Wow - ich kenne nicht viele Foren mit einer derart hohen Qualität. Da freue ich mich gleich noch mehr auf meinen Tesla, wenn ich weiß, dass bei Fragen so kompetent geholfen wird.
Aus den zahlreichen sehr wertvollen Kommentaren habe ich folgendes mitgenommen:
Ich habe meinen Elektriker des Vertrauens bereits mit der Installation einer qualitativ hochwertigen Wallbox beauftragt. Wird in den kommenden Wochen erledigt.
Und immer daran denken:
Ein ladendes Elektroauto ist eine Dauerlast für die Leitung, daher möglichst großen Leitungsquerschnitt nehmen.
Lieber ein oder zwei Querschnittsgrößen größer als es laut VDE empfohlen wird, dann bist du
a) auf der sicheren Seite
b) reduzierst du die Leitungsverluste
c) könntest in Zukunft flexibel erweitern
Bei 11 kW sollten 2,5 mm² reichen, aber was spricht dagegen, wenn man sowieso eine neue Leitung legen lässt, direkt für 22 kW (bzw. 2 x 11 kW) zu verbauen, also 10 mm²?
Das teuerste an der ganzen Installation ist der Arbeitslohn des Elektrikers und die Wallbox. Der Aufpreis für den größeren Querschnitt macht da im Verhältnis nicht viel aus.
Ich hätte für meine 22 kW Installation - wie hier in den Essentials empfohlen - auch gerne 16 mm² genommen, aber dann wäre der Biegeradius so groß, dass das Kabel mindestens 50 cm tief mit Trassenwarnband vergraben werden müsste.
Bei 10 mm² Querschnitt konnte das Kabel eng genug um die Kurve gelegt werden, dass es direkt in dem Sand unter der Pflasterung verlegt werden durfte. Das sparte natürlich den Bagger, da nur die Pflastersteine hochgenommen werden mussten und der Rest mit einer einfachen Schaufel zu erledigen war.
Ich werde auch eine 11 kw Wallbox installieren lassen und dabei meinen hausanschluss auf den aktuellen Stand der Technik bringen (Haus ist von 1994).
Da schlaf ich ruhiger und laufe nicht Gefahr, dass die Shukodose abraucht. Die Investitionskosten sind nach 2 Jahren wieder drin, und 900 € gibts von der KfW.
Deine „Tipps“ sind leider komplett an der Realität des Fragestellers vorbei. Er hat keinerlei Bedarf, weder seinen Parkplatz aufzugraben damit er 5x10mm2 in die Erde bringt, noch dass er seine Haus- oder Fundamentwände anbohren will - und generell stellt sich die Frage wozu das irgendwer machen sollte? Das kostet eine so enorme Summe dass es billiger wäre, mit einem Klingeldraht zu laden. Dein Kampf für mehr Querschnitt in allen Ehren, aber das ist einfach alles nicht realistisch. 16mm2 für eine Wallbox? WOZU??? Da gehen bis zu 60A rüber, das ist weit über dem, was das gesamte Haus an Spitzenleistung verbrauchen darf - realistisch sind bis zu 48A im Verteiler.
Wie möchte man bitte den Strom vom Hausanschlusskasten (im Haus) zum Stellplatz (vor dem Haus) bekommen, wenn man nicht durch eine Wand bohrt?
Und bei 5x10mm² braucht man auch keinen Parkplatz aufgraben, da der Biegeradius eng genug ist, dass man direkt an der Hauswand bleibt. Aufgraben müsste man erst bei 5x16mm².
Und warum 5x16mm²?
Hier wollte ich gerade auf die Essentials verlinken, in denen ich diese Empfehlung gelesen haben will, um dann festzustellen, dass ich da wohl 5x6mm² und 16A in einen Mixer gepackt habe, woraus dann 5x16mm² wurden.
Laut den Essentials sind 5x6mm² bei 32A ausreichend, dementsprechend hat man mit 5x10mm² noch zusätzliche Reserve bzw. verringerte Leitungsverluste.
Sorry für diese Fehlinformation.
Ob 60A „weit über dem, was das gesamte Haus an Spitzenleistung verbrauchen darf“ sind, hängt wohl von dem Haus und dem Anschluss ab.
Wenn das Haus nur mit 3x50A abgesichert ist, dann stimme ich deiner Aussage zu.
Unser Haus ist mit 3x63A abgesichert, somit wären 60A sogar noch knapp unter dem.
Das Wohnhaus meines Chefs hat sogar einen 3x125A Anschluss.
Und genau das ist falsch. Die Sicherungen AUSSEN am Haus (oder wo immer Euer „Hausanschluss“ gemacht wurde), die für den Netzbetreiber relevant sind, sind 3x63A. Die erste Sicherung in Deinem Schaltschrank/Verteiler wird vermutlich, sofern es in DE nicht viel anders ist wie in AT (der Threadersteller ist übrigens in AT) um 2 „Größen“ niedriger sein, also 35A - maximal aber 50A. Der Grund für die zwei Größen Unterschied ist, dass, falls es zu einer Überlast in der Hauselektrik kommt, NICHT die Sicherung beim Hausanschluss zerstört wird, da diese NUR vom Netzbetreiber wechselbar ist, was enorme Kosten zur Folge hat und vor allem ein zeitliches Problem darstellt. Bei einem 63A Hausanschluss stehen Dir also in der Regel 35A zur Verfügung.
Ich kenne viele alte Gebäude in DE, in denen die Sicherungen des Hausanschlusses tatsächlich hinter einem verplombten Fenster liegen, die nur der Netzbetreiber wechseln könnte.
In vielen modernen Häusern in DE sind diese „Hauptsicherungen“ mittlerweile Sicherungsautomaten in einem verplombten Kasten, die jedoch von jedermann wieder eingeschaltet werden können.
Nach diesen 3x63A-Sicherungen geht es schon direkt in den klassischen Sicherungskasten, in welchem es direkt mit zwei Fehlerstromschutzschaltern zu den Leitungsschutzschaltern der einzelnen Verbraucher (Herd, Küche, Wohnzimmer, …) geht.
„Aussen am Haus“ gibt es bei uns gar nichts (ausser dem Revisions-Schacht für die Abwasserleitung).
Wenn das in AT so anders ist als in modernen Häusern in DE, dann halte ich mich jetzt aus dieser Unterhaltung raus, um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften.
Du hast gesehen, dass der Fragesteller Österreicher ist? Bezieht sich Deine Antwort auf Österreich?
In Deutschland ist der Überspannungsschutz wohl schon seit 2016 Pflicht bei Neuerrichtung und größeren Änderungen. Ob das Hinzufügen eines zusätzlichen Stromkreises eine solche Änderung ist, darüber bekommt man unterschiedliche Aussagen. Wenn es das ist, dann müssen auch die anderen Neuerungen umgesetzt werden, wie FI-Schalter für jeden Stromkreis und ein SLS-Schalter vor dem Zähler (gilt jetzt leider wieder für Deutschland). Die Normen dürften in Ö und D identisch sein, nur die Frage, ob und ab wann ihre Anwendung Pflicht ist, könnte sich unterscheiden.
Bei mir (AT- Neubau 2013) sind die verblomten Sicherungen sogar im Hauptverteilerkasten (Erdzuleitung) unterhalb der Zähler.
Kenne die aber bei älteren Bauten mit Freileitung (also Strom übers Dach), dass die häufig wo sitzen in der Nähe des Anschlusses am Dach - also Dachboden.
Normale wiedereinschaltbare Automaten sind das aber nicht. Das sind schon Schmelzsicherungen. Soweit ich weiß, halten die aber ein weilchen über Nennstrom durch und bekommt man im Normalfall nur „geschossen“ bei einem massiven Kurzschluss von Verbrauchern die hinter einem C16 Automaten hängen. Zuvor sollten eigentlich die vorgeschalteten Sicherungen auslösen.
In dem Artikel geht es um die Verlegung eines Erdkabels im Garten. Dort wird 60 cm Tiefe empfohlen, damit das Kabel „spatensicher“ verlegt ist.
Wenn das Kabel unter der Hofeinfahrt verläuft, dann kreuzt es einen Verkehrsweg (auch wenn es nur ein privater Verkehrsweg ist). Da gelten dann wohl in DE laut meinem Elektriker sowie dem GaLa-Bau andere Vorschriften.
Laut denen muss das Kabel nicht entsprechend tief eingegraben werden, wenn es nicht weiter als 10 cm von der Hauswand entfernt verlegt wird, da in dem Bereich nicht mit einem Bagger gearbeitet würde, sondern immer der Spaten zum Einsatz kommt.
Wie gesagt: Aussage von Elektriker und GaLa-Bau in DE.
Also ich komme aus dem Fachbereich der Elektrotechnik…. Und alleine um das Kabel zu schützen und die Frostsichere Verlegung zu gewährleisten gibt es da DIN und VDE Und auch EN Vorschriften die dieses verlangen… ich Plane seit 30 Jahren Elektroanlagen …
Jeder kann es ja machen wie er möchte… frag mal deine Elektrofachkraft nach den Verlegevorschriften:battery:
Den Artikel habe ich nur genutzt um es in einfacher Sprache zu erläutern….
Viel Spaß bei der Installation
Du hast Recht, das eine geringere Verlegetiefe in Hausnähe nicht normkonform ist, aber doch nicht wegen der Frostsicherheit? Das macht keinen Sinn, das Erdkabel endet ohnehin über der Erde, z. B. in einer Wallbox im Freien oder in einem unbeheizten Gartenhaus. Das macht dem Erdkabel nichts aus, und noch besser, es transportiert sogar bei Minusgraden noch Strom, der Widerstand sinkt dabei sogar.
Ohne weitere Vorschriften zu zitieren hier noch mal in leichter Sprache eine Erklärung zur Verlegetiefe….
Das Kabel sollte auf jeden Fall so tief eingegraben sein, dass es frostsicher verlegt ist. Dies ist ab einer Verlegungstiefe von 60 Zentimetern der Fall. In dieser Tiefe tritt kein Bodenfrost mehr auf und auch ein unbedachter Spatenstich kann das Kabel nicht direkt erreichen. Dies ist notwendig, weil Bodenfrost die Kabelummantelung angreift. Schon kleinste mechanische Belastungen können winzige Risse im Mantel bilden, in die Feuchtigkeit eindringen kann. In diesen Rissen gefriert beim nächsten Frost die Bodenfeuchtigkeit und vergrößert den Schaden. Konsequenz: Die Isolation wird beschädigt!
Nochmals recht herzlichen Dank für die vielen Hinweise.
Ich habe für mein Wohnhaus den Elektriker beauftragt, eine KEBA-Wallbox zu installieren. Dies entspricht seiner Empfehlung.
Fürs Ferienhaus werde ich zunächst den Elektriker ersuchen, die Leitung zu prüfen und eine blaue CE-Steckdose montieren lassen. Hier ist die Anzahl der Ladevorgänge eher gering.
Am Montag geht es dann gemeinsam mit meiner Frau auf Probefahrt; anschließend wird, falls alles zufriedenstellend verläuft, ein M3 SR+ bestellt.
Ich überlege nach einem Gespräch mit meinem Elektriker des Vertrauens nunmehr auch im Ferienhaus eine Wallbox zu installieren. Ist es möglich hier (in Österreich) eine zweite Förderung für die Wallbox zu beziehen ? Oder kann das ein anderes Familienmitglied beantragen, das regelmäßig in diesem Haus wohnt, aber nicht Miteigentümer ist ?