DIY-Projekt: Der SR bekommt einen Subwoofer

Ich vermutete, dass der Verstärker am Subwoofer vielleicht Mehrkanal-fähig ist und alle Lautsprecher ansteuert, analog zu manchen Nachrüstsets. In dem Fall bräuchte man einen Kabelstrang, der das komplette Signal an der Mainunit abgreift, nach hinten führt und von da wieder nach vorne, um dort mit den Lautsprechern verbunden zu werden. Das erschien mir gedanklich sehr aufwändig.

Wenn der Verstärker nur für den Sub da ist, ist das natürlich unproblematisch.

Die Endstufe auf dem Bild ist ein 1- Kanal Verstärker

1 „Gefällt mir“

Hallo tunichgut, vielen Dank für deine tolle Anleitung! Ich habe damit mein eigenes Subwooferprojekt am Wochenende erfolgreich fertiggestellt :grin:

Die Variante mit dem originalen Sub hätte mir auch sehr gut gefallen aber für einen mittelmäßigen Originalwoofer oder einen StegMT9 wollte ich nicht so viel Geld ausgeben, insbesondere da Chassis und Endstufe bereits vorhanden waren. Daher musste bei mir der Subtrunk herhalten wo eh nur Kleinkram drin war der auch in den Frunk gepasst hat. Die Endstufe hat Platz in der „Leere“ des originalen Woofers gefunden und der neue Lautsprecher ist mit Speakon-Verbindern angeschlossen, so dass dieser für Urlaube etc. schnell rausgenommen werden kann. Die Platte darüber stört überraschenderweise fast gar nicht. Die akustische Durchlässigkeit scheint aufgrund der Leichtbauweise sehr gut zu sein. Das Gehäuse hat knapp 30l Volumen und sorgt für eine tolle Unterstützung im unteren Bereich.

8 „Gefällt mir“

Ich würde das Thema gerne noch mal nach oben bringen. Da ich vom Model Y Premium Soundsystem schon arg verwöhnt bin, würde ich gerne noch ein Bass und mehr Volumen bei meinem M3 SR 11/2022 nachrüsten wollen. Dieses auch gerne auf dem DIY weg.

Die Verkabelung inkl. High/Low-Level-Converter, lasse ich jetzt außen vor, da ich sowieso pro Variante benötige.

Aktuell hätte ich nach dem lesen dieses Threads folgende Gedanken im Kopf was den Bass angeht:

Variante 1: ca. 500-550€ zzgl. Verkabelung

  • Match UP 1FX Amp

  • Gebrauchter original M3 Subwoofer mit Gehäuse

Variante 2: ca. 755€ zzgl. Verkabelung

  • Match UP 1FX Amp

  • Steg MT9 Tesla Model 3 Subwoofer

Variante 3: ca. 755€ zzgl. Verkabelung

  • Match UP 1FX Amp

  • Skar Single 10" 800W Max Power Loaded Subwoofer Enclosure
    RMS Power 500 Watts Subwoofer (Skar VD-10 D2)
    L-VD-VS-1X10MODEL3-2017-UP
    Bild (Model Y)

Variante 4: ca. 450€ zzgl. Verkabelung

Mich würde eure Meinung interessieren, da alle Varianten zumindest Bass liefern :wink: Variante 1-3 haben den Vorteil, dass kein Stauraum verloren geht. Variante 4 ist die kostengünstigste.

Das Thema Lautsprechertausch lasse ich erstmal aus, da ich es soweit i.O finde und der Bass prio hat.

Danke und Gruß

Mighty

3 „Gefällt mir“

Paul215: Sieht super aus. Was für ein Bass-Chassis hast Du verwendet?

MightyG: Was meinst Du mir Pro-Variante?

Der UP 1FX wird doch an HighLevel angeschlossen, also bist Du bei der High/Low-Level-Convertergeschichte, nur das der Converter im Sub-Verstärker ist.
Den Mono-Cynch-Eingang kannst Du nicht nutzen, da Du im SR kein Signal dazu abnehmen kannst.

Den originalen Subwoofer kannst Du vergessen. Das ist zumindest meine Meinung, nachdem ich den Sub-Verstärker angeschlossen habe.

1 „Gefällt mir“

Danke für den Hinweis mit dem conveter - hatte ich nicht auf dem Schirm, hatte bei meinen ICE Fahrzeugen immer HI/loW Adapter verwendet. Aber wenn der im amp verbaut ist umso besser :wink:

dann ist der original sub raus :slight_smile:

Den sub von Skar bekommt man leider nur mit etwas Aufwand, da dieser nicht direkt aus den usa versendet wird. Finde den aber spannend.

Moin, beim Chassis handelt es sich um einen Mivoc AWM104. Die waren bis bis vor ein paar Jahren eher im Home-Hifi-Bereich als Preis-Leistungs-Tipp bekannt.

Wenn du einen externen Konverter (z.B. Teufel AC 5011) nutzt unbedingt auf die galvanische Trennung achten. Auf dem Lautsprecherkabeln der Türwoofer liegen dauerhaft 6v Gleichspannung an. Da kann man sich mit selbstgebauten Spannungsteilern leicht mal die originale Endstufe zerschießen. Ich wollte eigentlich für das Remote Signal so einen kleinen Adapter benutzen (Ampire 55000) aber durch die Gleichspannung wurde der dauerhaft aktiviert und die eigentliche Musikerkennung hat dann nicht mehr funktioniert. Dadurch ist mir das zum Glück erst aufgefallen.

Viel Erfolg beim Basteln :muscle:t2:


1 „Gefällt mir“

Hi, ich kenne mich in dem Bereich nur rudimentäre aus aber der Ersteller hat nirgendwo erwähnt, dass er einen Konverter installiert hat. Wie erhält die Endstufe denn dann den Ein-/Auschaltbefehl? Ist ein Tesla Model 3 SR+ aus dem Jahr 2018.

Liebe Grüße

das 2018 Modell hat noch eine 12v Batterie. Die 16V Batterie kam erst zum MJ 21/22

Autosensing. Die meisten Verstärker heutzutage können erkennen, dass ein Signal anliegt und schalten automatisch ein. Da braucht es keinen Remote mehr.

Die Endstufe geht automatisch in den StandBy, wenn am High-Input kein Signal mehr anliegt.
Du kannst natürlich auch ein Trennrelais einbauen, das halte ich aber für überflüssig, bei den geringen Stromaufnahmen im StandBy.

Die 12 Volt der resten SRs sind besser als die 16 Volt.
Dadurch wird die Auswahl an Endstufen größer, da viele keine Spannung über 12 Volt langfristig vertragen.

Guten Abend zusammen,

vielen Dank für die schnellen und guten Antworten.

Ich habe schon lange nicht mehr an Autos gebastelt! Aber jetzt muss ich für meinen Sohnemann wieder ran.

Habe ich es richtig verstanden, dass ich sowohl an der Fahrer- als auch Beifahrerseite von den unteren Türlautsprechern die Signale abgreifen muss oder genügt eine Seite als Signalquelle?

Was haltet ihr von diesem Verstärker für das Vorhaben?: ESX Horizon HXE1000.1D
Sollte den Anforderungen für den originalen Subwoofer doch genügen oder habe ich etwas nicht beachtet? Auto On hat er wohl auch über das Lautsprechersignal.

Vielen Dank für die gute Unterstützung.
Allen noch einen schönen Abend.

1 „Gefällt mir“

So, ich hab nun alles verbaut bekommen. Relativ simpel zum Glück.

Die FOCCT T-Verbinder finde ich nicht wirklich wertig, die Schutzkappe schließt nicht richtig und hält somit das Kabel auch nicht gut fest. Mit Sekundenkleber dann fest geklebt.

Die Endstufe von ESX ist zu Groß um diese dann gemeinsam mit dem Subwoofer zu verbauen (auf der Halteplatte). Hier dann evtl. auf eine schlankere Endstufe zurückgreifen.

Hört sich jetzt schon etwas besser an der Klang!

2 „Gefällt mir“

Bin nun auch endlich das Thema Subwoofer-Nachrüstung im RWD angegangen.

Subwoofer - Steg MT9:
Schnell reingeschraubt und kein Stauraumverlust. Das Gehäuse ähnelt stark dem Originalwoofer, ist aber nicht komplett identisch, da es direkt ein normales rundes 8"-Chassis aufnimmt ohne Adapter. Nicht billig, aber mit 430€ (masori.de + 25€ Newsletter-Gutschein + 5% Skonto) auch gar nicht mehr so weit weg von einem gebrauchten Originalwoofer (200 - 250€), der auf jeden Fall ein vernünftiges Chassis braucht (ab 100€) + Adapter, und dann muss man schon wieder aufpassen, dass das ganze von der Bautiefe und der Abstimmung zueinander passt. Das einzig blöde am Steg: der verbaute Stecker ist unbrauchbar, bzw. das passende Gegenstück nicht im Lieferumfang enthalten und auch nirgendwo aufzutreiben. Keine Ahnung was sie sich dabei gedacht haben… Ich habe den Stecker abgeschnitten und direkt mit vernünftigem Lautsprecherkabel vercrimpt.

Endstufe - Kicker Key 500.1:
Sehr kompakt und effizient, und kommt vor allem mit der erhöhten Spannung der Lithium-Bordbatterie ab MJ22 klar (16V statt 12V). Der Kicker ist 1-Ohm-stabil, so dass man die Doppelschwingspule des Steg MT9 mit 2x2 Ohm in Parallelschaltung betreiben kann für volle 500W Ausgangsleistung. Darüber hinaus bietet der Kicker auch noch einen integrierten DSP, der den nichtlinearen Frequenzgang des Werkssystems korrigieren kann. Ich hab den Verstärker mit einem gedruckten Halter wie beim originalen Premium-Soundsystem vor den Subwoofer gehängt. Die STP-Files dazu gibt es hier: Free Downloads - RWAudio

Stromversorgung:
Strom kommt direkt vom DC-DC-Wandler unter der Rücksitzbank, angebunden mit 16mm² und M8-Ringöse plus 60A-Sicherung. Masse befindet sich direkt unterm Rücklicht in unmittelbarer Nähe der Endstufe. Da der Tesla den DC-DC offenbar relativ streng überwacht, liest man hier häufig von Problemen, wenn dort zuviel Leistung gezogen wird. Mit dem effizienten Kicker hatte ich dahingehend aber noch keine Schwierigkeiten, also keine Fehlermeldungen etc.


Türwoofer-Abgriff:
Das Signal für den Subwoofer muss von den vorderen Türwoofern abgegriffen werden, weil nur diese das entsprechende Frequenzspektrum bekommen. Beide Lautsprechersignale liegen gut erreichbar direkt an der MCU im Beifahrerfußraum an, es muss lediglich die Blende unter dem Handschuhfach abgebaut werden. X171 ist der unterste Stecker an der MCU, Pinbelegung und Kabelfarben sind wie folgt (gilt für Model 3 RWD mit AMD Ryzen ab Ende 2021):

X171 Pin 3 Türwoofer links + WH
X171 Pin 4 Türwoofer links - RD
X171 Pin 5 Türwoofer rechts - RD
X171 Pin 6 Türwoofer rechts + TN

Die Lautsprecherkabel für die Türwoofer sind auch daran zu erkennen, dass sie einen etwas größeren Querschnitt haben als die restlichen Leitungen des Steckers.

Da ich den originalen Kabelbaum des Tesla nicht beschädigen wollte, habe ich mir einen EV-Offer-Kabelbaum für die Aktivierung der beim RWD ungenutzten Hochtöner in A-Säule und Spiegeldreieck inkl. Subwoofer-Output besorgt. Der wird einfach mit Originalsteckern zwischengeschleift. Ich verwende hier allerdings nur den Zwischenstecker für den Abgriff der Türwoofer, den Rest des Kabelbaums habe ich abgezwickt, da mich die planlose Parallelschaltung der ungenutzten Hochtöner auf die Dashspeaker elektrisch nicht überzeugt (ich habe mich dazu schonmal detailliert hier ausgelassen). Von dem Zwischenstecker aus muss man dann nur noch zwei verdrillte Aderpaare an der Beifahrerseite entlang nach hinten in den Kofferraum verlegen. Damit hält sich der Eingriff in die Fahrzeugelektronik in Grenzen, und der Umbau kann allein durch das Entfernen des Zwischensteckers und Abklemmen des Verstärkers spurlos rückgängig gemacht werden.


DSP-Setup:
Für die Einmessung des DSP müssen über das Werkssystem Testtöne abgespielt werden, die auf der Kicker-Website heruntergeladen werden können. Diese fahren den kompletten Frequenzbereich ab, der Kicker analysiert dann das Signal, das tatsächlich bei ihm ankommt und zieht den Frequenzgang entsprechend wieder gerade. So rechnet der Kicker aus dem vom Werkssystem verbogenen Frequenzspektrum wieder das originale Quellsignal zurück inkl. der tiefen Frequenzen, die vom Werkssystem gerne abgesenkt werden um die papierdünnen Serienlautsprecher nicht zu überlasten.

Klang und Fazit:
Nach Einmessung und noch etwas manuellem Feintuning der Hoch- und Tiefpässe fügt sich der Sub sehr harmonisch in das ansonsten solide Standard Audiosystem ein. Die Bassfrequenzen habe ich über den Tesla-Equalizer vor der Einmmessung etwas zurückgeregelt um die Türwoofer zu entlasten und die Türpappen bei hohen Pegeln nicht unnötig in Vibration zu versetzen. Den Druck liefert jetzt der Subwoofer im Heck, und da geht jetzt richtig was! Macht wirklich Spaß. Da ich fast täglich 2h pendel ist es für mich schon jetzt eine der besten Modifikationen am ganzen Auto. Ich bereue eigentlich nur, dass ich mir nicht schon viel eher Zeit für den Umbau genommen habe.

Kosten:
430€ Subwoofer Steg MT9 (masori.de + 25€ Newsletter-Gutschein + 5% Skonto)
200€ Kicker Key 500.1 Monoblock (Amazon Angebot)
70€ EVOffer Kabelbaum mit Subwoofer-Output (nicht unbedingt nötig, wenn man kein Problem damit hat in den originalen Kabelbaum zu schneiden)
30€ 3D-Druck-Halter für den Verstärker
60€ Kleinkram (Kabel, Ringösen, Sicherungshalter, Dämmung)

All-In also knapp 800,- € plus zwei gemütliche Abende in der Garage. Für mich hat es sich definitiv gelohnt.

22 „Gefällt mir“

Super Idee, das Signal vorne abzunehmen!!!

1 „Gefällt mir“

Die einzig richtige Entscheidung

Hi,
danach habe ich schon lange gesucht, ein großes Dankeschön für deine ganze Arbeit und Dokumentation.
Gäbe es denn die Möglichkeit deine Fertigkeiten und Erfahrungen beim Soundanlagen Upgrade zu buchen?
Grüße

1 „Gefällt mir“