Lackschutz-Keramikversiegelung von JLS-Fahrzeugveredelung

Der Witz ist wirklich uralt und ich habe den gefühlt 1000x gehört :wink:

Ja, die Gesetze diesbezüglich werden immer schlimmer aber die Umstellung auf Wasserbasislacke ist ja jetzt auch schon eine ganze Weile her. Es gibt aber immernoch Autohersteller die scheinbar besonderen Wert auf harte Lacke legen.

Es ist auch so, dass sich nicht jeder Lack gleich verhält! Ich hatte einmal sofort hintereinander zwei Audi A3 zur Bearbeitung bekommen. Beide in der gleichen Farbe und in etwa gleiches Baujahr. Bei dem einen konnte ich mit einem mittelharten Pad und einer Hochglanzpolitur unglaublich viel erreichen, bei dem anderen gar nicht. Der hatte sogar sticky paint an verschiedenen Bauteilen wie Haube, Türen und Kotflügel. Das war damals ein erheblicher Arbeitsaufwand das Ergebnis so hin zu bekommen wie ich es mir vorgestellt habe.

Es kommt auch immer darauf an welches finish man erhalten möchte. Deswegen kann ich bei solchen Aussagen wie dass eine komplette Aufbereitung bei einem schwarzen US Fahrzeug 300Euro kostet und 8 Std. dauert mit Keramikversiegelung, nur den Kopf schütteln. Ich nehme gegenüber anderen Mitbewerbern eigentlich nie das Wort „Pfusch“ in den Mund aber manchmal liegt das schon sehr nahe :frowning:

Auch die Sache mit dem „jedes Jahr einmal aufbereiten“. Ich hatte auch bei einem Model 3 schon den Fall dass Tesla dort scheinbar eine Lackstelle stark poliert hatte. Als ich den Lack vermessen hatte, ist mir sofort aufgefallen dass an einer Stelle, etwa so gross wie ein DinA4 Blatt, der Lack extrem dünn war. Und wenn die Lackschicht einmal unter 50µ erreicht hat, poliere ich nicht mehr. Die hatten dort bei einem Neuwagen so viel weg poliert dass man die Haube eigentlich nicht mehr polieren dürfte. Ich finde sowas unverantwortlich.

Bei so einem empfindlichen Lack wie den Lacken der US Fahrzeuge entstehen mehr oder weniger immer wieder Lackdefekte. Vor allem wenn keine Schutzversiegelung aufgetragen wurde. Es müssen nicht nur Kratzer sein, es reichen schon eingeätzter Vogelkot, eingeätzte Insektenreste usw.

Schon muss, um diese Lackdefekte zu entfernen, poliert werden. Je nach Verätzung muss hierbei mehr oder weniger Lack abgetragen werden. Das Problem dabei ist, wenn ich ein Jahr später das Auto wieder aufbereite und wegen den Verätzungen im Vorjahr von dem Klarlack schon 7µ abgetragen habe, in diesem Jahr wieder 5µ abtrage, ist nicht mehr viel Klarlack für den nächsten Polierdurchgang vorhanden und innerhalb der zwei Jahre hat das Auto vielleicht erst 15.000KM gelaufen und ist eben zwei Jahre alt. Der Lack ist aber demnach schon an seiner Grenze und verschlissen.

Habe ich eine Lackschutzversiegelung auf dem Fahrzeug, besteht eine „Opferschicht“ die sich im laufe der Jahre auflöst oder abgetragen werden kann. Entstehen hier kleinere, leichtere Lackdefekte, sind diese in der Schutzversiegelung und nicht im Lack. Somit muss ich, bei einer Defektkorrektur „nur“ die Versiegelung abgetragen aber nicht unbedingt den Lack.

Das macht einen grossen Unterschied aus bei so empfindlichen Fahrzeugen. Das ist aber nur ein Grund warum so eine Schutzversiegelung zu empfehlen ist. Sie schützt vor Streusalz im Winter, vor Lackalterung, UV Einstrahlung, Verwitterung usw. Das Fahrzeug lässt sich spielend leicht reinigen und die Insekten haften im Sommer nicht mehr so stark auf dem Auto. Man kann sich verschiedene Chemische, Umweltbelastende Reiniger sparen und spart damit auch noch Geld.

Ausserdem bleibt der Glanzgrad erhalten. Die Fahrzeuge sehen nach Jahren der Aufbereitung immernoch so aus wie bei meiner Auslieferung (frisch gewaschen vorrausgesetzt).

Kurzum kann man sagen dass einem bei der schwierigen Pflege von so empfindlichen Lacken, extrem geholfen wird.

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