Warum sind die Ladetarife teilweise so günstig? Die Strompreise sind doch aktuell so hoch wie nie.
Ich würde hauptsächlich zu Hause laden. Aber wenn ich da 7 oder 8 Cent lese…
Für das Einspeisen meiner PV bekomme ich derzeit 25 Cent/kWh (Marktpreis).
Strombezug ist bei mir noch günstig, 5,8 Cent netto → total ca. 16 Cent. Derzeit bekommt man aber nichts mehr unter 17-18 Cent in meiner Region.
Wenn mein Tarif so bleibt kann ich mir das Überschussladen sparen, weil unter Strich das gleiche rauskommt (die 25 Cent muss ich noch versteuern)
Ja, die Säulen in Wien haben - mit der Tanke WienEnergie Karte - einen extra-günstigen Tarif zwischen 22 und 8 Uhr von 70 ct/Stunde.
Mit Grundgebühr reduziert sich das auf 60 ct/h - und wenn man die kompletten 10 Stunden lädt - aber kaum jemand hat eine 110 kWh Batterie - kommt man auf einen Preis von 6,36 ct/kWh oder 5,45 ct/kWh.
Realistisch wird man da wohl gegen 22 Uhr anstecken und gegen 8 Uhr abstecken, aber nur 50-70% der 75 kWh eines M3 LR nachladen (37-40 kWh).
Dann sind wir bei 10*0,7 = 7 EUR für 40 kWh = 17,5 ct/kWh. Das ist etwa der Haushaltsstrompreis - falls man einen Garagenplatz mit Strom hat (und die Investitionskosten in Kabel, Zwischenzähler, Wallbox, Elektrikerabnahme, Netzbetreiberanmeldung etc nicht rechnet).
Die Tanke Burgenland Karte kostet (pro Stunde) knapp 4 EUR an einem 11 kW AC Lader. Aber nur 18 EUR / h an einem (Roaming) DC Fastcharger (ggü 27 EUR/h bei Tanke Wien).
Das wäre wohl die aktuelle Methode der Wahl innerhalb von Österreich für Smartrics 50-150kW DC Lader.
Dann gibt es Spezialitäten (eCarGo mit der normalerweise extrem teuren Shell Recharge/NewMotion Karte) die aber nur bei einer kleinern Anzahl von DC Fastchargern vernünftig ist.
Der Nachttarif in Wien ist sicher so kalkuliert, dass damit gerechnet wird dass dort nicht 10 Stunden durchgehend die vollen 11 kW abgegeben werden - und in Österreich sind das noch überwiegend Zeittarife.
Wobei - ich konstruiere gerade an einem Typ2-Verteiler herum, dass mehrere (bis zu 3) BEV an einer Wallbox parallel angesteckt werden können. Auf diese Methode könnten sich 2-3 Fahrzeuge über Nacht einen 11kW Straßenlader teilen (einer der beiden Fahrer aktiviert die Säule) und die 10h durchgehend laden um den günstigen kWh Preis Fürchte aber, das dieses Teil nicht unter 400 EUR kosten wird wegen der teuren Typ2 Buchsen. Jedenfalls ist es bei 2 oder 3 Fahrzeugen wahrscheinlicher, dass diese in Summe die 110 kWh aufnehmen können, als ein einzelnes Fahrzeug
Viele Roaming-Tarife gehen eben auch nach Zeit und nicht nach Energie - wer also ein Fahrzeug hat, das richtig schnell laden kann (zB M3 LR Panasonic mit vorgeheiztem Akku - 250 kW) kann solch einen "Hyper"charger um wenig Geld „leersaugen“ weil man vergleichsweise rasch wieder unterwegs ist.
Und wenn man noch wissen möchte ob die Säule auch frei ist empfehle ich diese Seite https://moovility.me/ nicht alle werden angezeigt , aber fast alle und für diese Säulen wird dort ( immer mit ein paar Minuten Verzögerung) der Status angezeigt.
Wenn die Heiss-Wasserspeicher zB Gasometer fertig geheizt sind dann sind sie froh was los zu werden. Billig an Verbraucher verkaufen ist besser als für Einspeisung Überschussstrom „Strafe“ zu zahlen
Die 250 kW siehst du aber nur an V3 Superchargern. An jedem öffentlichen HPC sind derzeit Stromlimits von max. 500 A gesetzt, sodass man nur auf ~ 190 kW kommt. Die V3 SuC geben über 700 A im Peak ab.
Was kommt dann nach Fast- (125A) und Hyperchargern (500A) für eine Ladestation in der 1000A Region?
Plaid geht nicht (abgesehen davon, dass keine ernsthafte Firma Spaceballs-Referenzen nutzen würde), Mega ist wohl auch schon für den Semi (abgesehen davon, das Mega nach „weniger“ klingt als Hyper).
Bei den letzten beiden Malen (Turmstrom 150kW-Lader mit kalter Batterie und Smatrics 100kW-Lader mit heißer Batterie) wäre mit dem neuen Tarif der Supercharger knapp billiger. Ich hätte da jeweils ca. 38ct/kWh gezahlt. Wie es bei einem 150kW- oder 300kW-Lader mit vorgeheizter Batterie ausschaut, müsste man testen, aber der Unterschied wäre wohl so minimal, dass es sich nicht auszahlt, darüber nachzudenken.
Habe es kurz nachgerechnet, lohnt sich nicht mehr. Ich habe jetzt im Winter mit Vorkonditionierung in 15 Minuten etwa 34 kWh geladen. Bei 29 Cent die Minute kommt man auf einen sehr guten Preis. Mit dem neuen Preis rechnet es sich nicht mehr.
Muss jetzt aber noch anmerken, dass ich nicht die SuCs als Basis heranziehe, sondern den Preis den ich Zuhause für die kWh bezahle und der liegt derzeit bei 19,8 Cent p.kWh.
Plugsurfing hat sehr gute Preise (0,16 €/min) an VLOTTE Ladesäulen. Leider hat dort mein Plugsurfing Chip nicht funktioniert. Hat jemand Plugsurfing an diesen Ladesäulen bereits probiert?
Ich habe gerade mal wieder meine Shell recharge Rechnung bekommen und bin absolut happy mit „meiner“ Ladestation (eCarUp) in Eberstalzell. 0,0872 EUR (brutto) pro kWh sind der Hammer. Ich fürchte nur, dass das bald ein Ende haben wird.