Erfahrung mit Tesla Model X nach 4+ Jahren

Ich möchte mit diesem Thema gerne Tesla Model X Interessenten oder Käufern meine Erfahrungen mitteilen, die ich für wichtig halte, um an dem Fahrzeug auch Freude zu haben und was man vielleicht beachten kann.
Die allgemeinen „Spaltmaß“-Diskussionen haben mich nicht gestört - und waren bei meinem Fahrzeug auch ok - oder ich bin da nicht so pingelig :slight_smile:

Zunächst möchte ich festhalten: Mein Tesla Model X Raven 2020 5-Sitzer ist ein wirklich tolles Fahrzeug. Es hat ein paar Schwächen, denen man sich einfach bewusst sein muss:

  • Das MX wiegt 2.5t+ und ist damit sau schwer. Die Antriebsachsen, Lager und Gelenke verschleißen daher (übrigens auch wie Reifen selbst) schneller. In der Garantiezeit bekam ich diese immer kostenlos getauscht. Das ist aber auch nicht anders bei einem Mercedes GLE Hybrid mit diesem Gewicht. Liegt also nicht daran, dass Tesla das falsch dimensioniert hätte - zumindest nicht anders als das andere Hersteller auch tun.
  • Auch im Vergleich zu meinen noch breiteren Mercedes AMG Felgen, sind die Tesla-Felgen zwar auch schick (ist ja Geschmacksache) aber auch deutlich schwerer.
  • Verbrauch liegt zwischen 22kWh/100km und 27kWh/100km je nach Fahrweise,Jahreszeit und Beladung.
  • Die Falconwing-Türen sind spektakulär - können aber auch kaputt gehen (was bei mir in den 4.5Jahren nicht der Fall war - ich hatte nie Ärger damit!)

Gerade im Vergleich zu unserem Mercedes GLC bietet der Tesla MX irre viel Raum. Gerade der 5-Sitzer unter dem Kofferraumboden ist massiv viel Platz, der Kofferraum selbst ist riesig und auch der Frunk hat wirklich viel Raum. Das Reisetaschenset, was wir passgenau dafür gekauft hatten war mega praktisch: Einfach alles reingepackt (in 6 Taschen) - reingestellt und ab ging die Fahrt.

Bedienung und das große vertikale Display finde ich nach wie vor die beste Lösung. Da haben sich die neueren Modelle leider verschlechtert - wie in vielen Punkten (allgem. Qualität war mein Eindruck, Display, Lenkrad mit Tasten). Auch die „Schlüssel“, die ich hatte fand ich immer gut und praktischer als die Schlüsselkarten.

Die Tesla-App finde ich grundsätzlich wirklich sehr gut. Nervig ist die Kommunikation über den „Service“-Teil der App. Hier gibt es „Messages“ die an einem Service-Auftrag hängen, dann wieder „globale Messages“ und es ist nicht immer klar, wann, wer, was gelesen bzw. geschrieben hat. Auch bei detaillierten Beschreibungen ist das Smartphone keine gute Eingabemöglichkeit: Fenster klein, Tastatur nicht für viel Beschreibung ausgelegt.

Was mich wirklich gestört hat: Die Abhängigkeit zu meinem Service Center in der Nähe. Natürlich will keiner 100km zu einem SC fahren. Damit ist man quasi gebunden an „sein“ SC. Ähnlich ist es mit Bodyshops. Auch hier gibt es viel zu wenig und diese sind meistens total überlastet. Ich muss dazu sagen, dass meine Erfahrungen nun ausschließlich sich auf den Raum Mannheim beziehen. Das mag wo anders besser sein. Meine Erfahrungen beziehen sich außerdem auf den Zeitraum 2020-Oktober 2024.

Nun die Dinge, die ich aus heutiger Sicht ANDERS machen würde:

  • Aufgrund der vielen Diskussionen mit meinem Service Center, würde ich definitiv viele Infos darüber einholen und Zufriedenheit im Umkreis versuchen zu erfahren. Bei vielen Kontakten von Testfahrern, habe ich wirklich NIEMAND gefunden, der mit meinem SC zufrieden war. Alle vergleichbaren Ärger, WENN sie etwas hatten. Das trifft natürlich nicht die, bei denen das Fahrzeug einwandfrei läuft - die gibt es natürlich auch! :wink:
  • D.h. bei „schlechtem“ Service-Center würde ich keinen Tesla kaufen. Das sich ein SC grundlegend weiterentwickelt ist natürlich möglich - nach meiner Erfahrung aber nicht in 4 Jahren.
  • Ich würde das Fahrzeug nur noch leasen - max. 4 Jahre: Dann spare ich mir sämtliche Diskussionen über Garantie und ärger mich auch nicht über „verbastelte“ Reparaturversuche des SC. Außerdem kann man Rechnen. Verkauf ist wohl generell bei Elektroautos nicht immer einfach und wenn man dann in eine Marktflaute läuft, hat man doch Probleme.
  • Laufzeit des Autos max. 4 Jahre, solange die Vollgarantie greift. (oder entsprechend 80T km). Sämtliche Diskussionen und Kosten darüber hinaus sind nicht mehr kalkulierbar/absehbar.
  • Kleinigkeiten nicht mehr beim SC bemängeln. Erst aufschlagen, wenn es wirklich massive Probleme sind. Das spart viel Zeit und Unmut.
  • Bei Diskussionen mit dem SC sich nicht verständnisvoll und kulant zeigen, sondern auf sein Recht bestehen. Bei mir wurde immer auf Vertrags- und Bedingungswerke von Tesla verwiesen. So würde ich das heute auch tun: Alles schriftlich belegen lassen und entsprechend nur dann akzeptieren, wenn das schriftlich so festgehalten wird.
  • Alle Dokumentation aus der Tesla-App immer sofort runterladen und archivieren. Diese ändern sich leider auch mal im Nachhinein oder verschwinden wieder. Genauso darauf bestehen, dass diese korrekt und genau formuliert wird. Hier war bei mir manchmal etwas „schludrig“ formuliert, bei dem man sich danach nicht wirklich darauf beziehen konnte.

Ich hoffe, dass diese Erfahrungen Neu- oder Gebrauchtkäufern hilfreich sein können. Bei Fragen gerne melden.

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ist ja ein ganz schöner Verriss.

fahre schon das 2. X …bin eigentlich sehr zufrieden. Die HA des neuen Models sieht
stabiler aus. Norme liegt das Auto tiefer,
bei 40000, die ich jetzt auf der Uhr habe,
höre ich noch keine Antriebswelle.

so ist es. Man spart sich ne Menge Probleme. War aber schon so bei Audi und
Mercedes.
Die Fahen alle Kleinwagen. Wenn die mal ein richtiges Auto in die Finger bekommen,
Dann wird aber auch richtig getestet „das muss er abkönnen“.

Werkstätten meiden.

Fahren auch seit 4 1/2 Jahren den X und haben jetzt ca. 80.000km am Tacho.

Abgesehen von Spaltmaßen und Lackqualität - bisher keine Probleme.

Dreieckslenker und Antriebswellen wurden anstandslos auf Garantie gewechselt. Reifenabrieb - wurde bei einem Fahrzeug mit dieser Masse schon angesprochen - ist bei mir speziell an der VA innen ganz extrem - hier sollte man vielleicht wirklich überlegen - die Spurvermessung privat bei Luftfederungsstellung „Tief“ machen zu lassen.

Ansonsten überhaupt keine Probleme! Hoffe das bleibt so.

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Mein 2. X aus 2017, ein neuer ist für Ende Januar geplant, wurde im SC Nürnberg immer zuvorkommend und bestens bedient, selbst einmal mit Servicefahrzeug nach Bad Neustadt/Saale innerhalb von wenigen Stunden, als die Fahrertür nicht mehr schließen wollte. Gab gerne 20€ Trinkgeld.
Gehe beim Neuen X konform, dass das Display nicht mehr senkrecht ist! Mal sehen, was Ende Januar noch so Neues gibt.


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Wo sind die Erfahrungen mit dem X die du versprochen hast?

90% deines Beitrages beziehen sich auf den Service und die Nutzungsstrategie (Kaufen vs. Leasen) . Das dürfte bei jedem Tesla Nutzer der hier im Forum ist bekannt sein.

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Was interessiert dich genau bei den Erfahrungen des ModelX ? Gerne versuche ich dir konkrete Fragen zu beantworten. Vieles bekommt man bei einer Probefahrt ja auch schon raus und ist sehr subjektiv. Aber die Erfahrungen mit SC etc. hätte ich gerne vorher gewusst und konnte ich damals so nicht rauslesen…deshalb meine Erfahrungen dazu.

Allgemein kann ich zum ModelX natürlich anfügen:

  • Fahrgeräusche sind im Innenraum deutlich lauter als bei meinem Mercedes (subjektiv, sowie gemessen mit meiner Apple Watch); ca. ab Tempo 70 auf gleichen Autobahnabschnitten.
  • Motoren sind ansonsten leise und ziehen gut an - trotz des hohen Gewichts.
  • Die Falcon-Wing Türen fand ich immer super praktisch: Nicht nur, dass man mal einen Regenschutz hatte beim Einladen (und nicht nur bei kleinen Kindern im Schalensitz). Auch Möbel holen bei Ikea war immer wirklich gut.
  • Ladegeschwindigkeit hat mich nie gestört. War immer gut. Auch wenn nach den anfänglichen Anstieg auf 130kW die Ladeleistung meistens nach 10-15 Min wieder unter 100kW gefallen ist.
  • SuperCharger halte ich immer noch für am praktischsten von allen Lademöglichkeiten - einfach hinfahren und einstecken. Selten, dass ein SC voll war.
  • Gewicht des MX merkt man, wenn man schnell unterwegs ist und abbremsen muss. Dafür sind die Bremsen beim „non-performance“ nicht gut genug, finde ich.
  • Raumgefühl der Wahnsinn: Wirklich tolles, großzügiger Innenraum. Auch hinten sitzen und Einsteigen richtig gut.
  • Nachteilig bei den Flügeltüren: In niedrigen Parkhäusern bin ich lieber rausgefahren, um hinten jemanden einsteigen zu lassen.
  • luxuriöses Ambiente nach meinem Geschmack
  • Wohnwagen ziehen: Nicht weit, aber sehr fein dosierbar beim rangieren. Auch mit 2t-Anhänger kein Problem
  • AHK dran machen und abmachen etwas fummelig. Da bin ich nun verwöhnt von einer elektrisch ausklappbaren :slight_smile:
  • Die große Scheibe finde ich mega: Sehr viel Licht rein und durch die Tönung (fast) nie störend mit Sonne. Auch die Lösung mit der Sonnenblende fand ich immer sehr gut und funktionell.
  • Display (hochkant bei meinem Modell noch) auch sehr gut. Und Auflösung und Größe von Kamerabild viel besser als bei allen kleinen Displays, die die Autos sonst so haben.
  • Etwas schade finde ich, dass das Fahrerdisplay nicht konfigurierter oder zumindest etwas gestaltbar ist. Navi-Bild oder so wäre da schön gewesen. Aber kein Gamechanger für mich.
  • Was mir echt gefehlt hat: Ein Headup Display
  • Assistenzsysteme/autonomes Fahren: Hat er sehr gut gemacht. Auch wenn es ab und an mal „Bremsungen gab“, die sehr irritieren sind.
  • Schildererkennung hat im Vergleich zu meinem Mercedes nicht ganz so gut, aber immer noch ok funktioniert.

…Wenn ihr noch mehr wissen wollt und gerade im Vergleich zu einem Mercedes GLC Coupé (preislich vergleichbar), kann ich hier gerne mal ein paar Funktionsvergleiche machen, wie die Assistenzsysteme, autonomes fahren etc.

Hoffe das hat geholfen

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Wir fahren auch schon 7 Jahre und 160.000 km zufrieden unser Model X 100 D. Trotzdem denken wir darüber nach was danach kommt. Die Kinder sind ausgezogen und das Auto ist für uns zwei zu groß. Der Wagen erscheint uns im Moment aber unverkäuflich. Vielleicht bei einem chinesischen Autobauer in Zahlung geben, damit man noch etwas bekommt?

Mein Ausflug zu meinem X startete lange mit Begeisterung, und endet in Ernüchterung. Nach 22 Monaten und 99.000 km ist die Batterie um 15% geschrumpft ( degradation ), die anfängliche Ladegeschwindigkeit ist sehr zurückgegangen ( Nur noch über 10 % 250 kw statt vorher 40% ). Alle sonst beschriebenen Probleme hier gab es beim Modell 2023 nie. Alles super, doch die Batterie ist ein no go, und Tesla sagt, alles in bester Ordnung. Der Wagen wird gegen einen Verbrenner getauscht. Die Fahrzeuge sind für die Langstrecke noch nicht stabil genug. Der Gang zum Chinesen könnte eine Option sein.

Ist doch immer so, dass der Akku am Anfang mehr degradiert und dann weniger.

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Ok, sind 15% ok für viele, dann möge es so sein. Wer Geschäftlich unterwegs ist, und das im Winter dazu, dann wird es zunehmend eine Herausforderung. Dadurch kommt ein sehr günstiges X auf den Markt :slight_smile:

Leider ist mir das auch aufgefallen - bei mir bei 60Tkm auch schon gut über 10% und Ladespeed eingebrochen und auch Beschleunigung nachgelassen. Die Batterie ist für diese Degradation zu klein. Da MX hat einen höheren Luftwiderstand - da war die Reichweite mit neuer Batterie gerade so ok und gutem Ladespeed, aber wenn der Akku so schnell nachlässt fängt es jetzt auch bei mir wieder an nervig zu werden …

Ich hoffe, dass man mir nicht gleich böse ist, doch ich fahre seit 3 Wochen wieder Diesel. Es ist auf den Langstrecken wie eine Befreiung. Auto ist für mich ein Werkzeug für das Unternehmen, und muss funktionieren. Gesundbeten hilft nicht. Wenn Tesla meint es ist ok, dann mag es für Tesla gelten aber nicht für mich. Die Technik muss auch im Profibereich über 500 km funktionieren ohne die Verluste in der Zeit. Jeder nach seiner Fason. Beobachte weiter Tesla. Man weiß ja nie