Die hohen Schadenkosten werden die Versicherungsbranche radikal umkrempeln

Das ist die Schlagzeile eines Artikels, der ein bisschen in die Zukunft schaut. Die Prognose lautet: In den nächsten Monaten werden sich die Berichte über Bestandskündigungen, heftige Beitragserhöhungen und anderweitige Vertragssanierungen häufen. Denn alle Versicherer müssen sparen.

Von daher wundert euch nicht über Beitragserhöhungen, ihr könnt dem nicht entkommen.

Im Bereich der Kfz-Versicherungen gibt es nur diese Erkenntnis:

Behaltet eure Autos und eure bestehenden Kfz-Versicherungen wenn möglich, günstiger wird es nie wieder werden!

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Und ich hab mich schon immer gewundert wie man mit quasi nicht existierenden Selbstbehalten von 250€ oder sowas in der Vollkasko Prämien anbieten kann die nicht mal 4stellig sind bei Autos die Kosten verursachen wie sie Tesla zum Beispiel sehr schnell hat. Ich zahl bei 2.000 SB schon über 2k für die Versicherung… bei 500 SB wären es jenseits der 3.000 im Monat…

Wobei das sicher auch ein Teil ner versteckten Subvention war, um E-Autos zu puschen.

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Ja, da kann ich Dir nur beipflichten. Ich bin selbst Versicherungsmakler und mir graut schon vor dem Jahreswechsel (wie schon die letzten 35 Jahre :wink: ).

Es ist aber auch kein Wunder. Ich sehe regelmäßig Rechnungen, bei denen mir nichts mehr einfällt. BMW in München mit 250 EUR Stundensatz für einen Mechaniker, Windschutzscheiben - Spitzenreiter Audi RS6 2.700 EUR. Einem anderen Kunden fällt bei einer Lieferung eine Pressluftflasche um und macht 3 Kratzer in die R-Line Fronststoßstange eines Tiguan - KVA 6.700 EUR. Und so könnte ich den Rest des Tages weitermachen. Und das Schöne daran: in der öffentlichen Wahrnehmung sind die gierigen Versicherungen mit ihren Glaspalästen schuld. Die Hersteller, Werkstätten und alle anderen, die die Kosten hochtreiben sind völlig unschuldig…

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Ich habe Dir ein Herzchen gegeben, dennoch hält sich mein Mitleid mit den Versicherern ganz stark in Grenzen ich erkläre Dir auch mal warum:

Jahrzehntelang hat man den Kunden für beste Provisionen kapitalgedeckte LV und anderen Schrott verkauft, damit sind sie groß geworden und haben die teueren Strukturen geschaffen denen die meisten jetzt auf die Füsse fallen. Das Sachversicherungsgeschäft hat man sich eben „so mitgenommen“, darauf hatten die Wenigsten richtig Lust; weil nur geringe Provision.

Mit den vielen Direktversicherungen kam weiter Druck auf den Kessel, die Zinsen im Keller und so nahm es eben seinen Lauf; und viel zu lange haben die Versicherer fast alles reguliert - sprich die Klappe gehalten. Sowohl bei den konstruktiv verteuerten Teilen, als auch bei den langen Richtzeiten für das simple Wechseln einer Rückleuchte.

Und es geht gerade so weiter; einen Hagelschaden lässt man sich fiktiv abrechnen und dann fährt man mit ein paar Autos nach Kroatien, Slowenien, Serbien, Albanien etc. und lässt diesen während seines Sommerurlaubs richten. Das kostet dort gute 90% weniger - also wer mit der Familie ein paar Autos runter bringt, hat nicht nur den Urlaub gezahlt bekommen, sondern macht noch 5-stellig Plus - bis hier alles legal.

Der Punkt liegt beim Verkauf des Wagens; gibt der Verkäufer den Schaden an - sollte der Käufer unbedingt nach einer Rechnung verlangen - tut er das nicht - beim nächsten Hagel regulieren die meisten Verssicherer gegen 0 EUR.

Ein Großteil des Gebrauchtwagenmarktes bei den „Fähnchen Händlern“ ist schon fast zum legalen Betrug verkommen; es wird „getürkt“ und „beschissen“ wo es nur geht; in Deutschland ist ja nicht mal die Motornummer in den Papieren vermerkt, Tachostände manipuliert, Unfälle verschwiegen etc.

Also was kann man als Konsument machen?

Eine Auskunftei über die Historie bei Sachrisiken wie Kfz oder Immobilie (die man mit Abstrichen auch als Privatperson nutzen kann) ist diese hier:

https://www.informa-his.de/

Hier speichern die Versicherer regulierte Schäden; ganz ähnlich wie die Schufa - auch als Verkäufer kann das nützlich sein, um dem künftigen Käufer über eine saubere Historie der Immobilie oder des Fahrzeuges zu informieren.

Nur mal so als Tipp…

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mein M3p wird 100€ Teurer und kostet dann Vollkasko anstatt 550 Euro 650 Euro im Jahr… ich wüsste übrigends nicht ob den jetzt für z.b. 1200 Euro im Jahr überhaupt noch Vollkasko versichern würde.

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Diese Frage werden sich künftig viele stellen und dann eher günstig/ Teile und gebraucht kaufen - das werden die Hersteller zu spüren bekommen - gerade bei Audi und Mercedes haben sich sämtliche Ersatzteile massiv verteuert (eigene Erfahrung) - leider auch bei den Kleinwagen Ford, Suzuki, Toyota etc.

Tesla geht den gegenteiligen Weg; als ich den ersten M3 in 2020 gekauft hatte, wollte ich mal wissen was die Teile kosten, Windschutzscheibe in 2020 ca. 1.500 EUR - heute 500 EUR; alsbald wird Tesla auch noch Versicherungen verkaufen.

Und auch wieder wird es schon mit bedacht vorbereitet: im Update 2024.26.3 findet man neu den Punkt „Jugendschutz“:

  • erweiterte Einstellungen Fahrereinstellungen Auffahrwarnung
  • V-Max Begrenzung
  • Nachtfahrverbot
  • Fahrmodus „lässig“

Wieder ein kleines Schrittchen per Software die Unfallstatistik bzw. Kosten zu senken; nicht nur für Eltern interessant; gut vorstellbar dass dies auch die Autovermieter, Leasinggesellschaften künftig nutzen.

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Deinen Ausführungen kann ich absolut zustimmen. Es wird auch tatsächlich von Seiten der Versicherer viel zu wenig getan, um die Kostenseite unter Kontrolle zu halten. Zum Beispiel durch GUTE und funktionierende Werkstatttarife, die auf der einen Seite eine faire Vergütung für die Werkstätten regeln und die Kunden qualitativ nicht schlechter stellen. Das ist leider in der Praxis oft nicht der Fall.

Und wir sprechen halt vom heiligen Auto. Da wird der Benz oder der BMW ausschließlich zur Fachwerkstatt vorne reingefahren. Die fährt das Auto hinten wieder raus zum örtlichen Spengler und kassiert für das Mercedes/BMW Zeichen auf der Rechnung einen klitzekleinen ( :slight_smile: ) Aufschlag. Viele haben ja gar keine Lackiererei/Spenglerei mehr im Haus.

Was das Mitleid mit den Versicherern angeht: die letztlich Leidtragenden sind ja die Kunden - also wir alle. Weil die Kosten schlichtweg mit der nächsten Beitragsanpassung auf sie umgelegt werden. Und dann zahlt JEDER eine Schadenindustrie mit, die inzwischen völlig aus dem Ruder läuft.

Manche Werkstätten beauftragen zwischenzeitlich generell einen Sachverständigen, weil sie selber keinen Bock mehr haben, einen KVA zu schreiben. Zum Netzwerk gehört dann praktischerweise noch der Anwalt und der Abschlepper. Man bietet schließlich - fremdfinanzierten -Rundum-Service.

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Machen Sie ja in den USA, ich hoffe seit 2 Jahren darauf, dass es auch zu uns kommt. Parallel wie Octopus in der Energiesparte.

Die Sätze dort sind echt vernünftig, decken jedes beliebige Szenario ab. Die Versicherung kann online abgeschlossen und individualisiert werden. Ausserdem ist ein Rabatt System automatisch integriert wie hier bereits bei HUK etc., nur dass kein Zusatzgerät im Wagen benötigt wird.

Die Versicherungsbranche geht den Weg des Wuchers. Ersatzteile werden zu lächerlichsten Mini-Preisen eingekauft und mit Margen von 500-1.500% an den Kunden weitergereicht - VDA Knebelverträge lassen grüßen.
Statt ein Gesetz zur Pflicht auf Reperatur bei Smartphones hätte man dazu eine Offenlegungspflicht der Kosten bei Reperaturen verabschieden sollen. Wenn ich erzählen dürfte welche Preise bei unseren Teile am Thresen verlangt werden würde euch schlecht.

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Es ist kein Wunder. Die Ersatzteilpreise aller Hersteller sind jenseits von Mond und Pluto. Und nach den Preisen werden auch die Gutachten Erstellt. Ich habe es anderweitig schon mal erwähnt. Der Außenspiegel meines Ioniq 5 kostet 1600 !!! Euro. Die normale Version. Klappbar, beheizbar. Wenn man die Version mit 360° Sicht hat, dann hat der Spiegel zusätzlich eine Kamera unten verbaut und dann kostet der Spiegel 2600 !!! Euro.
Wenn also euer Kind beim Spielen meinen Spiegel kaputt macht und ihr keine Haftpflicht habt, dann dürft ihr mit Montage usw usw Rund 1800-1900 Euro berappen.
Für einen Spiegel !!
Und so geht das munter weiter. Wir zahlen die Zeche, die Hersteller verdienen sich eine Goldene Nase und denen ist das alles Scheißegal. Die Gutachter scheren sich auch um nichts und schreiben fleißig auf.
Schöne Moderne Welt. Der Trend geht ja zu Kameraspiegeln wie ich höre. Viel Spaß, da gehts noch weiter rauf mit den Preisen.

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Das is ja immer das Erste das du auch hier im Forum liest. Zumindest in Deutschland musst du zwingend nen Gutachter holen und Anwalt einschalten. Der sorgtr dafür dass der maximal mögliche Ertrag dann rum kommt… Zahlt ja eh immer der andere…

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Der andere Grund wäre nicht dem Geld und somit der Reparatur hinterher rennen zu müssen, Versicherer lassen sich gerne mal Zeit und kürzen an der Schadenssumme

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Ich bin dem jüngst entkommen. Mein Y sollte statt 750€ plötzlich 1050€ kosten, check24 bemüht, jetzt zahl ich 730€…ab 1.8.24

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Das ist nicht der Grund. Der Grund ist, dass man oft auf Teilbeträgen sitzen bleibt wenn man sich auch nur 0,1% von der richtigen Handlungsweise wegbewegt.

Hier geht es nicht um Gewinnmaximierung - das ist nach deutschem Versicherungsrecht nicht möglich, ein Schaden wird nur soviel bezahlt wie er kostet - sondern darum dass die Moloche der Versicherungsgesellschaft keine Möglichkeithaben das kleine, uninteressante Licht das du bist von hinten bis vorne zu 100% ausquetschen zu können.

Wer schon mal die HUK als Unfallgegner hatte weiß wie das ist. Der Verein kann noch so billig sein, die sehen im Leben keinen Cent von mir.

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Das ist richtig aber…was nützt es wenn du die teuerste und beste und ehrlichste und kulanteste Versicherung hast
Im Falle eines unverschuldeten Unfalls musst du dich mit der gegnerischen Versicherung rum schlagen. Z.B. HUK

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Nennt sich Prinzipien.

Meine Versicherung ist vielleicht nicht besser, mir egal. Aber wenigstens führt Sie nicht die Statistik für verweigerte Schadensleistungen ohne Rechtshilfe an.

Und nein, ich schlage mich damit nicht rum. Das macht mein Makler über meine Rechtsschutzversicherung. Mehr als den Schaden melde ich nicht.

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Ist leider so.
Sobald man hier etwas von einem Schaden liest der von einem Anderen verursacht wurde werden die härtesten Geschütze aufgefahren die dementsprechend Kosten.
Wie du sagst, kostet ja nichts, korrekt. Leider kostet es eben die Gemeinschaft in Form der Beiträge und diese, oh Wunder, steigen.

Man hat Angst von der gegnerischen Versicherung „betrogen“ zu werden und die 25€ Aufwandsentschädigung nicht zu erhalten. Dann wird eben ein Profi (Anwalt, …) eingeschaltet, der sich schon die Finger reibt und für den kaum sehbaren Parkrempler an der Stoßstange muss erstmal ein Gutachten erstellt werden.

Ich schüttel hier manchmal auch nur noch den Kopf wie unselbstständig die Leute geworden sind, aber hey es ist ja ihr Auto (scheinbar heilig) und oft genug wird betont, dass es ja kein Dacia ist, sondern fast 50k gekostet hat.
Wenn man bedenkt, dass weit über 90% der Schäden problemlos reguliert werden schon irgendwie ein Unding, aber hey, beim besten Freund des Schwippschwager hat die Versicherung mal Probleme gemacht und von einem Arbeitskollegen habe ich mal gehört, dass dessen Schwester ihrem Sohn mal das Auto geliehen hat. Der Sohn hat dann erzählt, dass er mal irgendwann Probleme mit der Versicherung hatte und deshalb braucht man immer einen Anwalt.
Ist doch logisch.

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Ist schön wenn man das nur immer von anderen hört.

3 Beispiele von mir:

  1. Mutter fliegt auf Blitzeis ab, nimmt zwei Verkehrsschilder mit, fliegt 5m den Hang hinunter und bleibt am letzten Schild hängen. Versicherung HUK.
    Die Versicherung weigert sich den Vollkasko-Teil zu übernehmen obwohl polizeiliche Protokolle, Gutachten der Staatsanwaltschaft (Beschädigung öffentlichen Eigentums) und ein unabhängiger Gutachter den Totalschaden bestätigt hat. Fazit: Mutter muss mit 45.000(!!!) € in Vorleistung gehen um die Schäden zu bezahlen und ein Fahrzeug für den Arbeitsweg zu bezahlen. 3 Monate daheim bleiben ist halt einfach Mist. Ende vom Lied: Rechtsschutz eingeschalten, Zahlung innerhalb von 7 Tagen.

  2. Meinem Vater fährt auf einer Autobahnraststätte beim einparken einer in die Seite und nimmt alles von hinterer Tür bis vorderen Kotflügel mit. Keine Polizei vor Ort, nur Fotos und Zeugenprotokolle. Gegnerische Versicherung: HUK
    Aus Kulanz übernimmt seine Versicherung die Regulierung vorab. Fazit: 12 Monate später Gerichtsverhandlung. Vater, Verursacher und 4 Zeugen sagen vor Gericht aus. HUK muss zahlen.

  3. Mir fährt beim Ausparken jemand rückwärts in die linke Seitentür. Da PI direkt um die Ecke klingle ich kurz und hole zwei Beamte raus zur Protokollierung da Immigrant mit ausländischem Ausweis und schlechten Sprachkenntnissen. Fazit: Auto seit Januar nicht versichert - passierte im Dezember - Vorversicherung HUK. Die Versicherung hatte die auslaufende Haftpflicht nicht der Zulassungsstelle gemeldet.
    Ende vom Lied: Die HUK verweigert die Schadensregulierung. Meine Versicherung geht in Vorleistung da Sie „weiß wie das ausgeht“ - Zitat Rechtsabteilung meiner Versicherung.
    Ohne das Protokoll wäre ich auf meinem Schaden sitzen geblieben, da ohne die Feststellung der Personalien und die Aussage der Polizisten dass die Zulassungsstelle nichts von der fehlenden Haftpflicht wusste erst dazu führte dass die HUK zahlen musste.

Man kann gerne im Traumland des Vertrauens unterwegs sein. Gesellschaften und Konzerne haben nur drei Ziele:

Profit, Profit und Profit.

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Keine Sorge, bin ich nicht. Habe nun mal einen Aktuar im Haushalt, der bei einer der größten Versicherungen Deutschlands arbeitet, daher ja auch meine Aussage, dass 90% der Fälle problemlos reguliert werden.

Zu deinen drei Beispielen, könnte ich jetzt eben auch drei nennen bei denen es bei meiner Mutter, Vater und bei mir komplett problemlos verlief (zweimal gegnerische Versicherung HUK).
Ändert jedoch nichts an der Sache.

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Ich denke, das ist das Kernproblem. Da sanieren sich gerade die Vertragswerkstätten und Niederlassungen der Hersteller gewaltig. Da müssen die Versicherungen irgendwie einen Weg finden.

Ich hatte vor ein paar Jahren einen Parkschaden an einem anderen Auto verursacht. Kaputt war genau ein Plastik-Reflektor („Katzenauge“) an einem Stoßfänger. Ein Teil für ein paar Cent und wenn man gewollte hätte (und es das Ersatzteil gäbe), könnte man das mit Sicherheit mit ner halben Stunde Arbeit und unter 1€ Materialkosten reparieren.
Gekostet hat es 2500€ für den Tausch des kompletten Stoßfängers. Audi hat natürlich gesagt „das muss so“ und es gibt natürlich in der ganzen Kette niemanden, der sich mit großem Aufwand wehrt. An meinem Auto würde ich das natürlich nie im Leben so machen, aber die Versicherung hatte jetzt die Kosten.

Umgekehrt sind dann die Maßnahmen, die die Versicherungen ergreifen, halt oft ähnlich unseriös.

Ja. Umgekehrt gibt’s aber halt auch. Ich hab vor ein paar Jahren 1 1/2 Jahre lang gegen eine gegnerische Versicherung prozessiert, die meinen Schaden komplett abgelehnt hat (weil ich den Fehler gemacht habe, nicht von Anfang an über die Werkstatt zu regulieren, obwohl ich einfach nur eine Reparatur wollte).
Das war regelrecht kriminell, was die aufgefahren haben, mit bewusst gefälschten Gutachten (gefälschte Stundensätze, falsche Aussagen zum Rechtsstand etc.). Der Richter hat uns am Ende nahe gelegt, Strafanzeige zu stellen, hat mir mein Anwalt dann aber von abgeraten („haben Sie nix von“).

Letztlich wollten die nur die Verfahrenskosten hochtreiben (waren am Ende ein Mehrfaches des Schadens), weil es dann jedem ohne Rechtsschutz natürlich zu teuer wird.
Aber auch das treibt natürlich die Kosten für die Versicherung, sie haben am Ende zu mehr als 90% verloren.

Hallo Peter, ich habe ehrlich gesagt nicht das geringste Mitleid mit den Versicherungen und ich sage dir, das ist möglich.

Als Beispiel eine Gebäudeversicherung bei einem Unternehmen, bei dem diese schon seit 40 Jahren versichert sind und bisher nie nennenswerte Schäden waren.

Dann traten bedauerlicherweise 2 Leitungswasserschäden in Folge ein und ich habe mich wie der letzte Bittsteller fühlen dürfen.

Kurz danach habe ich bei einem Bekannten ein Getränk auf seinem Teppich verschüttet. Meine Haftpflicht habe ich seit 20 Jahren bei diesem Unternehmen und seit über 8 Jahren keinen Schaden gehabt, vorher vielleicht 2 minimale Schäden in der gesamten Laufzeit. Es ging bei dem Teppich um eine Summe von lächerlichen 200 Euro, aufgrund des Alters bot die Versicherung 50 Euro an.

Diese 2 Vorfälle haben dem Versicherungsunternehmen 18 Verträge gekostet, da ich alle Verträge gekündigt habe und nun bei einem anderen Unternehmen sehr viel weniger zahle.

Nach den ersten Kündigungen bin ich davon ausgegangen, dass sich dieses Unternehmen zumindest mal meldet und fragt. Das einzige was ich bekommen habe, waren die Kündigungsbestätigungen.

Ich nenne dir jetzt nicht die gesamte Summe, welche ich jährlich an das Unternehmen gezahlt habe, aber so schlecht scheint es den Versicherungen wohl nicht zu gehen.

Sollten die Prämien hoch gehen, wird ein Versicherer die Preise halten und das Geschäft machen.

Ich als Kunde bin nicht mehr die Treue (dumme) Seele, sondern gehen analog der Konzerne den Weg des Besten für mich und meinen Geldbeutel :wink:

Apropo mein Geldbeutel, bei diesem Unternehmen habe ich für meinen Audi A3 MJ 2018 im Jahr 530 Euro für die Vollkasko gezahlt. Auf Nachfrage was denn nun mein Tesla, mit den selben Bedingungen, kosten würde erhielt ich die Info…knapp über 1.400 Euro.

Nach einigem hin und her und einem Vergleichsangebot , hat man sich auf 750 Euro geeinigt.

Wo ein Wille, da ein Weg.

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