Model 3 im Winter von der Fahrbahn gerutscht

Der hat sich bei mir 100%ig nicht zugeschalten. Dabei hatte ich sicher weit über 20km Schneefahrbahn aus Italien kommend durchs Kanaltal, kurz vor Tarvis hat der Regen recht abrupt in Schnee gewechselt, ebenso die Fahrbahn. Ist aber fast immer so - von Udine rauf regnets, kurz vor Tarvis beginnt es zu schneien(wird halt hoch genug).

Kann mir nicht vorstellen das hier ein „Snow Mode“ automatisch aktiviert wurde. ICh bevorzuge so etwas manuell umzustellen. Dann weiß man das es auch „passiert“ ist :wink: . Wie gesagt, ich bastle mir einen Work around. Dabei sollten die Amis genug Erfahrung mit Schnee und Bergen haben, die Rockies nehmen ja doch einen recht guten Teil der Staaten mit ein. Ist nichtmal allzuweit weg von Kalifornien…

Lustig, vor allem weil gerade der Mustang mache so ein fahrstabiles Auto ist,sogar im Vergleich zum model Y hier getestet:

Kann ich mir gut vorstellen. Bewege das MY(LR) durchaus recht sportlich durch enge Kurven(fahre z.b. immer meine Hausstrecke Venedig-Arnoldstein über die Dörfer, im Kanaltal durchaus durch einige Kurven, immer Bundesstraße, nie Autobahn) und es fühlt sich sowohl auf trockener als auch auf nasser Straße recht stabil an im gesetzlichen Geschwindigkeitsbereich und rauf bis ca. 30km/h darüber :wink: .

Einzig bei Schnee hat es mich hier erstmals ein bißchen enttäuscht aber das liegt meines erachtens nach an den fehlenden Einstellmöglichkeiten zur Rekuperation.

Der Snow Mode bzw. dessen Zuschaltung richtet sich mW nach dem Radschlupf…vielleicht war der bei deiner Fahrt einfach nicht groß genug. Automatisch aktiviert er sich auf jeden Fall ab einer gewissen Schwelle.

Tesla testet da auch…und wenn’s Wetter nicht passt auch gerne mal in Neuseeland:

Woher willst Du das wissen?
Es ist schwer zu erkennen, so lange der Wagen stabil liegt.
Man merkt es am verhalten beim Rutschen oder halt, indem man mit SmT nachschaut.
Ich merke es manchmal auch daran, dass ich anfange, den vorderen Inverter zu hören (Inverterpfeifen) in Situationen, wo normalerweise der Frontmotor nie verwendet werden würde.

Das wirst Du nur im Track Mode hinbekommen, denn die Antriebsbalance und die Reku-Balance bekommst Du sonst ja nicht modifiziert.

Reku abschalten ist eine dumme Lösung, Du macht das Verhalten des Autos dann schlechter und instabiler, weil die Reku sehr viel besser regelt als die Bremse. Weil sie schneller ist und vor allem aber auch, weil Du sie wie den Antrieb auf der „linken“ Seite der Schlupfkurve regeln kannst und nicht wie beim ABS nur das komplette Aufmachen bleibt, wenn Du die Asymptote rechtsseitig runter gerutscht bist (aka „blockierst“).

Zumindest mit dem AWD willst Du mit der Reku bremsen auf glattem Untergrund statt mit der Bremse!

Such Dir mal eine schöne Schnee- und Eisfläche und spiel damit herum, dann lernst Du kennen, wie der Tesla regelt. Es ist relativ beeindruckend.
Vor allem, wenn man es mal in den Jahren vor dem „Snow Mode“ schon probiert hatte - da war das Verhalten tatsächlich problematisch, weil da immer „100% Reku hinten“ drin war. Da hat er zwar auch schon geregelt, aber das Verhalten wurde schon arg komisch. Seit dem Winter 21/22 ist das Top. Und wenn Du dabei bist, spiel dann auch noch ein bisschen mit dem Schlupfstart, ein bisschen Spaß muss ja auch sein :smiley: Damit fährt er dann fast wie ein anständiger Hecktriebler im Schnee (bis es ihm zu viel wird und er die Karre dann doch wieder gerade zieht).
Jetzt ist die Balance höchstens noch in der ersten Situation ein Problem, bis er merkt, dass es glatt ist. Da hilft alleine schon, bei Glätte einfach mal probeweise zu bremsen, wenn man das Rutschen selber merkt, merkt das Auto es auch, meist aber schon früher.

Eben deswegen. Das Auto war absolut instabil, schob über die Vorderachse bei weniger als 30 km/h. Eben, 90° Kurve. Schnee auf der Fahrbahn. Von daher wage ich es zu behaupten das es da keinen „Snow Mode“ gab.
Ich wiederhole mich, gewisse Dinge sollten manuell zuschaltbar sein und NICHT der Automatik/KI überlassen sein weil wir da einfach noch nicht angekommen sind.

Vergleichsbeispiel - in der recht kleinen Welt der Linienluftfahrt wird gerade Sturm gelaufen gegen die Hersteller(und wohl auch die Airlines) weil die meinen das auch 1 Pilot ausreicht das Ding zu fliegen(was ja auch stimmt solange alles einwandfrei funktioniert und schönes Wetter ist, da macht man das, genug Erfahrung vorausgesetzt, mit dem kleinen Finger). Das Problem - es sitzen ja 2 vorne für den Fall das einer davon wegstirbt bzw. ein ersnthaftes medizinisches Problem hat(mir schon passiert, wobei ich das Problem war weil mit Schnupfen geflogen und indirekt von der Airline dazu genötigt obwohl die IMMER was anderes behaupten weil ja IMMER der Pilot bestimmt was „safe“ ist(jajaja, und die Naaaaaaase wird da immer länger bei den Iren und wohl auch bei vielen anderen), das Flugzeug ein seriöses Problem hat und einer der 2 fliegen muß und der andere die Systeme checkt und und und.
Wir lachen da eigentlich, als Boeing 737 Piloten immer nur über die Pläne weil das Ding absolut nichts wirklich selbst machen kann obwohl es vom Hersteller und den Airlines gerne anders dargestellt wird, vermutlich wohl um den Berufsstand des Linienpiloten weiter zu diskreditieren(viel von der Polemik ist ja bei der breiten Masse hier schon angekommen wie „besserer Busfahrer und Co.“(viel Spaß dann mal den „Bus“ in der Luft mal kurz auf den Seitenstreifen zu stellen und dann das Problem zu checken :wink:).

Was will ich sagen mit dem zugegeben zu langem Post - die „Automatik“ ist nirgends noch wirklich richtig angekommen obwohl uns das alle(ja, alle :slightly_smiling_face:) Hersteller anders verkaufen wollen.

Man muß wichtige Dinge manuell wählen können. Das gilt auch für den Tesla „Snow Mode“. Sagt jemand der überbevormundet wird im Berufsleben von Dingen die nicht immer so funktionieren wie sie sollten um die Operatoren zu „entlasten“(und eher das Gegenteil davon im Vergleich zu älterem Equipment erreicht wird, wir kenne ja alle wie Boeing hier die MAX in den Sand gesetzt hat und nun manche Airlines recht kreativ sind das Ding anders zu benennen(8200 anyone :rofl:) um das fliegende Volk nicht zu erschrecken(klingt dann halt gleich wie Boeing 737-800 wenn man es schnell genug sagt).

Ich bin seit meiner Jugend(den 80ern)mit zig Verbrennern auf Schnee und Eis unterwegs gewesen. Ich traue mich zu behaupten das ich das halbwegs im Griff habe. Was das MY bei der Beschleunigung auf Schnee abgeliefert hat war auch Top, keinerlei Bedenken.

Fährt man idle um die Kurve sieht die Sache leider anders aus. Da gibt es nicht viel schönzureden.

Darum geht es nicht.
Es geht darum, dass der Tesla auf Schnee eben sehr anders fährt als Verbrenner.
Besser, aber anders.

Was das manuelle Zuschalten angeht: ja, im Prinzip bin ich bei Dir. Ich würde mir ja auch den Track Mode im LR wünschen (oder ein M3P mit Anhängerkupplung und den 18"-Felgen…) und Geld dafür bezahlen, würde das aber in dem Fall nicht überbewerten.
Was der „Snow Mode“ macht, ist, dass er Glätte erkennt (übrigens nicht nur bei Schnee, zB auch auf feuchtem Laub hatte ich das schonmal) und dann die Balance des Fahrzeugs komplett verändert.
Ab dem Zeitpunkt hast Du permanenten Allradantrieb (nicht mehr nur Heckantrieb mit ab und zu vorne mal etwas Spitzenlast) mit 50:50 Antriebsverteilung.
Und Du hast 60% Reku vorne, 40% hinten.
Insbesondere der Reku-Teil verbessert das Fahrverhalten sehr, aber man muss vom Verbrenner gewohnte Gewohnheiten lassen. Insbesondere das Bremsen. Bremsen sollte man erst, wenn die Reku nicht mehr reicht. Da das insbesondere bergab bei rutschigen Strecken schon mal passieren kann, hilft Üben da für den Übergang schon. Da die Reku ja eine sehr andere Bremskurve hat als die Reibbremse, ist der Übergang etwas gewöhnungsbedürftig bei Glätte. Also für mich war das nichts, was man so direkt mit irgendeinem anderen Auto, das ich schonmal gefahren hatte, vergleichen kann, daher der Übungsbedarf. Und ich bin in 15 Jahren in der Autoindustrie schon ziemlich viel verschiedene Karren aller Leistungsklassen gefahren und hatte auch schon so einige Trainings.
Aber Tesla mit Reku im Grenzbereich ist einfach noch ein bisschen anders. Wenn man sich dran gewöhnt, erstmal nur die Reku zu nutzen, holt der Wagen da sehr viel mehr Traktion aus dem Untergrund als bei anderen Autos, die ihr Antriebs- bzw. Bremsmoment nicht so gut regeln können. Man macht das nur schlagartig kaputt, wenn man dann doch auf die Bremse latscht und kann dann plötzlich anfangen, durch das Bremsen mehr zu rutschen als ohne… für mich war der Grenzbereich nicht unbedingt intuitiv. Dass man da mit „Gas/Strom geben“ wieder raus kommt, ist ja auch beim Verbrenner nicht anders, aber auch da ist das Verhalten beim Tesla anders, weil der sehr viel schneller wieder Reibung findet.

Man kann das alles auf sich zukommen lassen, das Auto ist im Zweifel recht gutmütig, aber wenn man es richtig ausnutzen will, dann gilt wie bei allem: Üben hilft, dann wird man auch nicht überrascht.
Ist ähnlich mit dem Schlupfstart. Mit dem kann man erstmal ein bisschen schön im Schnee rumdriften, fühlt sich fast an wie ein klassischer Hecktriebler. Macht auch Spaß. Nur haut er irgendwann, wenn man zu schnell wird, dann doch wieder das komplette ESP-Programm rein und zieht einem den Wagen dann gerade, auch darauf sollte man vorbereitet sein.

Ich denke, Tesla macht das automatisch, weil man in den entsprechenden Situationen oft einfach nicht die Zeit hat, mal eben ins Menü zu gehen und den Fahrmodus zu wechseln, da geht es ja ggf. um Sekundenbruchteile.
Und permanent aktivieren wird Tesla es nicht wollen, weil der Snow Mode vermutlich erheblich weniger effizient ist. Permanent beide Motoren betreiben wird einiges kosten und der vordere Motor rekuperiert halt ineffizienter als der hintere.
Der Wagen schaltet das Programm wieder ab, wenn man eine Weile mit normalem Schlupf fährt, er also keine Glätte mehr bemerkt.

Meine Erfahrung mit meinem MY SR mit 265/40R19 Hankook Icept evo3 im Winter bei Schnee:

Absolut top, sehr gut beherrschbar, macht Spaß.
Und das ist nicht mein erster Hecktriebler …

@Moderatoren

Ich glaube der Troll-Thread hier kann geschlossen werden, bevor noch mehr hilfsbereite Foristen ihre Zeit damit verschwenden, um bei einen nicht existenten Sachverhalt zu helfen?

Zwar nicht hilfreich für den Thread Ersteller aber ich würde gerne The_Carinthian auf seinen Input mit der Reku und „wie auf Eiern durch die Kurve“ antworten.
Ich hatte gestern auf der Strecke Bregenz - München eine ähnliche Erfahrung mit meinem brandneuen M3H LR, Original 18" Aero Winterreifen.
Es gab Schneefall und die Straßenräumer sind gerade erst ausgefahren. Somit war die linke Hälfte der linken Spur noch schneebedeckt. Bei knapp 100km/h habe ich dann die Schneespur links erwischt und muss entweder selbst vom Gas gegangen sein oder eine Assistenzfunktion hat geschalten. Auf jeden Fall hat er ganz kurz gebremst oder rekuperiert und ich habe gemerkt wie der Wagen kurz ausbricht und die Front nach rechts ging. Ich konnte noch rechtzeitig wieder das Pedal drücken um Grip zu bekommen.
Ich hab mich daraufhin für den Rest dieses Abschnitts mit rund 80km/h rechts gehalten. An mir sind dann jedoch Dacia, VW Passat, BMW 3 und Co vorbeigezogen.
Liegts am Fahrer? Liegts am Wagen? Ich weiß es nicht.

Ich glaube kaum, dass es am Fahrer oder Wagen liegt. Reifen kann schon eher ein Thema sein.
Ich war zwei Winter mit den originalen
Tesla Pirelli 18“ und nicht wirklich zufrieden. Die Conti 860 fühlen sich deutlich besser an.
War heute auch auf schneebedeckter Fahrbahn unterwegs und es hat sich gut angefühlt. Aber immer vorausschauend und mit viel Gefühl am Spaßpedal (ich bin da mit lässig unterwegs).
Ansonsten bedeutet es nicht, wenn andere schneller unterwegs sind, dass dies sicher ist.
Das Problem kommt erst, wenn etwas unvorhergesehenes passiert und man bremsen/ausweichen muss. Dann kann sein, dass die mit 100 km/h einen Abflug machen und mit 60 km/h ist alles OK.
Da empfehle ich jeden mal ein Fahrsicherheitstraining. Da gibt es immer große Augen wie lang der Bremsweg auf der Gleitfläche (=festgefahrener Schnee) ist!
Als ich das gemacht habe, waren übrigens zwei praktisch identische Audis mit unterschiedlichen Reifen dabei. Das war extrem wie unterschiedlich die sich verhalten haben. Der eine ist abgeflogen, als der andere noch sicher war. Sie haben dann die Autos getauscht, weil sie es nicht glauben wollten. Und es war da definitiv weder Fahrer noch Auto!
Der Tesla war übrigens sehr gutmütig und vorhersehbar im Verhalten. Die mussten die Schleuderplatte richtig aggressiv einstellen, um mich zu drehen :upside_down_face:

Klar verhält sich das Model 3 mit der Reku auf der Hinterachse, auch wenn sie schwach ist, und mit dem Gewicht als Verstärker anders im Schnee als gewohnt. Man muss seine Routine ändern (mit Strom geben das Auto in Balance halten, damit es rollt) und dem Auto gleich zeigen, dass es rutschig ist. Dann hat Tesla etwas SW zur Unterstützung.

Hier sieht man was passiert [Model S Plaid auf Schneefahrbahn abgeflogen - #485 von formfunction](so kann‘s gehen)

Wenn Du diese Meinung vertrittst, solltest Du auf der Stelle Deinen Führerschein abgeben!
Denn dei neuronales Netz basiert ebenfalls auf vision only. Wenn das Deiner Meinung der Physik widerspricht, dann bitte auch konsequent sein.

Stimmt, Es drifted etwas ab…:see_no_evil:

Nein, tut es nicht. Und jetzt genug OT.

Erklär das mal einem Blinden.

Doch. Brrrrr. Wie kindisch!

Wie wär’s mit Fakten? Ich habe mich mehrere Jahre mit neuronalen Netzen beschäftigt und bin bisher niemals auf ein Konzept gestoßen, das andere Sinne dafür zwingend vorausgesetzt hat.

Soweit ich weiss, wird weder Normalos, noch Gehörlosen oder Einäugigen eine Radarprothese vorgeschrieben. Die haben alle ganz Legal einen Führerschein.
Aber wie schon gesagt, Du kannst Deinen vernünftigerweise gerne abgeben!

Also mal ganz im Ernst:

Wenn ich Deinen Beitrag lese, frage ich mich schon, wer hier kindisch ist.

In der Sache hast Du ja Recht, die neuronalen Netze der Tesla Assistenzsysteme sind Vision Only.

Wenn Du blind bist, darfst Du gar nicht fahren, da muss ich nix erklären. Aber jeder Normalsehende darf seit mehr als hundert Jahren ganz legal fahren. Auch wenn er taub ist!

Es gibt nichts schlimmeres, für ein neuronales Netz, als widersprüchliche Daten. Wenn das Radar ein Hindernis sieht (eine Coladose hat ein größeres Radarecho, als ein Mensch) die Optik aber nichts, muss es entscheiden, wem es glaubt. Das sind dann beispielsweise die ach so kritisierten Phantombremsungen. Machst Du eine Vollbremsung, wenn du ein lautes Scheppern hörst, aber die Ursache nicht sehen kannst? Da kommt „vision only“ ins Spiel, nach dem Prinzip fährst auch Du seit langer Zeit …

Wo bitte ist da etwas kindisch? Ich habe Fakten aufgezählt. Wo siehst Du da einen Fehler?

Man muss nicht zu jedem Thema alles wissen, aber genau dann Arroganz ist da fehl am Platz.