eMobilitäts-technisch ist ein Feld noch etwas jungfräulich vertreten, das der kleineren Zweiräder.
Nächste Wocher werde ich die Chance haben, mir die Sur Ron Firefly anzuschauen, worüber ich mich sehr freue. Daher meine Frage, gibt es hier welche, die Erfahrungen damit haben oder mit andern eBikes?
Zur Geschichte selbst, ich komme ja aus der Region Stuttgart-Böblingen und pendle ca. 18km täglich, mittlerweile mit der Bahn, ab und an auch mit dem Auto aber um ehrlich zu sein, so komfortabel das Auto auch ist, man steckt im Stau, morgens wie abends. Auch die Bahn lässt etwas in ihrer Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit zu wünschen übrig. Sodass ich im Grunde stets über eine Stunde für die 36km Gesamtstrecke benötige - und da denk ich mir: dass sollte auch besser gehen - elektrisch - auf zwei Rädern.
Um die Firefly einmal vorzustellen, es ist ein eBike der Klasse L1e-B und darf mit der Führerscheinklasse AM oder früher auch M gefahren werden. Es gibt sogar einen Pedalsatz zum Nachrüsten, wie es dann klassifiziert ist, weiß ich um ehrlich zu sein nicht.
Masse ohne Akku: 45kg
Masse des Akkus: 8kg
Leistung: 2kW (dauerhaft)
Vmax: 45km/h (StVO-konform)
Akku: 1,92kWh, bei 60V und 32Ah (18650-Zellen von Panasonic)
Reichweite: 69km (angegeben)
Sofern man kein Interesse hat, es auf öffentlichen Flächen zu fahren, gibt es noch eine nicht-zugelassene Version, mit 3kW und bis 80km/h Vmax.
Hab die Sur Ron Firefly heute zur Probe gefahren und was sag ich dazu? Es macht Spaß! Die zwei Modi Eco und Sport wirken sich im Anfahrmoment an, klar und etwas in der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit, in Eco sind es laut Tacho ca. 46km/h und im Sport-Mode dann 50km/h. Normale Steigungen merkt man kaum, mit etwa 80kg Fahrergewicht, sie zieht tapfer durch.
Als ich vor einigen Jahren Verbrennerroller fuhr, waren Steigungen immer ne kleine Herausforderung und man stank immer nach dem 2-Takt-Gemisch. Durch die Möglichkeit auf ein Job-Rad ist heute glaube ich klar geworden, was mein erstes „eMobil“ sein wird.
Möchte auch in absehbarer Zeit etwas in diese Richtung anschaffen. Die Sur Ron muss ich auch mal probefahren.
Im Frühling kommt von Segway die X260, welche auf der Sur Ron basiert und in einigen Punkten verbessert wurde (Segway Ninebot ist anscheinend grösster Aktionär von Sur Ron). Ob die X260 zu uns kommt, weiss ich aber noch nicht.
Ansonsten wäre auch eine Zero FXS sehr cool, wenn auch leider etwas teurer.
Ein starker E-Roller würde ich auch super finden, rein von der Praktikabilität her eigentlich noch besser für meine Bedürfnisse. Bisher bin ich nur den NIU N-GT gefahren. Wenn man von einem Tesla kommt, ist aber auch der stärkste NIU irgendwie etwas sehr schwach auf der Brust.
2020 und 2021 werden relativ viele neue E-Mobile im Zweiradbereich folgen. Die Auswahl wird also auf jeden Fall grösser.
Wir haben für kürzere Strecken auch den Niu N-GT. In der Stadt schnell und ausreichend, auf der Landstrasse na ja. Eine Ladung für 100 km ca. 1,5 Euro.
Ich hab sozusagen als vorgezogenes Weihnachtspräsent nun mein erstes „eMobil“ erhalten, eben die oben beschriebene Sur Ron Firefly oder Light Bee (bitte nicht fragen, ob es Unterschiede gibt).
Heut bin ich die ersten 74km unterwegs gewesen und es macht tierisch Spaß, zum einen an einer Ampel das typische „Elektro-Feeling“ zu haben und schneller vorwärts zu kommen, als jeder PKW und dann zum andern, außer dem Kettenantrieb und dem Fahrwind, nichts zu hören (und vorallem zu riechen!).
Innerorts muss man garnicht auf die Radwege ausweichen (man dürfte es auch als S-Pedelec oder eBike-Fahrer auch nicht), jedoch das gute und meiner Meinung nach wichtige ist, dass außerorts die Radwege nutzbar sind, was mir das Pendeln ins Geschäft unheimlich erleichtert.
Als Reichweite kann man bei den jetzigen 0…5°C-Temperaturen runde 55km annehmen und ich gehe von aus, dass es im Sommerhalbjahr vielleicht noch 5km dazukommen oder mehr. Der Verbrauch könnte man zwische 3,2 und 3,5kWh/100km beschreiben und pro Kilometer kostet mich das Fahren privat einen knappen Cent (ca. 1Eur/100km), lade ich im Geschäft, wäre es komplett kostenfrei. Nur auf die Energie bezogen und im Vergleich zu meinem Auto entsteht ein Kostenunterschied, von 7ct/km (eBike 1ct, Auto 8ct).
Klar auf Komfort verzichtet man etwas, vorallem wärend der nass-kalten Jahreszeit, wobei ich da auch meinen Clio weiterhin nutzen würde, wenn es Bedenken im Wetter gibt aber sooft möglich mich auf’s eBike schwing. Noch ein Vorteil daran ist, dass ich die mehr als angespannte Böblinger-Vaihinger Verkehrslage umfahren kann.
Alles in allem eine schöner Jahresabschluss und tolle Vorraussetzungen für ein emissionsfreieres und freudiges neues Jahr!
Ich nutze dieses E-Bike mit Gasgriff und auch innerorts benutze ich die Radwege. Man hat nur Stress mit den Autofahrern, da wird auch gerne mal gehupt!
Und ich möchte nicht immer nur mit „Vollstrom“ durch die Gegen fahren und somit ist man dann ständig ein Verkehrshindernis
Polizei hat mich schon sehr oft gesehen, gesagt hat noch niemand etwas.