Photovoltaik, Go-E Charger, Überschuss Ladung...nur wie?

Die „bequeme“ Lösung ist ein Schütz der durch einen Funkschalter (bei mir Fritz Dect 200) geschaltet wird und der Ladestation 2 Phasen zu oder wegschaltet. Hardware ca. 65 €, Einbau maximal eine halbe Stunde.

Steuerung über jedes Fritzfon oder Alexa und Konsorten.

soll beim go-echarger aber nicht funktionieren weil man nicht „umschalten“ kann sondern vorher ausschalten muss.

Das Zu- oder Abschalten der 2 Phasen macht man selbstverständlich nicht während eines Ladevorgangs. Hier geht es ja um PV Überschussladung, das heißt es wird überwiegend einphasig geladen.

Wenn man es dann mal eilig hat kann man ohne große Umstände ( 2tes Kabel) auf 3-phasig umschalten.

Ich würde das nicht als Schalter nutzten wollen. Es kommt vielleicht 1 mal in 3 Monaten vor das ich 3 phasig Laden muss, und wenn man da dann die anderen 2 Phasen zu schaltet, tut das dem Automaten bestimmt nicht weh.

Ich dachte mir nur, als alternative, wäre es leichter den 3 phasigen Automaten auszubauen und 3 einzelne einzubauen (falls das so geht, wurde leider noch nicht beantwortet) als den Schalter dazwischen zu bauen.

Vorteil wäre, ich muss nicht noch einen Kasten an die Wand hängen und zwei Löcher bohren und drei Sicherungsautomat sind sogar günstiger als ein Schalter.

Aber eine der beiden Lösungen werde ich dann wohl umsetzten. Entweder Schalter oder Sicherungsautomaten (falls das geht)

ich meinte damit, man kann dem „eingeschalteten“ go-e nicht einfach phasen hin und wegschalten da er dann auf Störung schaltet. man muss ihn stromlos machen und dann wieder einschalten

klar geht das
einfach drei einzelne sicherungsautomaten nehmen
schau mal - vielleicht ist beim dreifachen auch nur so eine „verbindungsbrücke“ drin, die man rausnehmen kann?!?

Ja, eine Verbindungsbrücke ist drin, lässt sich auch rausnehmen aber bei den 3 phasigen Sicherungsautomaten lässt sich nur eine einzelne Phase nicht reindrücken dafür sind die Automaten nicht ausgelegt.

Ich habe auch gerade gesehen das die Wallbox mit 40 Ampere abgesichert ist. Damit muss ich eh mal schauen welchen Schalter (falls ich diese Lösung nehme) ich dafür bekomme.

P.S. hoffentlich ließt kein Elektriker mit :blush:

Im Zweifelsfall kannst du alles auf’s Auto abschieben. Diese E-Autos brennen ja alle Nas’ lang ab.

Kannst Du darauf bitte etwas näher eingehen? Ich suche eine Lösung, um Schütze zeitgesteuert zu schalten - würde mich freuen! Danke!

Ich habe für meinen TWC einen 3-phasigen 32A LS von ABB, da konnte man einfach den Mettalbügel über den drei Schaltwippen abnehmen und jetzt jede Phase einzeln schalten.
Geschaltet wird immer nur stromlos, d.h. vorher den FI abschalten.

Hallo,
da ich vermute, dass ich hier nicht der Einzige bin, der mit dem Problem der der photovoltaik-abhängigen Ladung seines Teslas kämpft, möchte ich meine Erfahrungen hier einmal kundtun:

Ausgangssituation:

Ein Tesla Model 3, gut 200m² Flachdach am Arbeitsplatz, ein Tesla Wallconnector und ein Smarthome mit openhab.

Der TWC hängt bereits an einem Schütz, der vom Smarthome gesteuert wird und so komplett stromlos nach Feierabend geschaltet wird, da er frei zugänglich ist.

Nun kam eine 9,9kWp-Anlage von Solaredge dazu. Sie hat Leistungsoptimierer an allen 32 Modulen und einen zusätzlichen Modbus-Zähler von Solaredge verbaut.

Der TWC kann von Haus aus keine fremdgesteuerte Ladung durchführen. Man kann aber bis zu vier TWC an einem Anschluss betreiben. Einer ist dann der Master und drei sind Slaves. Diesen Umstand nutzt der „TWC Manger“. Der eigene TWC wird durch den Drehschalter auf „F“ zum Slave gemacht und der „TWC Manager“ ist eine Linux-Software, die auf einen „Raspberry Pi Zero W“ installiert wird und die Steuerung übernimmt. Ich habe den Raspberry nicht in den TWC sondern in einen Verteilerkasten daneben gebaut. Man benötigt einen RS485-USB-Dongle für die 2-Draht-Verbindung zum TWC. Die ersten vier 3-EUR-China-Dongle funktionierten nicht, obwohl sie bei einigen Leuten funktionieren. Nach 4 vergeblichen Tagen habe ich die Dongle-Empfehlung der TWC-Manager-Installationsanleitung für 30 EUR bestellt. Ich habe sie angeschlossen und sofort stand die Kommunikation.

Nun war ich in der Lage den Ladestrom auf einer Webpage des TWC-Managers einzustellen. Er unterstützt nur 0,6,8,10,13 und 17 Ampere. Das reicht aber vollkommen aus. Das nächste Problem war die Ladeleistung. Normalerweise lade ich 3-phasig und kann so von ca. 4,1 bis 11 kW regeln. Das ist aber ungünstig, wenn man weniger als 4 kW solare Leistung hat. Es musste also ein zweiter Schütz her, der 2 Phasen des TWC schaltet (in Reihe zum ersten Schütz). Nun kann ich den Bereich 1,38 bis 11 kW abdecken. Die Umschaltung zwischen ein- oder dreiphasig sollte nicht während des Ladens erfolgen!

Nur wie kann mein openhab dem TWC-Manger den Ladestrom mitteilen? Hierzu gibt es einen http-request, der bei mir so aussieht:

sendHttpGetRequest(„http://192.168.1.164/index.php?&nonScheduledAmpsMax=„+(SollLadestrom.state)+“&submit=Save“)

Nun brauche ich die Daten vom Solaredge-Wechselrichter. Für obenhab gibt es ein fertiges Binding, das über eine Web-Anwendung die Abfrage ermöglicht. Dies hat aber zwei Nachteile, die es unbrauchbar machen. Erstens sind die Werte nicht in Echtzeit und zweitens gibt es eine Begrenzung auf 300 Abfragen pro Tag. Die 300 Abfragen waren bereits vor Sonnenaufgang erreicht .

Aber der Modbus-Zähler lässt sich über den Wechselrichter auslesen, wenn die Funktion im Wechselrichter aktiviert wurde. Dies hat einige Tage gedauert, da ich als Endanwender keinen Zugang zu diesen Einstellungen habe und der Installateur es auch nicht wirklich wusste. Letztlich hat der Solaredge-Support die Funktion aus der Ferne aktiviert. Es folgen noch einige Stunden Probier- und Programmierzeit bis ich alle 5 Sekunden einen Leistungswert des Wechselrichters erhalte.

Ich kann nun in einem manuellen Modus den Ladestrom per PC/Handy regeln oder im Automatik-Modus der Photovoltaik folgen. Dazu habe ich noch eine Sommer-/Winterprogrammierung mit unterschiedlichen Schwellen. Im Winter sollen möglichst 100% Photovoltaikstrom ins Auto wandern (plus Zukauf) und im Sommer soll nur Photovoltaikstrom ins Auto gehen (ohne Zukauf).

Im Moment mache ich alle drei Minuten einen Abgleich von Lade- und Solarleistung. Ein wenig Feintuning wird sicher noch nötig sein.

Das Ganze geht, wird aber nie eine plug-and-play-Lösuung werden 

Grüße

Stefan aus Düren

Ja, kann ich, die Fritz Dect Steckdose(n) werden an der Fritzbox angemeldet und bekommen dort einen Namen, meine heißt „Tankstelle“ (bitte nicht lachen, bei mir steht tatsächlich eine Zapfsäule: Mein SUPER BENZIN Charger.....), und die kann man sowohl über die Frtzbox zeitgesteuert als auch spontan über die an der Fritzbox angeschlossenen Fritz Dect Telefone oder auch ganz bequem über Alexa/Alexa App ansteuern.

Danke!!! Und wie steuerst Du mit der Fritz!200/210 den Schütz?

Bei mit sind es zwar TP-Link Steckdosen, die Technik ist aber gleich. Man nimmt einen Schütz mit 230V-Spule und schließt ihn mittels Schuko-Stecker an der W-Lan-Steckdose an.

Genau, kurzes Steckerkabel an den Schütz und alles in dem Zählerschrank verstauen. Und ja, WLan Steckdosen funktionieren natürlich auch und sind preiwerter, bei Pearl neulich für 9,95 € pro Stück.

Danke euch beiden!

Hallo,

nachdem ich mich nun schon viele Stunden ausgiebig eingelesen habe, wollte ich mich hier dennoch einmal der ursprünglichen Fragestellung anschließen mit einer ähnlichen Ausgangssituation:

  • PV mit 6,63 kWp mit 2 dreiphasig angebundenen Steca WR, die über RS485-B mit einem Solar Log 300 sprechen. Aktuelle PV Produktion lässt sich vom Solar Log per http Request abfragen. Erzeugung ca. 5000 kWh/Jahr
  • kein Speicher (vielleicht später, dann aber anbindbar)
  • keine digitale Messvorrichtung am Zähler
  • M3 LR AWD seit 6.11. als Geschäftswagen
  • Stromverbrauch ohne M3 aktuell: 5200 kWh, davon 1700 kWh von der PV und 3500 kWh Bezug, Einspeisung PV 3300 kWh

Ich suche nach einer Lösung/Produkte/Tips/Empfehlungen für folgende Anforderungen:

  • Laden zuhause für ca. 10000km/Jahr, also bei ca. 20kWh/100km dann ca. 2000 kWh on top. M3 ist Mo-Fr erst abends zuhause, Sa und So auch tagsüber
  • in das M3 geladene Strommenge muss messbar sein, um ggf. eine Weiterverrechnung der Stromkosten ans Geschäft zu ermöglichen (wie genau muss ich noch mit dem Steuerberater klären)
  • Ladestrom soll möglichst günstig sein (wer hätte das gedacht), also:
  • gesteuerte PV Überschussladung, evtl Umschaltung hierbei von 3 auf 1 Phase, da die PV recht klein ist und sonst die Mindestladeströme nur selten zustande kommen
  • gesteuerte Ladung nachts bzw. wenn kein PV Überschuss vorhanden anhand von dynamischen/zeitabhängigen Tarifen (kennt jemand einen? aWATTar habe ich mir angesehen und finde es nur wenig günstiger, wenn überhaupt - aber vielleicht habe ich es auch falsch verstanden. Wie wäre es mit Cloud ohne lokalen Speicher?)
  • wenn das alles dann noch gut mit meiner Homematic könnte, um so besser
  • die Ladeinfrastruktur soll über progres.nrw förderfähig sein --> keine auch nur ansatzweise mobilen Charger

Im Moment favorisiere ich openWB series 2, wobei ich nicht weiß, ob das mit dynamischen Stromtarifen arbeiten kann. Auch charmant finde ich die go-e als Fixinstallation, allerdings gibt es hier m.W. keine 1/3-Phasen Umschaltung im Standard (also ohne Basteln) und die PV Überschuss Funktion scheint auch eher nur rudimentär vorhanden. Daher würde ich hierfür eine openWB Installation auf einem Raspi dazu nehmen - oder gibt es diesen go-e Controller schon/bald, der das dann auch alles kann? Weitere Möglichkeiten mit weniger Features wären ein TWC mit TWC Manager + openWB gemeinsam auf einem Raspi und eben die eher proprietären Lösungen von E3DC, sonnen, etc.

Schonmal Danke für jeglichen Input hierzu :slight_smile:

Hallo,

dein Hauptproblem ist, dass dein Auto zur richtigen Zeit nicht zuhause ist.
Du wirst im gesamten Winterhalbjahr Mo-Fr keinen PV-Strom laden können.

Zuhause habe ich am Tesla Wall Connector einen geeichten Zähler. Von diesem mache ich zum Monatswechsel ein Foto und rechne den Stromverbrauch mit meiner Firma ab.

Ich nutze auch ein paar Homematic-Komponenten, die aber nur über openhab gesteuert werden.

Meine 10kWp-Anlage liefert gerade 145W und ich warte, dass 1 kW erreicht wird und die Ladung einphasig mit 6 A beginnt :slight_smile:

Hi,

dann bräuchte ich also doch gleich einen Speicher, um den Überschuss tagsüber für die Ladung am Abend vorzuhalten. Ich bin mir nur nicht sicher, ob sich ein Speicher in endlicher Zeit wenigstens amortisiert, zumal ich den ja privat kaufen müsste. Machst Du bei der Verrechnung an die Firma einen Unterschied zwischen bezogenem und selbst erzeugten Strom (wenn Du zuhause auch eine PV hast) was den kWh Preis angeht? Zahlt die Firma ein Nutzungsentgelt für die Bereitstellung der Ladeinfrastruktur zuhause?

Dein Akku im Auto ist wesentlich größer als jeder Hausspeicher. Das wäre eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

Ich rechne einfach die kWh zum Strompreis des Energieversorgers mit der Firma (das bin selber) ab. Die Ladeinfrastruktur hat also auch „die Firma“ bezahlt :slight_smile:
Die PV-Anlage zuhause ist noch in Planung. Du willst doch nicht den billigen PV-Strom an den Arbeitgeber verkaufen, oder? DER Strom kommt aus dem Netz :slight_smile: