Neuer LFP Akku der SR+ / Reichweite, Kapazität, Laderaten (Teil 3) 55/60 kWh

Naja ich würd mir halt eine Reichweite wünschen die auf meinen letzten 200 km Fahrt basiert, weil das ja meist ein guter Durchschnitt ist

Ist es eben nicht :man_shrugging:t3: Der Verbrauch bei E-Autos schwankt viel stärker als bei Verbrennern und ist neben der Fahrweise auch viel stärker von Umwelteinflüssen abhängig.

Was nützt mir der Durchschnittswert von 200 km letzte Woche bei -10 Grad, wenn jetzt +10 sind?

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Die angezeigte Reichweite wird mit immer derselben Verbrauchskonstante errechnet.
Deshalb ist bei mir auch die Prozentanzeige voreingestellt.
Die km sagen eigentlich nix aus. da wäre eine kWh Anzeige eigentlich sogar besser.

Bsp.:
M3 SR+, 55kWh Akku, Verbrauchskonstante 12,8kWh/100km
M3 SR, 60kWh Akku, Verbrauchskonstante 14kWh/100km

Schau dir die Batterie Wki mal an.
(Im ersten Post auf den schwarzen Pfeil nach rechts klicken)

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Ich hätte lieber ne Reichweite auf Basis der letzten 200 km die dann bei Wetterumschwung o.Ä nicht stimmt als ne Anzeige die generell nie stimmt :joy:

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Die gibts im Trip Monitor, und dann wahlweise für die letzten 10, 20 oder 50km.

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War grad am Auto und habs gesehen, die entspricht schon eher der Wahrheit

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Ich empfehle immer die Navigation zu nutzen. Die kennt Wetter, Topographie und Co. und weicht bei mir meist maximal 1% ab (aber eher zum Positiven)
Das Ding beim E-Auto ist halt, du fährst 100km in die eine Richtung und kommst auf nen 25er Verbrauch und aufm Rückweg kommst du mit 10kwh/100km hin.
Fährst du unter 110kmh kommst mir 10% weniger Verbrauch hin, schaltest du die Klima nur für Anti-Beschlag ein, kannste auch paar Prozent rausholen. Das ist aber alles Trip-Bezogen relevant.
Ich hab jetzt erst ca. 500km auf Langstrecke hinter mir, mich aber daran gewöhnt so bei 20% Ausschau nach ner passenden Ladesäule zu suchen und kümmer mich nicht um Reichweite

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Ja guter Tipp, die Werte stimmen wirklich sehr genau. Und mir fällt jetzt schon auf wie viel niedriger der Verbrauch bei jetzt 7-10 grad ist im Vergleich zu -5 letzte Woche

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Ja, das ist wirklich deutlich. Letzte Woche bei Dauerfrost innerstädtisch um die 24 kWh, gerade eben bei +8 Grad die selbe Strecke mit 12 kWh/100km. Freu mich aufs Frühjahr :smiley:

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Ja es ist halt krass wie viel effizienter die Wärmepumpe ist wenn die Temperaturen auch nur minimal steigen. Und dann natürlich auch der geringere Luftwiderstand und co.

Für den LFP ist der Unterschied aber am stärksten wenn man irgendwo schnell laden will. Die riesige Menge an Wärme die dafür erzeugt wird nimmt dann exponentiell ab.

Mal meine aktuelle Beobachtung zum Thema (häufige) 100%-Ladung/(De-)Kalibrierung/Puffer unter 0:

Ich habe jetzt bestimmt schon 5-6 Wochen nicht mehr auf 100% geladen gehabt und hatte gestern die (etwas ungeplante :smiley: ) Gelegenheit, das Auto mal wieder auf 0% runterzufahren.

So habe ich es dann neben der Wallbox ein paar Stunden stehen lassen um zu schauen, ob da der Puffer reduziert wird und es ein paar % wieder hochspringt - wie ja schon von manchen Usern beobachtet, wenn das BMS etwas verstimmt ist. Das ist aber nicht passiert.

Dann habe ich auf 100% geladen und es wurden 51,3 kWh laut App nachgeladen. Für mich sieht das (55er Akku aus Q4/20) also so aus, als ob der Puffer trotz Eiseskälte die Woche zuvor und trotz langem Verzicht auf 100%-Ladung (und auch kein unter 10% fahren in der letzten Zeit) kein erhöhter Puffer gebildet wurde und das BMS immer noch ziemlich gut in Schuss war. Denn die „nominal remaining“ Kapazität wird bei mir irgendwas zwischen 52,x-53,x kWh sein - sprich es müsste der „normale“ Puffer von 2,x kWh unter 0% bestehen.

Fazit: Man muss wirklich keine Panik bzgl. dauernder 100%-Ladung haben. Tesla hat das BMS mittlerweile so gut im Griff, dass auch längere Phasen ohne 100%-Ladung kein Problem darstellen.
Für mich persönlich heißt das, dass ich weiterhin alle paar Wochen - oder eben vor einer längeren Fahrt - auf 100% laden werde, aber das nicht zwingend einmal die Woche (oder gar jeden Tag) machen werde, da ich weiterhin der Meinung bin, dass das nicht das Beste für den Akku ist und das BMS es offensichtlich auch nicht so oft braucht. Damit bin ich nun die letzten 2 Jahre auch gut gefahren.

Der 2. Geburtstag war vor ein paar Tagen am 18.12., deshalb erlaube ich mir an dieser Stelle ein Bild von der Auslieferung, damals im noch sehr frischen SeC Mannheim als Teil der ersten LFP-Welle in Europa. Bin mit dem Auto immer noch sehr zufrieden. :slight_smile:

Mittlerweile etwas tiefer, hier und da optimiert und um eine neulackierte Tür und ein paar Steinschläge reicher - bereit für die nächsten 2 Jahre. :wink:

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Vielen danke für den spannenden Bericht.
Ich persönlich vertraue lieber den Empfehlungen der Ingenieure, die das Auto entwickelt haben. Die wissen vermutlich am Besten, was sie wie gut im Griff haben :stuck_out_tongue_winking_eye:
Auf 0% Runterfahren würde ich nicht mal mit einem frisch kalibrierten BMS riskieren wollen :slightly_smiling_face:
Dir gute Fahrt in den nächsten 2 Jahren.

Mein Glaube an die Tesla Ingenieure bezüglich LFP hat in den 2 Jahren ein wenig gelitten. Tesla hat den LFP mittlerweile sehr gut im Griff und bewegt sich auf der „sicheren Seite“. Aber die Empfehlungen halte ich zumindest aus meinen Erfahrungen für fragwürdig ;-).
In 12/20 gehörte ich zu den Glücklichen, die eine völlig verkorkste Software Version bekommen haben, nach mehreren Software Updates wurde daraus aber ein tolles Fahrzeug!
In 03/22 gehörte ich dann zu den „Glücklichen“, die bei Auslieferung einen 12,1 kWh Buffer bekamen, als Gegenmaßnahme aufgrund von Problemen mit LFP und LiON Bordbatterie. Dieser Buffer sollte laut Tesla reduziert werden, wenn man mehrmals auf 100% lädt…, was natürlich nicht der Fall war, sondern erst in kleinen Schritten reduziert, wenn man mit kleinerem SOC abstellt und letztlich auf 2,7 kWh fixiert, wenn man mit < 10% abgestellt hatte. Konnte ich alles schön per SMT sehen und habe mich ein wenig über die Aussagen von Tesla amüsiert…
Problematisch wäre der große Buffer natürlich nicht gewesen, außer einer reduzierten Reichweite.
Auf 0% Herunterfahren mache ich öfter und ohne Bedenken. Hier hilft es mir, zu wissen, dass das BMS den unteren Buffer automatisch erhöht, wenn es sich nicht gut kalibriert „fühlt“ - z.B. nach 6 Wochen im Bereich 20-70% SOC → Erhöhung Buffer von 2,7 kWh auf 3,5 kWh. Dieser hat sich nicht verändert nach 100% Ladung, sondern erst nach Abstellen mit < 10% SOC…
Aber egal was wir machen, die typische Lebensdauer eines KFZ von ca. 300 Tkm wird der LFP wohl immer schaffen und die Reichweite und Nutzbarkeit ist selbst dann gut, wenn man sich an die Empfehlungen von Tesla hält :wink:

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Mag ja alles stimmen, aber da ich das BMS nicht wirklich verstehen inkl der möglicher Sonderfälle, die im Alltag so auftreten könnten, spricht für mich überhaupt nichts dagegen, mich im Alltag an den Empfehlungen des Herstellers auszurichten.
Zumindest fürs zu Hause laden ist das ja kein Mehraufwand

Zum Thema 100% Laden und stehen lassen, sowie calendarischer Alterung gabs hier neulich nen extra Faden: SR+ immer auf 100% und Ladekabel drin lassen?

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Der Hersteller will vor allem, dass du in der Garantiezeit nicht ankommst und meckerst, er will nicht unbedingt immer das Beste für’s Fahrzeug.
Natürlich wird der Akku auch mit dem Beachten der Herstellerempfehlung lang genug halten - gar keine Frage - ich will einfach das Optimum rausholen und das schränkt mich im Alltag auch überhaupt nicht ein den Regler statt auf 100 auf 90/95 zu stellen - das BMS kann es, siehe oben, offensichtlich gut ab.

Alles weitere zum Thema kann man im von @DerSchnic verlinkten Thread nachlesen.

Bis auf 0% hab ich bei dem Akku aufgrund des Mindestpuffers unter 0% keine Bedenken, ich kann aber verstehen, wenn sich damit nicht jeder wohl fühlt. Auf der Langstrecke plane ich idR so, dass ich mit um die 5% am Lader ankomme. :wink:

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Dieses ganze gequatsche über auto muss auf 100% Laden und bei 0 % stehen lassen ist nicht so richtig.

Habe hier eine Hausakku 14.4 kwh LFP.

Da kann ich einstelle ob 100% bei 3.5 Volt .
Oder 100% bei 3.6 Volt ist .

Dann bleibt und lädt der Akku nur bis 3.6V 1 .std lang langsam weiter dann sind alle celle bei 3.6V .
Liegt keine spannung mehr an geht er langsam wieder auf 3.3-3.4 volt.

Nix anderes macht unser Tesla.
Er wird bis eingestelltenr ladeschlussspannung (3.6V)geladen und gehalten ,alle cellen werden bei 3.6 Volt gehalten und balanciert.(das balancieren passiert auch ständig)

Ist aber beim LFP schwer weil die Volt zahlt wenig schwankt 3V - 3.3V.

Somit weiss unser tesla bei 3.6 Volt
Habe ich ca 60kwh drin.
Dieses bei 0% stehen lassen ist
quatsch , da wird nur wieder bischen balanciert der eine gewinnt vielleicht 1-2%.

Und bei dem ganzen anfangs geheule hilfe ich bin mit 10 % stehen geblieben
Geht tesla halt auf 100% Sicherheit und sagt allen kunden lade auf 100% .

Da weiss das Auto ich habe 58-60kwh Drin .
Ich bin aber überzeugt das bei 100% stehen lassen natürlich nicht so schön ist für einen Akku.

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Nein, das macht er nicht. Beobachte mal einen Ladevorgang mit SMT bis zum Ende. Er lädt, bis die erste Zelle 3,8V erreicht und und balanciert dann ein wenig rum. Wenn die Imbalance zu groß bei 100% ist (also ca. >90mV bei max. Cell 3.8V), schafft er das nicht mit einen Ladevorgang so auszugleichen, dass nach einer bis 1,5h des Schlafens danach die Imbalance <10mV ist auf einem Niveau Nahe 3,5V (möglichst Last frei, also Klima und alles aus, direkt nach öffnen des Autos und möglichst sofort danach auslesen).
Ich bezweifele fast schon, dass das Model 3 LFP einen aktiven Balancer hat, da man möglichst bei jeder Grlegenheit laut Tesla voll laden soll. Und es hätte bei LFPs auch gar keinen Sinn, diesen permanent laufen zu lassen. Wenn, dann macht der oberhalb 3,5V oder unterhalb 3,0V Leerlaufspannung Sinn also kurz vor 0 bzw. 100%.
Edit:
In dem Hauptnutzband der Batterie wirken sich Temperatur, Leistungsentnahme oder Aufnahme, und eine gewisse Spannungsträgheit viel deutlicher aus auf die Spannung als der SoC.

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Ja da hast du recht .
Wen ich mal zeit habe werde ich das mal checken habe ja scan my tesla

Das Balancieren bei <5% ist nicht ganz so wichtig, da hast du recht.
Aber das BMS neigt dazu im Laufe der Zeit (oder Neuauslieferung) den Buffer etwas reichlich zu bemessen.
Bringt man den Akku auf <5% und lässt ihn etwas stehen, dann passt er die Grösse des Buffers an, und man hat mehr kWh zwischen 0-100%.