Es gab dazu sogar schon Mitte 2021 auf VOX bei „auto mobil“ einen Beitrag. Da wurde sogar der Händler Schmitz in Mönchengladbach und sein Partner ev-remarketing in DK interviewt.
Die Reichweite von Autobild und VOX auto mobil ist in meinem Umfeld nur sehr gering. Die Masse hat wirklich erst in den letzten paar Monaten mitgekriegt, wie gefragt die jungen Teslas sind.
Passend hierzu:
Dauert auch noch ein bisschen; bisher habe ich noch keinen profunden Experten gefunden, der mir die „Weltformel“ relativiert. Liegt aber weniger an der Fragestellung, sondern am Finden einer geeigneten Person. Aber die Suche dauert noch an!
Hier aber ein interessanter Artikel aus der ams:
Daraus ein paar spannende Auszüge:
„Laut einer Berechnung des Center of Automotive Management (CAM) könnte jedes achte E-Auto mit einer Neuzulassung 2021 ins Ausland gegangen sein. In Geld ausgedrückt, subventioniert der Bund so unfreiwillig die Elektromobilität im Ausland mit rund 240 Millionen Euro jährlich. Rechnet man die Prämien der Hersteller dazu, beläuft sich die verloren gegangene Summe laut CAM auf bis zu 360 Millionen Euro.“
…
„Ein weiteres Problem des Export-Geschäfts: In der Bundesrepublik entsteht so kein E-Auto-Gebrauchtmarkt, über den auch Menschen mit geringeren Einkommen mittelfristig an einen Stromer gelangen.“
…
„Heruntergerechnet auf einzelne Hersteller, scheinen besonders BMW und Tesla attraktiv für den Export zu sein. 20,6 Prozent der Stromer aus München gehen ins Ausland, Tesla folgt mit 18,5 Prozent auf Platz zwei.“
…
„Zudem hat das Bundeswirtschaftsministerium den Export-Handel mit subventionierten Elektroautos als Problem erkannt. Zu Recht, schließlich sind die Fördermittel dafür gedacht, emissionsfreie Fahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen.“
Dass von denen noch niemand darauf gekommen ist, dass durch die „Weltformel“ alle Probleme gelöst sind…? ![]()
madmax
Von wem von denen?
Das was du machst ist Appellieren an einen Würdeträger, also angebliche Autorität. Kennst du den? Ist es Isaac Newton oder Albert Einstein? Vllt George Soros?
Du musst lernen, dass eine Studie ohne Zahlen keine Studie ist.
Nur weil einer nicht rechnen kann und deine bescheidenen Rechenkünste unterstützt heißt es nicht, dass er recht hat.
Zudem ist da einfach viel heißes Gelaber ohne jegliche Berechnungen, die man überprüfen und die Methodik bestätigen bzw. widerlegen kann.
Alleine diese Aussage lässt mich daran zweifeln, dass der Ersteller der Studie in seiner Waldorfschule was anderes als Tanzen und Klatschen gelernt hat.
Ich dachte das Thema mit Ziel der Förderung und Absatzsteigerung hätten wir endlich mal abgehackt.
Nicht bös gemeint, aber wenn du diskutieren willst, dann musst du auch in der Lage sein Fakten zu akzeptieren.
Alles was bisher kommt ist Sophistik und hat in einer vernünftigen Diskussion nix verloren.
Und ja, kein Mensch hat Anspruch auf ein (günstiges) Elektroauto.
Die Nummer mit Menschen mit geringeren Einkommen ist wieder ein Indiz für Populismus. Und solche Aussagen haben in einer Studie zu Kosten/Nutzen für den Bind nix verloren.
P.P.S. Ist in Fahrzeug, welches in DK zugelassen ist, aber auf deutschen Straßen bewegt wird, zählt es als blondes und blauäugiges Fahrzeug? Schädel des KFZs vermessen? Des Fahrers?
So genial will ich auch mal mit Begriffen arbeiten.
Wenn ein Vertreter in Aachen wohnend mit seinem Fahrzeug 90% der Zeit in den Niederlanden verbringt - sollte er dann einen frisierten Diesel fahren - er ist ja schließlich von seinen 50 Tsd pro Jahr nur 5 Tsd auf deutschen Straßen.
Die selbsternannten „Experten“ des Center of Automotive Management unterschlagen gekonnt: Es ist die Nachfrage aus den Nachbarländern, die den Markt für junge gebrauchte E-Autos leerfegt.
Was völlig übersehen wird: Der Bund nimmt „unfreiwillig“ mehr an Umsatzsteuer ein als er „unfreiwillig“ subventioniert.
Edit: Zolleinnahmen werden an die EU abgeführt.
EU gehört abgeschafft:joy:![]()
kann ja net sein, dass hier Ausländer einkaufen dürfen.
@madmax eine sinnvolle Formel für die Berechnung des Kosten-Nutzens-Faktors für den Bund ist:
- Man bestimmt die durchschnittliche Haltedauer eines Neufahrzeugs beim Privatkauf. z.B. X - 5 Jahre. Dann nimmt man die MwSt, die beim Autokauf anfällt - MS=(KP*0,16), dann nimmt man den Zoll (KP/2) (ungefährer Zollwert des Autos) *0,1 = ZE.
Dann hat man die Rechnung:
GE=MS+ZE (-6.000€) je nachdem ob du einmalige Förderung akzeptierst oder nicht.
Auf der anderen Seite hat man die Geschichte mit Förderung
GEF=(MS+ZE-6000€)*2X - da du pro Jahr ja 2x das Fahrzeug wechseln kannst.
GE muss größer als GEF sein.
Damit brauchst du 3 Variablen - X - Haltedauer eines Neufahrzeugs in Jahren, den Barpreis des Teslas (leicht zu finden), den Zollwert (kannst ungefähr bestimmen). Und schon kann das jeder nachrechnen.
Im Falle von einem M3LR
X=5
KP= 50.000
MS=8.000
ZE=2500
Gilt übrigens für jedes andere Auto. Kannst rumspielen, bis dir schwindelig wird.
Rest - dein Taschenrechner.
Die Fördermittel bekommt man auch wenn man das Auto in der Garage stehen lässt und danben seinen Verbrenner parkt, während der Nachbar mit seinem lastenfahrrad keinen Cent bekommt. Die Förderung ist alsode facto auf Autoabsatz ausgerichtet, nicht auf Umwelt. Ich persönlich habe meinen 17j alten Verbrenner diese Woche verkauft, ohne die Förderung wäre das für mich nicht sinnvoll gewesen - im Endeffekt bedeutet das jetzt aber dass der Benzinstinker anderswo rumfährt. Und weil Neuwagen in die Regel nicht billig sind ist die Förderung eher für Reiche interessant. Mein Traumauto gibt es eh nicht deswegen habe ich mich lieber für einen Tesla entschieden wo ich zumindest wenig Verhandlungsgedöns und wenig Wertverlust habe. Homo oeconomicus!
Umso besser. Dann kann man ja eine Variable rausschmeißen und den billigsten Tesla nehmen.
43 kostet momentan das Kassengestell, bedeutet Einnahmen von 6,85 Tsd MwSt für den Staat.
Nach Abzug der Förderung ist der Staat mir 850€ pro KFZ im Plus.
Um mehr als die Förderung einzunehmen braucht der Staat - 600/850 ziemlich genau 7 Zyklen.
Sprich, wenn du einen Neuwagen sonst weniger als 3,5 Jahre gefahren wärst - wäre der Staat ohne Förderung besser dran.
Bei einer durchschnittlichen Haltedauer von 3,5+ Jahren ist der Staat mit der derzeitigen Förderung besser dran.
Bei erhöhung der Förderung auf 12 Monate erhöht sich auch die Rentabilitätszeit für den Staat auf 7 Jahre, da ist es für den Staat besser die Förderung abzuschaffen.
Je höher der Fahrzeugpreis, desto niedriger die Rentabilitätszeit.
Offene Frage in der Tesla-Konstellation, weil ich die Antwort selber nicht vollständig kenne:
Wer zahlt denn die Einfuhrumsatzsteuer für einen Tesla beim Import aus USA oder China an den deutschen Staat? Tesla Deutschland?
Wie darf Tesla Deutschland dann die gezahlte Einfuhrumsatzsteuer dann steuerlich behandeln? Ist Tesla Deutschland dann vorsteuerabzugsberechtigt mit dem gezahlten Betrag?
madmax
@AirFrance
Bitte Blutdrucktabletten nicht vergessen… 
Würdest du dich aufregen, wenn dir ein Kleinkind erklärt, dass die Erde flach ist?
Ich auch nicht ![]()
Die Rechnung mit dieser „Zyklenzahl bis Parität Förderung zu Steuereinnahmen“ halte ich für nicht aussagekräftig. In der Diskussion steht hier der frühzeitige Weiterverkauf, soweit er durch die derzeitigen Förderbedungungen veranlasst wird. Dementsprechend käme die damit verbundene Umsatzsteuerzahlung nicht zustande, gäbe es die Förderung nicht. Folglich muss Förderaufwand und Steuereinnahme 1 zu 1 gegenüber gestellt werden, wass beim neuen Tesla immer zugunsten des Staates ausgeht.
Ja, ich rechne ja Worstcase, um die wirtschaftliche Absurdität der Verlängerung der Haltedauer zu zeigen.
Sprich wir gehen vom günstigsten Fall für Opponenten aus - jeder hätte sich auch ohne Förderung einen Tesla gekauft.
Damit benachteilige ich meine Position und selbst wenn da die Berechnung aufgeht - hat mein Standpunkt eine gewisse Grundlage außer „Ungerechtigkeit und Sinn des Lebens“
Natürlich ist der Tesla-Vertrieb berechtigt zum Vorsteuerabzug:
Tesla Germany GmbH
Ludwig-Prandtl-Straße 27 - 29
12526 Berlin
USt-IdNr. DE265761887
Das was sie an USt. bereits bezahlt haben, mindert - zurecht - die Summe, die sie an USt. abführen müssen. Und alles was Tesla an USt. einnimmt, kommt zu dem Betrag hinzu, den sie ans Finanzamt abführen müssen.
Ah…die AMS hat einen Empörungstitel nötig? ![]()
Mal sehen…
Korrekt. (Nehmen wir einfach mal an, dass das „CAM“ (oder wars das CERN, CIM, BIM, BAM, BUM?) richtig gerechnet hat). Leider wurde „vergessen“, die Einnahmen aus der Mwst gegenzurechnen - egal. Das wurde ja in den vorherigen 749 Beiträgen ausführlichst gemacht. Können wir den Punkt also falsches Argument abhaken.
Leider zwei falsche Prämissen in einem Satz.
Richtig ist:
- die Autos für den Export würden gar nicht gekauft werden
- „Geringverdiener“ werden sich auf sehr sehr lange Zeit kein BEV leisten können - allein schon weil sie keine eigene Lademöglichkeit haben und das Kostenrisiko (bei einem gebrauchten älteren BEV) aufgrund der höheren Ersatzteilpreise (Akku) viel zu hoch ist
Nehmen wir mal an, die 20% gelten über alle Hersteller hinweg.
Was wird passieren, sollte die Förderung wegfallen?
Die Hersteller werden 20% weniger in D absetzen…weil jeder, der ein Fahrzeug zur längeren Nutzung kauft, bereits in den 80% enthalten ist. Und aufgrund unattraktiverer Förderung im Ausland werden die 20% im Ausland auch nicht abgesetzt oder nur mit massiven Preisabschlägen. Mit dem Ergebnis, dass eAutos weiterhin unattraktiv bleiben für die Hertsteller weil die Margen weiterhin gering bleiben und der Skaleneffekt bei der Teilebeschaffung später eintritt. Ach ja, und eine gezahlte Mehrwertsteuer käme dem Ausland zugute.
Also eine loose/loose/loose Situation.
Falsch. Sonst hätte 50% der Förderung nicht ausbezahlt werden dürfen, weil die ging nämlich an Hybride, die sehr wohl auf deutschen Starßen emmitieren.
Aber ist ja auch egal…
Und das ist ja auch gut so. Nur bei höherpreisigen Fahrzeugen geht die Rechnung auf.
Erst ab einem Preis von 37.600€ geht der Staat mit einem Plus daraus (MwSt. - BAFA).
Also beschwert euch in einem Opel, Renault, Skoda, Dacia… Forum, dass es dem Staat Geld kostet- hier ist der falsche Ort dafür!
Was heißt das jetzt konkret?
Ein Beispiel (Zahlenhöhe ohne Relevanz):
Tesla Deutschland importiert aus China ein Model 3 zu einem fiktiven Wert von 40.000 € netto. Darauf zahlen sie Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19% = 7.600 €. Diese gezahlte Steuer ist als Vorsteuer abzugsberechtigt.
Tesla Deutschland verkauft eben dieses Auto für netto 50.000 € zzgl. MWSt. 19% = 9.500 €, also Gesamt-VK brutto 59.500 €.
Tesla Deutschland zahlt jetzt an Steuern:
Eingenommene USt. ./. bezahlte VSt. bzw. Einfuhrumsatzsteuer, also
9.500 €- 7.600 € = 1.900 €
Das wären exakt die 19% auf den in Deutschland geschaffenen „Mehrwert“ von 10.000 €.
Ist da ein Fehler in der Berechnung?
madmax
Tesla Deutschland sollte vorsteuerabzugsberechtigt sein, sprich die Einfuhrumsatzsteuer wird vermutlich nicht entrichtet.
Beim fiktiven Verkaufspreis von 50.000€ netto zahlt der Endkunde 19% Umsatzsteuer, sprich 9.500,- €, die Tesla als Durchlaufposten an den Staat weiterreicht.
Der Zollwert ist Bemessungsgrundlage der Einfuhrumsatzsteuer. Vielleicht weiß jemand, welcher Wert im Falle von PKW, speziell Teslas, zugrundeliegt.