Es kommt im Video nicht so gut rüber weil immer laut, aber wenn man in die Kurve lenkt, wird das Geräusch deutlich lauter. Eigentlich kenne ich das typische Radlager Geräusch nur wenn man in Kurven einlenkt, bei mir ist es aber mittlerweile auch auf der Geraden so dermaßen laut, dass es auch wirklich nervt.
Zum Glück habe ich mir vorsorglich schon mal welche von Meyle besorgt, die ich mit in den Urlaub genommen habe. Jetzt muss ich hier (in Ungarn) nur noch eine freie Werkstatt finden, die er die auch einbaut.
Die freie Tesla Werkstatt in Budapest, die ich im Auge habe, kann aber erst zum Jahresende. Solange kann und will ich nicht warten.
Für den vergünstigten Wechsel der Antriebswellen habe ich dann am 20. August einen Termin in Graz.
Also wenn jemand Lust auf ein spontanes Treffen hat…
Meinen Termin im SeC Graz habe ich jetzt auf den 28. August verschoben, weil ich erst am 21. dann hoffentlich die Radlager hier gewechselt bekomme.
Mit dem rumpelten und polternden Auto wollte ich dann dort doch nicht aufschlagen. Nicht, dass sie dann noch ungefragt die Radlager wechseln, ein Stück kostet bei Tesla immerhin über 400 € netto.
Halleluja, da hat mir doch glatt der Dorfschmied am Plattensee die vorderen Radlager gewechselt und auch noch gleich einen Reifen geflickt, hatte mich schon über den Luftverlust (0,5 Bar in 5 Tagen) gewundert, hatte mir eine Schraube eingefangen.
Radlager Tausch + Reifen flicken&wuchten für 204€ inkl. 27% MwSt.
Das war jetzt wie gesagt keine spezielle Werkstatt. Einfach nur eine kleine freie Werkstatt, die hauptsächlich Reifenwechsel macht.
Wäre ich zu Hause gewesen, hätte ich auch das selbst versucht. Es gibt wohl hier einen Trick, bei dem man die Radmuttern nur ganz leicht anschraubt (die Bolzen sitzen ja auf dem Radlager) und dann die Bremsscheibe zu sich her „donnert“. Die Theorie besagt, dass man durch den Impuls dann das Radlager heraus kommt.
Der Besitzer der freien Tesla Werkstatt in Budapest sagte mir auf Nachfrage, dass er für das Radlager auch kein Spezialwerkzeug hätte. Aber leider hat er keine Kapazität (Zeit) es zu machen.
Beim D sind gerne mal die ATW festgegammelt. Fahrerseite habe ich nach 180TKM noch mit meinen alten Ausdrücker (da habe ich schon in den 90ern beim C-Ascona die ATW mit ausgedrückt) geschafft, aber auf der Fahrerseite hat es den dann zerlegt.
Ich habe mir dann zwar einen hydraulischen besorgt, aber der ist bis heute noch nicht zum Einsatz gekommen. Da ich eh den Achsschenkel tauschen musste (den hatte der Querlenker durchschlagen als er der Meinung war er müsste abreißen) habe ich dann einfach die ATW drin gelassen. Liegt auch heute noch als Set in der Schrottkiste
Die Meyle Radlager kann ich nun nicht wirklich empfehlen, sieht selber (nach nur 15.000 km):
(Werkstattaufenthalt: Austausch eines Fahrwerkteils. Aus Budgetgründen habe ich die Radlager nicht gewechselt und unterschrieben, dass ich auf eigene Gefahr nach Hause fahre.)
Recherche & Auswahl
• Erst mal nach den hochwertigsten Radlagern aus dem Zubehör gesucht.
• @raschox hatte sich ja die SKF VKBA 7127 besorgt – wie lief eigentlich der Einbau?
• Letztendlich sind es bei mir die FAG 713 6980 10 geworden: Artikelsuche: 1580-8418872
Hinweis zum Hersteller:
Der bekannte deutsche Automobilzulieferer Schaeffler KG hat im Jahr 2001 die FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG übernommen. FAG (ursprünglich gegründet als „Erste Automatische Gußstahlkugelfabrik“) war ein Pionier in der Lagertechnik und ist heute eine der wichtigsten Marken innerhalb der Schaeffler Gruppe, besonders bekannt für ihre Radlager-Sets.
• 32er Nuss (Notlösung), am besten eine Achsmutter-Schlagnuss
• 18er Nuss
• T45 Steckschlüssel
• T30 Torx
• ggf. Kippverlängerungssatz
• ggf. Wasserrohr als Hebelverlängerung
Wichtiger Hinweis
Bevor das Fahrzeug angehoben wird, unbedingt den Aufbockmodus aktivieren!
Zentraldeckel und Achsmutter lösen (Vorbereitung)
• Zuerst den zentralen Deckel von der Felge entfernen: Rad abgeschraubt, Deckel von hinten ausgedrückt, Karton unter das Rad gelegt, damit es sich leichter auf die Radbolzen schieben lässt, Rad wieder montiert.
• Fahrzeug abgesenkt, um die Achsmutter auf der Antriebswelle mit einer 32er Nuss zu lösen.
Antriebswelle lösen
• Alte Mutter ca. 2 mm überstehen lassen → Schutz der Welle und mit einem schweren Hammer einen gefühlvollen Schlag verpasst um die Antriebswelle aus dem Radlager zu lösen (Welle bewegt sich ca. 2 cm nach hinten und gleitet dann wieder nach vorne)
Radnaben-Schrauben lösen
• Die 4 Halteschrauben hinten am Achsschenkel gelöst. Hierfür habe ich den Kippverlängerungssatz genutzt, um die Achsmanschette nicht zu beschädigen. Eine Schraube war nur mit Hilfe eines 30cm langem 3/4“ Wasserrohr als Verlängerung lösbar.
Radnabe entnehmen
• Auf der Fahrerseite ließ sich die Radnabe ganz leicht entnehmen. Auf der Beifahrerseite saß sie sehr fest daher habe ich dasAnkerblech (3 Schrauben T30) abgenommen um sie austreiben zu können.
• Festsitzende Radnabe mit Schlägen von hinten ausgetrieben; alternativ Wasserrohr auf Radbolzen gesteckt und seitlich auf das Wasserrohr geschlagen.
• Sitz im Achsschenkel dünn mit Plastilube bestrichen (Korrosionsschutz).
Neue Radnabe einsetzen
• Radnabe auf Antriebswelle gesteckt, sie ließ sich locker in den Sitz einschieben, aus dem Bild im Service Manual schließe ich, dass keine Presspassung nötig ist.
Hinweis zu Nr 11 im Bild: Knuckle = Achsschenkel, den habe ich nicht gedreht.
Radnabe befestigen
• Die 4 Schrauben hinten mit 90 Nm angezogen, Ankerblech wieder angeschraubt.
• Nord-Lock-Sicherungsscheiben hinter der Achsmutter nicht vergessen (die grobe Verzahnung ist zwischen den beiden Scheiben).
Rad montieren & Abschluss
• Rad montiert und Fahrzeug abgelassen.
• Radmuttern mit 175 Nm und Achsmutter mit 245 Nm angezogen. Deckel drauf → endlich wieder Stille beim Fahren genießen.
Abschluss-Hinweis:
Vor der ersten Fahrt unbedingt fünfmal das Bremspedal betätigen, damit die Bremsbeläge wieder ordentlich an der Bremsscheibe anliegen.
Der Überstand, der in den Achsschenkel ragt, ist doch minimal, eigentlich sollte die Nabe mit wenigen beherzten Schlägen demontierbar sein.
Hattest du den Achsschenkel prophylaktisch ausgebaut oder ließ sich das Lagergehäuse gar nicht ausschlagen?
Ich hab den oberen und unteren Querlenker, Koppelstangen, vordere Querlenker, Spurköpfe und Antriebswellen getauscht.
Da hatte ich den Achsschenkel sowieso schon in der Hand, da hab ich dann gleich die Lager ausgepresst und eingepresst.
Ich hab auch gar nicht probiert zu schlagen eben weil sowieso ausgebaut.
Ich hatte das gleiche Problem bei meinem X Raven. Tesla sagte, ich müsse das Radlager und die Bremsen austauschen, aber als ich zu Bosch ging, sagten sie, wir würden zuerst die Bremsen austauschen und sehen, ob das Problem damit behoben ist. Nach dem Austausch hörte ich keine Geräusche mehr. Ich habe die Bremsbeläge und die Bremsscheibe vorne ausgetauscht. Sie sagten auch, dass das Radlager völlig in Ordnung aussieht.
Genauso! Exact!! Bei mir erstmals angefangt am autobahn meistens 70-90kmh und dann später auch wenn ich langsam fahre, in hohen Geschwindigkeit ist weniger! Diese video ist nur während anfangs, danach viel schlechter geworden!
So habe nochmals gestern sehr lange gefahren, das Geräusch ist gelöst!
Ich habe immer noch das klackernde Geräusch, wenn ich auf holprigen Straßen fahre. Ich habe morgen einen Termin, um das ATW gemäß Service-Bulletin auszutauschen. Ich hoffe, dass das Problem damit behoben ist, sonst werde ich alle Querlenker in einer freien Werkstatt durch Meyle-Teile ersetzen lassen!