In diesem Post gebe ich gerne meine Erfahrungen über die winterliche Akkuleistung meines Model S bekannt.
Die Reise ging im Dezember von den Nordalpen im Salzkammergut über Schladming und Villach bis in den Hafen nach Lignano (Udine). Distanz ist exakt 400 km. Ca. 300km davon Autobahn. Die Temperatur bei Abfahrt war -7°C, am Tauern etwas kälter, ab Kärnten um die 0° bis Italien auf +10°C ansteigend. Über Nacht in der Garage etwas über dem Gefrierpunkt.
Ich habe das Auto und den Akku in der Garage per App mit der Wallbox verbunden, vorklimatisiert, und zum ersten mal auf 100% geladen.
Für die Ungeduldigen: es ging sich aus, aber knapp.
Ich fuhr auf der Autobahn weitgehend die Richtgeschwindigkeit, meistens mit dem Autopiloten. Zum Autopiloten selbst. Er funktioniert eigentlich am besten vom ganzen Auto. Ich habe es genossen, nur mehr aufmerksam mit der Hand am Lenkrad im Notfall eingreifen zu müssen.
Einzig bei Linksabbiegespuren, wo man gerade aus fahren will, versagt er öfter mit einer Phantombremsung. Es ist mir unerklärlich, warum sich das Auto offenbar nur nach dem linken Mittelstrich richtet und nicht auch den rechten zur Orientierung mit einbezieht. Ober OK, die bei Tesla müssen noch viel mehr lernen.
Die Scheibenwischerautomatik ist eine Gefahr, weil sie sich weder in Automatikstufe 1 oder auch 2 rechtzeitig aktiviert. Da hilft es mir auch nicht weiter, wenn diese bei irgendjemand anderen funktionieren sollte.
Von der Verkehrszeichenautomatik will ich weiter gar nichts schreiben, weil sie am Vergleichsweg mit anderen Autos eigentlich nicht wirklich funktioniert und für mich daher auch eine Gefahrenquelle ist. Meine Frau und ich fahren seit Jahrzehnten BMW und Audi, da gab es diese Themen nie.
Am Ende der Reise zeigte das Infosystem, dass man unter 120 km/h fahren soll, um ans Ziel zu kommen. Eigentlich kein Problem, da ich sowieso von der Autobahn abfahren musste.
Da im Endteil der Reise alle paarhundert Meter eine Ladesäule steht, habe ich es auch gewagt, mit nur 25km Restreichweite anzukommen.
Die Teslaeigene Akku Restanzeige errechnete 26% Rest bei Abfahrt und funktioniert so wie viele andere Systeme eigentlich nicht wirklich zuverlässig. Am Ende waren es 3%. Natürlich können verschiedenen Faktoren während der Fahrt auftreten. Da ich in Summe nicht über Richtgeschwindigkeit fuhr, bei weitem zu ungenau!
Mein Resümee: Im Winter verkürzt sich die Reichweite, trotz vorgeheiztem Akku vom Netz von über 500km auf gut 400km.




