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Was ich schon ewig sage, an Strom mangelt es in den wenigsten Gebäuden. Deine TG verträgt also ca. 80 Prozent E-Auto Anteil, wobei ich 22 kW schon als oversize ansehe, wenn wirklich jeder seinen eigenen Stellplatz besitzt. Dort tut es im worst case selbst eine blaue Anschlußleitung. Und wie beschrieben ein extra Schaltschrank wo die Zähler drin sind. Sollte alles machbar sein.
Einer Vollelektrifierung der Bevölkerung steht kaum was im Wege, nur die eigene Kaufentscheidung. Siehe 3 Diesel SUVs…
Ich greife das Thema hier gern noch mal auf.
Mein Hintergrund ist folgender. Einen Tesla habe ich noch nicht und weiß auch noch nicht ob es einer wird. Auf jeden Fall soll der nächste Wagen ein Elektro-Auto werden, aber die Voraussetzungen müssen stimmen. Eine davon ist die Lademöglichkeit in der Tiefgarage.
Wir haben in unserer Hausgemeinschaft 43 Parkplätze in der Tiefgarage. Die letzte Eigentümerversammlung hat nach meiner Nachfrage vom vorigen Jahr die Idee angenommen das interessierte Eigentümer eine neue Gemeinschaft gründen werden. Das lässt sich besser verwalten und auch die Kosten zuteilen.
Unsere Hausverwaltung ist auf die Firma Omexom zugegangen, da diese wohl der empfohlene Partner von Vattenfall in Berlin ist. Nun wurde folgendes Angebot mal für 5 Parkplätze erstellt:
Laut dem Plan soll eine neue Unterverteilung mit 35mm² an den bestehenden Netzanschluss oder einem neuen angeschlossen werden und dann die Wallboxen mit 10mm². Wir reden hier von ca. 40m für Leitung vom Netzanschluss zur Unterverteilung und 15m von der Unterverteilung bis zur äußersten Box. Das kommt mir in Sachen Wallbox-Verkabelung etwas zu gering dimensioniert vor für 22kW an der Wallbox. Liege ich da falsch?
Auch sind mir die Kosten irgendwie zu hoch. Vor allem das Testen der einzelnen Wallboxen schlägt ja massiv auf die Kosten.
Was sagt ihr, habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Bei der Position 5, Funktionsprüfung, sollte noch etwas gehen. Klar braucht es Messungen und Inbetriebnahmen, aber das dauert keine 6,5 Stunden pro Station.
Lass Dir mal ein Gegenangebot machen von H Stoye, er ist spezialisiert auf so etwas, schult auch andere Installateure in dem Thema Ladeinfrastruktur. paechelektro.de/
Ich nehme an Du bist im Berliner Raum unterwegs.
Edit: wir als Planer kalkulieren rund 1000€ Installation pro Wallbox + 1000 € für die Wallbox = 2000€ pro Ladepunkt zzg. Gebühren Leistungserhöhung. Die genauen Preise ergeben sich aus den Gegebenheiten.
Es kann sich durchaus ein Lastmanagement über die 5 Ladestationen lohnen um bei den Anschlussgebühren zu sparen. Das Lastmanagement können verschiedene Anbieter.
Soll das mit 5 Stationen der Vollausbau sein? Oder ist ein weiterer Ausbau zu einem späteren Zeitpunkt möglich/wahrscheinlich?
Das sollte man frühzeitig einplanen, sonst ist hinterher die UV zu klein oder das Lastmanagement nicht leistungsfähig genug oder der Hausanschluss zu schwach.
Wir machen in der Regel keine Festpreis-Angebote, aber 2000€ - 2500€ pro Ladepunkt plus Netzarbeiten sind ein guter Anhaltspunkt bei Standardanforderungen.
Danke, das erste „Hallo“ hatte ich leider vergessen. Entschuldigung dafür.
Auch danke für den Kontakt. Den werde ich mal ins Boot holen.
Ein Lastmanagement würde ich auf alle Fälle mit in Betracht ziehen. Da wie geschrieben noch 38 Parkplätze ohne Anschluss wären und sicher einige, aber nicht alle, folgen werden. Was der Anschluss ohne Management sicher nicht bewältigen kann.
Schön aber auch mal eine Hausnummer (ca. 2k plus Netzanschluss) zu haben um hier mit Zahlen arbeiten zu können.
Kommt drauf an, welchen Zeithorizont Du betrachtest. Ich denke, dass irgendwann jeder Strom an Stellplatz haben möchte
Ich würde deshalb den zukünftigen Einbau eines Lastmanagements jetzt schon in die Vereinbarung zu den Ladeanschlüssen mit Aufnehmen, auch wenn es jetzt wegen des evtl. noch relativ geringen Interesses noch gar nicht benötigt werden sollte.
Die 35mm² in vorhandener Kabeltrasse könnten zu knapp dimensioniert sein.
Punkt 1+5 zusammen ist heftig.
Mit Ausnahme von Punkt 3 ist die Arbeitszeit überall enthalten, weswegen 8 Stunden bei Punkt 11?
Da jede Wallbox extrig abgesichert wird reichen RCD Typ A-EV im Punkt 7 und da die KEBAs eine integrierte Gleichstromfehlerüberwachung haben würde sogar Typ A reichen.
Zum Rest kann ich da ich die örtlichen Gegebenheiten nicht kenne keine Angaben machen.
Besten Dank Teatime. Ich werde das mal erwähnen. In der Zwischenzeit werden wir auch Paech-Elektro anfragen um ein Zweitangebot zu erhalten. Da ich das Angebot grundsätzlich als etwas überteuert einschätze.
Ein Jahr später… wir haben immer noch nichts erreicht…
Die Eigentümer schreien: „wir wollen die richtige Lösung = Lastmanagement“, wollen dafür aber keinen Cent zahlen (und da man immer noch 100% Zustimmung braucht, reicht ja einen nein-Sager). Dabei will man auch noch in 10 Jahren die Möglichkeit haben, die Ladesäulen nachzukaufen die zu diesem Lastmanagement passen werden… uff…
Wenn man eine einfache Lösung anbietet: nur 1ph 16A: „nö, das geht nicht, dann sitzen wir ohne Strom, weil die Sicherungen fliegen“. Dabei haben wir immer noch kein einziges eAuto in der Tiefgarage (mein Model 3 ist ja immer noch nicht bestellbar )
So wird es wohl nie etwas daraus.
Eine eFirma war bei uns im Sept. 2018, die Lastmanagement anbietet: ich habe 2 Monate lang jede Woche angerufen um einen Termin zu bekommen, jetzt warte ich wieder 2 Monate um einen Angebot zu bekommen… also auch ein Reinfall.
Unsere Haus-Elektrofirma wollte auch einen Angebot haben, das hört man auch schon seit Monaten nichts mehr…
Aber das Beste ist: wir haben elektronische Strom-Zähler, wo man momentan Verbrauch ablesen kann. So habe ich von 18:00 bis 24:00 an einem Werktagsabend jede 30 Min Stromverbrauch abgelesen: um 18:00 war eine Spitze von ganzen 10kW (!) und in der Nacht lagen wir bei unter 2kW gesamt Verbrauch. Mit diesen Erkenntnissen habe ich unsere Haus-Elektrofirma konfrontiert: „ja Sie haben Recht, das Haus brauch max. 30kW wenn überhaupt. die Absicherung auf 86kW (3x125A) ist nur da, weil der Anschlusskabel nicht mehr kann“. Somit dürfen wir für eAutos 50kW komplett ohne Lastmanagement anbieten. Jetzt muss ich mal eine Möglichkeit finden sowas mit Master-Slaves Wallboxen umzusetzen. Da wären zwar die Tesla Wallboxen hilfreich, aber die sind ja nicht freikaufbar Keba-Boxen wären auch eine Alternative, sind aber viel teurer…
Und ich bräuchte 22 Stück für nicht Tesla Kunden.
Schauen wir mal wie es sich weiterentwickelt.
Eigentlich brauche ich persönlich gar keine WallBox. 7min Fußweg entfernt steht ein 2x22kW öffentlicher Lader. 5 Fahrminten entfernt wird bald ein 150kW CCS Telekom Lader eröffnet (steht schon da, noch nicht Betrieb). Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause gibt es 50kW CCS Lader beim Aldi… Ach ja, und auf der Arbeit habe ich 12x22kW Lader (die sind zwar ständig mit PHEVs zugeparkt, aber das kriegt man schon geregelt)
Juhu! Erster Erfolg!
Vielen Dank an Fa. https://e-mops.de dafür, dass die uns mehrere Angebote für das Lastmanagement erstellt hat. Gestern hatten wir eine Eigentümerversammlung. Wie es zu erwarten war, nach einem Jahr gibt immer noch noch nur 2 Interessenten.
Nachdem man die Kosten für das Lastmanagement gesehen hat und verstanden hat, dass man schon jetzt für EIN System sich entscheiden soll, dass alle unsere Wünsche in den nächsten Jahren befriedigen soll und dass es eigentlich in Zukunft noch mehr solche Systeme angeboten werden, sind wir zum Plan B gekommen.
Plan B: Dem Hausverwalter (da muss ich ihn wirklich loben, er hat sich nicht quergestellt, sondern echt geholfen) habe ich vorgeschlagen, dass man bis zu 6x3,7kW=22kW Anschlüsse über den „Hauselektriker“ genehmigt. Im Endeffekt hat der Hauselektriker nur 3x3,7kW erlaubt.
Da es nur 2x Interessenten gibt, wird der 3. Anschluss nach „First-come-first-serve“ Prinzip vergeben. Dabei haben wir uns verpflichtet, dass wir einer „größerer“ (z.B. Lastmanagement) Installation (falls z.B. der 4. Interessent kommt) nicht im Weg stehen werden. Ob wir wirklich eine Wallbox für 3,7kW oder nur eine CEE-Dose installieren bleibt uns „dreien“ überlassen. Ich bleibe bei CEE-Dose, dass es die günstigste Variante ist und man die Wallbox wegen späterem Lastmanagement nicht tauschen muss.
@Niko8888 schön, dass du die alten Beiträge auf der Suche nach einer Lösung durchstöberst.
Mit dem Beschluss zu „Plan B“ von @Eugenius kann ich zwar nicht dienen, aber wenn Du die Situation schilderst, kann hier bestimmt jemand mit einer Info helfen!
ja genau. Wie könnte man sowas clever formulieren im WEG Beschluss?
Ich suche erstmal nach einem groben Vorschlag für den Verwalter. Der Verwalter kann das ja dann noch in eine korrektere Formulierung ändern.
Also irgendwie derart:
"Die WEG stimmt der Installation einer Ladevorrichtung am Tiefgaragenstellplatz dem Antragsteller xy unter folgenden Auflagen zu:
Die Montage, Erstinbetriebnahme und Wartung der Ladestation werden
von einem qualifizierten Elektroinstallateur, der die bestehenden Normen und Installationsvorschriften kennt, durchgeführt.
Der Antragsteller übernimmt alle für die Einrichtung, den Betrieb und einem Rückbau der Ladestation anfallenden Kosten
Die WEG kann die Stilllegung der Ladestation nach eigenem Ermessen jederzeit durch einen qualifizierten Elektroinstallateur veranlassen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass die Sicherheit, insb. auch die Versorgungssicherheit der WEG mit elektrischer Leistung, durch die Ladevorrichtung beeinträchtigt wird.
Der Antragsteller, und grundsätzlich alle Miteigentümer die eine private Ladevorrichtung an Ihrem Stellplatz betreiben, verpflichten sich, an einem Lastmanagement mit dessen Einführung teilzunehmen und sich an allen dafür anfallenden Kosten zu beteiligen. Dies kann ausdrücklich bedeuten, dass die Ladevorrichtung des Antragstellers mit Einführung eines Lastmanagements aufgrund nicht vorhandener Kompatibilität auf Kosten des Antragstellers zurückgebaut und durch ein entsprechend kompatibles System ersetzt werden muss.
Die WEG behält sich ausdrücklich vor, in Zukunft ein Lastmanagement einzuführen. Dadurch soll erreicht werden, dass die für das Laden von Elektrofahrzeugen maximal zur Verfügung stehende Hausanschlussleistung nach einem durch die WEG durch Mehrheitsbeschluss festzulegenden Verfahren auf die Ladevorrichtungen verteilt wird.
Ich besitze zwei vermietete Stellplätze in einer Eigentumswohnungsanlage mit Tiefgarage (ca. 50 Stellplätze). Was Elektromobilität angeht befindet sich die WEG noch im Tiefschlaf, auch deshalb, weil ein Ladepunkt dort niemals durchsetzbar wäre – gibt mind. 30% Bedenkenträger. Mit der WEG Reform dürfte sich aber auch in dieser WEG was bewegen und ich will da schonmal etwas vordenken. Ich fände ein vorgehen ideal, wo die Early Birds sich alles installieren lassen dürfen was sie wollen – sofern technisch möglich – sofern zu einem späteren Zeitpunkt, sobald notwendig, die WEG jeglichen Spielraum hat, ein cleveres Ladesystem einzuführen an dem sich dann JEDER – also natürlich auch die Early Birds – beteiligen müssen. Mich überzeugen z.B. Lösungen wie von ChargeX, wo einfach für jeden Teilnehmer über Nacht ein Ladevolumen von x KWh festgelegt wird. Jeder bekommt dann über Nacht sagen wir 100 km in den Tank – und wenn dann noch Leistung über ist eben entsprechend mehr.