Ich weiß ja nicht was Ihr so für Urlaube macht.
Von A nach B und alles dazwischen ist höchstens störend?
Reisen an sich kann doch schon Urlaub sein. Man erlebt halt auch schon unterwegs was. Und wie entspannt man ist hat sehr wenig mit den äusseren Umständen aber sehr viel mit der inneren Haltung zu tun.
Meine erste größere Tour ging in den 80ern in den Norden von Schottland. Da hat mir dann mal ein Bauer aus seinem Hof-Vorrat Diesel verkauft weil weit und breit keine Tanke zu finden war.
Dagegen ist heutiges Reisen quer durch Europa mit dem eAuto ein Kinderspiel.
Wenn Du so ein Abenteuer suchst, klar… Ich habe das ja auch cool gefunden 2011 mit Kabeltrommeln und Adapter zu reisen aber am Ende habe ich heute auch kein Festnetztelefon mehr mit Schnur obwohl ich damals noch von der Zelle bei der Freundin auf dem Festnetz anrufen musste um die die Stimme zu hören Zeiten ändern sich halt
Geschichten sammeln würde ich nicht zwingend als Abenteuer verbuchen.
Klar nervt es an einem schicken Ladepark in Litauen die App nicht ans Laufen zu bekommen.
Fährt man halt zum nächsten, hab eh nur gehalten weil ich mal gucken wollte.
In Riga hat der SuC nur 4 Stalls und ist gratis. Kannst Dir denken was da los ist. Im Endeffekt hab ich mich mit jemandem im Kaffee wiedergefunden, mein Auto war aber geladen und neben der netten Bekanntschaft gibt es eine Geschichte mehr.
Falls mal jemand in die baltischen Staaten fährt:
„ignitis ON“ ist eine super App. Habe ich leider erst beim Rausfahren dann empfohlen bekommen. Am Burger-Laden von einem anderen Tesla-Fahrer. Schönen Dank dafür an der Stelle
Edit fragt: Ist es Ladezeit wenn man etwas lernt oder ist es (vergeudete?) Lebenszeit - im Urlaub sollte man doch genügend Zeit haben um sich nicht ärgern zu müssen sondern neugierig bleiben zu können. Egal wie: man lernt nie aus.
Deshalb :
Freunde bitte erzählt doch mir und @OS-Electric-Drive keine BEV Märchen. Ich denke wir haben zusammen mehr km in Europa im BEV als die meisten anderen hier im Thread. Ich nutze das BEV als Vielfahrer sogar dienstlich In ganz Europa.
Ich denke wir beide können sehr gut beurteilen was „geht“ und was „nervt“.
Langstrecken sind solange man nicht im Peak zur Hauptreisezeit und alleine (!) unterwegs ist z.B. beruflich auch ok. Ich nutze die Ladepausen zum Emails machen. Alles ok und spart mir Zeit da ich regelmässig was erledigen kann. Machen die anderen Kollegen ähnlich aber mit Verbrenner. Da sehe ich kaum Nachteile. Auch im daily mit WB und PV ein wunderbares System. Keine Einschränkungen und da sehe ich nur Vorteile.
Aber dann kommen eben auch die negativen Seiten: Reichweite im Hängerbetrieb. 200-250km sind einfach echt doof. Urlaub zum Peak gerade wenn die SKler auch alle Ferien machen?! Ne bitte nicht nochmal. Klappt nicht und nervt.
Generell Urlaub mit Familie und Hunden ist im PKW nervig und im BEV noch etwas mehr wenn man am Ferienhaus keine Ladeoption hat. Wenn ja ist vieles entspannter.
Überfüllte und falsch angezeigte SuCs sind ein enormes Ärgernis. Man sieht 5 freie Plätze und kommt man an warten schon 3. Auch die Umleitung auf andere SuCs auch immer nochmal ein alter V2er…puh muss man mögen. Oder SuCs in der Pampa…nicht so dolle.
Laternenparken und BEV…für mich niemals eine Option. Viel zu nervig…
Deshalb ist das Komzept so schnell zu Laden wie möglich schon die beste. Wer länger rasten möchte kann doch umparken?! Wo ist das Problem?
Davon bin ich überzeugt. Genauso gibt es niemanden, der sich so ungeschickt anstellt und so viel Pech hat. Das ist ja schon fast die Liga wenn ein Spiegel oder Focus Reporter an den Gardasee fährt und dabei 8 Stunden Ladepausen braucht und dreimal auf die paar hundert Kilometer fast draufgeht.
Ich war auch schon in bis zu 1.100 km weit entfernen Urlaubsorten und es war immer vollkommen problemlos. Abgesehen von normalen Staus, die man auf solchen Strecken erwarten muss. Und wenn ich sowieso mindestens 10 Stunden im Auto sitze, dann ist das 2-3x Aufladen auch noch drin. Es ist weder cool noch romantisch, aber es bringt mich genauso wenig um, wie wenn es wieder einmal 30 Minuten nur mit Schrittgeschwindigkeit dahingeht.
Und natürlich hätte ich gerne einen 200 kWh Akku, den ich in 10 Minuten laden kann. Aber nur weil es den noch nicht gibt, ist die Elektromobiltät nicht gescheitert. Ich möchte nämlich auch eine staufreie Autobahn auf der ich immer und überall so schnell fahren kann wie ich will. Gibt es auch nicht und trotzdem ist das Auto nicht gescheitert.
Man kann natürlich auch immer Probleme suchen. Da ist der Erfolg sicher, wenn man das intensiv genug betreibt.
In den Winterferien 2022 sind wie zu siebt mit 2 Tesla nach Brighton gefahren. In Calais wurde ich damals mehr oder weniger höflich aufgeklärt, dass der Perso nicht reicht. Da bin ich eben mit unserem Gastschüler aus Estland nochmal zurück nach Rostock meinen Reisepass holen. 2 x 1000 km extra im S85 mit free Supercharging, daheim 4 Stunden Schlaf und wir waren einen Tag später in Brighton.
Ladezeit? Ja, länger als im aktuellen Raven. Wäre ein Verbrenner für mich damals eine Alternative gewesen? Nein!
Ich frage mich nur wie wir ganz entspannt unseren 4500 km England Trip überlebt haben. Für andere muss das ja die Hölle sein. Auch wenn keiner der Mitreisenden gemeckert hat. Halt falsch, wenn das Auto nach 20 Minuten weiter wollte und es für die Mitreisenden dann Stress war. Und wer übrigens nur auf ein einziges Ladenetzwerk setzt der ist halt selber Schuld. Das ist als wenn ich nur bei Jet tanken würde. Ist Stress. Ich hatte Geschäftlich eine Tankkarte von Shell, das war mehr Fluch als Segen.
All in beruflich ca. 25-30tkm beruflich + private km. Also Lessing mit 40tkm.
Siehe oben…ich weiss schon was ich sage
Der Urlaubsbericht DK ist auch hier km Forum. Alle Einzelheiten…
Dazu stehe ich immer noch ausser bei den neuen BEVs die nun mit > 650km echter Reichweite kommen. Das Ladeproblem bleibt da auch bestehen da der Lsdevorgang zwar schneller geht aber die 800V Lader knapper sind.
Ja ja da waren sie dann auch alle die Ratschläge:
Andere Zeiten nutzen (?)
Andere Tage nutzen (??)
Andere Routen nutzen (hatten wie sogar)
Auf andere HPCs wechseln (haben wir am Ende gemacht mit 2% Restkapazität)
Am Ende bleiben aber 60-75min pro 250-320km und durch den ersten verkorksten Ladevorgang am V4er wo die SuC Camper unterwegs waren die Hauptzeit am Elbtunnel.
Fazit:
Wer unendlich Zeit hat, die Hauptreisezeit nicht braucht (keine Kinder oder nicht schulpflichtig), wer keine Haustiere mitnimmt der kann mit dem BEV ohne Problem auch in der Nebenzeit wunderbar -wie ich meine beruflichen Strecken- fahren. Alles kein Problem.
ABER wer eben dummerweise dann fährt wenn auch die NOR, DK und Co Urlaub haben (hoher BEV Anteil) der wird überlastete SuCs sehen. Ja V3er sind load share je nach Netzanschluss und geben dann nur 73kw ab. Ja die SUC Camper nerven und ja man muss warten.
Somit ich nenne es mal diktiert dir das BEV deinen Urlaub vor.
Und mit dem Diesel wäre die Strecke ohne Laden möglich gewesen und man wär bei gleicher Abfahrtszeit nicht in zwei grosse Staus gerutscht. Noch ein Edit: Wir mussten zwei grössere Staus auch mitnehmen da die Umfahrung aufgrund des SoC nicht mehr möglich gewesen wäre. Den ersten Stau auf der Hinfahrt haben wir umfahren und sind am V4er mit 5 freien Plätzen gelandet (in der Realität waren es -3)
Ergo hat das BEV aus veranschlagten 8h (Verbrenner 7h) 11h geworden Das macht man gerne wieder(not)!
Deshalb sehe ich keine Chance wie diese Verkehrslamine die es jedes Jahr gibt (auch mit Warteschlagen der Verbrenner) per BEV abgearbeitet werden kann.
Jetzt kommen gleich die Superschlauen die sagen ja anders fahren… Ja deshalb nennt man es Hauptreisewelle weil das alle können
Man kann auch argumentieren gar nicht mit dem PKW fahren?!
Somit ne erzählt mir keine Romantik. Die hört in der Hauptreisezeit mit dem BEV auf so gut es auch sonst klappt.
Und wir haben nur 3% BEV im Bestand!
Das Bild mit der Schlage vor den 8 Säule an der Tanke ist auch von dieser Reise.
Also WIE soll das gehen? Tausende von HPCs bauen die niemand an 95% der Zeit braucht?
Ich sagte es schon: Grössere Akkus und mehr Reichweite und die HPCs die es gibt müssen sehe schnell laden. Anders geht das nicht.
Für uns die Konsequenz da wir uns nichts vorgeben lassen wollen vom BEV und das MY noch etwas da ist:
Keinen Urlaub mehr mit den Kisten unter 500km echter Reichweite. Mit der neuen Klasse probieren wir es dann wieder.
Besser WoMo mieten oder Fliegen
zum thema Ladenetzwerk: ich wäre am Sonntag vielleicht in meinen ersten Ladestau bei Tesla gekommen. SuC Lippetal, letzter Stall für mich. Als ich nach 10 min wiederkam waren schon wieder 3 Plätze frei.
Hätten sich bei Tesla die Teslas gestaut, hätte ich entweder nach Kamen weiterfahren können (wäre mit 7% SoC dann auch ein Abentheuer gewesen) oder halt mit der EWE Go Karte für 62 ct an den ganzen leeren Allego oder Ionity Ladern laden können. Hab eh nur 20 kWh gebraucht. Ob ich nun jetzt 48 ct bei Tesla oder 62 ct mit EWE Go bezahlt hätte, hätte den Kohl auch nicht fett gemacht. Sind dann als Differenz 14 ct pro kWh oder 3 € auf den gesamten Ladevorgang.
Ich kann die beiden echt gut verstehen. Ich reise viel durch Europa auch dadurch bedingt das meine Frau sehr sehr ungerne fliegt. Und natürlich viel beruflich. Wenn man nur einmal im Jahr Langstrecke fährt ist es sicherlich sehr romantisch, ansonsten eher nicht. Man muss schon viel planen um optimal unterwegs zu sein wenn man mit mehreren unterwegs ist, restauration will und optimales Laden.
Zum Thema Beliebtheit des BEV. Ich wohne in einer Straße wo mittlerweile alle ein BEV haben und mindestens einen Verbrenner. Und mit BEV meine ich Tesla (3 bis X), Audi, BYD, ID… Zusätzlich WoMo oder WoWa. Jeder Nachbar erzählt mir das gleiche. Im Urlaub auf keinen Fall. Hier können sich alle diesen Luxus leisten mit mehreren Autos. Für die Arbeit und lokal kein Problem. Aber nicht in die Ferne und nicht mit Anhänger. Wer will denn alle 200km laden, wer will den ggf. den WoWa abmachen und schieben, trotz automover. Das will keiner.
Fahrt mal Richtung Balkan? Sehr wenige SUC und oft überbelegt oder kaputt (ich sage nur Aleksinac) und wenn man die Sprache nicht spricht, mehrere Ladekarten nicht hat und wenig plant ist man am A. Und nun denken wir uns die gleiche Straße mit „Normalos“. Die nicht finanziell in der Lage sind mehrere Autos zu besitzen.
Die kaufen kein BEV. Ansonsten wären es nicht nur 3%. Alle die einen haben wollten und können haben einen. Ohne nennenswerte Innovation und bessere automatische Ladeplanung wird es nichts.
das mit dem Wohnwagen stimmt soweit.
Der Rest kauft kein BEV, vorallen in der Stadt, da er keine Lademöglichkeit hat. Und wenn es eine öffentliche gibt muss die erstmal frei sein.
Jetz stell dir vor du könntest in 5 Minuten laden dann könntest du vor der Pause anstecken, die Scheiben putzen und bis du fertig bist is der Akku voll und dann parkst du und gehst essen!
Also schnell laden wäre schon toll wenns eben auch wirklich schnell wäre!
jetzt stell dir vor es gäbe genug Ladesäulen und man könnte angesteckt lassen und müsste nicht noch umparken sondern könnte direkt vom Scheiben putzen essen gehen.
Da fällt mir ein: Warum steht sowenig Putzeqiupment an den SuC und an der Tankstelle finde ich das alles? Das ist in meinen Augen ein echter Vorteil von Aral Pulse.
Das schöne am E-Auto ist doch, dass es eine keine Betreuung beim laden braucht so wie der Verbrenner.
Würden alle PArkplätze induktives Laden möglich machen und ein stehn bleiben auch wenn man voll ist für sagen wir 30 Minuten wäre es auch kein Problem!
Aber entweder lädt er aktuell zu schnell damit es stressig wird oder er lädt zu langsam weil man einfach Heim will.
So richtig dazwischen gibts selten das es sich genau ausgeht!
Mit den SUC Preisen in Österreich soweiso eine Katastrophe.
Schon, aber es geht ja primär darum das man diese Schnellader nicht absichtlich blockiert, da wäre ein intelligentes System gut das erkennt wie hoch die Auslastung ist und dementsprechend nicht bestraft wenn man länger steht oder per App eine Nachricht schickt,
„Aufgrund niedriger Auslastung beträgt die erlaubte Standzeit nach Ladeabschluss 35 Minuten“