Erfahrungsbericht Reifenpanne

Ist mir diese Woche passiert: tl;dr am Ende.

In Dresden von der Freiberger auf die Könneritzer Richtung Marienbrücke gebogen, 22:00 nachts. Rumms hinten rechts was war dass? Hmm. 2-3 km später: Bing TPMS: Druck nur noch bei 2.7 statt 2.9 bar hinten rechts. Oh nein, na toll meine erste Reifenpanne nach 400.000km Autoleben. Kann mir Zeit lassen, ruhigen Parkplatz südlich von Elbepark ansteuern, hast ja dein Dichtmittel und Kompressor. Geparkt, ruhig Anleitung gelesen, ok dann hole ich mal den Kompressor raus. Moment: Da drin ist nur mein Notlade-Ziegel. Und im anderen Case die Anhängerkupplung? Shit, ich hab das gar nicht. Druck mittlerweile bei 2,0 bar.
Also Tesla Pannenservice per App gerufen, horray sagt gleich ist von Garantie gedeckt. Da kann ich es mir wohl gemütlich machen und warten. 1h später, schaue in die App: Oh man hat versucht mit Anzurufen, aber dank Ruhezeit-iOS Feature, Anruf nicht mitbekommen. Case wurde deshalb geschlossen. Fall neu aufgemacht.
Text fragen und Textbausteine die extrem vage sind. Soll Beschädigung finden, ohne scheint es nicht weiter zu gehen. Glücklicherweise Foto machen können, nach viel suchen mit der Handylampe. Nur Missverständnis über den mobile Reifenservice, der kommt eben nur zu normalen Geschäftszeit, nur ein Text von 23:09 „Ein Mitarbeiter prüft ihr ersuchen und wird sie in kürzer kontaktieren“. 00:23 wieder Text ob es Neuigkeiten gibt. Nichts, 01:00 Anruf bei der Münchner Nummer die mich versuchte anzurufen. Tesla Telefoncomputer, Mitarbeiterin erwischt, war recht kompetent, roch schon den Braten das der Kollege eben nicht klar gemacht hat, Hilfe erst am nächsten Tag. So nett und schickt auf meine Bitte den Abschleppwagen, der den wohl auch nachts beim Servicecenter abgeben kann.
02:00 ist der dann da, Haken dran, die Winde spinnt aber ein bisschen.
Bangen ob der Abschleppmodus nicht beim weggehen in Park schaltet. Auto oben drauf, bitte Parkbremse rein, ok. Wir fahren los, Krawall von hinten. Die Alarmanlage. Also mit Handy Auto öffnen, um die Alarmanlage abzuschalten.
Also dauert es bis 3:00 bis wir in Kesselsdorf sind. Nur alle Tore eben zu und kein Platz. Anruf bei Hotline, wieder Deutsch ausgewählt am Computer, mich begrüßt ein „dewspenlish?- Wie bitte? dewspnlenish? Ahhh yes I do“, tja kein Platz zum abladen Abschleppen soll zu sich nehmen und zur Geschäftszeit wieder beim Teslacenter abladen.

Also zum Depot, was in der Nähe Elbepark ist. Hmm das Abgeben per App geht hier natürlich nicht, glücklicherweise immer die Schlüsselkarte dabei, Service gegeben gegen Quittung.
Dann von da Taxi, weil der dümmste Platz für ÖPNV nach Hause. 4:00 Zuhause. Paar stunden schlaf, 8:00 ruft das Serviccenter an, haben den Tesla, Sommerreifen müssten die erst bestellen, aber die Winterräder welche ich kaufte und für nächste Woche als Servicetermin hatte, sind schon da, würden wir heute drauf machen, Termin nächste Woche stornieren und sie können den dann 17:00 abholen.
So machen wir’s! 16:30 da, melde mich im Büro weil ja untypisch mit Schlüsselkarte, die ist schon da, 10min gewartet, 16:40 Auto wieder meins, mit Sommerrädern in Beuteln im Auto.

Kurz:

  • Tesla Pannenservice ist echt Panne, wofür brauche ich vermeintlich 24/7 Service, der dann erwartet das ich 24-72h am Auto warte? Nicht auf Chat verlassen, anrufen! Immerhin nichts fürs Abschleppen bezahlt, weil in Garantie.
  • Tesla Service Center hats gerettet, Mitgedacht, engagiert und freundlich
  • Immer eine Schlüsselkarte als Backup dabei haben!
  • Schleppmodus braucht einen Button oder Hinweis zum auf Alarmanlage deaktivieren, finde die Funktion auch gar nicht
  • Kosten: Abschleppen: 0€, 2 neue Sommerreifen im Sommer mit TPMS 400-500€

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Danke für den Bericht. War ja eine kurze Nacht :wink:
Interessant, dass Tesla eine Reifenpanne unter Garantie führt. Viele Versicherungen bieten für wenige Euro einen Schutzbrief. Vielleicht lohnt der sich zusätzlich zum Tesla Pannenservice.

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Vielen Dank für den Bericht, der mich aber darin bestärkt, dass so eine ADAC-Mitgliedschaft oder ein Schutzbrief wirklich sinnvoll sind.

Bei dem Reifenschaden wäre ich mir nicht sicher, ob man den nicht hätte sogar flicken können. Zwei neue Reifen sind in jedem Fall sicherer.

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Bei Pannen immer ADAC, alles andere kostet nur Zeit und Nerven.

Meine Erfahrung aus 40 Jahren Auto fahren.

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Das könnte man bestimmt. Aber so neu sieht der Reifen nicht aus als das sich das lohnen würde, denke ich.

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Der Service-Mode hätte auch geholfen, da würde die Alarmanlage deaktiviert und man kann mit der Schlüsselkarte bei Bedarf abschließen.

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Na guck Dir mal im markierten Bereich den Indikator genauer an … da ist noch bissel Platz nach oben … ich hätte reparieren lassen.

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Hätte erwartet, dass der Abschlepper den Reifen mit einem Plug notrepariert, so dass man (vorsichtig) weiterfahren kann.
Macht durchaus Sinn so etwas für Notfälle selbst im Auto zu haben. Zusätzlich eine Spitzzange und Schraubendreher oder stabiler Dorn für das entfernen des Metallteils. Und natürlich ein kleiner Kompressor. Klar ist der Reifen danach nicht mehr reparabel, aber man kommt schnell weiter und kann sich in Ruhe Ersatz beschaffen.
Die Lösung funktioniert nicht bei jedem Loch, aber bei Nägel und Schrauben gut.

So etwas meine ich. Nutze ich beim Mountainbiken regelmäßig und fahre damit meist die ganze Saison normal weiter.

Die streifen haben den Nachteil, dass sie mit der Zeit eintrocknen bei Lagerung. Vorteil ist, dass man im Notfall auch 2 oder gar 3 Plugs in das Loch stopfen kann.

Oder etwas hübscher und einfacher in der Handhabung (habe ich selbst aber noch nicht benutzt):

Diese Lösung sehe ich das erste Mal. Klingt fast zu gut und simpel:

WICHTIG: Alles ist nur als Notreparatur für den direkten Weg zur Werkstatt und bis ca. 80 km/h zulässig!

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Ich hab‘s gesehen. Trotzdem…

Das hab Ich. Was noch fehlt, ist der Kompressor dazu. Musst ja wieder Luft reinbekommen.
Ich hab einen wo wahlsweise auch Dichtmittel dazu gegeben werden kann (50€)
Und noch einen Scherenwagenheber + Schlüssel.

Ich bezweifle, dass das Dichtmittel durch die Schaumstoffeinlage zum Loch kommt (weiß es aber nicht).

Beim Mountainbike nutzt man Dichtmilch, die ständig im Rad ist und bei Löchern sofort von innen dichtet. Da sind auch grobe Bestandteile dabei, die sicher nicht durch den Schaumstoff gehen würden. Wenn Deine Dichtmilch genauso aufgebaut ist (was ich vermute), dann wird es nicht klappen.

Wie weit war es denn bis zu hause?

Darum schrieb ich „wahlweise“… Wenn flicken eingesetzt, muss ja Luft in den Reifen, um fahren zu können.
Oder wie im obigen Fall. Aufpumpen… fahren… Aufpumpen… Fahren… bis nach Hause

Ich hatte auch Dichtmilch im MTB, das Zeug hat nie! was gebraucht… Tropfte auch bei kleinsten Löchern raus und hat nicht abgedichtet :person_shrugging:

Ja sicher, deshalb hatte ich auch geschrieben, dass man zusätzlich zu dem Kit einen kleine Kompressor braucht. :wink:

Im MTB funktioniert Dichtmilch bei mir gut. Habe es schon öfter gebraucht. :smiling_face_with_sunglasses:

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So 10 km. Dachte ja aber das wäre noch schnell zu dichten.

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Tatsächlich sind noch 5,5 mm drauf, habe nachgemessen. Aber tatsächlich ist so ein Reifenventil ja ca 7mm im Durchmesser, und schon bei weniger hört der Spaß wohl auf. Ein anderer Reifen aus dem Satz hat noch angehängten Schaden aus einer unerwarteten Fahrstreifen-Beendung mit Straßenbahn in Leipzig, das ist schon ein Schaden wo immerhin Fachleute sagen „ist kein Problem“ aber paranoide Fahrer schon ausflippen. Und wenn bei dem Schaden die Fachleute anscheinend eher sagen „Austauschen“, tut der Wechsel von diesen 2 Reifen auch weniger weh. Fahre ja dann doch gerne und oft die 235km/h aus.

So ein Schutzbrief kostet beim ADAC gerade 94€/Jahr. Wenn ich darüber nachdenke, dass dies jetzt das erste mal in meinem Autoleben war das ich abgeschleppt werden musste, lohnt sich das monetär überhaupt nicht. Weil selbst von 2006-2011 mit meiner ersten Möhre eines 12/1997 Opel Vectra B, mit kaputten Nockenwellensensor, Lichtmaschine, Stoßdämpfer, Gummibälgen, Auspuff, konnte der immer noch fahren (wenn auch mit Motorcontrollleuchte oder Lichtmaschinenleuchte und nicht weit im letzteren Fall).
Also in so 5 Jahren Opeln, 2 Jahren Golf, + Teilauto als Selbstfahrer nie gebraucht, die 500 € kann man also besser beiseite legen. Und selbst als Kind/Mitfahrer, war es einmal ein kaputter/poröser DDR Schlauch in einem Wartburg und einmal ein getriebezerstörender eventuell böswillig platzierter Stein auf einer dunklen Landstr, wo wir mal liegengeblieben sind.

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Zu dem Thema gibt es schon diverse Threads hier, also wie flicke ich den Reifen

Um schnell weiterzukommen und nicht stundenlang zu warten, für 10€ ein Flickset kaufen. Werkzeug, Kleber und Gummistreifen sind das. Dazu einen Kompressor, vielleicht so einen für 40€ mit Akku, sehr praktisch. Und eine Zange

In 10-15min bist Du wieder unterwegs, bei so einem Schaden/Schraube

Was nicht geht: Dichtmittel
Das wird den Drucksensor verstopfen, zerstören. Das funktioniert auch nicht bei Reifen mit Schaumstoffeinlage

Habe ich leider in >30 Jahren 4x benötigt. Seltsamerweise fahre ich mir nur Schrauben in neue Reifen, vorzugsweise die 20" am M3P, nicht in die billigen 18" :frowning:
Und wie bei Dir, eher nachts irgendwo weiter weg

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Wurde doch alles schon geschrieben und anschließend hier diskutiert:

Den Schutzbrief macht man bei seiner KFZ zusätzlich. In vielen inzwischen inklusive, manchmal für 5-20€ Aufpreis/Jahr dann erhältlich.
Frag einfach mal dort nach, gerade wenn man mal im Ausland ist ist so etwas Gold wert.

ADAC ersetzt übrigens nur noch 300€ bei Pannenhilfe, selbst bei Plus Mitgliedern. Darum ist auch schon meine Kündigung durch. Wie du schon sagst, die 94€ im Jahr sind für diese Leistung wo anders besser aufgehoben.

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