Neuer LFP Akku der SR+ / Reichweite, Kapazität, Laderaten (Teil 2)

Nein, das passiert nur ab 100% Ladestand. Da wird keine Energie zwischen den Zellen hin und her geschoben.

Also gelegentlich voll laden und angesteckt lassen für ne Stunde nach dem 100% erreicht sind. Das sollte dann ausreichen.

Wenn ich bei meinem MIC mit Scanmytesla die Daten auslese (bei 100%Ladestand)und nach einer Nacht den Wagen wecke - sind die Zellen ausgeglichen bis auf wenige mV. So what - Jeder der es kann, sollte die Daten auslesen und es selbst testen.

hmmm, das hatte ich schon mehrmals gelesen und auch die Erklärung: er trocknet die Luftkanäle, damit sich dort kein Gammel ablagert. Ich hatte vor zwei Jahren mal einen ganz üblen Geruch in meiner E-Klasse. Dann hat mir ein Klima-Experte erklärt, dass sich beim Einsatz der Klimaanlage natürlich in allen Kanälen feuchte Luft befindet, beim Parken tropft der Wagen ja auch teilweise. Der Tipp war, ca. 5 Minuten vor der Ankunft die Klimaanlage abzuschalten und nur noch heiße Luft durch die Anlage zu schicken. Das vergisst man natürlich ständig. Daher hat Tesla das nun besser gelöst …

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das ist ja cool! Auf das wär ich im Leben nicht gekommen! Vor allem am Verdampfer (schaut aus wie ein kleiner Kühler) sammelt sich da ja eine Menge Feuchtigkeit in den Kühlrippen.
Super Feature :+1:

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Gestern mit dem neuen MIC spaßeshalber mit 100% zum SuC Weibersbrunn gefahren (55km). Haben eigentlich nicht wirklich viel erwartet.

Ankunft dann mit ca. 77 % und legte mit satten 120 kW los :open_mouth:

Habe leider erst zwei Minuten später Fotos gemacht, aber ich denke, das kann sich auch sehen lassen!



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Meinst du den Verdampfer?

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Hallo Leute,

ich verfolge diese Diskussion hier schon eine Weile und finde eure Infos wirklich sehr gut.
Zu meiner Situation: ich plane dieses Jahr ein Model 3 für meine tägliche Pendelstrecke zur Arbeit und für gelegentliche Reisen quer durch Deutschland zu kaufen. Für mich war schon immer klar, dass es ein LR sein muss, weil ich zur Arbeit (hin und zurück) zwischen 180 und 230km habe (je nach Kundentermin etc.) und das auch im Winter problemlos funktionieren muss. Ein Freund hat mich auf die Vorzüge des LFP Akkus hingewiesen (geringe Degradation / schnelles Laden / kein Kobalt / auf 100% SoC ladbar) was mich wirklich überzeugt, aber die Reichweite des SR+ kratzt schon arg an den 230km (für kalte Winter) die hier im Forum genannt werden. Ein Nachladen ist leider nicht möglich (soweit ich sehen kann, leider Charger auf der Strecke).

Glaubt ihr, dass ich das mit dem SR+ problemlos schaffe? Wir habe eine Garage mit 11 kw Wallbox. Im Grunde könnte ich den Akku für den Hinfahrt auf 100% laden und vorwärmen, falls es mal sehr kalt sein sollte…

Hm, also je nach äußeren Faktoren musst du denke ich deine Fahrweise einfach etwas anpassen. Bei Temperaturen um den Nullpunkt dann ggf. mal nicht 130 km/h, sondern 120 oder gar 110.

Aber das Schöne ist ja, du siehst ja den Ankunfts-SoC sehr zuverlässig stets im Display angezeigt und kannst deine Fahrweise entsprechend anpassen (Navigation zu Beginn Starten ➔ Stimme aus). Mit der Zeit lernst du ja auch wie zuverlässig die Berechnung auf deiner Strecke ist und traust dich dann ggf. auch mal auf -2 % zu fahren (der LFP SR+ hat aktuell einen Energybuffer bis -10%!). Das habe ich jetzt auch schon des Öfteren gemacht, dann müsstest du vermutlich nicht einmal langsamer machen.

Dass allerdings bei dieser Strecke so gar kein SuC oder Hypercharger auf dem Weg liegt, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Hast du mal über AirElectric geschaut? Falls ein 150 kW Drittanbieter Charger auf der Strecke liegt, hast du zur Not ein Backup, da müsstest du wohl sowieso nur max. 5 min laden und hast mehr als genug Energie über.

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Ja, bis 280km sind drin, aber eben nur bei niedrigeren Geschwindigkeiten. :wink:
Bei mir sind es zu 80% nur Autobahn (von Stadt zu Stadt), die ich in den letzten Jahren immer mit 130kmh Tempomat gefahren bin. Langsamer fahren wäre nur die Option für die krassesten Situationen, weil ich nicht allzu spät daheim sein will. Nachladen ist wieder so ein Zeitfaktor. Es gibt einen 22kw Lader auf der Strecke :frowning:

Um welche Strecke handelt es sich denn, magst du das evtl. teilen?

Vom Gefühl her würde ich nach 9.000 km Langstrecke mit dem MIC sagen, dass, wie du sagst,

ein Nachladen nötig wäre. Insbesondere, wenn du dich früher oder später damit wohl fühlst, auch mal leicht unter die 0% zu fahren. Dann könntest du definitiv auch deine 130 durchziehen.
Konnte außerdem feststellen, dass der neue MIC nochmal ein Stück effizienter zu sein scheint, als der Alte.

Wenn du dir das Logging meines Tests ansiehst, wirst du sehen, dass er zu ca. 80% auf der Autobahn erfolgte und die Maximalgeschwindigkeit 172 km/h war. Die Richtgeschwindigkeit betrug 120 –130 km/h und die Durchschnittsgeschwindigkeit 92 km/h. Kurzum: Bei deinen 230 km pro Tag sehe ich überhaupt kein Problem mit dem SR+ ohne Zwischenladen nach Hause zu kommen. Zumal du noch 10% Puffer unterhalb 0% SoC hast.

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Vielen Dank für eure Infos! :v: Die Chancen stehen ziemlich gut für den SR+! :relaxed:
Ist es eigentlich sicher, dass jetzt alle SR+ aus China kommen, also auch für August (Q3)? Für mich wäre ein NCA-SR+ defintiv nix, weil ich beim SR+ dauerhaft die Reichweite brauche und eine Degradation Mist wäre.

In den kleinen Akkugrößen wie beim SR+ verbaut Tesla seit Herbst 2020 ausschließlich den kostengünstigeren LFP.

:yum: In Q1 kamen die SR+ aus Fremont mit NCA.

@Tom_R Ich halte es für wahrscheinlicher, dass die M3 in Q3 wieder aus China kommen, ist aber reine Spekulation.

Falls du sichergehen möchtest, tauchen mit Sicherheit in den nächsten Tagen hin und wieder nochmal SR+ im Bestand auf, die würden dann noch in diesem Monat ausgeliefert werden. Ist das eine Option für dich?

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Ich zweifle ob der SR+ das richtige für dich ist. Wenn die 230 km zum Arbeitsplatz und zurück regelmäßig zurückgelegt werden, dann muss das auch nach einiger Zeit mit normal degradiertem Akku funktionieren und auch bei -10°C ohne schleichen zu müssen. Zudem ist es nicht gut, wenn kein Spielraum mehr vorhanden ist für z. B. einen Abstecher wegen Routinebesorgungen oder ähnlichem.

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Upps, dann hat Tesla seine beim Battery Day angekündigte Strategie noch nicht eingehalten.

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Das ist ja die Crux an der Sache. Schau dir mal die Degradation beim LFP an. Da muss man sich schon anstrengen, den unter 95 % zu bekommen. Und wer weiß, wie gut das BMS war, das bei den Tests verwendet worden ist. Tesla könnte über diese Schraube die Ergebnisse nochmal verbessert haben. Anhand der Buffer sieht man zudem, dass Tesla sehr vorsichtig mit den LFP umgeht (und die Ergebnisse können sich trotzdem sehen lassen!).

Tesla wird vom Buffer noch ein paar kWh freischalten, was die sowieso schon gute Reichweite nochmal erhöht.

Degradation of Commercial Lithium-Ion Cells: Test Results

According to a 2020 paper from the Journal of the Electrochemical Society (Degradation of Commercial Lithium-Ion Cells as a Function of Chemistry and Cycling Conditions) , LFP batteries have a longer lifespan than NMCs. This data contradicts the wide-spread notion that NMC cells are more durable and have a longer life span. These tests were first published in September 2020 but reached the news sections of material handing publications only recently. The authors of the article give one possible explanation – the data on real commercially available cells may vary with the change of manufacturing process, however subtle. Under strict test conditions, commercially available lithium cells of both types were repeatedly discharged and charged from 0% to 100%. The result? According to the paper, “The LFP cells exhibit substantially longer cycle life spans under the examined conditions.” The tests were performed at the Sandia National Laboratories as “part of a broader effort to determine and characterize the safety and reliability of commercial Li-ion cells.” The study examined the influence of temperature, depth of discharge (DOD), and discharge current on the long-term degradation of the commercial cells.
LFP chemistry is superior compared to NMC
LFP chemistry is superior compared to NMC

All cells were charged and discharged at a 0.5 C rate or the amount of discharge that will deplete the full capacity of a battery in two hours. In the graphical representation shown (taken from the Journal’s 2020 technical paper), you can easily see that the discharge capacity retention for the LFP lithium battery (blue data points) far exceeded the NMC battery retention (indicated by the black data points) for each round of charge/discharge cycling. The graph indicates that the NMC degrades almost twice as quickly as the LFP, showing the superior overall performance of the LFP cells. The testing showed LFPs had a better RTE (round trip efficiency) than NMCs, calculated by dividing the discharge energy by the charge energy. This calculation shows that the LFP is the more efficient, economical choice. Lithium nickel cobalt aluminum oxide battery, or NCA, was also a part of this experiment and performed similar or worse than NMC. We do not focus on NCA in this article as it is not mainstream in the commercial use of lithium batteries for Material Handling, mainly due to safety and cost issues. Both NMC and NCA cells demonstrated strong dependence on the depth of discharge, with greater sensitivity to full SOC range cycling compared to LFP cells. LFP cells had the highest cycle lifetime across all conditions, but this performance gap was reduced when cells were compared according to the discharge energy throughput.

Quelle: https://onecharge.biz/blog/lfp-lithium-batteries-live-longer-than-nmc/

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Ich bin zwar auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt 280 km weit gekommen, aber da war die Fahrbahn trocken. Wenn es hier auch noch nass gewesen wäre, hätte ich diese aber nicht geschafft. Bei 230 km unter allen Bedingungen ohne Lademöglichkeit würde ich auch zum LR tendieren, wenn finanziell machbar. Wird auch mit dem SR+ funktionieren, aber entspannter ist es mit dem LR.

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Nein, problemlos wird das nicht funktionieren, wenn du an die obere Grenze der Reichweite kommst (im kalten Winter oder bei starkem Regen).

Ich kann hier nur davor warnen, Aussagen wie „280km klappen schon“, unvoreingenommen zu glauben. Das sind Strecken, die bei gutem Wetter (es wird aber mal regnen → krasser Einfluss), „am Stück“ gefahren werden (du hast aber mehrere Teilstücke) und die sehr gemächlich (niemals ernsthafte Beschleunigung, kein Überholen → da ist jeder anders) gefahren werden.

Ich z.B. habe bei den angesprochenen Konditionen oft erlebt, das bei 200km „der Arsch ab ist“ (allerdings noch ohne Wärmepumpe).

ABER:

  • Du hast das Problem nur im Winter
  • Man kann es durch langsamer fahren (an Tagen wo kalt und 230km) umgehen
  • Die Ladeproblematik wird sich lösen (und auch ein 50kw Aldi-Lader, bringt dich nach 15 Minuten schon ans Ziel.

Wenn du dir den Dienstwagen aber aussuchen kannst, würde ich den LR nehmen (bei der aktuellen Besteuerung kaum ein Nachteil für dich).

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