Handelsblatt: Bundesregierung standardisiert Ladesäulen

Danach würde auch jede neue Drehstromsteckdose (CEE rot) mit mehr als 32 A unter die Regelung fallen… :wink:

Jedenfalls dann, wenn sie öffentlich zugänglich gemacht wird. Und das ist nicht so selten, wie man vielleicht meint. Ist z.B. auf Wochenmärkten manchmal der Fall. Die Dosen sind teilweise kaum gesichert…

Vielleicht hat auch gerade Tesla in D so gas gegeben weil sie eben „wussten“ nachdem Elon im Kanzleramt war, dass hier was kommen könnte. Der Bestandsschutz gilt nach meiner Einschätzung recht sicher. Dass bei der Umrüstung dann Ergänzungen erforderlich werden kann sein, aber das wäre für Tesla echt einfach zu machen.

Die DC Ladung sollte für den Tesla Lader kein Problem sein. Und die 15-20kW die da in den i3 fließen machen den Kohl da nicht fett…

Eine CCS Säule bringt gar nichts und es wird auch der EV nicht helfen, denn mit einem i3 fährt kein normaler Mensch auf Strecke. Auf der Autobahn ist unser i3 nach 100km platt wie soll das gehen?

Nun, mit einem Supercharger (mit CCS) alle 200 km muss die Bundesregierung dann nur noch die Hälfte an CCS Ladern für die deutsche Autoindustrie bezahlen (nachdem sie sich lange geziert, deren Lobbying dann aber doch nachgegeben hat). :smiling_imp:

Frank

Ich orakle mal, dass, sofern diese „Verordnung“ in Kraft tritt, Tesla noch am Ehesten in der Lage sein wird, Nutzen daraus zu ziehen,
und sei es nur durch die kostenlose Propaganda, die diese Geschichte generiert. :mrgreen:

Wo sind denn die Fahrzeuge der deutschen Hersteller, die CCS>50kW überhaupt nutzen könnten?

Und was bedeutet die Verordnung für die CHAdeMO-Fahrzeuge?

  • Die dürften dann ja auch nicht diskriminiert werden.

CCS ist ja noch immer nicht zum EU-weiten Standard erklärt worde, das ist bislang nur Typ2. Auch kann man davon ausgehen, das CCS zu Recht in der EU umstritten ist, da zu beschränkt und technisch unsicher bzw verschleißanfällig (Kontakte etc.) war ja auch nur ein Schnellschuss der deutschen Automobilindustrie.

Jetzt bräuchten wir schon wieder einen Aaron Schwartz

Wie können wir das fixen?
Zuerst sollten wir vielleicht nicht alleine hier im Forum herumtippen das wird wenig bringen.
Vielleicht kann man gleich mehrere Foren zusammenschließen und dann massiv dagegen vorgehen?
Vielleicht könnte das ein erster Großeinsatz des TFF e.V. werden?


Diesen Angriffspunkt habe ich gefunden (der hilft aber nur Tesla)

Markierungen durch mich.

:arrow_right: Tja, Schwein gehabt: Die Supercharger haben keine „Ladekarten oder Entgeltzahlung“ - daher sind sie laut Text als nicht öffentlich zu zählen.

Das ja doch eine Umsetzung einer EU Vorgabe - da müsste dann schon Druck auf das EU Parlament ausgeübt werden, oder nicht?

Es ist natürlich schon irgendwo hmm etwas unverständlich dass man Konzernen vorschreibt, dass sie ihre Angebote für ihre Kunden für die Konkurrenz kompatibel machen müssen.

Richtig :slight_smile:
Und die Drehstromkisten sind somit auch aussen vor…
Bleibt nur noch die Diskreminierung von Chademo Fahrzeugen…

Grüße

Mario

Falsch. Nicht selektiv lesen, sondern den ganzen Absatz 26. Siehe mein Posting weiter oben.

Ja der Absatz 26 geht noch weiter :wink:

„…oder ein Ladepunkt oder eine Tankstelle auf einem öffentlichen Parkplatz. Ein Ladepunkt oder eine Tankstelle, zu der private Nutzer aufgrund einer Genehmigung oder Mitgliedschaft physischen Zugang haben können, sollte als ein öffentlich zugänglicher Ladepunkt oder eine öffentlich zugängliche Tankstelle gelten.“

Da steht sollte nicht muss

Richtig lesen TU ich, keine Angst…

Noch ist die Verordnung nicht raus, erst danach wird man sehe was geht.
Und wo kein Kläger da kein Richter.

Ich würde mich jedenfalls nicht gängeln lassen und dagegen angehen, wenns wirklich so kommt…

Gruss

Mario

Meines Erachtens sind die SuperCharger derzeit das einzige flächendeckende Schnellladenetzwerk Deutschlands! Gleichzeitig hat Tesla immer wieder beton, dass dieses offen für alle Hersteller ist. Und da muß man darauf hinweisen!

Ich könnte mir folgenden Kompromiss vorstellen:

  1. Für Fremdhersteller werden die an Tesla zu zahlenden Kosten eindeutig festgelegt.
  2. Auch Fremdhersteller dürfen SuperCharger auf eigene Kosten bauen
  3. Alle SuperCharger Stationen bekommen zusätzlich mindestens 1 22kw-Typ2-Ladestation je 4 SuperCharger-Ladeplätze
  4. Geladen kann, wenn zu Beginn mindestens 44kw gezogen werden können
  5. Die Ladung bricht ab, wenn nur noch 22kw gezogen werden können (gilt auch für Teslafahrzeuge). Wer möchte, kann dann an den 22kw-Typ2-Ladestationen noch weiterladen.

Größter Knackpunkt ist dabei, dass der CCS-Standard dadurch überflüssig wird …

Uli

Moin,

im schlimmsten Falle installiert Tesla da eben eine/zwei TYP2 mit 43kw und verschenkt den Strom dazu.
Das ist offiziell EU-Schnelladung UND EU-Standard beim Ladestecker.
Und das ist kompatibel mit 3,7 bis 22kw (EU-Normalladung) die ja ALLE nutzen können, davon 4 Hersteller aktuell schon mit 11/22kw.

Kostet nicht viel und die AC Leistung liegt da eh „rum“.
Kein Abrechnungssystem, tierische Werbung „Amerikaner bauen kostenloses Schnelladenetz in Europa“ und Imagegewinn.

Und ZOE Fahrer, SMART ED Fahrer und Model S 60 Fahrer ohne SuC würden sich freuen :slight_smile:
Schnarchlader werden da eh nicht laden, oder man stoppt die Ladung unterhalb 7kw.

Gruß

Kai

Go Tesla go!

Nutzt das milde "Winter"wetter und baut die paar fehlenden SuCs, rüstet eventuell noch die „alten“ SuCs auf 135 kW auf und dann kann diese nervige Verordnung kommen.

Für das irgendwann erscheinende Modell 3: wie wäre es mit einem CCS-Anschluss gegen Aufpreis? Könnte man sich den Adapter sparen und die bis dahin so unglaublich zahlreich erbauten CCS-Ladepunkte nutzen. (dieser Absatz enthält möglicherweise Ironie)

Oh, da ist wieder ein thread im Forum explodiert :slight_smile:
Danke an Franko30 für die Originalzitate!

Da es hier um eine Verordnung geht (kein Gesetz!) kann sich das ganze schneller ändern (genau das ist der Sinn von Verordnungen). Von daher ist da noch nichts in Stein gemeißelt. Und es gibt ja durchaus noch Klärungsbedarf, zB ob wir einen CCS je SuC oder je Ladesäule brauchen, wie genau das mit AC/DC ist, ob da jede CEE eines Bauern/Marktes drunter fällt…
Nur Leid tuts mir für die DSKs, ich fand den Ansatz immer toll. Aber wenn jeder 5. erstmal eine Laderstelle am Haus hat gibts vllt eine neue nachbarschaftliche Zusammenarbeit, wer weiß.

Das aktive Runterregeln von CCSs neben SuC wäre kontraproduktiv und gäber sicher schlechte Publicity. Und da das ganze erst ab 2017 kommt, haben wir eh noch etwas Zeit (Genauer gesagt setzt die Richtlinie eine Frist, die bis 2017 zu einem Gesetz oder einer Verordnung führen muss).

Die Umsetzung muss aber in DE erfolgen, da kommt man einfacher dran als über die EU.
Und bezüglich der Konkurrenz: Ich nehme mal an, dass das vor ~100 Jahren auch die Benzinsorten spezifiziert wurden, was ja durchaus sinnvoll ist!

Ich bin mir im Gegensatz zu anderen hier nicht sicher ob das wirklich nur schlecht für Tesla ist - dafür sind da noch zu viele Unbekannte im Spiel.

Korrekt!
Wir zitieren hier momentan aus der EU-Richtlinie 2014/94/EU und die „Ladensäulenverordnung“ soll diese für Deutschland umsetzen. Andere EU-Länder werden daraus evtl. andere Verordnungen ableiten.

Die deutsche „Ladensäulenverordnung“ muss also die Vorgaben der EU-Richtlinie beinhalten aber kann auch noch zusätzliche Punkte beinhalten. Und wenn ich in diesem Thread nichts übersehen habe, dann hat noch niemand diese „Ladensäulenverordnung“ wirklich gelesen sondern immer nur aus der EU-Richtlinie zitiert.

Hat schon jemand die heutige Ausgabe vom Handelsblatt gekauft? Vielleicht stehen dort mehr Details zur „Ladensäulenverordnung“ drin…

Du hast Recht und ich muss meine Einschätzung revidieren.

In der EU-Richtlinie 2014/94/EU steht doch tatsächlich auf Seite 10 unter „Begriffsbestimmungen“:

„3. „Ladepunkt“ ist eine Schnittstelle, mit der zur selben Zeit entweder nur ein Elektrofahrzeug aufgeladen oder nur eine Batterie eines Elektrofahrzeugs ausgetauscht werden kann.“

Das würde tatsächlich bedeuten, dass ab einem bestimmten Termin keine neuen Ladepunkte errichtet werden dürfen, die nicht Typ2 für Wechselstrom oder CCS für Gleichstrom als Kupplung beinhalten!
Zusätzlich dürfen weitere beliebige Kupplungen an einem Ladepunkt vorhanden sein.

Das bedeutet:

  • keine neuen Chademo-Ladepunkte ohne zusätzlichem CCS
  • keine neuen Supercharger-Säulen ohne zusätzlichem CCS
  • keine neuen Drehstromsteckdosen ohne zusätzlichem Typ2

Auch wenn man sich jetzt darüber aufregen könnte: die Idee dahinter ist eigentlich sehr vernünftig.

Ich finde es auch super, wir haben mit dem i3 echt ein Mangel an CCS Ladern. Wo kommen wir hin wenn jeder NUR sein eigenes Süppchen kocht. Für Tesla sollte es einfach sein da noch ein CCS Outlet zu installieren. Sehe das sehr unkritisch es wird ja NICHT verboten den SC zu betreiben!