Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

Hallo Mathie,
Du solltest etwas sagen zum Lastmanagement und die Messung am Hausanschluss dafür (im ungezählten Bereich) mit dem Versorgungsnetzbetreiber besprechen und von Anfang an die Wandler installieren lassen. EIne Nachrüstung kostet später viel. Die Nutzer sollten Ladestationen mit einem Lastmanagement einsetzen. Das Lastmanagement geht stufenlos herunter bis 6A über das PWM Signal. Die meisten Fahrzeuge machen es mit dass die Leistung moduliert wird. Die Ladestation steuert dann das Ladegerät im Fahrzeug.

Wir sollten hier im Forum auch einige potentielle Lieferanten (Elektriker) haben für solche Lösungen, ich bin nur Planer…

Hi Ralf,
Danke für die Infos! Ich merke, dass ich mich mit der konkreten Funktioinsweise des Lastmanagements nicht wirklich auskenne,

Meinst Du ich soll in der Teilungserklärung (Das ist sozusagen das „Grundgesetz“ der Wohnungseigentümergemeinschafz) etwas dazu sagen oder hier noch mehr dazu erzählen, was ich mir vorstelle?

O.k. Das habe ich verstanden und da hätte ich auch selbst drauf kommen können…

Jetzt stehe ich schon wieder auf dem Schlauch. Was sind in diesem Zusammenhang die Wandler?

Gibt es eine standardisiertes Kommunikationsprotokoll per PMW für das Lastmanagement oder kocht da jeder Hersteller sein eigenes Süppchen?

Gruß Mathie

Ich meine, dass in den Verträgen von den Wohnungen aufgenommen werden muss, daß Ladestationen nur mit Lastmanagement betrieben werden dürfen.

Zur Messung bei Strömen über 63A nimmt man Stromwandler, im Prinzip eine Art Trafo der einen Strom so heruntertransformiert, dass er für ein Meßgerät verträglich ist. Den Strom der Hauszuleitung könnte man nicht durch ein Meßgerät fließen lassen. Im Hausanschluss könnten. z.B. Stromwandler 250/5A kommen. Bei einem Laststrom von 250A am Hausanschluss, würde der Stromwandler proportional 5A durch ein angeschlossenes Meßgerät bzw die Meßeinheit des Lastmanagement fließen lassen.

Ein standardisiertes Protokoll zwischen Lastmanagement und Wallbox gibt es bedingt. Insbesondere kenne ich nicht viele Lösungen „out of the box“, das Thema schlägt aber an allen Ecken auf. Mennekes hat Lösungen, Fa Keba zusammen mit Cohere und sicher noch einige andere. Dienstleister wie z.B. Mobility House haben sicher eine Lösung. Genau Dein Anwendungsfall ist etwas bei dem sich versierte Elektriker in Zukunft profilieren können.

Bsp maxem.io/de/ (privat)
maxem.io/de/corporate (mehr Ladestationen)
funktioniert mit verschiedenen Wallboxherstellern

Mach ich, allerdings nicht im Wohnungskaufvertrag, da das nur den Erstkäufer bzw. die Erstkäuferin binden würde, sondern in der Teilungserklärung, da hängt die Verpflichtung am Stellplatz - zumindest nach deutschem Recht.

Danke für die anschauliche Erklärung.

Na dann hoffe ich, dass die Standardisierung schnell fortschreitet. Momentan bin ich ja noch bei der Teilungserklärung, Bezugsfertig werden die Wohnungen erst in etwa zwei Jahren, bis dahin kann ja noch einiges passieren.

Vielen Dank nochmal!

Gruß Mathie

Ich habe nun zwischenzeitlich 2x einen kleinen Vortrag („Barrierefreiheit und Elektromobilität in der Wohnungseigentümergemeinschaft“) vor Beiräten und WEG-Verwaltern in Berlin gehalten, der erste Teil ist hier nicht von Relevanz, aber im zweiten Teil war ich als Nicht-Elektriker immer mit der Frage konfrontiert:

Schon klar, dass man da nie einen exakten Betrag vom Podium herunterrufen kann, aber ich hatte noch nicht mal eine Größenordnung. :astonished:

Versammelter Sachverstand hilf! :exclamation:

Ich möchte mit diesem Post keine Werbung machen, aber nur Information geben.

Unsere Ladecontroller (Von Ebee Smart Technologies GmbH), haben eine Energiemanagementfunktion, wo sie einfach im Netzwerk einander deren Ladeleistung mitteilen und dann den Strom gleichmäßig verteilt herunterregeln. Wir nennen es ‚peer-charging‘.

Ein Abrechnungssystem braucht man ja nicht in diesem Fall und die Autorisierung von den Ladepunkten geht dann über im Ladepunkt selber eingetragene RFID-Karten.

Hallo,

bin mir jetzt nicht 100% sicher ob das hier passend wäre, aber wäre bzgl. Lastmanagement nicht evtl. das hier von Teslabjörn vorgestellte Produkt etwas:
youtu.be/0Pdw_UM9Gng

Grüße aus Berlin
Goetz

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Servus,
wahrscheinlich wärs am besten einen eigenen Hausanschluss für die Tiefgaragen zu haben, dann stört die Weihnachtsgans nicht und das Lastmanagement muss sich nur auf die Garage beziehen.

Gruß Andreas

Halte ich für überflüssigen Aufwand, falls man überhaupt einen zusätzlichen Hausanschluss für die Garage bekommt. Der normale Hausbedarf hat Priorität, der Rest wird auf die Ladestationen verteilt.

Das einzige was sich für das Lastmanagement ändert, ist ein variabler Wert, der zur Verfügung stehenden Leistung, die verteilt werden kann. Oder übersehe ich da etwas?

Gruß Mathie

Hallo Mathie,

hast Du Deine Teilungserklärung fertig ?
Ich möchte auch ein Haus mit 5 Wohneinheiten bauen. Da habe ich dann das gleiche Problem.
Gruß
Alfred

Was mit bei den Gemeinschatfsgarage immer noch interessiert bei dem Lastmanagement… Das ist ja dafür da dass die begrenzte vorhandene Leistung so auf alle Teilnehmer aufgeteilt wird dass der Anschluss nicht überlastet wird. Wenn jetzt eine Garage 8 Stellplätze hat und die Anschlussleistung aber nicht ausreicht um alle 8 Fahrzeuge gleichzeitig mit 11kW oder 16,5 oder was auch immer zu laden, wie entscheiden die Systeme welche Fahrzeuge voll geladen werden und welche am nächsten Tag dann statt des Autos das Taxi nehmen? Bzw. woher wissen die Stationen wer wie viel drin haben muss am nächsten Tag? Oder bekommen dann halt alle nur 3/4 voll? Aktuell ist das ja selten der Fall, aber so Systeme sollten ja so gebaut werden dass man sie nicht alle 3 Jahre neu machen muss…

Schick mir mal eine PN mit Deinen Kontaktdaten, dann schicke ich Dir was zu.

Gruß Mathie

Deshalb brauchts Typ 2 an den Stellplätzen, damit ist die Leistung variabel ansteuerbar. 6A ist beim Tesla das Minimum, also ca. 4kW (3-phasig). Kann dann auch gleich mit PV verbunden werden, falls vorhanden und gewünscht.
Software: Maximale verfügbare Leistung geteilt durch Anzahl ladende Fahrzeuge. Da wird dann eben bei allen gleichmässig gedrosselt.
(Habe ich bei mir zu Hause auch so, beide Typ 2 können 22kW, Hausanschluss aber 40A).

6a ist das allgemeine Minimum im Typ2 Protokoll (6-80A)

Somit für jedes eAuto!

das ist schnöde Theorie, biete einer ZOE mal 10A 3Phasig an, sie wird sich strickt weigern, da ist 3x13A das Minimum (mehrfach probiert).
1Phasig geht sie unter 10A

Die alte Zoe ist ja auch bekannte Zicke :wink:

eher bekennende Ladezicke, oder auch der fahrende Stromprüfer :smiling_imp:

Wer sich in Europa ein Fzg mit 1-Phasen-Lader kauft ist aber auch selber schuld, wenn dann wegen dem Lastmanagement in der TG halt zeitweise nur noch 1.4 kW in seinen Wagen reingehen.

Zudem dürfte das wohl eher ein theoretisches Problem sein, denn um 20 Uhr sind die Backöfen aus, um Mitternacht die meisten Fzg voll und dann können immernoch 6 Stunden mit 7.4 kW einphasig geladen werden, also 45 kWh dazukommen.

Mein Tesla lädt im Moment gerade dreiphasig mit 5A.

Ja über Tesla Touch begrenzt :slight_smile:
Über pwm ist 6A das Minimum