Danke. Ich bin generell kein Freund von Fullquotes, aber nachdem Du nun schon meinen Beitrag komplett zitiert hast, möchte ich zumindest darauf hinweisen, dass ich ihn seither noch einmal überarbeitet und ergänzt habe.
Warum sollte das nicht funktionieren? Nicht von jetzt auf gleich - klar. Aber wer in der Stadt ohne Parkplatznot zurechtkommen will muss halt irgendwann auf BEV wechseln.
Ich hoffe das fastned mit ihren Plänen etwas Bewegung in die Struktur bringen wird. Es sind erstmal 12 Standort(ich glaub die meisten in der Nähe der Van der Valk Hotels) geplant aber es scheint so als muss wieder jemand von außen kommen und Deutschland zeigen wie man eine zukunftsfähige Ladeinfrastruktur aufbaut.
Für uns Teslafahrer ist diese Struktur vielleicht keine so große Ergänzung weil an vielen geplanten Standorten schon SuCs sind, aber es kann der Elektromobilität im ganzen hoffentlich einen weiteren positiven Impuls geben, hier vor allem was Langstreckenfahrten angeht.
Die 50kW Lader bei Tank und Rast sind ein Anfang und für die Akkus kleiner als 50kW ja auch schnell genug, nur ist doch absehbar das die Akkus größer werden (müssen) und das dann nicht mehr viel mit „schnell“ laden zu tun haben wird. Schade das man Steuergelder nicht gleich in zukunftsfähigere Infrastruktur investiert. Ein Anfang ist es, das ist ja schon mal gut, wenn auch keiner der „unser“ Geld sinnvoll investiert.
Das sehe ich nur dann so, wenn ich dafür jedes mal das Kabel umständlich aus dem Kofferraum pulen muss. Ein fest angeschlagenes Kabel wäre da eher beser: Reinstecken und Karte vorhalten - das wars. Hoffe, dass das bei DeCs für Kurzparker (<1h) Standard wird. Optimal natürlich induktiv: Drüberstellen und weggehen
Glaube mir, nichts wäre mir lieber, aber wir reden hier von Deutschland, wo überall und jederzeit mit dem Auto beliebig schnell rasen, parken und die Luft verpesten mehr zählt, als schriftliche fixierte Grundrechte (z.B. auf körperliche Unversehrtheit). Deshalb funktioniert das hier (auf absehbare Zeit) nicht. Gegenbeispiele aus Norwegen, Finnland, Holland und China helfen da auch nicht weiter. Leider.
Neulich fragte mich ein Kunde, wann in Stuttgart das große Fahrverbot kommt und ich alleine mit meinem Tesla durch die Innenstadt fahren kann. Meine Antwort war nur: Das erlebe ich nicht mehr.
Da ist bei den derzeitigen 11 und 22 kW Stationen aber leider die Regel, rauspulen anstecken usw. Alles kein Ding, bei 30 min Standzeit macht es für mich persönlich nicht so viel Sinn.
Dein Vorschlag mit festen Kabel wäre sicher praktischer, stellt sich dann nur wieder die Frage nach der Kompatibilität für alle Automodelle. Induktionsladung halte ich aufgrund der hohen Verlustleistung für nicht Umweltgerecht, da wird einfach zuviel Energie verschwendet.
Fragt man sich warum man dann nicht gleich eine 150kW Säule drauf stellt, klar ist die teurer aber würde zukunftsfähiger sein und damit länger betrieben werden können und zugleich von Anfang an Standzeiten reduzieren und somit rentabler sein können.
Es gibt momentan noch andere Anschlüsse als Typ2, aber die werden ja weniger, oder zumindest nicht mehr?
Mich nervt es, immer das Kabel rausholen zu müssen und dann damit rumhantieren zu müssen.
Besonders toll, wenn es gerade in einer Pfütze gelegen ist.
Induktion halte ich auch für übertrieben.
Momentan macht es mehr Sinn mehrere Ladesäulen mit 50 kW zu installieren als nur eine mit 150 kW. Derzeit und in den nächsten 2-5 Jahren ist nicht die Ladeleistung ist das Problem sondern die fehlenden Ladeplätze.
In der Stadt wäre es sogar besser wenn man statt mehr als 100.000 Euro für eine 150 kW Säule auszugeben das Geld lieber in 50-100 preisgünstige 3,6 kW Anschlüsse an stark frequentierten und lang genutzten Parkplätzen zu investieren. Damit ist insbesondere den Leuten ohne Heimlademöglichkeit geholfen.
Meine Aussage bezog sich auf das SLAM Projekt, was an den Autobahnen gebaut wird, da anstatt jetzt 50kW Lader hinzustellen macht in die Zukunft gerichtet doch schon jetzt 150 kW mehr Sinn, sonst baut man in drei Jahren wieder um, das halte ich für rausgeschmissenes Geld. Wie ich auch schrieb find ich zumindest die 50 kW Ladeinfrastruktur schon mal gut, ein Blick zu unseren Nachbarn aber zeigt wie man es in meinen Augen gleich richtig macht. Wenn heute noch kein Auto 150 kW laden kann dann ganz sicher morgen, das kauft man aber nur wenn man eine Ladeinfrastruktur hat die man dann auch schon benutzen kann! Ich nehme hier Tesla mal raus, das ist ja alles durchdacht und auf den Punkt. Dieses Beispiel vor Augen bauen wir heut in Deutschland trotzdem Ladestationen mit weniger als 50% Leistung als ein SuC und hoffen somit der E-Mobilität Vorschub zu leisten? Jeder von uns hier weis oder kann sich vorstellen wie es wäre mit einem 40kW Akku und 50KW Ladern Langstrecke zu fahren, das ist nicht die Zukunft und nicht so schwer zu erkennen. Die ganze Idee und der Aufbau passt zu dem wo die deutsche Autoindustrie heute steht und ist Stand heute ok, aber weder zukunftsfähig noch ausreichend. Falsch investiertes Steuergeld, wenn es ein Konzern machen würde, ohne unser aller Geld wäre es mir egal, da ist jeder selber für seine Entscheidungen verantwortlich und der Markt reguliert den Rest.
Was die Innenstädte angeht geb ich dir vollkommen recht, ein Mix aus vielen kleinen und hier und da ein paar Schnelladern, je nachdem wo was am sinnvollsten ist.
Zumindest an kostenpflichtigen Parkplätzen gibt es eine sehr simple und effiziente Lösung auch ohne Neiddebatte.
Man errichtet innerhalb einer kostenpflichtigen Parkzone mit Parkscheinautomaten an einer beliebigen Anzahl Park-/ Stellplätzen simple „dumme“ Ladeboxen (oder meinetwegen auch nur Steckdosen für das UMC/ICCB)
Es gibt 2 Tarife, die man am Parkscheinautomaten wählt - Parkplatz ohne Wallbox und Parkplatz mit Wallbox.
Der Parkplatz mit Wallbox kostet pauschal Summe X mehr, dabei spielt es keine Rolle, ob die Box genutzt wird oder nicht.
Solange es also ausreichend Parkplätze gibt, werden die Verbrenner oder Leute mit ausreichend vollem Akku die teureren Ladeplätze meiden.
Wenn die Auslastung des Parkplatzes hoch ist, wird auch der Verbrennerfahrer um den „ergatterten“ Stellplatz froh sein und die Ladeinfrastruktur gerne kostenpflichtig als Mischkalkulation mittragen.
Damit wäre allen geholfen
dem ladewilligen E-Autofahrer
dem normalen Parkplatznutzer
und am allerwichtigsten