Die EU hat Untersuchungen zu Brandgefahren auf Schiffen durchführen lassen und das damit Beaftragte Konsortium hat keine erhöhten Brandrisiken durch BEVs feststellen können:
Das entscheidende ist, dass Brände egal ob ICEV oder BEV schnell genug erkannt und dann bekämpft werden. Wenn das nicht passiert, führt auch ein Feuer mit ICEV zum Totalverlust des Schiffs, bei ordentlicher Brandbekämpfung ist ist auch ein BEV-Brand beherrschbar.
Zwar ist die Gefahr bei einem Batteriebrand vom Ladestand des Akkus abhängig, aber auch bei BEVs sind die meisten Feuer keine Batteriebrände so dass der niedrigere Ladestand nur ein relativ wenig relevantes Risiko reduziert, welches dazu mit den gleichen Sicherheitsvorkehrungen, die man wegen der Gefahren brennende durch ICEV sowieso haben muss.
Ganz beeindruckende Videos des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung wie Zellen mit unterschiedlichen Ladeständen durchgehen gibt es hier:
Die Griechen scheinen mit ihrer 40%-Regeung also ein zwar tatsächlich existentes Thema, welches aber im Alltag für die Sicherheit auf Schiffen irrelevant ist adressiert zu haben.
Das kann ich bestätigen. Wir haben neugieriger weise einen Schnellader bei „Ioannina, Audi Kapsiochas“ ausprobiert. Mit der „PPC blue“ App hat eine kurze Probeladung problemlos funktioniert. Preis: 0,59 EUR/kWh. In der Gegend gib es auch Cafes für die Pause. Auf dem Weg nach Thessaloniki haben wir dann in „Veria, BP-Tankstelle“ einen Schnelllader ausprobiert. Dieser hat auch super funktioniert. App „Elpe Future“. Preis: 0,55 EUR/kWh
Wir sind am Mittwoch Abend von Igoumenitsa mit Anek nach Italien gefahren. Von dem 40% Ding hatte ich schon vorher von befreundeten Griechen erfahren und war vorbereitet.
Beim Check-In wurde ich nach dem Ladestand gefragt, kontrolliert wurde dieser danach aber nicht. Wenn man von Ancona dann Richtung Norden weiter will, reicht der Strom noch locker bis zum nächsten Supercharger.
Wir sind gestern von Piräus nach Chania mit Anek gefahren. Beim Boarding wurde ich gefragt „fourty percent?“. Das Auto hatte tatsächlich 39%, ich hatte aber auf km umgestellt, um zu sehen, was sie machen. Sie haben nur gefragt. Ich hab geantwortet „below 40” und damit war es OK. Wir bekamen einen „EV“ Pappstreifen unter den Scheibenwischer und durften mitfahren.
Fazit: es wird kontrolliert, aber nicht sehr genau.
Ist leider nicht immer so. Es gibt einen Erfahrungsbericht, wo eine ganze Familie nicht ins Schiff gelassen wurde. Vor allem Teslas sind im Fadenkreuz, weil sie bekanntermaßen nur elektrisch sind.
Erfahrungsgemäß lassen solche Kontrollen in Griechenland immer nach mit der Zeit, aber es ist Glücksspiel es „mal zu versuchen“.
Wir haben am 12.6 in Patras eigeschifft nach Ancona ANEK keine fragen oder eine visuelle Kontrolle. Alle Autos waren dicht an dicht auf der Fähre Distanz hinten ca 15cm vorne ca. 25 cm, Durchgang zwischen den Autos ca. 40 cm. Das ganze ist von der Oel Lobby angezettelt. Auch die FDP und CDU lässt grüssen.
Da meine Reise näher rückt und die Meldung bei Minoan jetzt auch auf Englisch und Deutsch abrufbar ist, habe ich mir nochmal bestätigen lassen, dass die 40% nicht für die Adriafähren gelten:
Kannst Du nochmal kurz erläutern, welchen Einfluss die auf die Griechischen Fähren haben? Wissing (FDP, BMDV) und Weber (CSU, MEP) fahren übrigens selbst elektrisch und wären bei einer Privatreise ebenfalls betroffen.
Wird bestimmt spaßig, mit dem Lademeister zu diskutieren…aber vlt kann man ihm ja eine Übersetzung der Beiträge hier zeigen, das überzeugt ihn bestimmt.