Heute ist mir ein netter Herr ins Fahrzeug (Model 3 P BJ22) gefahren - hat es inspiziert und ist prompt weggefahren. Der Wächter hat alles aufgenommen.
Am Fahrzeug sieht man nicht viel, da ist ein schwarzer striemen den man zum Teil wegrubbeln kann. Ich habe beim drüber streichen jedoch den Eindruck, dass da ne Delle ist. Ausserdem hat das Fahrzeug beim Aufprall sichtbar gewackelt.
Hat jemand schon Erfahrungen sammeln können wie empfindlich oder robust ein Tesla an der Stelle ist? Was war euer Schaden?
Und bevor hier Einwände kommen: Normalerweise bin ich bei solchen Sachen sehr kulant unter zwei Vorraussetzungen: 1. Der Verursacher hat sich gemeldet. 2. Ich bin mir sicher, dass der Schaden Oberflächlich ist.
Beides ist hier nicht gegeben, daher ging das direkt an die Blauen.
Bei mir hat der Bodyshop die Frontschürze komplett getauscht (ca 5000,-€ Schadensumme für den Verursacher) und es waren nur oberflächliche Kratzer zu sehen. Falls Du Nebelscheinwerfer hast, dann schau genau nach ob der fest drin ist, weil da bricht bei starker Belastung schnell der Halteclips aus Plastik weg.
Genauso war’s bei mir auch , oberflächlich kleinste Schöden sichtbar aber je 6000 Euro Schaden gehabt (Stossfänger vorn und hinten). Beides Fahrerflucht und beide Male dank Wächter bekommen.
In Deutschland treibt auch unsere “Spezialität” der Firmenwagen die Kosten. Als ich noch Tesla auf die Firma leasen durfte (geht jetzt nicht mehr, wegen inkompatibler Flotten-Prozesse), habe ich auch jeden Schaden beim Body Shop reparieren lassen (eingedellte Heckklappe: 10.000 Euro). Seit ich privat M3P fahre und km gegen die Fa abrechne (und dabei einen Haufen Geld spare), wird ein Streifschaden vorne Mitte halt mal für 400 Euro beilackiert (nachdem ich die Firma dank Forum davon überzeugt hatte, dass ihre globale Datenbank falsch liegt, weil mein Radar längst softwareseitig abgeklemmt ist). Wenn wir uns selbst Gedanken machen müssten, würden die Schäden um Faktor 5-10 geringer ausfallen…
Ja, deswegen spuren wir ja im Leasing auch alle wie die Lemminge. Und die Richtlinien der Firmen lassen Dir ja auch keine Wahl (erst Doku mit Polizei, dann nur Reparatur in autorisierten Werkstätten). Wenn ich aber mit dem gleichen Modell in den selben Body Shop fahre und sage, dass ich es privat bezahlen muss, reduziert sich der Stundensatz auf einmal um 40%. Magic!
Ach so, du lässt dir dein Auto kaputt machen und denksthm, die Beiträge steigen, ich lass das mal lieber? TΞSLA hat mittlerweile 200 Euro Stundenlohn.
Der Body Shop ist in seiner Preisgestaltung frei. Sehr wahrscheinlich hat er mit Versicherungen feste Tarife vereinbart an die er sich ebenso wahrscheinlich auch hält. Und alle sind zufrieden.
Was er von privaten Kunden verlangt ist seine Sache und er denkt sich, Private werden bei den Normalpreisen nicht kommen. Also bietet er billiger an. Und noch mehr zufriedene Kunden.
Was daran merkwürdig erscheint, ist, dass er seinen größten Dauerkunden mehr Geld abverlangt als einem gelegentlichen Privatkunden. Aber … C’est la vie.