Mercedes EQC SUV

Die Betonung liegt auf Volumenmodell. Die obigen Absichtserklärungen (die elektrische S-Klasse ist fix soviel ich weiß) liegen alle in den höheren Preislagen. Ich wünsche es Mercedes dass sie da die Kurve kriegen, denn ansonsten werden sie wohl gezwungen sein auf die chinesische Fahrzeuge der größten und drittgrößten Mercedesinhaber den Stern draufzuschnallen. Beim Smart ist es ohnehin 2022 soweit.

Hatte heute die Möglichkeit den ECQ in der NL Düsseldorf Probe zu fahren. Dort stehen zur Zeit 20 Fahrzeuge zur Verfügung.
MB kann Autos bauen, hatten dafür ja 100 Jahre Zeit…
… aber was nutzen mir Top- Verarbeitung und die berühmten Spaltmaße?
Ich will elektrisch fahren!

  • der Verbrauch ist zu hoch
  • Reichweite zu gering
  • Lademöglichkeiten unterirdisch
  • Preis auf dem Level des aktuellen MS/ MX
    Zusammenfassend kann man sagen, dass jeder Oldie aus 2014 bessere technische Werte liefert als MB für ein Fahrzeug, welches im 1. Quartal 2020 zur Auslieferung kommt, deutlich besser ist.
    Soviel zum Thema „Das Beste, oder nichts“
    Und wenn man schon Spezialisten schult, schadet es nichts, wenn diese den Unterschied zwischen 1 und 2- phasigen Laden kennen würden.
    Am Ende empfahl mir der Verkäufer für die Langstrecke doch einen Verbrenner zu nehmen. :open_mouth:

:laughing:

Auch die bescheidene Ladeinfrastruktur sollte man nicht vergessen. Darauf wird aber der Verkäufer sicherlich nicht aufmerksam machen. Weil er das sicherlich auch nicht mal weiss.

Also der EQC kann bis 110kW laden am den Ionitysäulen. In der Moovility-App mit Filter „über 100kW“ fand ich da viele Standorte (ok, je nur 1 oder 2 Säulen, aber trotzdem?). Scheint mir jetzt nicht so dass Problem zu sein, und scheinbar sind die alle über den Fahrzeugaccount freischaltbar, also kein Kartenchaos…
Klar, müsste man Mal ausprobieren wie das IRL funktioniert, aber 2015 war das Superchargernetz auch noch nicht so engmaschig.

Ich habe im ECQ den Routenplaner gestern getestet. Probeweise Fahrt von Düsseldorf nach München eingegeben. Die Berechnung erfolgt ähnlich wie bei TESLA.
Das System empfahl immer aus 10% herunter zu fahren und dann teilweise bis 40/50% zu laden um den nächsten Punkt zu erreichen. Dies ist tendenziell I. O.
Das Problem welches ich hier sehe, ist die Tatsache, dass oftmals, gerade Nachts, die Ladesäule (meist nur 1 Ladepunkt) von LKW zugeparkt, anderweitig belegt, oder defekt sind. Dann stehe ich mit 10% auf der Autobahn und nichts geht mehr.
Hier müßte man mit einer anderen Strategie fahren, dass man immer noch eine Alternativ-Säule erreichen könnte. Damit schrumpft die Reichweite weiter und wenn die nächste Ladesäule 11kW oder 22kW liefert steht man seeeehr lang, da nur mit gut 7kW geladen werden kann.
Sicher gab es früher weniger SuC, aber immer mit mehr als 1 Stall, die Ladezeiten waren damals schon viel schneller. Für mich alles kein Argument. TESLA zeigt wie es geht, wenn die deutschen Hersteller mit 8-10 Jahren Verspätung auf den Markt kommen muss mindestens das Niveau der Mitbewerber erreicht werden.
Welpenschutz gibt es nicht!

Mein „Oldie aus 2014“ lieferte in der Vergangenheit tatsächlich mal bessere Werte als der jetzige EQC.

Leider hat Tesla seit den Updates 2019.16.1.x und 2019.20.1.x aktiv daran gearbeitet, dass sie weit hinter Daimler zurück fallen.

Noch hoffe ich, dass es unabsichtlich war und noch dieses Jahr per Update korrigiert werden kann.
Erfahrungen aus der Vergangenheit (Heizungssteuerung seit v7) zeigen leider, dass diese Hoffnung unbegründet sein kann, denn es betrifft ja „nur“ „einige wenige“.

Um also im großen Bogen zu Daimler zurück zu kommen: was die liefern ist nicht schlecht als erster Versuch. Was ich mir im Tesla auch wünschen würde, wäre die tolle Integration aller Ladesäulen im Navi mit direkter zentraler Abrechung. Das gibt es bei Tesla derzeit nur für die SuC. Wenn man innerhalb des SuC-Netzwerks bleibt mit einem Tesla, dann reicht das eigentlich, aber ich mache eben gern mal Urlaub an der Ostsee und da stehen sie nicht so dicht an dicht wie in anderen Teilen Europas.

Aber warum schreibe ich eigentlich soviel, wenn der Strand lockt. Liest ja eh keiner…

Daimler baut aber 6 Batteriewerke, nicht nur eines… das in Esslingen ist halt direkt bei uns, da kenne ich mich besser aus… übrigens bastelt auch Tesla die Akkus nur zusammen.

Nein, auch durch zigfache Wiederholung wird es nicht wahr. Tesla hat eine Kooperation mit Panasonic. Man forscht gemeinsam an der Batteriezukunft. Man ist „Werksnachbar“ und hat gemeinsam in eine GF investiert. Mercedes kauft, wie alle anderen deutschen Hersteller, nur Zellen auf dem Weltmarkt zusammen. Wie gut das klappt sieht man derzeit bei VAG, da hat LG mal eben die Preise erhöht. Das ist ein riesen Unterschied, für manchen eben nur schwer erkennbar.

Die Daimleraktie war gestern übrigens auf 6 Jahrestief. Da scheint also nicht allzu viel Hoffnung für die Zukunft zu sein.

Und vor allem liegen Welten produktions- als auch know how technisch dazwischen ein paar Quader in Reihe zu schalten, gegenüber tausenden Rundzellen zu einen funktionierenden Akkupack zu machen.

ich fand das ziemlich erschreckend:
youtube.com/watch?v=lCXWlFLVpK8

bei den „Quadern“ scheint man praktisch nichts automatisieren zu können

vom tesla akku hab ich leider kein Video gefunden, ich behaupte aber mal dass das wesentlich weniger manuell gemacht wird…

Okay ich habs gelesen… du hast recht… :blush:

Schön, dass hier auch jemand ganz einfach zugibt, einen Fehler gemacht zu haben…das meine ich im Ernst.

en.wikipedia.org/wiki/Jeff_Dahn
teslamag.de/news/tesla-forschun … -auf-24981
msn.com/de-de/finanzen/top- … ar-AACOgIc
electrive.net/tag/jeff-dahn/

Damit hast Du nun für’s erste genug Lesestoff. :wink:

LGH

Bauen die da irgendeinen Prototypen zusammen?? Das kann ja wohl nicht Bestandteil einer Serienfertigung sein!

Habs gelesen, hat aber jetzt mit dem EQC auch nichts zu tun… was mich aber Batterietechnisch auch interessieren würde, warum gibt es keine großen Batteriezellen, warum werden da viele hunderte zusammengelötet, warum kann man da nicht z.B. 4 Superzellen bauen und zusammenlöten?! Ist vielleicht eine blöde Frage und gehört sicher nicht hier her… aber nen neuen Thread wollte ich dazu nicht auf machen… vielleicht gibts ja dazu eine kurze schnelle Antwort… :smiling_imp: :unamused:

Der Herstellung und der Umgang mit diesen runden Zellen haben T und P mittlerweile hochautomatisiert. Es werden mittlerweile Mrd. Zellen / Jahr hergestellt und zu Akkus verarbeitet - fasst vollautomatisch. Riesige „Superzellen“ haben zudem das Problem der Wärmeabfuhr. Da sind die Zellpakte (quasi eine Superzelle aus Babyzellen :slight_smile:), die eigentlich alle Hersteller einsetzen, praktikabler.

Bye Thomas

Weil eine Akkuzelle mechanisch und strommaessig nicht gut skaliert und weil sie bezüglich der Spannung gar nicht skaliert (Spannung bei Lithiumzellen immer ca. 3.6-3.7V). Und weil die Produktionsanlagen auf die Standardgroessen ausgelegt sind.

Trotzdem geht der Trend ja in Richtung der etwas größeren Zellen (siehe Teslas Schritt von 18650 auf 2170).

Trotzdem scheint aktuell die gewickelte zylindrische Zelle das Optimum darzustellen.
Leicht herzustellen, robust, und im Verbund ausfallsicher, weil man kaputte Zellen elektronisch isolieren kann. Mit der bestehenden Technologie wird das wohl die Bauart der Wahl sein.

Ich vermute die Hauptgründe sind Kühlung, Kontrolle und automatisierte Produktion. Klar kann man eine Pouch-Zelle besser packen oder formen, aber die Kühlung ist deutlich schlechter. Ich habe da viel Vertrauen in die Erfahrung von Tesla. Wenn die das so machen, wird das einen sehr präzisen Grund haben. So wie auch die allermeisten Details der Fahrzeuge von Tesla auch einen genauen Grund haben, auch wenn sie einem oberflächlich betrachtet merkwürdig vorkommen.