ich habe vor meiner Wallbox (Go-e homefix 11kw, allerdings nur 1-phasig angeschlossen) einen Stromzähler in der Verteilung eingebaut, um die Ladeverluste zu bestimmen.
Ich habe jetzt gestern z.B. von 42% auf 79% geladen, was bei einer Akkukapazität von 75kw dann ca. 27,8kw sein sollten. Geladen hat er laut Automat in der Verteilung 33,1kwh (und zusätzlich habe ich noch ein anderes Messgerät dazwischengeschaltet, welches 32,69kwh angezeigt hat). Dabei sind also nur zwischen 83,8% und 84,9% im Auto „angekommen“.
Beim Nachbarn habe ich vor kurzem 3-phasig von 39% auf 79% aufgeladen (an einer Tesla-Wallbox), welches bei 75kw ca. 30 kw sein sollten. Dabei wurden laut Zähler (3-phasig) vor der Wallbox nur 30,98kwh gemessen, was 96,8% wären.
Das wären dann mehr als 10% Unterschied und auf Dauer natürlich auch teurer, wenn ich weiterhin 1-phasig laden würde.
Was ich dazu sagen muss, ist, dass das 3-phasigen Laden in einer beheizten Garage (mehr als 10 Grad) erfolgt ist, und das 1-phasige Laden draußen bei momentan -5 grad im Schnitt. Könnte das auch zu der Differenz beitragen oder ist 1-phasiges Laden einfach nicht empfehlenswert?
Draußen wurde der Akku sicher zusätzlich noch geheizt und das verbraucht auch einiges an Strom.
Vergleichen kann man eigentlich nur bei denselben Außentemperaturen.
per se ist der ladeverlust an sich höher egal bei welchen temps geladen wird.
bei 11kw laden liegt das ungefähr bei 3-4%
bei 3kw liegt das idr bei 7.5-8%
muss halt per se strom gewandelt werden der für den akku auch verwertbar ist das haste beim schnellladen zb nicht.
und dann kommen halt wirkungsgrade ins spiel, kabellängen, eventuelle boxen die zwischen hängen plus der wandler im auto (gut der hat hier je nach modeljahr natürlich nen festen „wert“)!
Danke für die Antworten. Ich komme ja bei 3,6kw scheinbar auf 15% Ladeverlust. Ist das irgendwie erklärbar? Ich wollte die nächste Ladung mal mit dem Ziegel, den Tesla mitgeliefert hat durchführen und schauen, ob das besser wird. 15% sind mir auf Dauer zu viel
Kabel geht in die Garage erst einmal 5x2,5mm² (ca. 7 m) und von dort 5x6mm² 20m nach draußen zur Wallbox.
leider nicht das wirkt erstaunlich hoch, wobei ich selbst jetzt NICHT der ladenerd bin und alles ausmesse und kontrolliere ich schau ab und zu in den logger und gut!
und wie @maboko4711 schrieb du darfst halt auch nicht vergessen das mind die kühlung/pumpe mit laufen beim ladevorgang wenn du nach 2h fertig bist haste du die nebenverbraucher kürzer versorgen müssen als wenn das eine 12h ladenummer wird!
Ich habe jetzt keinen Link zur Hand, aber das wurde immer wieder mal genauer gemessen. Aus dem Gedächtnis:
Bei einphasigem Laden mit 10 bis 16 A liegt der Verlust bei rund 12% bis 13%.
Bei dreiphasigem Laden mit 12 bis 16 A liegt der Verlust bei rund 7% bis 8%.
Was meist herauskommt, ist, dass sich eine dreiphasige Wallbox je nach Preis, Förderung und Lademenge nach einer gewissen Zahl von Jahren amortisiert, also auch dann, wenn man die Ladegeschwindigkeit des dreiphasigen Ladens an sich nicht braucht. Diese Zahl von Jahren kann aber je nach den Bedingungen ziemlich hoch sein, so dass man sich das ruhig genauer überlegen kann.
Ich schätze, in der Mehrzahl der Situationen ist eine dreiphasige Wallbox die bessere Wahl, aber eben nicht mit großem Abstand. Ein gewisser Teil der Autofahrer (kurze Fahrstrecken, seltene Langstrecken-Fahrten, baldiger Umzug, Ladestationen in der Nähe, usw.) wäre mit einer Camping-Steckdose (CEE blau 16 A einphasig) preisgünstiger und auch ausreichend bedient.
Nach eineinhalb Jahren habe ich zumindest bei mir folgendes Bild: einphasiges Laden (13A) bedeutet 7%-Punkte höhere Ladeverluste als 11kW-Laden; Ladeverluste rund 17% versus rund 10%, ordentlich zu Buche mit rund der Hälfte schlägt die lange Ladezeit, in der das Auto wach ist
Nicht vergessen sollte man, dass eine Wallbox bei vielen älteren Häusern bauseitig nicht möglich ist, weil die Anschlussleistung zu niedrig ist und eine Ertüchtigung auch mal fünfstellig werden kann.
Das müssen dann aber schon sehr alte Häuser sein. Bei allen, die nach dem letzten Weltkrieg gebaut wurden die ich kenne, gehen 16A an einer CEE (3-phasig) immer.
Dann werde ich mal 3-phasig in Angriff nehmen. Haben bisher nur einen Wechselstromzähler aber der Wechsel auf Drehstrom ist zumindest bei uns in der Gegend in Berlin unproblematisch und der reine Zählerwechsel auch kostenlos. Leitungen habe ich eh schon 5-adrig verlegt, um für die Zukunft gewappnet zu sein.
Zwischen 1960 und 1970 gebaut im Münchner Süden. Hausanschlüsse der Stadtwerke geben das nicht her, da müssten tlw. auf 15 Meter die Gärten aufgerissen werden, die Hausverteilungen sind tlw. 2 adrig, Schmelzsicherungen häufig, keine FIs.
Die Eigentümer wohnen da oftmals seit 50 Jahren drinnen.
Da steht der Nutzen überhaupt nicht im Verhältnis zum Aufwand.
Jo same in Augsburg. Baujahr 1959 und äh ich hab mir die Details nicht gemerkt aber der Vermieter war auf jeden Fall sehr klar, dass dreiphasig in der Garage nicht so einfach geht.
Ich hol’ mir jetzt ne Wallbox ans Büro, da lädt man zwar draußen, aber kommt ja mit frisch vom hinfahren vorgewärmten Akku an. Denke das gibt immer noch weniger Ladeverluste als 1-phasig mit meinen 11 A.
Was mich aktuell interessieren würde: wie verhält es sich mit den Verlusten, wenn ich entweder einphasig mit 16 A * 230V = 3,68 kW lade oder dreiphasig mit 5 oder 6 A * 3 * 230V = 3,45kW respektive 4,14 kW? Sollten die Verluste hier mehr oder weniger identisch sein, da nahezu gleiche Ladeleistung? Spricht ansonsten noch irgendwas entweder für ein- oder dreiphasiges Laden außer die Verluste?
Das ist mir klar, meine Frage war allerdings eine andere. Macht es bei gleicher bzw. vergleichbarer Ladeleistung einen Unterschied, ob ich ein- oder dreiphasig lade? Die 300W Verlustleistung fallen ja beides mal an.
Wer der englischen Sprache mächtig ist, kann sich mal Björn Nylands Video anschauen wo er genau die Ladeverlust bei verschiedenen Ladegeschwindigkeiten gemessen hat: https://youtu.be/iLmIIe9N_aI