplatz?!

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Das war nicht die Frage, aber danke für deine Zeit.

Dann ist die Felge wieder heile? Ok cool.

Danke für die Antworten - dann hatte ich wohl einen offensichtlichen Denkfehler.
Ich dachte irgendwer wird dafür die Verantwortung haben wenn ein Bordstein einen schlechten Zustand hat. Aber ich habe mich dazu eben ein bisschen belesen und der nötige schlechte Zustand um einen „haftbaren Straßenschaden“ zu deklarieren ist hier wohl lange nicht erreicht.

Gibt’s da auch Bordsteine?

Also jetzt mal ehrlich.
Du musst sowieso zum Reifenhändler bzw. zur Werkstadt. Geh doch da mit Felge und Reifen hin und die können dir sagen ob die Felge noch fahrbar bzw. reparierbar ist. Glaube eigentlich schon.
Aber die Meinung ist sicherlich besser als wenn wir hier versuchen das über ein Foto zu interpretieren.

Und du kannst die Stadt auf den Umstand des Bordsteins dort hinweisen, aber verklagen kann man sich eigentlich sparen. Ja es kann klappen, aber ist sehr sehr unwahrscheinlich. Sieh es als klaren Fahrfehler und zahl einfach die Reparatur :slight_smile:

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Schuld ist wohl eher die fehlende Gewöhnung des Fahrers an die etwas zackige und gefühllose Lenkung des M3.

Die entscheidende Frage jedoch ist: Wie geht es dem Bordstein?

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Den netten Weg habe ich eben eingeschlagen - man gibt es weiter. Diesmal erspare ich denen die Klage :sunglasses:

Korrekt - normalerweise kann man ja immer irgendwo auf Fehler/Haftung anderer plädieren - im Straßenverkehr sieht das aber tatsächlich wohl ganz anders aus und eigentlich ist in 99% der Fälle der Fahrer Schuld. #mybad

Was ist das für eine persönliche Haltung :thinking: :face_vomiting:

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Sieh es positiv und zwei Sachen fürs Leben gelernt:

  1. immer gut überlegen wen und warum man jemanden mit seinem Auto fahren lässt (erspart einem manchmal viel Stress und Rennerei, weil den hast ja jetzt du) und natürlich
  2. immer genug Abstand zu den bösen Bordsteinen lassen :joy:

Viele Grüße und immer gute Fahrt

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Der Bordstein ist zum Schutz derer, die sich darauf befinden bzw. als Schutz vor dem Fahrzeug auf der Fahrbahn. Daher hat er - wie festgestellt - immer noch seine Funktion erfüllt, denn Dein Auto ist eben nicht beim zu nahen Vorbeifahren über den Bordstein hinaus gefahren. Damit kannst da auch niemanden verklagen, denn die Funktion ist noch gegeben. Verklagen kann der Fußgänger, wenn ein Auto beim Aufprall eben nicht wie sonst hängenbleibt, sondern in den Fußgänger kracht. Dann trifft m.E. tatsächlich die Stadt eine Teilschuld, weil sie die Schutzeinrichtungen nicht in einem funktionsfähigen Zustand erhalten hat. So meine laienhafte juristische Einordnung… :slight_smile:

Ich halte übrigens seit ich das Model 3 habe peinlichst genau Abstand zu Bordsteinen in jeder Situation, weil die 20"-Felgen schon vom schief anschauen ne Macke bekommen… das trainiert :slight_smile:

+1 :wink:
Ist mit den Standard-18"-Felgen nicht besser.

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Coole Idee. Ich könnte meinen Schwiegervater verklagen, der vor zig Jahren das Mäuerchen gebaut hat, gegen das ich vor zwei Wochen beim rückwärts einparken entlang geschrammt bin. Oder gleich den Weltraum. Schließlich war die tiefstehende Sonne daran schuld, dass ich nichts sehen konnte. Moment, nein, ich verklage Tesla. Geht ja gar nicht, dass sich Sonne im Außenspiegel spiegelt und sogar blendet. Total unsicher die Karre!

scnr

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Quatsch, diese Autos sind so einfach zu fahren, das kann jeder sofort. Die Lenkung ist im Normalbereich auch völlig unauffällig.

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War der Helm richtig gesichert oder ist auch noch die Frontscheibe kaputt?

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Um mal wieder sachlich zu werden: Die Stadt hat zwar eine Sorgfaltspflicht, diese umfasst aber NICHT die STÄNDIGE Überwachung ALLER Straßen. Soll heißen: Wenn sie irgendwann mal im Jahr eine Kontrollfahrt machen, reicht das aus. Anders wäre es nur dann, wenn jemand diesen Schaden am Bordstein gemeldet hätte und sie hätten nicht in einem angemessenen Zeitraum drauf reagiert.

Hab mal einen Unfall gehabt, weil irgend ein Depp Diesel oder Benzin verloren hat und es geregnet hat. Straße war wie mit Schmierseife bedeckt. Polizist ist auf dem Weg zum Motorrad 3 mal hingefallen. Ich hab dann trotzdem eine Knolle bekommen wegen „Fahren mit unangepasster Geschwindigkeit“!! :flushed: Da half auch kein Fragen, ob er sich jetzt auch ne Knolle schreibt wegen „gefährlichen Überqueren einer Straße mit unangepasster Fußgänger-Geschwindigkeit“… :rage:

Zahlt jeder 250€ (der eine fürs dumme Fahren, der ander fürs dumm sein, den fahren zu lassen) und bucht es unter Lehrgeld ab…

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In Österreich gilt dazu § 1319a ABGB:
§ 1319a. (1) Wird durch den mangelhaften Zustand eines Weges ein Mensch getötet, an seinem Körper oder an seiner Gesundheit verletzt oder eine Sache beschädigt, so haftet derjenige für den Ersatz des Schadens, der für den ordnungsgemäßen Zustand des Weges als Halter verantwortlich ist, sofern er oder einer seiner Leute den Mangel vorsätzlich oder grobfahrlässig verschuldet hat. Ist der Schaden bei einer unerlaubten, besonders auch widmungswidrigen, Benützung des Weges entstanden und ist die Unerlaubtheit dem Benützer entweder nach der Art des Weges oder durch entsprechende Verbotszeichen, eine Abschrankung oder eine sonstige Absperrung des Weges erkennbar gewesen, so kann sich der Geschädigte auf den mangelhaften Zustand des Weges nicht berufen.