Den Fehlerbaum liest man von unten nach oben. Daher ist der erste Fehler:
BMS_w171_SW_Pack_Motor_Mismatch
Nach dem Einbau einer wiederaufbereiteten oder neuen Hochvolt-Batterie (HV-Batterie) und der Durchführung der Austauschroutine löst das Batteriemanagementsystem (BMS) diese Meldung aus, die jedoch nicht für den Kunden sichtbar ist. Die Protokolldaten lauten: „Pack unterstützt keinen Permanentmagnetmotor.“
Das Fahrzeug bleibt fahrbereit, und es werden keine Warnmeldungen für den Kunden angezeigt.
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Tatsächlich habe ich das direkt nach dem fotografieren gemacht.
Der Test war erfolgreich ohne Fehlermeldungen und (leider) ohne Neustarts.
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Prima. Jetzt haben wir ein klares Bild darüber, dass keine THC Komponente kaputt ist. Nicht zu 100%, aber unwahrscheinlicher.
Was jetzt vielleicht als nächster Schritt vorzuschlagen wäre, ist das Anschließen der Toolbox 3 und gezielt nach underpower, brownout und 12Volt Spannungsversorgung nachzusehen. Vielleicht bekommt man dort Einsicht darüber, ob die MCU oder das Gateway wegen einer Unterspannung zum Reboot führt. Vielleicht gibt eine ECU auch mehr Hinweise als nur ein Reboot. Das THC übrigens ist öfters auf der Liste auch anderer Fahrzeuge. Es muss also nicht unbedingt dies der Auslöser sein, sondern auch hier, ist die fehlende Kommunikation einfach nur dokumentiert. Welche ECU als erstes im Log erscheint ist ebenfalls nicht unbedingt ausschlaggebend, da ja die Priorität der Kommunikation auch teilweise durch “Zufall” bestimmt wird. (Naja, nicht genau Zufall, aber unterschiedliche Reihenfolge)
Mann könnte als Service Mitarbeiter also die Toolbox anschließen und damit eine Probefahrt machen und dort mehr Informationen erhalten. Das Service Menu zeigt hier leider nicht alles an.
Also Diagnosekabel habe ich ja, Laptop auch, aber wie komme ich an die Tollbox 3 und wie viel kostet das?
Ist das mehr oder weniger selbsterklärend, oder kann mir jemand aus dem Raum München damit helfen?
Du könntest eine Anfrage über den Marktplatz stellen. Dort finden sich oft hilfsbereite Forenmitglieder, die dir bei der Diagnose mit der Toolbox 3 behilflich sein können.
Was du vielleicht auch selbst noch machen könntest, bevor du zur Toolbox greifst:
Falls du dich an dein Fahrzeug herantraust, könntest du die Frunkwanne ausbauen und den Kabelbaum sowie alle zugänglichen Steckverbindungen im Frontbereich auf Korrosion, Feuchtigkeit, Scheuerstellen oder lose Kontakte prüfen.
Nachdem der Thermal-Test erfolgreich durchgelaufen ist und die Masseverbindungen laut deiner Aussage bereits geprüft wurden, würde ich persönlich eher nach einem intermittierenden Kontakt-, Kommunikations- oder Versorgungsproblem suchen als nach einem Defekt der MCU selbst.
Vielleicht lässt sich mit der Toolbox während einer Probefahrt sogar der eigentliche Reset-Grund oder ein Hinweis auf das zuerst betroffene Steuergerät finden.
Übrigens noch ein wichtiger Hinweis: Bitte nimm den Fehler nicht auf die leichte Schulter. Während der Reboots können sicherheitsrelevante Systeme wie Fahrerassistenz, Rekuperation und möglicherweise auch Lenk- oder Bremsunterstützung zeitweise eingeschränkt sein. Ich würde deshalb bis zur Klärung entsprechend vorsichtig fahren
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Ich tippe einfach mal auf die Rückfahrkamera.
Denkst du diese könnte wirklich so einen kompletten Shutdown/Restart verursachen?
Kann ich die testweise irgendwo Mal abstecken?
Gibt es so etwas wie ein Spannungsprotokollier-Gerät, das ich an die 12v Batterie hängen kann?
Schon mal alle Masseanschlußpunkte auf Korrosion geprüft?
Die RFK kann auch Probleme verursachen.
Wenn alle nicht Tesla Fremdgeräte ausgesteckt sind und der Fehler immer och vorhanden ist, würde ich auch auf die MCU tippen.
Sofern das vorher genannte abgeklärt wurde.
Viel Erfolg und toi toi toi
Es gibt bestimmt einige Spannungslogger auf dem Markt, aber viele davon sind nicht auf sehr kurze Brownouts ausgelegt.
Mit einfachen Mitteln aus dem Elektronikbereich könnte man so ein Diagnosegerät selbst bauen, z. B. mit einem ESP32-S3 und ADC. Der Vorteil wäre, dass man mit hoher Samplingrate messen könnte, z. B. bis etwa 1000 Messungen pro Sekunde. Die Firmware müsste dann so arbeiten, dass sie bei einem Spannungsdip die letzten 10 Sekunden vor dem Ereignis mit Zeitstempel speichert.
Man könnte das Diagnosetool sogar noch um CAN-Bus-Logging erweitern. Aber du merkst schon: Das geht dann langsam in die Nerd-Richtung. Preislich wäre die Hardware vermutlich unter 20 Euro. Vielleicht kennst du jemanden in deinem Umfeld, der sich etwas mit dieser Materie auskennt. Der Stecker, wo alles angeschlossen wird, wäre direkt unter dem Display am blauen X179 plug an deinem Raven. Dort liegt sowohl die Bordspannung, als auch alle notwendigen (optionale) CAN Bus Leitungen.
Auch der Enhance Commander könnte theoretisch für so etwas genutzt werden. Dafür bräuchte er aber eine externe Stromversorgung, damit er bei einem möglichen Spannungseinbruch nicht gemeinsam mit dem Fahrzeug neu startet. Soweit ich weiß, hat er aktuell keine solche Trigger-Logging-Funktion, technisch wäre das aber vermutlich per Firmware erweiterbar.
Bisher hat das wohl niemand gebraucht, aber es ist ein sehr hilfreiches Tool um den Fehler noch besser einzugrenzen.
Ein kleines digitales Speicher-Oszilloskop fällt mir da ein. Bei dem Gerät kann man eine Spannungsschwellwert definiert und es speichert die Aufzeichnung, falls die Spannung unterschritten wird. Kosten für so ein Gerät unter 100 Euro. (Vor Jahrzehnten habe ich mit den großen Brüdern dieser Geräte, Fehler in meinen elektronischen Schaltungen gesucht. Da kostete so ein Gerät noch im fünfstelligen Bereich…)
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Also ich weiß aus eigener Erfahrung, dass durch Korrosion auf der Platine der Rückfahrkamera meine MCU während der Fahrt 5x und mehr neu startete und das Gerät trotzdem noch funktionierte…! Laut den Erfahrungen vieler User hier ( MS) war dies eine 100 % Störungsquelle bei o.g. Anomalien. Störmeldungen aus dem Servicemenü hatte ich mir damals allerdings noch nicht angesehen. Abstecken dieses Teils geht sicher im Kofferraumdeckel unter der Verkleidung. Einen Versuch wäre es wert, finde ich.
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Beide Bildschirme neu gestartet, oder nur der Hauptbildschirm?
Ich bin mir nicht mehr sicher, ehrlich gesagt, aber: das wär doch ein ganz einfacher Test, die Kamera mal abzustecken, oder? Kostet nix. Bei den ganzen Zubehörsachen kann ich nur an ein Video vom Youtuber Jonah Plank verweisen (müsste es erst raussuchen, ist schon älter) .Bei ihm war ein Model 3 in der Vergangenheit komplett ausgefallen, weil scheinbar Drittanbieter-Bauteile die gesamte Fahrzeugelektronik verwirrt hatten. Also alles nur Hinweise von mir, ohne weiteren technischen Hintergrund. Ich könnte mir auch vorstellen, dass ein Kabelbruch (Türen oder Heckklappe) eine Art Kurzschluss fabrizieren könnten um damit das 12 Volt Netz zu verwirren und diesen „Neustart“ auslösen. Bei der Laufleistung vom Auto wäre es kein Wunder.
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