Nun hatte ich endlich die Probefahrt! Vorweg, ich bin vorher noch nie Automatik gefahren und 30 Jahre nur klassische Autos bewegt, so mit Schalten, Kuppel und Bremsen.
Es kam mir vor als würde man von Festnetztelefonie auf Smartphone umsteigen. Es war ein Erlebnis und hat Spaß gemacht. Man sitzt super und fühlt sich gleich wohl, das Auto (Diplay) fand ich selbsterklärend.
Nur mit dem Bremsen, das finde ich absolut gewöhnungsbedürftig. Vielleicht habe ich auch was falsch gemacht. Das er allein bremst und die Energie wieder nutzt ist ja super technik, doch was wenn es nicht schnell genug geht? Bei ca. 5km hatte ich die Bremse getestet und ich stand auf der Stelle ruckartig. Wau! Daraufhin traute ich mich jedoch nicht die Bremse bei 50km auch nur anzutippen und bin schön vorsichtig mit der motorbremse gefahren.
Ihr könnt jetzt lachen, doch ich würde mich freuen wenn mir jemand die handhabung der Bremse erklärt.
Mein Fazit: Ich muss Autofahren neu denken.
Also daran gewöhnst du dich schneller, als du gucken kannst.
Es besteht die Möglichkeit das ganze noch anzupassen. Auf „hold“ rekuperiert das Auto bis zum Stand und bleibt dan auch stehen.
Das hat man ziemlich schnell raus, ab wann man das Spaßpedal loslässt und die Rekuperation bremsen lässt. Wenn es kälter draußen ist, rekuperiert er aber weniger, so dass man mehr die normale Bremse benutzen muss.
Aber wie gesagt, dass dauert nicht lange und du willst es nie mehr anders haben.
Die benutzt du eigentlich nur in brenzligen Situationen, ansonsten kommst du mit halbwegs vorausschauendem Fahren und der Rekuperation sehr weit. Man muss halt ein Gefühl entwickeln. Dafür kann man dann mit einem Pedal statt mit 3 fahren
Edit: wie schon erwähnt wurde, Halten aktivieren (statt Kriechen) dann brauchst du die Bremse auch beim Anhalten nicht.
Das mit dem rekuperieren und bremsen sowie die Option wo du im one pedal Mode fährst und nahezu niemals selbst das Bremspedal betätigst, daran gewöhnst du dich nach einer Woche so sehr, dass du nicht mehr weißt wie du vorher ohne das leben konntest.
Ich sehe es auch bei allen die mit meinem Tesla fahren. Am Anfang stellen wir manchmal auf reku niedrig und lässig Beschleunigung damit der Übergang nicht zu heftig ist. Die ersten 10-15 min hilft das, dann kommen alle damit zurecht.
Danke für die schnellen Antworten.
Heißt also, wenn ich wirklich bei höherer Geschindigkeit die normale Bremse betätigen muss, z.B: Autobahn, bleibt er nicht „sofort“ stehen und bremst ganz normal ab, ohne das ich an der Frontscheibe klebe?
danke, das beruhigt, denn ich habe mir dazu gerade mal das handbuch zu model 3 bremsen angesehen. Die ganzen achtungdreiecke verunsichern schon in der beschreibung.
Du musst vllt sensibler drauftreten . Als wir kürzlich auch probegefahren sind, fiel mir auf, dass der Pedalweg deutlich knackiger als im Modell S eingerichtet ist.
Die starken Bremsen sind bei vielen Fahrzeugen inzwischen normal. Auch ich bin bei der Probefahrt erstmal erschrocken, da der Wagen sofort stand (bei unter 10km/h gebremst).
War ähnlich dem Gefühl bei einem Automatik kuppeln zu wollen
Das Umgewöhnen geht recht zügig, ich fahre noch einen 84er Käfer und habe das ‚Problem‘ öffters.
Es empfiehlt sich generell mit jedem neuen/fremden Fahrzeug auf einer leeren/ freien Fahrbahn die Bremsen/ das Bremsverhalten zu testen.
Ich bin noch am Hin- und Herüberlegen ob (bzw. eher wann) ich mir ein M3 bestelle, aktuell spielen ja rein die MwSt, der irgendwann aufgebrauchte Fördertopf und das kommende Refresh…
Ich hatte schon früher bei den potenteren Fahrzeugen (Astra H mit 170 PS, Passat CC mit 300 PS) auch immer den Vorteil mit gesehen, dass man u. a. die stabilere Technik, breiteren Reifen und die größeren Bremsen bekommt, was einem bei einer Gefahrenbremsung auch bei 130 km/h helfen sollte. Zwei Fragen zum Thema Bremse:
Besteht aus eurer Sicht bei einer Gefahrenbremsung ein deutlicher Unterschied zwischen dem LR und dem Performance? (Dauerbelastung auf einem Rundkurs wäre mir egal, mache ich eh nicht.)
Braucht man bei dem Performance dann wegen der Bremsanlage auch 20 Zoll Winterreifen oder was ist die Mindestgröße?
Lustiger Begriff - der E-Autofahrer nennt es Rekuperation
Wenn Du 200 fährst und bremsen musst, bringt Dir diese „Elektromotorbremse“ gar nichts, bei der Geschwindigkeit wirst Du die echte Bremse brauchen und es wird sich genauso anfühlen, wie beim Verbrenner. Noch dazu gibt es zwei Stufen für diese Rekuperation. Mit der Verbrennerähnlichen bleibt der Wagen am Ende nicht stehen und rollt etwas mehr.
Nach kurzer Zeit landet aber jeder bei der Rekuperation auf höchster Stufe, weil es einfach super intuitiv funktioniert. Bei mir hat es 3 Tage gedauert. Da ist die Rückumstellung zum Verbrenner viel gefährlicher, von dem man zu Anfang auch erwartet, dass er „motorbremst“, wenn man nach 2 Monaten mal wieder so einen fährt.
Das machen auch viele, die immer nur Automatik fahren. Nur das Umgewöhnen mit der Kupplung ist schwer.
Ich z.B. muss mir das jetzt im Tesla gerade abgewöhnen.
Zu 1. kann ich wenig sagen. Hab heute mal von 200 runtergebremst vor einer Auffahrt und bin mit den Bremsen zufrieden (Performance)
Zu 2. Ja. Du brauchst 20“ Räder. War gestern bei meiner Werkstatt und habe mal mit Profis gesprochen. Über die Performance bremsen passen nur wenige 20“ Felgen. Bisher sind es so wenige, das ich für diesen Winter auf die Performance Felgen Winterreifen aufziehen lasse und hoffe, das es nächstes Jahr hübsche Räder gibt.
Du hast nichts falsch gemacht, aber glaube mir, es dauert ein paar Stunden Stadtverkehr und du hast es voll raus und wirst es lieben.
Hatte mir auch erst Sorgen gemacht, aber war unbegründet. Funktioniert spitze.
Also ich war heute beim Fahrsicherheitstraining (LR AWD) und hatte auf Trocken und auf Feucht den kürzesten Bremsweg von allen Fahrzeugen (und da war auch ein 911er dabei).
Nur beim Aquaplaning sehen die serienmäßigen (Sommer-)Reifen leider übel aus, aber das ist vermutlich die übliche Sommerreifenschwäche auf Wasser und ich nehme mal an, sie haben eher auf trocken optimiert…
Ist aber kein Problem der Bremsen.
War das ein Performance? Lustigerweise ging es mir im Long Range zunächst andersrum, da finde ich, dass man das Pedal recht weit reintreten muss, bis es gut bremst.
Das Bremsgefühl vom Performance fühlte ich für mich normal an.
gefühlt ist das bei meinem LR AWD so wie ein stein die bremse. richtig hart im vergleich zu meinen verbrennern vorher die mehr „tiefe“ hatten. aber man kann trotzdem sehr gut und extrem stark bremsen. wo man da im normalen autofahren, bei nicht gleich 5 notbremsungen hintereinander, die performance bremse bräuchte wüsst ich jetzt nicht.
Ich wundere mich ehrlich gesagt über die ganzen Aussagen hier, dass die Bremse beim Betätigen des Bremspedals so scharf sei. Bei den sehr wenigen Anlässen, wo ich sie bisher gebraucht habe (waren natürlich hohe Geschwindigkeiten), fand ich eher, dass man da kräftig drauflatschen muss, damit überhaupt mal was passiert. Habe mich schon gefragt, ob bei mir womöglich der Bremskraftverstärker nicht funktioniert - und nach diesen Berichten hier frage ich mich das natürlich erst recht…
Zur Einordnung: ich habe ein Model 3 LR, und davor hatte ich einen VW Lupo 3L. Und bei dem habe ich definitiv mit weniger Kraft im Fuß beim Bremsen eine deutlich höhere Wirkung erzielt.