mein erstes Elektroauto kommt nächsten Monat. Ich wohne in Frankfurt am Main und habe keine Lademöglichkeit zuhause.
In meiner Nachbarschaft habe ich vor kurzem einen „semilegalen“ Schwenkarm von einem Grundstück über den Gehweg zu einem öffentlichen Parkplatz entdeckt, an dem ab und zu ein Model 3 angesteckt ist.
Ich überlege jetzt einfach mal zu klingeln und zu fragen, ob der oder die Besitzer/in sich vorstellen kann, mir ab und zu Strom zu verkaufen.
Hat hier jemand generell schon mal Erfahrungen mit Wallbox-Sharing gemacht? Es gab ja mal Apps, die genau dafür gedacht waren, die scheinen aber alle den Betrieb eingestellt zu haben (&Charge, charge@friends, etc.)
Kannst du von der Straße aus sehen was das für eine Wallbox ist? Je nach Modell bieten die teils Abrechnungsmöglichkeiten, oder es lässt sich durch zB EVCC lösen, wo man dann die Ladevorgänge den Autos zuordnen kann. Die Auswertung sieht dann so aus, kann man zB mach Monaten abrufen und je Auto:
Ich denke in diesem Fall ehrlich gesagt, dass es nur ein CEE-Verlängerungskabel ist. Der Schwenkarm ist auch einfach nur ein Stock, der an einem Zaun montiert ist.
Vielleicht ist es aber auch ein extra langes Typ2 Kabel und die Wallbox steht hinter dem Zaun, da muss ich wohl nochmal genauer hinschauen.
Das mit evcc sieht interessant aus. Mal sehen wie versiert und offen der Nachbar ist. Vielleicht klappt es ja
Ich habe gerade zu Beginn der Immobilität (und auch heute noch) meine Wallbox öffentlich zur Verfügung gestellt.
Ich freu mich immer, wenn ich gefragt werde und über die Jahre haben sich interessante Erfahrungen gesammelt.
Freundschaften sind daraus noch nicht entstanden
Verkaufen darf der jenige dir den Strom nicht.
Er kann höchstens um eine „Spende“ bitten.
Dieses ganz einfache System funktioniert bis heute erstaunlich gut.
Ich würde ihn also definitiv ansprechen und einfach mal fragen. Mehr als ein Nein kannst du nicht erfahren.
Da ich mich aktuell intensiver mit dem Thema beschäftigte: Sofern der Nutzerkreis beschränkt ist, darf dir den Nachbar den Strom auch ohne eichrechtskonformer Wallbox verkaufen.
Es ist sogar zulässig, hier nur über die Zeit abzurechnen.
Die Wallbox muss dafür OCPP können, kann aber so gut wie jede die auch Wlan/Netzwerk hat.
Die beiden Portale adressieren eben genau solch ein Wallbox Sharing. Wird auch gerne an Hotels oder Mehrfamilienhäuser eingesetzt.
Wobei es m.E. bei Hotels nicht ganz astrein ist, weil der Nutzerkreis nicht mehr so eingeschränkt ist.
Es gibt auch populäre Lösungen von so einem “Modell”. Die Reederei Frisonaut macht das so. Die verschenken den Strom und haben dafür höhere Parkplatzgebühren. Dadurch umgehen Sie die eichrechtskonforme Anbindung der Ladepunkte und dem damit einhergehendem finanziellen Aufwand, was das laden an öffentlichen Ladepunkten so unattraktiv teuer macht.
Danke dir für die Tipps! Die Apps hatte ich mir auch schon angeschaut. Charge@Friends stellt leider den Betrieb ein und auf ecarup sind bei mir in der nähe noch keine Säulen registriert.
Ich hoffe generell, dass sich an dem Thema in nächster Zeit noch etwas tut. Ich arbeite im 24h-Dienst und bin deshalb oft zuhause, wenn andere arbeiten und der Strom sehr günstig ist. Leider lässt es meine Wohnsituation aktuell absolut nicht zu mit dem heimischen Strom zu laden
Ich biete meine Wallbox über CoCharge an und verkaufe den Strom für 0,29€ brutto pro kWh hier in Bonn.
Das funktioniert sehr gut. Früher war ich bei Charge@friends, das war von SW aber Mist, inzwischen bieten die es auch, wie oben geschrieben nicht mehr an.
Ich habe eine KEBA Wallbox die geeicht ist. Anbindung geht über OCCP und ich muss mich um nix kümmern.
edit: Ich mache das privat und biete nur 1 WB an, viele Anbieter machen das eher für MFH oder Unternehmen.
Ich habe die KEBA KeContact P30 in der eichrechtskonformen Ausführung. Da hatte ich beim Kauf drauf geachtet, da man ja nie weiß welche Regularien auch für den Dienstwagen mal kommen
Wenn die Wallbox NFC Tokens lesen kann, dann könnte man das damit machen. Jeder bekommt einen NFC-Chip (kann man vom Hersteller kaufen oder einfach billige NFC-Sticker von Amaz…).
Dann die Wallbox so einstellen, dass Laden nur mit NFC geht. Dann Auto anschließen und Laden mit NFC starten.
Der Wallbox-Besitzer sieht dann je NFC-Token den Verbrauch. Abrechnen könnt ihr dann untereinander. Mein Nachbar hat mit einem guten Steak vom Grill bezahlt