Kilometersteuer in UK ab April 2028

Mit dem gestern vorgestellten, neuen Haushalt, werden in England, ab April 2028, GBP 0.03 für BEV und GBP 0.015 für Hybride je gefahrener Meile fällig.

Das Thema war schon seit einigen Wochen durchgesickert, die Details sind allerdings neu.

  • die Ermittlung der gefahrenen Kilometer solle im Rahmen des MOT (Ministry of Transport Test) ermittelt werden
  • die Regierung rechnet mit einem merklichen Rückgang der Zulassungszahlen von BEV, durch das vorgestellte Modell (‘Overall, as a result of this measure, we estimate there will be around 440,000 fewer electric car sales across the forecast period relative to the pre-budget forecast, with 130,000 of this offset by the expected increase in sales due to other Budget measures,’)

Einer der vielen seltsamen Aspekte des Ansatzes ist, dass bei den MOT teilweise immer noch Rückstände aus der Corona-Zeit abgearbeitet werden. Wie sie die zusätzliche Anforderung bewältigt werden soll, scheint nicht im Vorfeld abgeklärt worden zu sein.

Infos u.a. hier
https://ch.marketscreener.com/boerse-nachrichten/grossbritanniens-haushaltswaechter-kuendigt-neue-kilometerabgabe-fuer-elektroautos-an-ce7d5ed2d080f725

und hier

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wow, die Tommies sind ja wirklich nichtmehr ganz rein? :smiley:

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Ich sag nur: Rinderwahnsinn :face_with_spiral_eyes:

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Unsere Regenten werden sich das auch recht schnell abkucken, wenn es in GB real eingeführt wird. Die entgangene Kfz-Steuer muss ja irgendwie wieder reingeholt werden.

Bis zur realen Umsetzung wird es noch ein wenig dauern.

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Na da bin ich mal gespannt. Ein Gesetz, ausgedacht von Bürokraten für Bürokraten. Immerhin eine Kilometergebühr und nicht eine für die kWh. Bein den BEVs lassen sich aber die km Stände nicht mehr so manipulieren wie früher, sonst wäre das auch ein gutes Geschäftsmodell.

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Grundsätzlich finde ich es vernünftig, eine Finanzierungsquelle für die Post-fossile-Brennstoffe-Zeit, für den Unterhalt des Strassennetzes, zu suchen.

Was sehr seltsam anmutet ist die schlechte handwerkliche Qualität der diversen politischen Vorstösse.

England hat, ab 2030, ein Verkaufsverbot für Verbrennungsmotoren für Privatautos festgelegt. Wie das mit der jetzt entstehenden Verunsicherung der Verbraucher zusammenspielen soll, keine Ahnung.

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Schlimmer: warum stellt man einen Hybrid besser?

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Eigentlich kann die Einführung niemand überraschen
und das der Gesetzgeber Vorschriften gegen das Manipulieren der Kilometerstände eingeführt hat war wohl auch nicht nur für den Kampf gegen zwielichtige Autohändler.

Vermutlich weil es da noch Einnahmen aus der Mineralölsteuer gibt…

Schon. Aber wollte man nicht die Verbrennung loswerden??

Man weiss halt nicht was man will. Am Besten die Eierlegende Wollmilchsau…

Vermutlich wegen der Steuer auf Treibstoff.
Ist jetzt dann natürlich willkommene Werbung für Hybride mit großer Reichweite.

Weil der für den Benzinmotor auch noch Steuer zahlt.

Es wäre naiv zu glauben, dass das (in welcher Form auch immer) in Deutschland nicht auch kommt. Irgendwie müssen die Mindereinnahmen bei der Energiesteuer ja wieder reingeholt werden.

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Mal sehen, wie das mit Grenzgängern geregelt werden wird. Wenn mein Auto im Jahr 30.000 km im Ausland läuft, zahle ich das dann auch alles in Deutschland?

Zur Erinnerung, in England sah man auch den Austritt aus der EU als sinnvoll an, viele haben sich aber erst tatsächlich über die Konsequenzen informiert, als die Abstimmung schon durch war. Mich überrascht dort auf der Insel nichts mehr - viele werden nun eher ihren alten Verbrenner noch länger behalten.

Vermutlich der Einfachheit halber ja. Die grosse Crux an alldem ist, dann man es nie perfekt machen kann. Nimmt man nur einen Zusatzbetrag aufs öffentliche Laden (ähnlich Mineralölsteuer) so kommen die ganzen Heimlader „ungeschoren“ davon. Will man das hingegen besteuern, ist das ein riesiger Aufwand. Das tatsächlich einfachste sind die Kilometer. Und ehrlich gesagt: vermutlich auch das sinnvollste. 3 Cent pro km sind schon recht sportlich, sind immerhin 3 Euro pro 100km, aber vielleicht kommt man ja auch mit 2 oder 1 Cent hin.

Wenn man es aber ganz gerecht machen möchte (also so dass alle zahlen), dann geht es nur über eine Maut.

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Im englischen Entwurf ist ausgeführt, dass die Regelung nur für Fahrzeuge gilt, die in England immatrikuliert sind, aber dort sind schon die geografischen Voraussetzungen andere. Dort gibt es nicht wirklich viel privaten Durchgangsverkehr, im Gegensatz zu Ländern wie Deutschland, Frankreich, Schweiz, Österreich, etc.

Nachdem die Bahn dort vor 1 1/2 Jahren durchgedreht ist (250 Pfund für ca. 2 1/2h Fahrzeit von London nach Liverpool), der Internet Zensur Akt als Kinderschutz durchgewunken wurde und seitdem immer mehr Geld aus dem Land abfließt wunder mich dort garnix mehr.

3 Pfund auf 100m extra sind bei 1,35 / Liter jetzt nicht so teuer, aber nachdem das ach so glorreiche Pfund von ehemals 1,70€ auf inzwischen 1,14 abgefallen ist tut das dort richtig weh.

Ich sag jetzt mal ganz frech:

Entweder separater Zähler für jede WB und extra Steuer auf jede kWh drauf oder das Ganze wird im Sande versickern. Gleichberechtigung gilt für alle Fahrzeuge im gleichen Typ für jede Herkunft.

Und dank Mehreinnahmen durch CBAM und Co. sollte das in den nächsten 10 Jahren nicht nötig sein.
Ich kanns eigentlich kaum erwarten wenn es Mitte 27 richtig kracht wenn der Markt für die Zertifikate für 28 eröffnet wird.

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Letztlich geht es grundsätzlich um das Thema Road Pricing. Mit den Verbrennern hat man das über die Mineralölsteuer gemacht. Jetzt gäbe es die Möglichkeit, es neu zu denken, aber die bisherigen Ansätze in Europa wirken eher wie Verhinderungsversuche einer Zukunftstechnologie.

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