Also laut Tescroft ist die Kaufkraft in Österreich höher, interessant wäre natürlich wie wird die Kaufkraft berechnet.
Und gibt es eine Statistik wie in Bayern und BW der Tesla Anteil ist? Ich denke hier wird es deutlich besser sein?
Was ich spannend finde, seit Jahren kommen von deutschen Usern immer diesselben Argumente, warum es in Deutschland schlechter läuft. Das kann man hier jetzt sehr gut komprimiert erkennen. Bisher wurden alle Erklärunge zu diesen Gründen von tescroft sehr gut widerlegt.
Ich sehe schon länger eine völlig andere Ursache. Es ist auch nicht das fehlende Tempolimit, dieser „Grund“ wurde hier noch nicht genannt.
Wenn ich hier die Diskussionen mitverfolge bemerke ich einfach einen großen Mendalitätsunterschied. Die verbissensten Diskussionen und die kritischsten Blicke auf Tesla kommen in der Regel von deutschen Usern. Das hat aber nichts mit einer Überzahl im Forum zu tun. Vor einigen Jahren konnte ich den Begriff „German Angst“ nicht verstehen, nach einigen Jahren hier im Forum verstehe ich was er bedeutet. Dies gilt nicht für die allerersten Mitglieder in diesem Forum, auch nicht für meine deutschen Freunde. Aber je „älter“ das Forum wird desto länger werden die Checklisten zur Abholung der Teslas. Ich lernte hier Begriffe wie Spaltmaß kennen, man sieht Fotos wo man einen Fehler mit der Lupe suchen muss. Immer öfter kommt der Rat sich sofort einen Anwalt zu nehmen. Es wird fast schon krampfhaft nach Fehlern und Mängeln gesucht.
Wenn ich so handeln und denken würde, dann hätte ich mir niemals einen Tesla gekauft. Wenn ich so denken würde, hätte ich wahrscheinlich auch sonst relativ wenig Freude im Leben.
Norweger, Dänen, Schweden, Niederländer…dort sind die Menschen einfach viel toleranter, offener und entspannter. Dieses Recht haben und Recht bekommen…um fast jeden Preis, verbunden mit einer „Geiz ist Geil“ Mentalität, das ist nicht meine Welt. Menschen machen Fehler, nichts ist perfekt. Die Bereitschaft Kompromisse einzugehen ist einfach notwendig um selbst auch glücklich sein zu können.
So, jetzt habe ich mich gedanklich verrannt bzw. den Faden verloren…egal.
Alle Eure Gründe sind nur vorgeschoben, es liegt einfach an eurer anderen Art das Leben zu leben.
Ich hoffe ich habe mich nun nicht allzu unbeliebt gemacht.
Dafür habt Ihr keine Energiewende und viel Wasserkraft und ich habe mich als ich einige Jahre bei Euch leben durfte über meine geringe Stromrechnung gefreut. Vielleicht fällt es auch deshalb bei Euch leichter ein E-Auto zu erwägen… zumindest wenn man zu Hause laden kann…
Das ist wohl das weltweit beliebteste Stereotyp überhaupt. „Woanders“ ist immer alles besser und die Menschen sind viel lockerer, verständnisvoller, besonnener, toleranter, cooler, weltoffener, wasauchimmer. Hört man beim zweiten Bier an jeder Theke - egal ob in Berlin, Kopenhagen, Amsterdam, Sydney oder Tucson.
@Healey hat sich imho ein wenig verrannt. Ist aber auch klar, wenn man täglich Beiträge lesen muss über anwaltliche Interventionen wegen welliger Türdichtungen etc… Es gibt in DE bei vielen die Grundhaltung „wir bauen die besten Autos“ und eine unglaubliche Verflechtung von Politik und KFZ Industrie, das ist mit der Rolle einer großen Zulieferer Industrie wie in AT nicht vergleichbar. Anders gesagt: wenn ein chinesischer Hersteller die besten Kräuterzuckerln produziert, wird vermutlich der eine oder andere Schweizer schon aus Trotz bei der Marke bleiben, die es angeblich erfunden hat. Das wird sich bestimmt auch bzgl Tesla in DE noch ändern, mittlerweile gibt es auch schon manchmal objektive Tests und Berichte
Ich habe das Gefühl, dass in meinem Bekannten- und Kollegenkreis alle eher zögerlich und wenig informiert sind, was E-Autos angeht. Da bekomme ich oft zu hören:
zu wenig Reichweite, man will auch mal spontan nach Italien fahren können
Tesla? Die haben doch Qualitätsprobleme und sind zu teuer. Haben die auch ein Händler und Werkstattnetzwerk in Deutschland?
ein Diesel ist in der Gesamtbetrachtung doch CO2 freundlicher
die Entsorgung der alten Akkus ist kaum umweltverträglich machbar und nach ein paar Jahren brauchst Du einen neuen
ich warte lieber bis die Deutschen Hersteller mit ihren E-Fahrzeugen auf dem Markt sind
bei der Herstellung der Akkus werden Rohstoffe aus Problemregionen benötigt (Diktaturen, Kinderarbeit etc…)
Tesla kommt aus Amerika und Trump ist doof (hab ich echt so gehört)
Ich glaube viele sind eher risikoscheu und haben immer allerlei Bedenken und sind letztendlich dankbar, dass ihnen irgendwer anscheinend gute Gründe dafür gibt, sich lieber einen Diesel SUV Jahreswagen, als einen Tesla zu kaufen. Schade, aber es ist so.
Ausschlaggebender Grund für die Bestellung meines Model 3 war letztendlich ein etwa 65 jähriger erzkonservativer Arbeitskollege von mir der mir mit dummen und falschen Stammtischparolen das Elektroauto madig machen wollte. Da hab ich mir gedacht: jetzt erst recht!
Richtig so. Etwas ähnlich auch in meiner Umgebung.
Wenn alle Scheingegenargumente platzen dann kommt derzeit in Diskussionen das letzte nogo Kriterium:
"Man kann ja vorher keinen Preis an der Ladesäule ablesen. So etwas Dummes würde ich nie machen. Das geht ja gar nicht. "
Wenn ich versuche, dass Thema praxisgerecht richtig zu stellen, wird schon nicht mehr zugehört. Man versucht krampfhaft, den letzten Strohhalm zu klammern. Wozu auch immer. Ich lasse diese Arbeitskollegen ihr Recht sich als Deppen darzustellen. Zuerst schaden sie sich selbst. Da hilft nur noch grinsen.
@Healey hat sich meiner Meinung nach nicht verrannt - sicherlich ist er aber auch nicht der Meinung das alle Deutsche so sind wie er es beschrieben hat.
Aber es gibt leider viele Deutsche die so sind wie es Healey beschreibt - ich nenne sie bei uns im Unternehmen „Bundesbedenkenträger“ weil sie selber mit dem Begriff „German Angst“ nichts anfangen können
Dieser Charakter zeigt sich nicht an einem konkreten Thema wie z.B. der Elektromobilität sondern ist vielmehr eine grundsätzliche Angst vor jeder Veränderung. Ich begegne diesen Ängsten jeden Tag bei mir im Unternehmen und erlebe über die Zeit sogar das z.B. ein vor Jahren gegen grosse Abwehr eingeführte Lösung (Aussendienst sollte erstmalig Laptops nutzen) jetzt genauso hartnäckig von den gleichen Personen verteidigt wird weil wir die Lösung ändern wollen. Der ehemals verteufelte Lösungsansatz wird nun bis aufs Blut verteidigt und jedes sachliche Argument wird ignoriert.
Und diese Einstellung ist auch kein Problem das sich auf bestimmte Gruppen beschränkt.
Egal ob Handwerker, Servicekraft, Teamleiter oder auch Manager - es gibt überall Bundesbedenkenträger.
Nur dort wo ich es mit Menschen zu tun habe die in einer internationalen Umgebung arbeiten treffe ich dieses Verhalten nicht an. Wahrscheinlich weil ein Bundesbedenkenträger sich dort nicht wohl fühlt aber vielleicht auch weil er sich ändert und erkennt das nicht jede Veränderung ein Angriff darstellt.
Ich persönlich glaube daher das es noch lange dauert bis die German Angst abgebaut sein wird.
Diese sinnlosen Argumente hat sicherlich schon jeder von uns gehört.
Erst gestern wieder: „Meh, mit der zu kleinen Reichweite kann ich ja nicht nach Österreich in den Skiurlaub fahren“.
Später in der selben Unterhaltung: „Diese den deutschen Autobauern unterstellten Dieselmanipulationen dienen ja nur dem Schutz des Motors.“
Ja, nee, iss klar!
Man will sich natürlich auch den Kauf des letzten Verbrennerautos schönreden, nicht zugeben, dass man Scheiße gekauft hat.
Finnland hat 1 Service Center für das ganze Land, eines! In Schweden gibt es zwei (2). In Deutschland mit ähnlicher Fläche gibt es bereits 9 Service Center, recht gut über das Land verteilt. Trotzdem greifen Finnen und Schweden viel lieber zu Tesla.