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Ladeeinrichtung bei Einfamilienhaus

Ich beabsichtige in den kommenden Monaten einen Tesla Model 3 zu kaufen. In diesem Zusammenhang habe ich Fragen betreffend die Ladeeinrichtung zu Hause, wo das Fahrzeug meistens geladen werden soll.
Die Rahmenbedingungen: Das Fahrzeug wird in der Einfahrt meines Einfamilienhauses parken. Eine normale Steckdose ist in der Gartenhütte vorhanden, Entfernung zum Ladepunkt ca. 12 m. Ein Stromanschluss unmittelbar neben dem Parkplatz wäre problemlos herstellbar, da bereits ein Kabel verlegt ist. Ein Heizstrahler mit 2,5 kW kann problemlos betrieben werden. Die Dauer des Ladens spielt keine Rolle, da das Fahrzeug immer wieder über mehrere Tage nicht verwendet wird. Allerdings leben wir in Österreich und müssen im Winter mit Minusgraden rechnen. Notfalls (z. B. bei extremen Temperaturen) ist ein Aufladen beim nicht allzu weit entfernten Supercharger möglich.
Ist es unter diesen Voraussetzungen sinnvoll möglich, das Fahrzeug an einer normalen Steckdose zu laden ? Welche Einrichtung soll – falls erforderlich – zusätzlich montiert werden ? Macht das (aufwändigere) Einziehen eines leistungsstärkeren Kabels mit stärkerer Sicherung Sinn ?

So wie Du den Sachverhalt schilderst, kann eine Steckdose reichen. Aber ich würde diese tatsächlich am Parkplatz montieren (lassen). Ist die Hauselektrik denn auf dem neuesten Stand? Sonst wird’s doof. Falls es in Österreich keine Förderung für den Einbau von Wallboxen gibt, würde ich das erstmal mit der Steckdose versuchen.

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Die Hauselektrik wurde 1995 von einem professionellen Unternehmen installiert. Ganz neu ist sie nicht mehr. Was könnte in diesem Zusammenhang ein Problem sein ?

Es gibt eine Förderung für private Ladeinfrastruktur in der Höhe von 600 €. Auch habe ich kein Problem damit, in eine vernünftige Lösung zu investieren, wenn dies einen Nutzen mit sich bringt.

Schuko geht, sollte aber nur eine Notlösung sein.

Wenn Du keine Wallbox brauchst/willst/nicht hinbekommst, solltest Du zwei Dinge tun:

  1. Tausch die Schuko gegen eine blaue CEE.Dose. Schuko ist für dauerhauft hohe Ströme nicht ausgelegt. CEE schon.

  2. Lass die Leitung von einem Elektriker checken, ob die dauerhaft 16 A verträgt. Nicht nur die Stärke der Leitung ist relevant. Ggf. auch die Länge. Auf die Aussage 1995 wird schon gut gearbeitet worden sein, würde ich mich nicht verlassen.

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Meine Rahmenbedingungen sehen vergleichbar aus. Haus Bj 1998. „Heimlader“ - bislang nie am SC geladen. Ich lade mit 3,7 KW/h an der blauen CEE-Dose. Über Nacht wird der Akku voll, für mich ein guter Kompromiss zur Wallbox. Gruss Chris

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Ich habe ein Haus von 1996. Das Stromnetz ist mit 16 A abgesichert. Mein Model 3 LR habe ich in den ersten 6 Wochen seit dem 30.03.2020 mit 220 Volt aufgeladen, was sehr lange dauert. Danach wurde meine Wallbox installiert, die mir bis zu 11 kW liefert. Ich lade allerdings fast ausschließlich mit 8 kW und meist täglich auf 80%.

Die Wallbox ist eine AMTRON® Premium 11 C2 / 11 kW von Mennekes mit LAN/WLAN-Anbindung.

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Ich habe anfangs als ich noch keine 3-Phasen in der Garage hatte mit Schuko geladen. Ja, es ist machbar, aber Du beschränkst Dich damit enorm. Auch ich habe in 3-5 Minuten Anfahrt einen Supercharger oder sogar in 3-5 Minuten Fußmarsch einen öffentlichen Lader mit 11kw. Aber für mich ist „laden daheim“ ein sehr wichtiger Bestandteil der Elektromobilität, den ich nicht missen möchte wenn es in der jeweiligen Situation machbar ist.
Endgültig aufgegeben habe ich im Dezember als es noch gar nicht mal so kalt war, als ich vom Schifahren heimgekommen bin und der 230V Schuko-Lader vom Tesla (reduziert im Tesla auf 10A wegen Dauerleistung!) hat mir 24+ Stunden Ladezeit angezeigt. Ich habe dann per go-e box mit 11kw auf dreiphasig 11kw umgebaut und bin seither echt happy. Nach einer längeren Tour zum Schifahren, ist der Akku in gut 2 Stunden wieder auf 80% geladen und somit für spontane längere Fahrten einsatzbereit.

Mein Ratschlag wäre daher, lass Dir vom Elektriker eine starke Leitung samt Sicherung und FI vom Sicherungskasten zum Auto legen, dort entweder eine 3phassige Dose für einen mobilen Lader oder fix eine Wallbox anschließen.

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Einfamilienhaus mit eigenem festen Stellplatz ist doch das Paradies eines jeden E-Auto-Fahrers.
Ja klar, Schuko ist (je nach täglicher Fahrstrecke) möglich, aber im Winter benötigt die Akku-Heizung zu Beginn des Ladevorgangs auch Strom, der dann nicht zum Aufladen des Akkus zur Verfügung steht und dadurch den Ladevorgang in die Länge zieht.

Und um morgens im Winter das Auto per App vorzuheizen reicht die Leistung der Schuko-Steckdose auch nicht aus, da diese nur 2,3 kW liefert, während die Heizung kurzzeitig bis zu 6 kW möchte. Entweder ist die Heizleistung dann eingeschränkt, oder sie zieht sich die Differenz aus dem Akku.

Wer einen festen Stellplatz direkt an seinem Haus hat (egal ob EFH, DHH oder Reihenhaus), der sollte sich den „Luxus“ gönnen und von seinem Hausanschlusskasten einen eigenen Stromkreis zu dem Stellplatz legen lassen, welcher direkt mindestens 11 kW bietet.
Sofern es der Hausanschluss erlaubt, sollte man vielleicht darüber nachdenken, zumindest die Stromleitung so zu bemessen, dass man auch 22 kW könnte, wenn man denn zukünftig wollte, denn dann bräuchte man nur noch den Sicherungsautomaten im Stromkasten austauschen und eine andere Steckdose bzw. Wallbox anschließen.

Dann ist der Wagen schnellstmöglich wieder vollgeladen und kann auch im tiefsten Winter mit voller Leistung ab Steckdose den Innenraum aufheizen.
Das ist ein sehr beruhigendes Gefühl, wenn man weiß, dass man zuhause jederzeit die volle Leistung des E-Autos nutzen kann.

Ich weiß nicht, wie es rechtlich in AT aussieht, aber in DE sind Wallboxen bis 11 kW meldepflichtig, bei mehr als 11 kW genehmigungspflichtig.
Wenn ich mir aber eine CEE rot 32 A Steckdose anschrauben würde, müsste ich es nicht genehmigen lassen. Dort dann einfach eine „mobile Wallbox“ dran und ich könnte genehmigungsfrei mit 22 kW laden.

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Hi, ich habe mein Model S ein halbes Jahr an einer Steckdose geladen. Die war etwas gepimpt, also dickere Kabel und gut ist. Das Auto lässt das nur 13A zu. Das hat mir vollkommen gereicht, da ich nur 100km am Tag fahre.

Mit einer Wallbox macht es jetzt mehr Spaß, gerade das Vorheizen zieht als richtig Strom im Winter.
30 Minuten vor abfahrt die Heizung an, da gehen mal eben 10KW ins Auto, die später nicht aus dem Akku kommen müssen. Das geht mit einer normalen Steckdose nicht so geil.

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Wir laden mit einer Wallbox in der Garage und ich möchte das nicht mehr missen. Über Schuko geht es natürlich auch, aber es ist ratsam bei Dauerbelastung den Strom etwas zu reduzieren und dann verlierst du nochmals etwas Ladeleistung. Mir wäre der zusätzliche Komfort die Investition Wert. Ist halt wie bei den Akkugrößen. Der SR+ funktioniert in 95% aller Fälle, aber der LR machts halt nochmal ein Stück komfortabler. :wink:

Du kannst es ja mal eine Zeitlang ausprobieren. Nachrüsten lässt sich die Wallbox (oder ein Starkstromanschluss) immer noch.

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Da sprichst du ein für manche Leute spannendes Thema an.
Mit Schuko (230 V, 10 A, 2,3 kW) dürften die meisten Leute ihren Tagesbedarf problemlos über Nacht nachladen können.
Da das Auto dann aber nur mit 2,3 kW anstatt mit 11 kW lädt, dauert der Ladevorgang entsprechend länger, die Bordelektronik ist länger aktiv und zieht während des längeren Ladevorgangs entsprechend mehr Strom, was sich negativ auf den Wirkungsgrad auswirkt.
Man bezahlt also für Strom, der nicht im Akku, sondern nur in der Bordelektronik ankommt.
Dazu kommt noch ein schlechterer Wirkungsgrad des 11 kW Ladegerät, welches nur mit 2,3 kW betrieben wird.

Mit der Installation einer 11 kW Wallbox verringert man diese Verluste, hat dafür aber auf der anderen Seite Investitionskosten.

Der Kostenrechner würde sich jetzt fragen, wieviel kWh er an Schuko laden könnte bis sich die Investition in eine Wallbox rentieren würde.

Der Bequeme nimmt die Investitionskosten unabhängig vom ROI in Kauf und freut sich über den Komfort einer richtigen Wallbox.

Der Prepper würde sagen, dass es egal ist, wieviel die Investition kostet, da es ihm im Falle eines Falles gar nicht schnell genug mit der Aufladung gehen kann und würde sich am liebsten eine 150 kW DC-Ladesäule zuhause hinstellen, da es ja sein könnte, dass er direkt nach Rückkehr aus dem Urlaub mit leerem Akku direkt wieder los muss, da er ganz dringend (am besten noch mit Anhänger) zu seiner 300 km entfernt wohnenden Verwandschaft muss.

Ich persönlich würde auch im Alltag mit Schuko-Ladung auskommen, da mein Arbeitsweg gerade einmal 15 km pro Strecke beträgt. Die 30 km pro Tag sind selbst im tiefsten Winter innerhalb kürzester Zeit an Schuko nachgeladen.
Trotzdem habe ich mich aus Komfort-Gründen für eine Wallbox entschieden, da ich nicht täglich meinen UMC aus dem Kofferraum oder Frunk holen möchte und der Typ 2 Stecker einfacher handhabbar ist als ein Schuko-Stecker. Und ein klein wenig Prepper kam auch in mir durch, da es bei uns tatsächlich auch ab und zu mal vorkommt, dass wir spontan möglichst schnell vollladen (= 90-95%) müssen, um zur weiter entfernten Verwandschaft zu fahren. Daher habe ich bei uns die vollen 22 kW installiert, die mein Oldie mit Doppellader noch verkraftet.
Sollte es mit den 22 kW immer noch nicht schnell genug gehen, dann sind sie aber immer noch schnell genug, um soviel nachladen zu können, dass ich es bis zum nächsten SuC schaffe, um dort noch schneller aufladen zu können.
Und wenn auch das zu lange dauert, dann kann es sich eigentlich nur noch um einen Fall handeln, bei dem man besser den Notruf wählt als selber hinzueilen.

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Da die Kosten keine wesentliche Rolle spielen und du von Minusgraden gesprochen hast empfehle ich einen 11 kW Wallbox installieren zu lassen. Dazu auch das entsprechende Kabel am nesten direkt am Zählerschrank neu verlegen. Bei extremen Minusgraden kann es sein, dass Laden über eine Phase an Schuko (bzw. Camping-Stecker) etwas knapp wird, da die Leistung alleine für das Temperieren des Akkus benötigt wird und nur ein sehr geringer Teil der Leistung zum Laden zur Verfügung steht. Lass das Ganze von einem Elektriker deines Vertrauens ausführen und alles ist gut. Das ist eine Einmalinvestition, die du nicht bereuen wirst.
Hättest du nach der günstigsten und noch sinnvollen Lösung gefragt wäre meine Empfehlung nimm eine vorhandene geeignete Leitung und lass einen blauen Camping-Stecker anbringen und Lade dann mit dem mitgelieferten Ladeziegel mit entsprechendem Adapter einphasig. Damit kommst du deutlich unter 100 EUR für Teile ans Ziel.

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Sehe das genau so wie Candid. Mit der Einschränkung, sollte es die günstige Lösung mit Steckdose sein, vorher prüfen ob 1,5 mm2 oder 2,5mm2 verlegt wurde. Bei der dünneren werden Leitungslängen interessant.
Da ich auch im September mein erstes S erwarte, werd ich mir eine neue Leitung in die Garage mit Unterverteiler legen. Dort eine Wallbox hin. Sehe in der E mobilität die Zukunft und möglicherweise kommt auch mal ein zweites E Auto. Da stehts dann an mit Schuko. ( auch bedenken dass dann ein anderer Verbraucher an der selben Leitung, ev. Gartenhütte nur sehr eingeschränkt möglich ist)
Ganz ehrlich will ichs aber auch gemütlich und aufgeräumt haben. Stecker der Wallbox rein zum Laden, in der früh ausstecken, losfahren.

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Bin ebenfalls aus Österreich. Kauf Dir eine fest installierte, geförderte Wallbox, mit 11kW, lass Dir diese montieren, und genieße Deinen Tesla sobald Du ihn hast. Diese Investition in die Wallbox wird Dein Leben viel leichter machen, sicherstellen dass Du auch bei tiefen Minustemperaturen vorheizen kannst und eisfrei/schneefrei losfahren kannst. Das Auto kostet Minimum 45k in AT, die paar hundert Euro für die Wallboxinstallation müssen da drinnen sein. Alles andere ist unnötiges Herumgepfusche.

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Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen!

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Ich weiß ja nicht, wie die Vorschriften in AT, CH, … sind, aber in DE gilt bei einer Wallbox bzw. Steckdose, die für das Aufladen eines Elektroautos gedacht ist, ein Gleichzeitigkeitsfaktor von 1,0.
Das bedeutet, dass sich an diesem Stromkreis kein anderer Verbraucher befinden darf.

Wir haben bei uns zuhause einen eigenen Stromkreis für die Wallbox im Carport legen lassen, der auf 22 kW ausgelegt ist.
Aktuell hängt da der Tesla Wall Connector dran, der auf 22 kW eingestellt ist.
Mittlerweile haben wir auch das zweite Auto im Haushalt durch ein E-Auto ersetzt, so dass wir uns beim Laden abwechseln müssen.
Wenn unsere Tochter in Kürze ihre Führerscheinprüfung macht und sich auch ein E-Auto zulegt, dann müssen wir mal überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, einen zweiten TWC an den Stromkreis zu hängen und die beiden TWC miteinander zu koppeln, damit sie Lastmanagement betreiben können.
Dann könnte einer mit vollen 22 kW laden oder zwei gleichzeitig mit je 11 kW.

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Das mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor macht Sinn. Wie es in AT geregelt ist weiß ich auch nicht.
Wollte eigentlich aber grundsätzlich darauf hinweisen, da der Threatersteller ja meinte er könne eine bestehende Leitung aus der Gartenhütte verwenden, dass es auch theoretisch (ob nun erlaubt oder nicht) nicht möglich wäre beim Laden noch einen weiteren Verbraucher an der selben Leitung (Sicherungsautomaten) anzuhängen.
So als Tipp, den ich schon mehrfach gelesen habe: den Elektriker deines Vertrauens nicht nach einem Anschluss für Wallbox fragen, sondern nach einem Starkstromanschluss (oder eben Unterverteiler). Soll günstiger sein
Edit: nicht weil da was anders gemacht wird, sondern weil anscheinend Unterschiedliche Tarife hinterlegt sind.

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Bei der Förderung würde ich in eine 11 kW Wallbox investieren. Beim Vorwärmen von Batterie (7kW) und Innenraum (bis zu 3kW) wird sonst trotz angeschlossenem Strom die Batterieleistung herangezogen. Und das verringert dann gerade im Winter Deine Reichweite.

Eine Schuko-Steckdose oder auch eine CEE-Dose kann Dir auch irgendein Spaßvogel beim Laden einfach ausstecken. Wegen der Temperaturüberwachung sollte beim Laden aus der Schuko-Steckdose auch kein Verlängerungskabel verwendet werden. Dann musst Du, so wie ich das verstehe, ohnehin eine neue Dose installieren lassen. Da ist der Anschluss der Wallbox kaum teurer.

Zudem ist es ein Komfortgewinn, weil Du das Ladegerät nicht dauernd wegpacken und wieder auspacken musst (deshalb auch eine Wallbox mit fest angeschlagenem Kabel).

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In Österreich muss jede Wallbox separat gegen Gleichstromfehlerströme abgesichert sein (weil sich diese kompensieren könnten wenn am selben Anschluss). Wenn die Box das selbst kann (im Sinne von gültig nach Norm) dann könnten mehrere an einer Sicherung hängen. Üblicherweise wird ein Elektriker aber separate Strompfade mit separater Absicherung erstellen.

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Neben den geringeren Ladeverlusten gibt es noch ein weiteres Argument für die Wallbox: Wir alle machen uns Gedanken („Gedanken“, nicht „Sorgen“!) über die Haltbarkeit unseres Akkus. Die Rahmendaten dazu kennen wir. Während der Akku durch zu schnelles Laden schneller altert, hängt das Altern bei der bei der Ladeelektronik an der Dauer deren Nutzung. Sprich das Laden mit nur 2,3 KW dauert VIEL länger als an der Wallbox und ist somit deutlich anstrengender für die Ladeelektronik. Also: ordentliches Kabel gelegt (mind. 5x6mm², besser 5x10mm²), ´ne schöne Wallbox aufgehängt und gut ist :slight_smile: Ist ja auch eine Investition in den Wert Deines Hauses.

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