Ich kann den Grundgedanken hinter der Förderung schon gut nachvollziehen, bis auf eine Ausnahme. Nämlich, dass man unbedingt Besitzer des Autos sein muss.
Die Förderung kommt vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr.
Die genauen Bedingungen erscheinen ja erst heute im Bundesanzeiger, aber so, wie ich die bisherige Artikel interpretiere, genügt es einen Nachweis über ein „vorhandenes“ E-Auto zu erbringen. Das könnte dann ja auch Leasing oder Firmenwagen sein (wo man, wenn mich die YT-Universität nicht trügt auch Besitzer ist). Oder wolltest du auf etwas anderes hinaus?
Im Grunde genau darauf. Hat man einen Firmenwagen oder mietet das Auto, so ist man raus. Auf der KfW Seite steht jetzt schon eindeutig, dass das Fahrzeug privat gekauft oder geleast sein muss.
Stimmt. Auf der Übersichtsseite Förderprodukte steht eindeutig Eigentum oder Leasing. Eventuell soll verhindert werden, dass der geladene Strom mit dem Arbeitgeber abgerechnet wird? Die Einschränkung erschließt sich mir aber tatsächlich auch nicht.
Wenn das Ziel ist, möglichst viele e Autos über private PV zu laden, dann macht das absolut keinen Sinn.
Ich könnte mir nur vorstellen, dass andere Parteien, denen die Firmenwagen ein Dorn im Auge sind, dies verhindert haben.
Oder eben um eine doppelte „Einnahme“ aus Förderung und Verkauf an den AG zu umgehen, aber da hätte es ein entsprechender Passus in der Förderrichtlinie mit Prüfauftrag an die Finanzämter auch getan.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand jetzt eine PV Anlage baut und sich ein eAuto kauft wo er im Falle eines MY SR und halbwegs sinnvoller PV Größe von 10kWp mal eben gute 65000 Euro investiert um 10000 Euro Förderung zu kassieren. Da wäre das Geld wahrscheinlich vorher auch da gewesen.
Tja, so geht’s uns auch. Wohnen in nem kleinen 5.000 Seelen Dorf aufm Land in einem recht modernen 6-Parteien-Haus. Gibt aktuell keinen Strom in der Garage (nicht einmal für nen Staubsauger, aber das ist ein anderes Thema
). Der Vermieter hat zahlreiche Immobilien und hält die auch gut in Schuss. Aufm Dach unseres Hauses gibt’s Solarthermie, aber kein PV, da Mieterstrom noch immer zu bürokratisch ist. Selbst bei Häusern die er neu baut bzw. renoviert ist PV eine Überlegung die schnell wegen der Bürokratie verworfen wird.
Kurzum: hier wird’s weiter kein PV geben und anstelle einer Wallbox werde ich mir wohl eine 16 A CEE-Steckdose in die Garage legen lassen, um damit zu laden.
Die Förderung ist für uns somit für’n Allerwertesten. Damit werden halt die freistehenden Einfamilienhäuser und evtl. noch Reihenhäuser gefördert, aber wie soll es denn mit denen, die zur Miete wohnen (50,5% laut destatis) weiter gehen?
Wieviel wird so eine Minimumanlage ungefähr kosten, wenn man einen normalen Installationsaufwand zugrunde legt?
Ist die Förderung unabhängig von dem investierten Kapital(mindestens 10.200€) oder wird die prozentual gefördert?
Steht in Abhängigkeit zur Größe der Anlage. 600€ für Wallbox pauschal, 600€ je kwp Solar, 250€ je kwh Speicher, (vermutlich) 600€ pauschal für bidirektionales Laden.
Wenn ich mal durchrechne, bei einer 10kwp Anlage + 10kwh Speicher und einer Wallbox, kann man ungefähr sagen bekommt man den Speicher fast umsonst dazu?
Kommt drauf an. Wenn der Solarteur auch was davon ab haben will, eher nicht.
Die Förderung liegen zu lassen macht bei geplanten Anlagen sicher keinen Sinn, aber ob man sich nur deswegen eine aufs Dach stellt, sollte man vorher sicher erst konkret durchrechnen.
die Kosten der Anlage müssen mindestens der Fördersumme entsprechen, sonst wird die Fördersumme dementsprechend gekürzt.
Über den Daumen kann man ca. 1500-2500€ pro kWp installiert rechnen.
Derzeit kostet ein 400 Wp Modul im VK irgendwas zwischen 150€ und 200€, wenn es kein „deutsches“ sein muss, macht ca. Davon braucht man also 13 und damit ca. 2300€
Mechanik ist schwer zu sagen (einfach oder kreuzverbund, schwerlast etc), aber auch hier kann man je Modul ca. 3m Alu (ca. 30€) rechnen und 3 (30€) Haken. Macht ganz grob inkl. Schrauben, Klemmen etc. 90€ je Modul, oder ca. 1200€ für 5 kWp.
Je Modul kann man zwischen 2 und 4 Stunden Arbeit inkl. Mechanik auf dem Dach rechnen. Macht also ca. 3500€
Dazu ein (Hybrid)WR, je nach Hersteller und Funktion zwischen 700€ (kein Hybrid) und 2500€.
Speicher je nach Modell. BYD 10 kWh kostet laut aktueller google Suche ca. 6k. Rechnerisch also 5 kWh für 3,5k (weil Bodenplatte und Deckel etc gleich sind, egal wie viele Batteriemodule)
Elektro Installation (ohne Umbau/Ertüchtigung der Verteilung etc) mit kurzen Kabelwegen sehr stark variabel, aber ich denke mal. 1000€ konnte hinkommen.
Wallbox inkl. Installation massiv variabel, zwischen 500 und 2500€ alles drin, nach oben kein Limit.
2300+1200+3500+2000+3500+2000=14,5k bei 9600€ Förderung
Ich werde mir noch eine 5 kWp Anlage bauen, den Speicher erweitern und noch ein Gästewallbox montieren. Da in der erweiterten Famile jetzt auch BEVs und (leider) ein PHEV rum stromern dürfen die hier alle Überschuss laden wenn sie zu Besuch sind.
Gut möglich, dass ich mich verrechnet habe, aber mit 5kwp und 5kwh Speicher komme ich auf 4850€ Förderung.
(5kwpx600€+5kwhx250€+600 Wallbox)
Auch wenn’s mein Tesla noch nicht kann, finde ich die Förderung der bidirektionalen Wallboxen ein Schritt in die richtige Richtung. Ich würde sogar nur bidirektional WB fördern, d.h. mobilen 75kWh Speicher.
Jepp, habe ich weiter unten auch was dazu geschrieben, entweder ich bestelle neu oder bin raus ![]()
Bei diesen ganzen Föderungen hängt es immer ab, ob die Installateure und Firmen die Förderung nicht wieder on Top draufschlagen. So war es bei vielen von diesen Förderungen immer gewesen.
Muss mal ein Angebot einholen, denn meine große thermische Solaranlage gibt gerade den Geist auf, muss dann entscheiden ob ich sie nochmals reparieren lasse oder komplett auf PV umsteige.
Ich bin auch gespannt, wie es bei mir wird, ob ich einfach „neu“ bestellen kann zu den Konditionen aus Januar und einfach einen Speicher in top bestelle oder ich dann andere Preise (und Lieferzeiten, derzeit Oktober) bekomme… sonst bin ich raus
„Mit 500 Millionen Euro Gesamtvolumen werden in privaten Wohngebäuden drei wichtige Teile der Ladeinfrastruktur gefördert: Ladestation, Photovoltaikanlage sowie Speicher.“ Und nur wenn alle 3 neu gebaut werden.
Gibts dazu schon näheres, finde irgendwie nix
Da können die Anbieter ja jetzt so richtig fett absahnen….
Das schlimmste ist ja das da welche meinen das diese Variante mit dem Speicher sinnvoll wäre.
Dieses erschließt sich mir nicht, denn ein Speicher aus einem Speicher zu laden macht keinen Sinn.
Zudem mit der Förderung der wichtigste Teil wieder aussenvor ist…die WEG in großen Einheiten wo man keine wirklich sinnvolle Möglichkeit hat PV zu installieren.