Leasing vs Barkauf

Also ich schließ nix aus, es kann ja in DE anders sein, aber Eigentümer JETZT ist der Leasinggeber. Es muss also einen Kaufvertrag geben, damit er das Fahrzeug als Eigentümer übernimmt, richtig? Sonst wird der Leasinggeber das nicht aus seinem Anlagevermögen raus nehmen können. Und dann ist es kein Neuwagen mehr.

Richtig vertrag, muss angepasst werden.

Soweit richtig.
Aber Eigentümer <> Halter <> Besitzer.

Das BAFA wird nur relevant, wenn der Halter sich ändert. Das Fahrzeug muss nämlich die Mindesthaltedauer auf den Antragsteller zugelassen bleiben.
Interessant in dieser Konstellation wird aber die Mindesthaltedauer selbst.
Da es ja ursprünglich geleast wurde, gilt da eigentlich 12 Monate (oder mehr). Die Frage ist jetzt, welche Mindesthaltedauer man hat, wenn Du das Auto vor Leasingende dem Leasinggeber abkaufst.
Eigentümer- und Besitzerwechsel sind in den Richtlinien nicht erwähnt.

Wie kommst Du darauf, dass für einen Eigentumsübertragung eine Ummeldung erforderlich ist wenn der Halter gleich bleibt?
Du brauchst lediglich einen Kaufvertrag für das Auto.
Den erfüllst Du durch Zahlung und dann gehört das konkrete Auto Dir.

Und wenn Du dann keinen Aufhebungsvertrag bezüglich des Leasings gemacht hast, dann bezahlst Du auch die Leasingraten weiter und Dein Leasinggeber hat Dir noch ein M3 zur Verfügung zu stellen.

Ich zerbreche mir nun seit Tagen den Kopf ob ich nun meinen neuen SR+ gewerblich leasen oder bar kaufen soll. Prinzipiell habe ich Fahrzeuge in der Vergangenheit geleast, bei Tesla sind aber die LF nicht wirklich ansprechend. Auch kann ich der hier entbrannten Diskussion Leasing vs. Kauf nur bedingt zustimmen, da sie sich nicht immer explizit auf das M3 sondern auf die Allgemeinheit bezieht. Tesla schafft es ja dann doch aktuell einen Hype um eine Marke zu erschaffen, die einen Wiederverkaufswert ziemlich stabil hält. Analog zu Apple Produkten, die ebenfalls wahnsinnig wertstabil sind.

Aktuell tendiere ich allerdings in diesem Fall zum Kauf. 42.170€ auf die ich die Vorsteuer ziehen kann, hinzukommend BAFA Förderung. Günstiger kann man einen Neuwagen wohl nicht beziehen. Zumal die Flexibilität gegeben ist, den Wagen nach x Monaten ggf. mit geringem oder aktuell auch gar keinem Verlust zu verkaufen.

Aktuell kann ich mir vorstellen, dass ein Model 3 in vier Jahren mit unter 40.000km Laufleistung mehr Wertverlust hat als ich beim den schlechten Leasingwagen an Kosten habe. Zumal ich dann natürlich nichts am Auto verändern kann.

*edit: Was ich natürlich selber zugeben muss ist, dass ich auch das Wörtchen „aktuell“ erwähne. Und „aktuell“ kann mir halt beim Leasing egal sein. Grundlegend neue Batterietechnik und keiner will mein 2021 M3 mehr haben. Oder das Modelt 2 (tba) oder Y wird zum Hype anstelle des M3. Das Tesla fürs Model 3 aber noch weiter die Preise senkt kann ich mir fast nicht vorstellen. Ebenso wird BAFA irgendwann nicht mehr da sein, die ja einen gehörigen Teil des Wertverlustes übernehmen.

Habe auch gekauft, da kann man halt aktuell jederzeit seinen „alten“ Tesla verkaufen und sich ohne Aufpreis den aktuellen holen.
Wenn man sieht, was die letzten 4 Jahre bei Tesla passiert ist, möchte ich schon die spontane Möglichkeit auf ein Upgrade haben.

Ich hab gekauft. Bei Leasing will jemand mitverdienen. Da ich das Fahrzeug länger fahren will kann ich damit machen was ich will. Es schreibt mir auch niemand vor, welche Versicherung ich nehmen muss oder nicht.

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So ging es mir auch , habe überlegt zuerst über Tesla zu finanzieren , aber Ballon Finanzierung gefällt mir nicht .
Daher habe ich ihn bar bezahlt und über ADAC finanziert.
Bessere Konditionen und durchfinanziert auf Null.
Ich werde den auch länger behalten und daher war es für mich die beste Lösung so.

Ist ja immer ne persönliche Entscheidung. Bei Finanzierung und Leasing besteht immer die Gefahr, dass sich die Leute übernehmen.
Bei Tesla gibt es ja (zum Glück) kein „Verkaufsgespräch“. Habe aber oft genug bei Freunden und Bekannten miterlebt, wie sie mit einem Budget von x und einer Vorstellung von Auto zum Händler sind und am Ende kamen sie mit einem Leasing oder ner Finanzierung für ein viel größeres und teureres Auto raus.
Bei Tesla besteht eher die Gefahr, dass man zu viel „Zubehör“ kauft.

In meiner Zeit als Freiberufler war ich über die Betriebskosten aus dem Geschäftswagenleasing happy. Zusätzlich habe ich zu schätzen gelernt alle X Jahre ein neues Fahrzeug zu haben und mich daher nicht mit den „Zipperlein“ eines alternden Fahrzeugs rumschlagen zu müssen. Daher - bis auf eine Ausnahme aktuell - habe ich das Leasing danach beibehalten.

Ja, man muss auf den Rückgabezustand achten - dafür gibt es aber auch Dienstleister, die hervorragende Arbeit machen, man sollte wissen wieviele KM man braucht und je nach Rechenart ist es teurer. Bei meiner Art zu rechnen - ich lasse meine persönliche Zeit und meinen Aufwand auch mit einfließen - bin ich gerne bereit das Geld für weniger Aufwand zu zahlen. Daher läuft mein M3LR jetzt auch über Privatleasing. Wäre ich noch selbstständig, müsste ich noch weniger nachdenken und würde die sofort absetzbaren Betriebskosten der Abschreibung vorziehen.

Ich habe auch lange hin und her überlegt, aber wenn man das Geld für den Kauf übrig hat, kommt man meiner Meinung nach ums Kaufen nicht rum.

  • In meiner Rechnung, bei angenommenen 50% Restwert nach vier Jahren, was ich für sehr pessimistisch halte, kam Leasing 2.000 bis 3.000 Euro teurer als kaufen. Bei den aktuellen Zinsen für Geldanlagen bin ich gerne meine eigene Bank und verdiene mir das Geld selber.
  • Das Restwertrisiko halte ich für überschätzt. Die Leute, die das bei den Leasingbanken einschätzen, haben da sicher mehr Übung drin als wir. Die Förderung ist für mich zudem „geschenktes Geld“, was ich gedanklich als Puffer für Restwertverluste mit einplane. Dafür ist es ja letzten Endes auch gedacht.
  • Die Preise für Tesla sind in Deutschland mit am niedrigsten, so dass man beim Auslandsverkauf noch zusätzlich was mitnehmen kann.
  • Beim Kaufen bin ich wesentlich flexibler. Ob ich das Auto nun sechs Monate, vier Jahre oder zehn Jahre halte, ich kann immer „live“ den Restwert im Auge behalten und entscheiden, was ich mache. Falls ich auf der Einkommensseite mal Probleme kriege, kann ich das Auto jederzeit verkaufen und hab ab da keine Verpflichtungen mehr.
  • Wenn das Thema Corona erledigt ist, wird die Wirtschaft eine Boomphase erleben, die zu höherer Inflation führt, dadurch steigt potentiell der Restwert des Fahrzeugs.

Dazu kommt, dass ich meine Autos gut pflege und meist überdurchschnittliche Verkaufspreise erziele. Der Vorgänger unseres Tesla war eine Familienkutsche (Ford Grand C-Max), die ich vor knapp neun Jahren für 25.000 Euro gekauft habe. Damals haben alle gesagt, „Junge, kauf bloß keinen Ford, und der Ecoboost-Motor wird dir nach drei Jahren um die Ohren fliegen“. Fakt ist, das Auto ist tadellos gelaufen (im Gegensatz zum Touran meiner Eltern mit dem dösigen TSI-Motor). Der private Käufer letzte Woche war sehr begeistert von dem Zustand und hat fast 10.000 Euro auf den Tisch gelegt. (25.000-10.000) / 103 = 145 Euro pro Monat, da kommt kein Leasing hinterher.

Grüße
KF

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Ja absolut. Wobei ich natürlich auch die jährliche Abschreibung ebenso als Gewinnminderung ausweisen kann.

Also ich lease meine Autos in der Regel. Man muss aber schon darauf achten, dass man ein gutes Angebot erhält. Hersteller geben oft versteckte Rabatte über ihre Leasingbanken weil man die Preise nicht verwässern will. Meine Frau fährt z.B. einen neuen Renault Megane für 125€ im Monat mit 20tkm/anno. Das macht in 3 Jahren 4500€ für ein Auto mit einem Listenpreis von 24T€. Der Wagen geht nächsten Monat zurück, für vergleichbare Wagen erhält man heute gebraucht für ca. 10-11 T€. Selbst wenn ich den Wagen für 20T€, inkl. Rabatt, neu gekauft hätte, hätte ich doppelt soviel bezahlt. Ich selbst fahre einen Passat GTE mit einem Listenpreis von 56T€ für 179€ im Monat + 4500€ „Bafa-Anzahlung“. Das macht in 2 Jahren und 40 Tkm 8796€. Das ist deutlich weniger als der zu erwartende Wertverlust. Den Rabatt hätte ich nicht bekommen wenn ich das Auto gekauft hätte.
Obwohl die Leasingkonditionen bei Tesla nicht sehr gut sind, haben wir das Model 3 als Nachfolger für den Megane geleast. Der Grund ist einfach, niemand weiß was in 4 Jahren ist. Der Gebrauchtmarkt für BEVs ist nicht existent, bzw. verfälscht. Wenn es keine Förderung mehr gibt oder die Dänemarknummer nicht mehr funktioniert, werden Marktpreise bezahlt. Und wie die aussehen, weiß niemand. Wenn man aber sieht, dass es Leute gibt die ihr neues M3LR zurückgeben wollen, weil sie nicht den 82kWh Akku haben, wie soll sich denn der Gebrauchtmarkt entwickeln wenn es dann evtl. Modelle gibt die neu eine Reichweite von 600 km haben und keine 30T€ kosten? Kaufe ich ein gebrauchtes, 4 Jahre altes, M3 mit 80tkm für 25T€ oder ein Jahreswagen-„wasauchimmerauto“ für 30-40T€ mit HUD, MatrixLED, Ambientebeleuchtung, komfortablem Fahrwerk und Geräuschdämmung? Tesla’s derzeitiger Vorsprung besteht fast nur noch aus dem eigenen Ladenetzwerk, der Beschleunigung und den Softwareupdates, andere Sachen gibt es bei anderen auch schon, zum Teil besser. Neue BEVs werden monatlich neu vorgestellt! Wenn der Tesla Hype dann abflaut, wer weiß wie sich die Gebrauchtwagenpreise dann entwickeln. Klar ist das alles spekulativ, aber in 4 Jahren sieht die Elektromobilität anders aus.

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Das war auch für mich der Grund, mit dem Model 3 das erste Mal in meinem Leben ein Auto zu leasen. Bisher wurden alle Fahrzeuge Bar bezahlt, da immer die Devise: „Kauf nur das, was du dir auch leisten kannst!“.

Sehr pessimistisch? Also für mich ist das eine über optimistische Sicht der Dinge. In 4 Jahren dürfte bidirektional Laden in allen Autos Standard sein. In 4 Jahren ist der Vorsprung der Supercharger mit Sicherheit dahin. Bereits in 2 Jahren muss jede neue Ladesäule das Zahlen mit Kreditkarte ermöglichen.
Ich bin überzeugt, dass Tesla in 4 Jahren hart zu kämpfen haben wird.
Hunderte Kilometer fahren um in eine Werkstatt zu kommen, das ist heute schon eine Zumutung, in 4 Jahren mit Sicherheit ein absolutes NoGo und ich bezweifle dass Tesla da mit den großen Playern nachzieht.
Wir erleben derzeit keine Evolution, sondern eine Revolution, heute ein eAuto kaufen, dieses Risiko wäre mir viel zu groß.

Also das mit den Superchargern würde ich mal anders sehen.

Die Kosten für die EC Zahlung wird der Kunde tragen… somit steigen hier weiter schön die Preise.

Sofern dann überhaupt noch so viele Säulen aufgestellt werden!

Tesla kann ganz schnell freien Werkstätten den Zugang gewähren. Oder machen wir XPeng ne Partnerschaft mit ner Kette. So wie ich die Philosophie verstanden habe, wollen die mit Service eh nichts zu tun haben. Dann muss auch niemand mehr 100km fahren. Ich erwarte sowas in den nächsten 1-2 Jahren. Mit der GIGA Berlin wird die Zahl der Tesla steigen. Dann lohnt sich sowas.

Sehe ich auch so. Audi fängt jetzt auch mit exklusive(re)n Ladestationen an.
Und das Plug’n’Charge ist mehr wert als mit Kreditkarte zahlen.

Wieso sollte er dafür die Kosten tragen? Ich bezahle so gut wie alles mit Google Pay bzw. der dahinter liegenden Debitkarte, bezahlt habe ich dafür bis dato noch nie einen Cent.

EnBW scheint ja nichts zu verdienen und hat die Preise schon saftig erhöht…wenn dazu nun die Hardware dazu kommt und die Gebühren je Transaktion werden diese umgelegt…oder meinst die verschenken es :rofl:

Nein, keiner verschenkt was. Das Gegenteil wird der Fall sein. Wenn es zu allen Ladesäulen einen einfachen barrierefreien Zugang gibt, werden die Anbieter davon profitieren. Vor allem aber alle nicht Tesla Kunden, weil das Kartenchaos an den Ladesäulen noch immer eine riesige Bremse für die eMobilität ist. Die Preise werden sich dann weiter harmonisieren.