Danke. Aber nennen andere keine Preise?
Die Sache mit der schlechten Aufbereitung ist leider immer wieder ein Thema. Es gibt unzählige „Betriebe“ aber die wenigsten arbeiten wirklich ordentlich. Es geht immer um Zeit und Geschwindigkeit. Dabei bleibt die Qualität auf der Strecke.
Aber gerade bei einer Langzeitversiegelung ist es extrem wichtig dass die Vorarbeit perfekt ausgeführt wird da ansonsten nicht sichergestellt ist, dass sich die Versiegelung fest mit dem Lack verbindet. Diese Langzeitversiegelungen wie Keramik oder auch die Graphenversiegelung verhalten sich anders wie ein Wachs. Ein Wachs liegt nur auf dem Lack, schmiert Kratzer zu und wäscht sich nach wenigen Autowäschen wieder ab. Eine Langzeitversiegelung verbindet sich fest mit Lack und hält (sorgfältige Vorarbeit vorrausgesetzt) einige Jahre (je nach Versiegelung).
Dabei sind einige Schritte einzuhalten. Gerade die Polierarbeit ist es aber die am meisten Zeit in Anspruch nimmt und hier wird leider auch sehr oft gespart. Es macht einfach zeitlich, preislich und auch qualitativ einen grossen Unterschied aus ob ich in die Polierarbeit 6Std. investiere oder 15.
Aber nicht nur die Polierarbeit ist wichtig. Wenn ich als Aufbereiter Geld sparen möchte und zum entfetten Isopropanol verwende, so wie man es früher bei einem Wachs gemacht hat, braucht man sich nicht wundern wenn die Langzeitversiegelung nur wenige Wochen oder wenige Monate hält.
Es gibt z.B. auch Polituren mit Silikonölen die den Lack super toll glänzen lassen. Der Nachteil daran ist nur dass hier nicht der Lack den Glanz erzeugt, sondern das Silikonöl welches sich übrigens in die Kratzer schmiert und Kratzer verdeckt so dass man diese nicht mehr sieht. Im Grunde nichts schlechtes für einen Selbstanwender aber bei einer professionellen Aufbereitung geht es darum die Kratzer zu entfernen und der extrem hohe Glanz entsteht durch den Lack und nicht durch eine Chemie…
Ausserdem muss bei einer Langzeitversiegelung dieses Silikonöl (genauso wie alle anderen Chemischen Verbindungen) durch den Entfetter vom Lack genommen werden da diese ansonsten wie eine Trennschicht zwischen der Versiegelung und dem Lack wirken.
Diese Trennschicht verhindert dann wieder die feste Verbindung der Versiegelung zum Lack und man ist wieder bei dem Thema dass man bei einem Aufbereiter viel Geld ausgegeben hat und nach nur wenigen Wochen oder Monaten von der Versiegelungsleistung nicht mehr viel zu sehen ist.
Man sieht im Netz sogar Fotos von Aufbereitern die ein frisch versiegeltes Fahrzeug mit Wasser benetzen um zu zeigen wie toll ihre Versiegelung arbeitet und wie hoch doch die hydrophobische Leistung ihrer Versiegelung ist.
Es entstehen dort auch Wasserperlen, der Profi erkennt aber sofort dass der Tropfenwinkel dieser Perlen bescheiden ist und die Leistung die hier gezeigt wird, eher an eine Versiegelung erinnert die seit mehreren Jahren auf dem Lack ist…
Eine Glaskeramikversiegelung ist mir aber auch neu 