Was passiert eigentlich, wenn die WP zu klein ausgelegt ist?
Sagen wir mal, die 12er reicht nicht für ein paar Tage im Jahr.
Draußen -15°C, die WP schaltet also nicht ab weil’s ihr zu kalt ist.
Heizleistung von 12kW thermisch reicht aber nicht aus, um alle Räume warm genug zu bekommen.
Schaltet dann der 9kW Heizstab zu?
Also nen paar Tage im Jahr wird’s evtl. teuer?
Es passiert aber nicht wirklich mehr, als dass es im Haus nur noch 19,5°C statt 21°C wird und die Stromrechnung steigt?
Der Heizstab schaltet sich afaik schon deutlich früher zu, ich meine @niubee hätte was von standardmäßig -5° geschrieben. Und wenn die Temperaturdifferenz zwischen VL und Rücklauf zu groß wird bzw. der RL zu kalt ist.
Muss man halt schauen, wie häufig das theoretisch sein könnte.
Bei mir ist der Heizstab seit 11 jahren noch nie gelaufen. Egal ob es - 20 Grad hatte. Ist aber auch eine S/W WP. Bei Luftwärmepumpe sieht es wahrscheinlich anders aus.
Das Problem ist, dass der Heizstab beim Abtauen kommt wenn der VL unter 25 Grad fällt was bei einer VL Temp wie bei mir von 28 Grad einfach schnell passieren kann.
Deshalb kann man den Heizstab deaktivieren wenn man sich sich ist, dass man genug Wasservolumen zum Abtauen hat und ein Backup (bei mir die Weideheizung) hat.
Das Problem ist, dass wenn den VL unter ich glaube 21 Grad fällt die Pumpe in Störung geht…
Somit nicht so ohne aber machbar👍
Die WP schaltet nicht ab weil es -15 Grad hat. Da hatte ich noch einen COP von 2,85 aber das sind dann „nur“ 7 kw bei meiner 9 kw (!). Mit Heizstab hat man dann genug Leistung.
Ich habe ja noch den Kamin mit einem Wirkungsgrad von 87%, 8 kw (BimSchV 2) und die GT.
Die GT geht beim mir ab -5 Grad im Frostschutzmodus rein. Das reicht und waren dann mit WW 4.000 kwh in 2022/2023.
Aber ich hatte auch noch die alten Fenster aus 1979…das wird sich nun ändern und mit den neuen Fenstern denke ich reichen auch die 7kw bei -15 AT.
Somit alles möglich auch mit den kleineren. Notfalls eben den Heizstab wieder aktivieren wenn es sehr kalt wird😉
Ob der Heizstab ab einer bestimmten Temperatur anspringt, oder nicht, hat nichts mit Swwp oder LWWP zu tun. Sondern mit der Leistungsdimensionierung.
Die Empfehlung geht in Richtung „etwas zu knapp“ auslegen (weniger Invest, bessere Effizienz im Teillastbereich in >95% der Heizstunden). Und wenn es mal ein paar Stunden im Jahr kälter als NAT ist, dann unterstützt der Heizstab (oder man badet nicht 2 Mal am Tag, oder die RT sinkt um ein paar Zehntel Grad).
Die LWWP von Panasonic nutzt den Heizstab beim Abtauen und Frostschutz. Aber nur unterbestimmten Bedingungen (zb bei sehr niedrigen VL Temperaturen). Bei mir hat der extra Zähler vom Heizstab diesen Winter 8kwh gezählt, da riskiere ich keine Fehlermeldung und Abschaltung, wenn ich nicht vor Ort bin.
Nix passiert…
Du kaufst Dir doch auch keinen LKW, weil Du eventuell 1mal im Jahr umziehst
Ein Haus ist ja nicht binnen 1h viel zu kalt, sondern es ist recht träge.
Eine WP schaltet nicht unvermittelt aus ( ausser auf Störung) sondern schafft es einfach nicht mehr, die gewünschte VLT zu erreichen. Dann schaltet sich halt der Heizstab dazu.
Klar ist das teurer, aber immer noch günstiger als 95% eine Ineffiziente und viel zu grosse Heizung zu haben.
Wie beim LKW… Der verbraucht dann halt 1mal im Jahr viel, aber den Rest des Jahres nicht… Stell Dir mal vor, mit dem Trumm jeden Tag zu fahren…
VIEEEL zu klein, Darf eine WP natürlich nicht sein.
Hatte den Fall im HTD Forum… Der hatte eine 8kW WP bei 11kW Heizbedarf… Nur dass die 8kW incl Heizstab war und der sich schon bei 3 Grad dazugeschaltet hatte…die WP selbst konnte „nur“ 5 kW…
Er hat jetzt eine Nummer grösser bekommen, welche dann auch ohne Heizstab besser zum Haus passte… Prompt kein Heizstabeinsatz mehr
Vorteil bei Panasonic ist, dass die die reine Kompressorleistung angeben und der Heizstab ist dann der „Notnagel“…
Andere Hersteller geben da das inclusive Heizstab an und das ist IMHO Kundenverarsche…
Da muss sich auch ein HB und vor allem der Kunde informieren.
Das sollte man wissen…
Die 7 Kw sind damit im worst case 8-10er und damit reicht eine 9er fast immer…
Mein Heizstab war genau Null mal an im Winter…253qm BJ 1979…9Kw. Ich habe bei -15 AT 2,3 kw gesehen die dann auf 1,6 kw runtermoduliert worden sind. Aber alle 45min einen Abtauvorgang da es sehr feucht war. Im Frühjahr wo es mal extrem trocken war gab es keine Abtauvorgang bei -5AT…
Jetzt ist er aber ständig an da ich mit ihm aus dem PV Überschuss WW mache…
Wenn eine FBH vorhanden ist und die WP direkt an die FBH kann reichen bei 99% aller EFH eine 7Kw WP.
Bei HK ist es etwas komplexer, kommen Puffer hinzu umso mehr…
Bei der hier oft erwähnten Panasonic Jeisha hat man im Bereich 5-7-9kW auch den Vorteil der quasi identischen Hardware. Daher ist eine Überdimensionierung hier nicht ganz so tragisch, da die untere Leistungsgrenze bei allen Geräten identisch ist (19Hz oder ~600Watt Strom).
Die Nutzer von Heizkörpern brauchen sich bei größeren Häusern auch weniger Sorgen um den Heizstab machen. Bedingt duch die höheren Temperaturen des Systemes, sind die unteren Grenzen des VL/RL bei Abtauen in der Regel weit genug weg. Bei einer effizienteren FBH liegen die Temperaturen in der Regel deutlich niedriger und damit dichter am Schwellenwert des Heizstabes.
Bei mir läuft die Anlage jetzt erst einen Winter, aber einen Heizstab habe ich zu keinem Zeitpunkt benötigt. Bei NAT (und darunter) merkt man aber schon wenn die WP an der Grenze arbeitet, insbesondere wenn das WW bereitet wird (~1h) und dann die Temperatur im System wieder aufgeholt werden muß.
Naja, ich hab ja mal Rollladen runter vs. nicht runter durchgemessen, und mit offenen Rollläden verliert die Bude hier ca. 1,2K über Nacht. Mit geschlossenen Rollläden ca. 0,6K.
Ich muss zwei panische ältere Mitbewohner beruhigen
Ich weiß nicht, wo ich sonst diese Info finde, aber vielleicht gibt es hier schon Erfahrungswerte. Ich überlege auch den Umstieg auf eine Wärmepumpe (Einfamilien-Reihenhaus, 160 m² zu heizende Wohnfläche), aber was mich davon abhält, sind die momentan ohnehin sehr geringen Heizkosten mit der bestehenden Gastherme (jetzt 25 Jahre alt, bisher weitgehend wartungsfrei). Dank guter Dämmung und zusätzlicher Solarthermie habe ich hier nur einen Heizbedarf von ca. 7.000 kWh im Jahr, und da wird es vermutlich schwer zu sein, die hohen Anschaffungskosten einer WP über die Heizkostenersparnis wieder reinzubekommen.
Der Vorteil wäre, dass ich nicht mehr zusätzlich dämmen müsste und die Heizkörper könnten wohl auch bleiben, da ich normalerweise auch bei der Gasheizung mit einer Vorlauftemperatur von um die 50º auskomme.
Hatte von Euch jemand eine ähnliche Konstellation und auf WP umgestellt? Lohnt sich das?
Hmm…3.800 Euro WP und 400 Euro Einbau (Eigenleistung) dann ja ansonsten nein. Gibt in der Jeisa Wiki zahlreiche Besipiele…
Über eine Fachfirma niemals (gilt aktuell für alle WP und alle Anbieter!). Hätte auch niemals 30-50 TEuro investiert. Ebenso in die Dämmung…
Die 20 TEuro für alle Fenster und die 5.200 Euro für sie WP, 3000 Euro für den Kamin fand ich noch ok. Break even ca. 10 Jahre aber die Fenster mussten eh raus…
WP läuft ca. 1 - 1,5h und steht dann 1,5 - 2h. Eine Nummer kleiner wäre aber sicher besser gewesen aber hab damals leider dem Heizungspfuscher vertraut. Der hatte die WP nur hingestellt und nichts eingestellt. Die würde wahrscheinlich heute noch im Estrichtrocknungsmodus laufen
Hast Du mal versucht mit 45° auszukommen?
Tatsächlich sind Deine 7.000kWh sehr wenig für das Baujahr und die Fläche. Wenn die Therme aber schon 25 Jahre hinter sich hat, kann ein Defekt da aber natürlich schnell passieren. Mit Ersatzteilen für solche alten Anlagen sieht es dann teilweise auch schlecht aus.
Eine Monoblock-WP ist gar nicht so teuer, entscheident ist dann das Zubehör was noch benötigt wird. Wenn dann bei dem Alter gleich noch Puffer, Frischwasserstation, Elektro-Unterverteilung und Co angefast werden müssen, reicht ein 4stelliger Betrag nicht mehr aus.
Bei mir waren es ~17.000kWh und ich bin bei 11t€ gelandet (4500€ WP, 2500€ FriWa, 1000€ Puffer, 1000€ Rohre/Fittinge, 1000€ Elektro). Dazu dann etwa 60-70h Eigenleistung für alle Arbeiten.
Bei 7000kwh Wärmebedarf reicht schon die 5er Jeisha.
Bei Angstzuschlag 7kw.
50 grad VLT bei wieviel RL?
Schau mal ob Du Anzahl der Starts und Betriebsstunden auslesen kannst.
Man wundert sich, wie oft so ein Gaser/ Öler anspringt und „in Schüben“ Warmes Wasser für die Heizung erzeugt.
Wenn Du HK und noch Thermostate eingebaut hast, regelt quasi immer das Thermostat, die Heizung gibt Gas und wird mit der Handbremse(Thermostate) geregelt.
WP regelt selbst, Thermostate sind quasi unnötig, da nur genau so viel Wasser/ Leistung durch die Heizkörper fließt, wie für die Wunschtemperatur nötig ist.
Lohnen tut sich das immer, jedenfalls wenn man selbst einbaut und nen Monoblock nimmt, wie ne Jeisha.
Einfach im kommenden Winter alle Thermostate voll aufdrehen und schauen was passiert.
Zu 100% wird es viiiiiel zu warm werden. Dann Heizkurve runter.
Auch die Heizungspumpe prüfen, wieviel Wasser durchgeht ( falls möglich)
Wenn sehr wenig Wasser durchgeht, eventuell Pumpe erhöhen…
Will wetten, dass Du sogar bei tiefen minustemperaturen mit 40 Grad VLT hinkommst, da das Haus gut gedämmt ist.
Selbst wenn Du jetzt auf ne neue Gasheizung gehen würdest, wäre das nen Brennwertgerät. Und um überhaupt den Brennwerteffekt zu haben, brauchst Du niedrigere Temperaturen.
Sonst würdest Du sogar mehr Gas brauchen als vorher ( war bei mir der Fall…)
HB hatte halt genau Null eingestellt… Auftrag erfüllt, wurde warm …