Die HiFi-Anlage im Tesla Model S Plaid (MSP) ist gut, aber es gibt noch Raum für Verbesserungen. Gemeinsam mit einem guten Bekannten, der ein lokaler Car-HiFi-Experte ist, haben wir uns an den Umbau meines MSP gewagt. Erste Erfahrungen hatten wir bereits mit meinem Model Y Performance (MYP) gesammelt.
Grundlegendes Problem: Stromversorgung
Ein zentrales Problem war die Stromversorgung der neuen HiFi-Anlage. Aus dem MYP-Umbau wussten wir, dass die 15.7V-Batterie ungeeignet ist, und zwar aus drei Gründen:
- Die Verstärker können diese im Stand entladen.
- Die Spannung ist für manche Verstärker zu hoch.
- Es steht nur eine begrenzte Menge Strom zur Verfügung.
Lösung: Separate Batterie
Deshalb haben wir eine separate 50Ah LiFePo4-Batterie im Frunk installiert. Diese wird über einen DC/DC-Wandler geladen, wobei der Strom aus dem Fahrzeug niemals 30A überschreitet. Theoretisch könnten die Verstärker diese Batterie bei Volllast entladen, aber die Lautstärke, bei der dies geschieht, ist dauerhaft zu laut.
Wahl der Batterie
Die 50Ah LiFePo4-Batterie wurde gewählt, weil sie kostengünstig war. Unser Ziel war es, zu testen, ob wir durch das permanente Nachladen vom Fahrzeug die HiFi-Anlage sicher und konstant betreiben können. Spoiler: Es funktioniert wunderbar. Der DC/DC Wandler schaltet bei 15V ab und verhindert so ein entladen der 15.7V Batterie.
(Das gewickelte Kabel ist „Reserve“)
Im Winter werden die Zellen durch Winston-Zellen ersetzt. Da diese wesentlich teurer sind, wollten wir zunächst jedoch den Versuch mit LiFePo4 machen.
Austausch der Lautsprecher
Die Lautsprecher im Dashboard, in der A-Säule sowie die Tieftöner in den Türen wurden ausgetauscht. Der Tausch der Lautsprecher in der A-Säule und der Tieftöner in den Türen war recht einfach. Gleichzeitig wurden die Türen auch ordentlich gedämmt. Die hinteren Türen wurden ebenfalls gedämmt, jedoch ohne Austausch der Lautsprecher.
Herausforderung: Dashboard-Lautsprecher
Der Tausch der Lautsprecher im Dashboard war eine Herausforderung, da diese von unten verschraubt sind. Wir mussten daher das Dashboard ausbauen. Dank der guten Serviceanleitung von Tesla war dies möglich. Nachdem das Dashboard ausgebaut war, wurden die Lautsprecher getauscht und das Dashboard gedämmt.
Maßgeschneiderter Subwoofer
Ein paar Wochen vor dem Umbautermin wurde mein Kofferraum 3D-gescannt, um die Konturen für den Subwoofer, der seinen Platz in der linken Seitenmulde finden sollte, genau auszumessen. Conny hat dann ein Gehäuse modelliert, 3D-gedruckt, gedämmt und mit Teppich bezogen. Es passt sich perfekt an die Konturen der Mulde an und sieht aus, als käme es ab Werk. In dem Gehäuse finden zwei 20er Woofer Platz.
Verstärkerinstallation
Die zwei Verstärker fanden ihren Platz in der Kofferraummulde. Verbaut wurden eine Helix P One und eine Helix V Eighteen. Auf der V Eighteen sind alle Kanäle aufgelegt – besser haben als brauchen, man weiß ja nie, was man noch so vorhat. Alle Verbindungen wurden mittels Steckern realisiert. Es wurde kein Kabelbaum verletzt.
Integration des Helix Directors
Zu guter Letzt wurde das Ablagefach in der Mittelkonsole 3D-gescannt und ein Halter für den Helix Director gedruckt. Diesen habe ich selbst gescannt und modelliert.
Fazit
Conny hat ein Setup für die Anlage erstellt und es ist der absolute Wahnsinn. Es ist brachial laut und der Klang haut einen von den Socken. Letztendlich war es die Arbeit absolut wert.
Als nächstes kommt mein A2B-Adapter, der die Klangqualität nochmals deutlich verbessern sollte.









